Cover von: Einer sollte ihm mal sagen, dass er tot ist

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Einer sollte ihm mal sagen, dass er tot ist

Kriminalroman
Buch
Gebundene Ausgabe, 234 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3747208320

ISBN-13: 

9783747208328

Auflage: 

1 (15.07.2026)

Preis: 

18,00 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 

Beschreibung: 

Ein dementer Auftragskiller kämpft ums Überleben.

Was, wenn der beste Freund einen hintergeht, um seine Spielschulden zu bezahlen?

Der demente Auftragskiller Trésor sitzt zusammen mit seinem Partner Pépé in einer Bar in Südfrankreich. Sie wissen nicht mehr, ob sie den Mord im Auftrag eines Pariser Gangoberhaupts ausgeführt haben, und begeben sich notgedrungen auf die Suche nach der Leiche. Was Trésor nicht ahnt: Pépé versucht ihm einen Mord in die Schuhe zu schieben, den er im Auftrag eines Clubbesitzers ausgeführt hat.

Als Pépé verschwindet, beginnt für Trésor eine Hetzjagd und der Kampf um die eigenen Erinnerungen …

Ein ironisch-düsterer Südfrankreich-Krimi in bester Tarantino-Tradition.

Kriminetz-Rezensionen

Eine konfuse Geschichte

Es geht um Trésor und Pepe, zwei in die Jahre gekommene Auftragskiller, mit großen Problemen, da sie völlig orientierungslos mit ihrem letzten Auftrag scheitern. Warum, weshalb, ihre Erinnerungen sind nur noch brüchstückhaft und irgendwie läuft einfach alles schief!

Laut Inhaltsbeschreibung des Kriminalromans von Autor Wolfgang Franßen mit dem witzigen Titel „Einer sollte ihm mal sagen, dass er tot ist“, habe ich eine bitterböse Geschichte mit viel Spannung und Action erwartet.
Zuerst musste ich mich aber an die ungewöhnliche Konstruktion des Romans gewöhnen. Schreibstil und Aufbau waren etwas schwierig zu greifen. Die kurzen, prägnanten Sätze, die zeitweise wie aus einem Maschinengewehr abgefeuert den Text prägen, ließen mich oft mit Fragen zurück. Fühlt man sich etwa so, wenn man dement wird?
Personen und Örtlichkeiten wechselten sich dabei in ähnlich rasantem Tempo ab. Dieser zusammenhanglose Wechsel ist schon etwas tricky, denn es ist nicht leicht zu erkennen, welche Person gerade agiert, auch weshalb und warum? Ehrlich gesagt dauerte es, bis ich überhaupt einen Draht zu den ganzen Figuren bekommen habe. Gerade zu Beginn der Lektüre hatte ich so gar keinen Schimmer, worum es hier überhaupt gehen soll, außer dass viele Leute sterben, einer der Alten dement und einer anscheinend ein falsches Spiel spielt. Die ganze Handlung ist ziemlich schräg, brutal und emotionslos, schon anders, als ich laut Titel und Beschreibung erwartet hatte. Der versprochene bitterböse Humor war gut versteckt, doch Humor ist ja zweifelsohne Geschmacksache.

Mein Fazit:
Ein sehr spezieller Kriminalroman, man muss sich darauf einlassen. Zunächst gestaltete sich das Lesen etwas zäh. Einmal mit den Figuren vertraut, entwickelt sich die ungewöhnliche Geschichte dann aber langsam klarer und es wurde doch noch unterhaltsam, bis zum bitteren Ende.