Cover von: Spritztour
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Spritztour

Der 6. Fall für Hauptkommissar Eike Hansen. Ein Allgäu-Krimi
Buch
Taschenbuch, 320 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3492308538

ISBN-13: 

9783492308533

Erscheinungsdatum: 

01.02.2018

Preis: 

10,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 22.104
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3492308538

Beschreibung von Bücher.de: 

Ideales Wanderwetter sorgt für Hochbetrieb auf dem Tegelberg bei Füssen. Unentwegt drängen sich die Besucher dicht an dicht in die Seilbahn. Rechtsmedizinerin Resi und Kommissar Hansen macht das nichts aus, sie schwelgen in Hochzeitsvorbereitungen und können sich nicht nah genug sein. Nur der Mann mit dem Schnauzbart stört, der sich zwischen Resi und das Kabinenfester drängt. Er lehnt schlapp an ihrer Schulter und macht keine Anstalten, sich dafür zu entschuldigen. Schnell wird klar, warum. Er ist tot, und die Einstichstelle im Nacken verrät: Es war Mord ...

Kriminetz-Rezensionen

Eine Bergfahrt mit unerwarteten Folgen

"Gift in den Händen eines Weisen ist ein Heilmittel, ein Heilmittel in den Händen des Toren ist Gift." (Giacomo Casanova)

Wunderschönes Wanderwetter im Allgäu, das Kommissar Eike Hansen ausnützen will, um endlich mal mit der Gerichtsmedizinerin Theresa (Resi) Meyer den Hochzeitstermin zu besprechen. Darum hat er sich in ein heimisches Outfit gesteckt und möchte mit Resi mit der Tegelbergbahn eine Wanderung auf den Berg machen. Doch beim Hochfahren mit der Seilbahn drängt sich ganz auffällig ein Mann mit Schnauzbart immer mehr an Resi heran. Erst als Hansen und Resi aus den Kabinen aussteigen wollen, entdecken sie, dass dieser keine Anstalten macht, auszusteigen. Sofort stellt Resi den Tod des Mannes fest und entdeckt eine kleine Einstichstelle im Nacken des Toten. Für Resi ist klar, das war kein natürlicher Tod und auch die Obduktion zeigt, dass der Tote vergiftet wurde. Bei weiteren Recherchen wird klar, dass der Tote Helmut Möller hieß und ein Luftikus in Sachen Frauen war. Unzählige Affären hatte dieser Möller, der in einer Firma für Import/Export arbeitete. Sonderbar ist auch, dass nichts aus seiner weiteren Vergangenheit zu erfahren ist. Ein Besuch der Firma offenbart, dass hier anscheinend nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Doch dann bekommt Eike Hansen Besuch eines suspekten Herrn Schubert, der ihn warnt und der wohl auch seinen Vater gut gekannt hatte. Hatte Möller doch was mit dem Geheimdienst zu tun? Und wer ist dieser ominöse Schubert? Doch ehe Hansen und sein Team weiter ermitteln, wird ihnen der Fall vom BKA entzogen.

Meine Meinung:
Dies ist nun der sechste Fall von Kommissar Eike Hansen, den es aus Norddeutschland ins Allgäu verschlagen hat. Für mich war es mein drittes Buch der Reihe. Das wundervolle Cover mit der Ziege und dem Bild der Seilbahn lässt einen gleich erahnen, wo dieser Krimi handelt. Natürlich wollte ich als großer Fan von Jürgen Seibolds Krimis wissen, wie es bei Eike Hansen und Resi in Sachen Hochzeit weiter geht. Seine etwas humorvolle, lockere Art, bei der man nicht alles allzu ernst nehmen darf, hat mich wieder einmal überzeugt. So war es auch kein Wunder, dass ich wieder einmal durch die Seiten geflogen bin. Auch wenn diesmal der Fall ein klein wenig übertrieben und suspekt dargestellt war, hat er mich wieder bestens unterhalten und ich musste bis zu Schluss raten, wer der Täter war. Der Schreibstil ist sehr gut und flüssig, sodass ich auch wieder diesen Teil an einem Tag gelesen habe. Auch Kater Ignaz, der es wieder mal auf Hansen abgesehen hat und schon zum Inventar dieser Krimi Reihe gehört, kommt hier wieder zum Zug, sodass dadurch der Krimi aufgelockert wird. Durch die etwas lockere, humorvolle Art kommt es auch vor, dass vielleicht nicht alle Szenen realistisch herüberkommen. Doch gerade das finde ich ja schön, dass man bei Regionalkrimis auch mal lachen kann und nicht alles nur auf Mord und Totschlag hinausläuft. Wer also unterhaltsame Krimis in Allgäuer Atmosphäre sucht, der ist bei dieser Reihe um Kommissar Eike Hansen bestens aufgehoben. Ich jedenfalls freue mich schon auf den nächsten Eike Hansen Fall und gebe 5 von 5 Sternen.

Spritztour

Der 6. Regionalkrimi von Jürgen Seibold und wieder ein Volltreffer.

Der uns bekannte Neubayer Hansen will heute endlich mit seiner Verlobten Resi auf den Tegelberg und ihr nochmals einen romantischen Heiratsantrag machen. Aber dazu kommt es nicht. Denn in der Seilbahn kippt plötzlich ein Toter auf Resi. Schnell werden seine Personalien festgestellt. Es ist ein Herr Möller und dieser ist seit 4 Jahren in einer Export-Importfirma beschäftigt.

Beim Durchsuchen seiner Wohnung wird festgestellt, dass er akribisch sauber war und alles ist mehr als sauber aufgeräumt. Am Tegelberg hat er sich mit seiner verheirateten Geliebten treffen wollen. Im Laufe der Ermittlungen kommt heraus, dass Möller früher beim Geheimdienst war. Aber bald dürfen die Kemptener nicht mehr ermitteln, das BKA nimmt in den Fall in die Hand, aber die Kemptener ermitteln undercover weiter.

Möller war zudem noch ein Frauenheld und hatte ein paar Liebschaften nebenher laufen. Der Autor lässt uns so manchen Handlungsstrang offen, wer alles als Täter infrage kommt, nur um dann festzustellen, dass wir auf der falschen Fährte sind. Seibold schreibt in seiner gewohnt witzigen Art und auch der Kater Ignatz hat hier wieder seinen Auftritt.

Ja, ob Hansen jetzt wegen des neuen Falles seiner Resi einen Heiratsantrag machen kann, bleibt hier offen.

Der Berg ruft

Jürgen Seibold nimmt seine Leser nun schon zum sechsten Mal mit auf eine „Spritztour“ ins Allgäu. Dieses Mal geht es an den Tegelberg – oder besser gesagt – hinauf. Eike Hansen, der Hannoveraner, der seit einiger Zeit das Kemptener Kommissariat leitet, will angetan in nagelneuer Lederhose und Karohemd einen freien Tag mit Freundin Resi verbringen. Aber schon am Parkplatz gibt es Getümmel und Gerempel und in der Seilbahn lehnt sich ausgerechnet der ungehobelte Rempler immer enger an Resi. Nicht ganz freiwillig, wie der Leser gleich merkt, denn als die Menge sich lichtet, gleitet der Mann tot zu Boden.

Da mit Hansen und der Rechtsmedizinerin Resi das Personal schon vor Ort ist, wird gleich ermittelt statt gewandert.

Möller, so hieß der Tote, ist kein unbeschriebenes Blatt gewesen, was sie über ihn ermitteln, bringt auch das BKA auf den Plan und der Fall wird den Kemptenern schnell entzogen. Aber davon lässt sich Hansen und sein Team nicht stoppen.

Ich mag die Allgäu-Krimis des Autors sehr gerne. Sie nehmen mich jedes Mal mit in eine neue Ecke dieser wunderbaren Landschaft. Auch wenn sich die Geschichte von Resi und Eike wie ein roter Faden durch die Krimis zieht, ist jeder Fall anders und in sich geschlossen. Ich liebe den wunderbar hintergründigen Humor, den Seibold aufblitzen lässt und seine Ideen für skurrile Charaktere und überraschende Plots. Dieser Fall hat mich ein wenig enttäuscht, die Idee das BKA und geheimnisvolle Agenten miteinzubeziehen, konnte mich nicht ganz überzeugen. Aber vielleicht liegt es auch daran, dass meine Erwartungen von Band zu Band höher geschraubt wurden.

Trotzdem habe ich mich wieder blendend unterhalten und mich mit Vergnügen an den Ermittlungen beteiligt. Auch Ignaz muss ich erwähnen, der wieder für kätzische Höhepunkte sorgte.

Wer Bayern und Regionalkrimis liebt, liegt hier – wie immer bei Seibold – richtig.