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Die Spur der Aale

Der erste Fall für Greta Vogelsang. Kriminalroman
Buch
Broschiert, 240 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3462003453

ISBN-13: 

9783462003451

Auflage: 

1 (06.07.2023)

Preis: 

17,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 274.278
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3462003453
Beschreibung von yesterday

Ein toter Zollfahnder im Main. Ein kleiner Fisch von verdammt großem Wert. Und eine ungewöhnliche Ermittlerin mit eigenem Kopf und brisanter Vergangenheit. »Die Spur der Aale« ist der packende erste Fall für die Frankfurter Staatsanwältin Greta Vogelsang vom Dezernat für Umweltverbrechen und Artenschutzdelikte.

Frankfurt im Hochsommer. Staatsanwältin Vogelsang wird während eines Bereitschaftsdienstes an den Main gerufen. Die Polizei hat eine Wasserleiche geborgen. Es handelt sich um Lars Mathissen, Zollfahnder am Frankfurter Flughafen.

Die Abteilung für Kapitalverbrechen übernimmt vorerst, doch Vogelsang lässt der Fall nicht los. Immerhin legte ihr Mathissen Hinweise auf ein Schmuggelnetzwerk vor, das von Frankfurt aus mit wertvollen Glasaalen handeln soll, und drängte sie zu Ermittlungen. Jetzt ist er tot. Und Vogelsang plagen Zweifel: Hätte sie seinen Hinweisen intensiver nachgehen müssen?

Sie beginnt, auf eigene Faust und gegen Widerstände aus den eigenen Reihen zu ermitteln, und stößt dabei tatsächlich auf Indizien, die Mathissens Verdacht zu belegen scheinen. Doch ihre Kolleg:innen bleiben skeptisch. Erst als eine zweite Leiche gefunden wird und Vogelsang selbst in die Schusslinie gerät, wird allen klar, dass das Netzwerk der Schmuggler weitaus gefährlicher, und ihre Ware heißer ist, als sie dachten.

Plötzlich überschlagen sich die Ereignisse – und Vogelsang holt ein lang verdrängtes Trauma ein …

Kriminetz-Rezensionen

Die Jagd nach dem großen Geld

Als die Staatsanwältin Greta Vogelsang ans Mainufer zu einem Leichenfund gerufen wird, stellt sie voller Erschrecken fest, dass es sich um den Zollfahnder Lars Mathissen handelt,der ihr vor kurzem in einer E - Mail mitgeteilt hat, dass er einer großen Sache auf der Spur sei. Was zuerst wie ein Unfall aussah , entpuppt sich dann jedoch als Mord und es soll nicht bei dem einen bleiben.Das beherrschende Thema ist der Schmuggel von wertvollen Glasaalen,in welchen mehrere Personen an verschiedenen Schauplätzen beteiligt sind .Auf der Jagd nach dem großen Geld werden die Verbrecher immer skrupelloser und es wird für die Ermittler drängt die Zeit ihnen das Handwerk zu legen.

Es handelt sich um den ersten Teil eine neuen Reihe,welcher mir gut gefallen hat.Bisher war mir die Arbeit der Zollfahnder relativ unbekannt, jetzt habe ich interessante Erkenntnisse gewonnen.Zusätzlich zu dem Kriminalfall gab es auch einiges aus dem privaten Umfeld, sowohl der Ermittler, als auch der Gejagten. Besonders bei Greta gab es viel zu erfahren. Sie steht zusammen mit ihrem Vater vor der schwierigen Aufgabe, wie die Zukunft ihrer dementen Mutter aussehen wird, die sich und andere mehrfach in Gefahr bringt.Was noch offen blieb ist die Frage,welchen Ursprung Gretas Alpträume haben ,was hoffentlich im nächsten Band thematisiert werden wird.Ich werde der Reihe weiter folgen und freue mich schon auf den nächsten Band.

Interessantes Thema

Greta Vogelsang, Oberstaatsanwältin der Abteilung Umweltstrafsachen und Artenschutz, wird während ihres Bereitschaftsdienstes an den Main gerufen. Dort wurde die Leiche von Lars Mathissen gefunden. Er war passionierter Angler, Zollbeamter und wurde mit einer klaffenden Wunde am Hinterkopf aufgefunden. Er hatte kurz vor seinem Tod eine mail an Vogelsang geschickt, darin bat er sie um ein Gespräch bezüglich eines Schmugglernetzwerks. Jetzt grübelt sie darüber nach, was wollte der „Meisterdetektiv“ und engagierte Beamte ihr mitteilen?Als Aalköpfe bei Mathissen und Vogelsang auftauchen ist klar, daß hier etwas in diese Richtung bzw. um den Artenschutz geht. Seine Tochter kann nicht an einen Tod durch Herzinfarkt glauben.

Man erfährt die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven. Zum einen natürlich die Ermittlungen und darüber hinaus lernt der Leser die Mitarbeiter eines China-Restaurants samt ihren Reisen in die Heimat kennen, sowie zwei junge Männer aus Frankreich, die Ware nach Deutschland bringen müssen. Wie der Titel erahnen läßt, geht es um Aale und hier um den Schmuggel der geschützten Tiere.

Das Thema an sich ist interessant. Ich persönlich wußte vorher nichts über den gewinnbringenden Schmuggel dieser Delikatesse. Die Stränge liefen nebeneinander und es war klar, am Ende führen sie zusammen. Aber mir fehlten hier doch überraschende Momente oder Twists, sowie generell die Spannung.

Man erfuhr einiges über das Privatleben von Vogelsang. Das war zwar aufschlußreich und machte sie sympathisch. Negativ hingegen, daß auch hier wieder einmal die Hauptfigur ein Trauma zu bewältigen hat. Die anderen Beteiligten konnte ich mir gut vorstellen, aber die Abläufe waren vorhersehbar und boten keinerlei unerwartete Ereignisse. Die Figuren kamen mir leider nicht näher.

Der Klappentext klang viel versprechend, deshalb wollte ich diesen Krimi auch lesen. Das Buch liest sich flüssig, aber leider wurde für mich hier Potential verschenkt. Ich werde die Reihe nicht weiter verfolgen.

Spannende Grundidee mit zu vielen Nebenhandlungen

Buchmeinung zu Florian Wacker – Die Spur der Aale

Die Spur der Aale ist ein Kriminalroman von Florian Wacker, der 2023 bei KiWi-Paperback erschienen ist.

Zum Autor:
Florian Wacker, geboren 1980 in Stuttgart, studierte Heilpädagogik und am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Bisherige Veröffentlichungen: »Albuquerque«, »Dahlenberger« und »Stromland«. Für seinen Roman »Weiße Finsternis« (2021) wurde er mit dem Robert Gernhardt Preis ausgezeichnet. Er lebt mit seiner Familie in Frankfurt am Main und schreibt Prosa, Dramatik und Code.

Zum Inhalt:
Greta Vogelsang ist in Frankfurt Staatsanwältin im Bereich Naturschutz und Umweltvergehen. Während einer Bereitschaft wird sie zu einer Wasserleiche gerufen. Lars Mathissen war Zollfahnder am Frankfurter Flughafen und hatte der Staatsanwältin gegenüber Andeutungen über den Schmuggel von Glasaalen gemacht.

Meine Meinung:
Dieses Buch hat mein Interesse durch das ungewöhnliche Thema geweckt. Der Handel mit Jungaalen ist ein lukratives Geschäft mit extrem hohen Margen und geringer öffentlicher Aufmerksamkeit. Der Autor schildert aus der Sicht einiger Beteiligter, welchen Beitrag sie zum Handel leisten. Stück für Stück wird das Gesamtbild vervollständigt. Der Leser erkennt die Strukturen und die Probleme der Ermittler, die es oft mit verwandtschaftlich verbundenen Tätern zu tun haben. Diverse Nebenhandlungen ergänzen den Kriminalfall. Diese reichen von einen familiären Demenzfall über Strukturen innerhalb der Staatsanwaltschaften bis zur persönlichen Bedrohung. Greta Vogelsang wirkt kompetent und sympathisch, zumal sie sich ihre Erfolge mangels Connections eigenhändig erarbeiten musste. Sie schaut über den Tellerrand und sieht auch die Stärken und die Schwächen im jetzigen System. Der Schreibstil ist relativ nüchtern, aber zugleich auch empathisch. Viele der kleineren Täter ahnen nicht, welche Summen dank ihrer Hilfe bewegt und auch verdient werden. Am Ende wird es dramatisch mit dem Einsatz eines Sondereinsatzkommandos und bei Greta Vogelsang kommen Erinnerungen an ein Trauma aus ihrer jungen Erwachsenenzeit hoch. Auf diese Passagen hätte ich verzichten können, denn ich fand den Fall auch so echt spannend. Greta Vogelsang ist ein vielschichtiger Charakter mit Ecken und Kanten. Alle anderen Charaktere sind eher grob skizziert und mit einigen Klischees belastet.

Fazit:
Dieser Kriminalfall aus dem Bereich Umweltvergehen wird glaubwürdig mit einer komplexen Handlung und einer charismatischen Hauptfigur erzählt. Bei manchen Nebenhandlungen hatte ich das Gefühl, das der Autor zu viel in diesem Buch unterbringen wollte. Insgesamt hat mich der Titel gut unterhalten und ich bewerte ihn mit knappen vier von fünf Sternen (70 von 100 Punkten). Aufgrund der interessanten Thematik spreche ich auch eine Leseempfehlung aus.

Fast in einem Rutsch durchgelesen

Mit diesem Buch beginnt eine neue Krimi-Reihe um Staatsanwältin Greta Vogelsang. Wie sich dem Klappentext entnehmen lässt, handelt es sich um Mord, der mit einem großangelegten Schmuggel von Glasaalen zusammenhängt. Dass dahinter organisierte Kriminalität steckt, ist von vornherein klar.

Nun ist dieses Buch mit seinen 240 Seiten relativ dünn und ich hatte mich gefragt, ob es dem Autor gelungen ist, darin solch einen wahrscheinlich komplizierten Fall mit diversen Verstrickungen angemessen zu behandeln. Meine Antwort: Ja, es ist ihm äußerst gut gelungen – dank eines sehr effizienten Schreibstils.

Was mir besonders gut gefallen hat, ist die Schilderung aus der Sicht verschiedener Personen, sowohl der Hauptfigur, Greta Vogelsang, als auch der Mittäter Mian Lin und Paul Matin – beide selbst eher Opfer als Täter.

Überhaupt kommen die ganz persönlichen Aspekte nicht zu kurz. Vor allem die um Greta Vogelsang, ihre Familie und ihre Vergangenheit. Zu letzterer – im Klappentext als „verdrängtes Trauma“ erwähnt – wird in diesem Buch nach meinem Empfinden erst an der Oberfläche gekratzt. Das lässt Raum für eine Fortsetzung während eines oder mehrerer Folgebände.

Der äußerst spannende Fall wurde jedenfalls abgeschlossen. Ich habe dieses Buch fast in einem Rutsch durchgelesen.

Sonst lese ich mehr Cosycrime (Kriminalfälle zum Schmunzeln) oder Thriller (zum Miträtseln mit Überraschungen). Dieser Krimi ist anders und hat eine tolle Abwechslung in meine Lektüre gebracht.

Außerdem hat er mich neugierig auf den nächsten Band gemacht.

Verzweigtes Netzwerk

Oberstaatsanwältin Greta Vogelsang hat Bereitschaft und wird zu einem Toten am Mainufer gerufen. Es ist ein Zollfahnder, Mathissen, mit dem Greta auch schon Kontakt hatte. Alles sieht nach einem Unfall aus, doch Greta hat ihre Zweifel, da ihr Mathissen etwas von einem Netzwerk von Tierschmugglern erzählt hat, an denen er dran war. Doch die Spurenlage ist eindeutig und so muss Greta eigene Wege gehen, was nicht immer gut ankommt in der Staatsanwaltschaft. Doch dann wird ein weiterer Toter gefunden, der ihren Verdacht bestätigt.
„Die Spur der Aale“ von Florian Wacker ist ein ganz spezieller Krimi. Er ist zu Hause im Tierschmugglermilieu und das ist für mich ein neuer Ansatz. Natürlich habe ich schon Tierschmugglern gelesen, doch einen ganzen Krimi darauf aufzubauen, finde ich total interessant. Schon das Cover ist in seiner Trostlosigkeit eines Industriehafens bezeichnend, es ist ein sehr dunkles Gewerbe und der Hintergrund auf dem Cover zeigt die Skyline von Frankfurt, wo der Krimi hauptsächlich spielt. Die Hauptperson, Oberstaatsanwältin Greta Vogelsang, ist sehr persönlich dargestellt. Man erfährt viele über ihre Persönlichkeit und ihre Familienverhältnisse, die nicht einfach sind, gerade mit einer dementen Mutter, die sie immer wieder überrascht. Gut, dass sie durch ihren freund Mika geerdet ist. Bei der Verfolgung der Mörder muss sie selbst in ihrem eigenen Netzwerk arbeiten. Genauso, wie die Schmuggler. Die Tierschmuggler werden haben ihr Hauptquartier in einem chinesischen Restaurant in Frankfurt und von hier aus beliefern sie China. Wie diese Menschen mit Verrätern oder Störgrößen umgehen wird deutlich beschrieben. Interessant ist das Einblick in die Schmuggelwege gegeben wird und der Druck, der hier aufgebaut wird. Eine Betroffene wird hier sehr interessant skizziert, aber auch die Nöte der Zuträger wird an einer Person und deren Motivation verdeutlicht. Es wird ein komplexes Gebilde dargestellt. Die Spannung leidet nicht darunter, sondern sie wird bis zum Ende gut aufgebaut und alle Beteiligten treffen sich zum Showdown.
Ich finde diesen Krimi und dessen Schreibstil sehr ungewöhnlich, aber auch sehr gut. Hier werden alle Schritte durch den Autor logisch dargestellt und durch dieses komplexe Gebilde wird die Spannung erhalten. Sehr unterhaltsamer Krimi über ein sehr ungewöhnliches Milieu.

Artenschutz im Krimiformat.

Cover: Eine Mischung aus Orten die im Krimi vorkommen. Ist aber meiner Meinung nach gelungen und schon mal ein Grund das Buch in die Hand zu nehmen.
Inhalt: Lars Mathissen, Zollfahnder am Frankfurter Flughafen ist etwas Großem auf der Spur. Schmuggel im großen Stil. Wertvolle Glasaale ist die neue Ware eines Schmuggelnetzwerkes. Mathissen wird tot im Main gefunden, Staatsanwältin Greta Vogelsang hat Bereitschaft und muss an den Fundort. Als sie erfährt wer der Tote ist, kommt sie ins Grübeln, hätte sie seinen Hinweisen mehr Aufmerksamkeit schenken sollen? Es lässt ihr keine Ruhe und sie fängt vorerst alleine an zu Ermitteln und nachzuforschen. Gelingt es Vogelsang die Wahrheit über den Tot von Mathissen herauszufinden und gibt es wirklich ein neues Schmuggelgut?

Fazit: Ein Krimi über den Artenschutz? Möchte man zu Beginn meinen, das Thema wird nur oberflächlich angesprochen, aber immerhin wird es erwähnt.
Die neue Ermittlerin, obwohl sie Staatsanwältin ist, stellt manchen ihrer Kolleg:innen im Krimi schon in den Schatten. Sie ist sich nichts zu schade und macht Druck nach allen Seiten. Also mir gefällt diese Hauptperson in der neuen Krimireihe.
Es gab ein paar Passagen, die waren etwas verwirrend, ich musste wieder ein paar Seiten zurückgehen um den Zusammenhang zu finden.
Ich fand den Krimi lesenswert und freu mich auf den nächsten Band.

Interessantes Thema mit zu vielen irrelevanten Nebenschauplätzen

Der Schmuggel mit den Glasaalen, das nach dem Weidenblattlarvenstadium folgt, ist ein lukratives Geschäft. Die Jungtiere sind in diesem Stadium noch durchscheinend, daher der Name. Animiert von einem echten Fall hat sich Florian Wacker auf „Die Spur der Aale“ gemacht, hatte im Zuge seiner Recherchen auch Kontakt zu einer Staatsanwältin, die sich im Dezernat für Umweltstrafsachen mit dieser Art Straftaten befasst.

Im diesem ersten Fall für die Frankfurter Staatsanwältin Greta Vogelsang geht es genau um diesen organisierten Schmuggel, ausgehend von Europa finden die Glasaale ihren Weg von Frankreich nach Deutschland und werden dank straffer Organisation direkt nach Hongkong weitertransportiert.

Der Zollbeamte Lars Mathissen ist einem Schmuggelnetzwerk auf der Spur, er hat Greta Vogelsang um eine dringende Rücksprache gebeten, zu der es nicht mehr kommen wird. Er wird tot aus dem Wasser gezogen. Da ihre Kollegen seinen Tod als tragischen Unfall abtun, beginnt sie selber zu ermitteln und stößt dabei auf Indizien, die Mathissens Verdacht bestätigen.

Auch wenn mir der Weg der Aale durchaus bekannt war, so habe ich mein Wissen um die Jungtiere erweitern können, auch war mir der profitable Schmuggel mit diesen Tieren nicht bewusst. Schon allein das war es wert, das Buch gelesen zu haben. Und doch habe ich so einige Kritikpunkte, die es in diesem durchaus kurzweiligen Kriminalroman nicht gebraucht hätte. Rund um den Schmuggel hat alles gepasst, sowohl die hier agierenden Personen als auch die Örtlichkeiten und die grenzübergreifende Polizeiarbeit. Hier war es ein spannender Krimi mit etlichen Charakteren, um die ich gebangt habe und dann waren es wiederum andere, die von vornherein mein Misstrauen weckten. Und dann – war viel Privates dazwischengeschoben, was per se nicht verkehrt ist, hier aber war es zu viel des Guten. Wenn Nebenschauplätze aufgemacht werden, dann sollten diese zumindest im Ansatz erklärt und weitergeführt werden. Hier wurde so einiges angesprochen, das dann nicht weiter verfolgt wurde, das ins Nichts führte. Da war etwa ziemlich zu Anfang ein Robert, ein charismatischer Ökolinker, der Greta nach langer Zeit wieder kontaktiert, der jetzt als Journalist für ein Online-Magazin unter anderem Umweltschweinereien auf der Spur ist. Schon allein dieser Ansatz hätte ins Thema gepasst, ich lese von der Sache in Genua, was auch immer damit gemeint war, denn näher wird dies nicht ausgeführt. Zwar tritt dieser Robert gegen Ende des Buches nochmal auf, aber nur, um seinen Kontakt zu löschen. Ähnliche Szenen gibt es mehrere, keine davon hat mit dem eigentlichen Fall zu tun, keine davon hat private Relevanz. Es sind unschöne, ja ärgerliche Lückenfüller, die – so hoffe ich – in den Folgebänden vermieden werden.

Delikte im Umweltbereich stehen nicht unbedingt an erster Stelle der Berichterstattung, die Öffentlichkeit nimmt davon wenig oder gar nichts wahr. Die Margen jedoch sind ähnlich hoch wie im Drogengeschäft. „Die Spur der Aale“ ist der Auftaktband um die Staatsanwältin Greta Vogelsang, weitere Bände im Themenspektrum Umwelt und Natur sind angedacht.
3 Sterne

Wertvolle kleine Fische

»Die Spur der Aale« von Florian Wacker ist der Auftakt einer neuen Reihe rund um die Staatsanwältin Greta Vogelsang.

Worum geht es?
Ein Zollfahnder, der einem Schmugglerring auf der Spur war, wird ertrunken aufgefunden. Die polizeilichen Ermittlungen gehen von einem Unfall aus, doch Greta Vogelsang vermutet Mord, folgt ihrem Spürsinn und beginnt, obwohl offiziell nicht zuständig, auf eigene Faust zu ermitteln. Sie stößt auf Hinweise, dass großangelegt Schmuggel von Glasaalen betrieben wird. Und es bleibt nicht bei einem Toten …

Das Cover ist auffällig und farblich ins Auge fallend, offenbart jedoch wenig Bezug zur Thematik. Der Schreibstil ist eher einfach, aber flüssig, die Kapitel sind angenehm kurz, nummeriert und teilweise betitelt. Das Buch erschien 2023. Die Handlung spielt in der Gegenwart, in Frankfurt am Main und in Hongkong. Abgesehen von etwas Lokalkolorit bietet der Krimi auch interessantes Wissen über Schmuggel und Artenschutz, insbesondere über Aale.

Greta Vogelsang ist als Staatsanwältin eigentlich nur für Umwelt- bzw. Artenschutzdelikte zuständig, nicht für Mord, doch sie kannte den ermordeten Zollfahnder und ist entgegen der Meinung ihrer Kollegen im Morddezernat überzeugt, dass er Verbrechern zu nahe kam.

Der Fall ist einfach konstruiert, ohne in die Irre führende Spuren, ohne jegliche Verwirrungen. Anhand von drei Protagonisten – der Staatsanwältin sowie Mian und Paul, zwei Mitarbeitern der Bande – ist man als Leser in sämtliche Geschehnisse chronologisch mit eingebunden, lernt die handelnden Personen, ihr privates Umfeld, aber auch ihre Vorgeschichte kennen. Diese Perspektiven- bzw. Ortswechsel gestalten die Handlung abwechslungsreich und informativ. Dadurch, dass man auch die Aktionen der Schmuggler verfolgt, verfügt man stets auch über einen Wissensvorsprung gegenüber den polizeilichen Ermittlungen. Zum Miträtseln bietet dieser Krimi kaum Möglichkeiten, aber ein wenig zum Mitfiebern, wenn Protagonisten in prekäre, ja gefährliche Situationen geraten. Dennoch, wirklich prickelnde Spannung kommt nicht auf.

Greta Vogelsang ist eine sympathische und charakterlich interessante Protagonistin. Ihre Herkunft aus dem Arbeitermilieu hat sie geprägt. Sie musste sich immer durchkämpfen und gegenüber Menschen, die in besseren Verhältnissen aufwuchsen, durchsetzen. Eigenwilligkeit und Zielstrebigkeit sind neben ausgezeichnetem Spürsinn ihre markantesten Eigenschaften. Der Einblick in ihr Privatleben, sie umgibt ein verständnisvoller Partner, eine demenzkranke Mutter und ein überforderter Vater, lässt sie als Mensch wie du und ich und lebendig erscheinen. Auch die Nebenfiguren wirken authentisch. Menschen wie die Chinesin Mian oder der Franzose Paul schlittern ungewollt aufgrund ihrer misslichen gesellschaftlichen Situation in solche Machenschaften.

»Die Spur der Aale« ist ein angenehm und rasch zu lesender Wohlfühl-Krimi mit etwas Frankfurter Lokalkolorit und durch sein Artenschutzthema auch wissenserweiternd. Ich bin neugierig, wie es für Greta Vogelsang beruflich und privat weitergeht. Für mich war es ein gelungener, aber noch entwicklungsfähiger Auftakt: Der Plot könnte noch etwas komplexer sein, ein bisschen mehr Spannung und Dramatik enthalten. Ich empfehle das Buch gerne weiter und vergebe 4 Sterne.

Umweltverbrechen

Die Staatsanwältin Greta Vogelsang wird während ihres Bereitschaftsdienst in Frankfurt an den Main gerufen. Die Polizei hat hier eine Wasserleiche geborgen. Bei der Leiche handelt es sich um den Zollfahnder Lars Mathissen. Zunächst übernimmt die Abteilung "Kapitalverbrechen" aber Greta Vogelsang lässt der Fall nicht los. Immerhin hat Mathissen ihr einige Hinweise um den Schmuggel von Glasaalen vorgelegt. Vogelsang beginnt auf eigene Faust zu ermitteln und stößt dabei tatsächlich auf Indizien. Ihre Kollegen bleiben weiterhin skeptisch, doch als sie dann selbst in die Schusslinie gerät, ist allen klar, dass es sich hier um etwas Größeres handeln muss.

"Die Spur der Aale" ist der Band einer neuen Reihe mit der Staatsanwältin Greta Vogelsang.

Greta Vogelsang ist eine sehr interessante Protagonistin. Sie folgt ihrem Bauchgefühl, ist zielstrebig und scheut sich auch nicht vor Gefahren. Das macht sie zu einer sehr sympathischen Person. Durch die Einblicke in ihr Privatleben wirkt sie zudem auch noch menschlich und nahbar. Bei den anderen Charakteren hatte ich allerdings leichte Schwierigkeiten sie zuzuordnen. Mir fehlte da die Tiefe an den restlichen Charakteren.

Die Thematisierung um den Schmuggel der Jungaale (auch Glasaale) ist hier sehr gut gelungen und als Leser bekommt man auch noch interessantes Hintergrundwissen dazu. Der Fall war spannend aufgebaut, es hätte aber durchaus noch ein bisschen mehr Spannung und Dramatik sein dürfen.

Mein Fazit:
Ein gut gelungener Einstieg in eine neue Reihe. Es war auch mal etwas anderes mit einer Staatsanwältin als Hauptprotagonistin.

Schmuggel von Glasaalen

Greta Vogelsang ist Oberstaatsanwältin für Umweltverbrechen und Artenschutzdelikte in Frankfurt. Während ihres Bereitschaftsdienstes wird sie zum Main gerufen, wo ein Toter mit einer Kopfwunde gefunden wurde. Es handelt sich um Lars Mathissen, Zollfahnder am Frankfurter Flughafen. Mathissen war ein hartnäckiger Zollfahnder, der sich schon mit Hinweisen zum Schmuggel mit Glasaalen bei ihr gemeldet hatte. Zu einem Treffen war es jedoch nicht gekommen. Hätte sie anderes reagieren sollen? Der Fall lässt sie jedenfalls nicht los und sie ermittelt auf eigene Faust, auch gegen den Widerstand aus den eigenen Reihen. Dann erhält sie eine Drohung und es wird eine weitere Leiche gefunden.
Dies ist der erste Fall der Oberstaatsanwältin Greta Vogelsang aus Frankfurt.
Dieser Krimi ist spannend und lässt sich gut lesen. Allerdings ist da auch noch Luft nach oben, den manchmal ließ die Spannung nach.
Die Personen sind gut und glaubhaft dargestellt. Greta Vogelsang hat eine Vorgeschichte, die aber noch im Dunkeln bleibt. Es ist auf jeden Fall etwas passiert, das ihr Albträume beschert. Zu ihrem Team gehören noch der erfahrene Kollegen Martin Abel, die jungen Staatsanwältin Sonja Wilms und der Referendar Rafik Atashi. Gemeinsam bearbeiten sie alles was zum Thema Umweltstrafsachen anfällt. Für die Täter ist es ein lukratives Geschäft und sie agieren rücksichtslos, damit es auch so bleibt.
Dieser Krimi beschäftigt sich mit dem Schmuggel; hier geht es um Glasaale und damit sind auch Arten- und Umweltschutz Themen.
Wir hat dieser Krimi gefallen und ich bin gespannt, was beim nächsten Mal auf Greta Vogelsang zukommt.

Erster Fall für Staatsanwältin Greta Vogelsang

In Frankfurt wurde der Zollfahnder Lars Mathissen tot aus dem Main geborgen. Seine Tochter glaubt nicht an einen Unfall und wendet sich an die Oberstaatsanwältin Greta Vogelsang. Auch sie hat die Befürchtung, dass es sich hierbei um Mord handelt, denn Mathissen war einem Netzwerk von Schmugglern auf der Spur. Als eine zweite Leiche aufgefunden wird, beschäftigt sie sich intensiver mit seinen Hinweisen auf den Schmuggel mit Glasaalen und gerät selbst in den Fokus des internationalen Schmugglerrings.
Florian Wacker hat mit "Die Spur der Aale" ein ungewöhnliches Thema für den Auftakt seiner neuen Krimi-Serie gewählt. Es war mir bisher nicht bewusst, dass der Handel mit Glasaalen eines der größten Wildtierverbrechen der Welt ist und damit Margen in Milliardenhöhe gemacht werden können. Damit ist dieses Thema sehr interessant und mal etwas anderes.
Der Schreibstil ist lesefreundlich durch eine einfache klare Sprache. So wie das Cover des Buches, ist auch die Stimmung der Story sehr düster. Trotz des sehr interessanten Themas konnte mich die Handlung aber leider nicht besonders fesseln. Die Geschichte verliert sich oft in Belanglosigkeiten, sodass sich kaum Spannung aufbauen konnte.
Die Hauptprotagonistin Greta wurde sympathisch gut in Szene gesetzt, allerdings hat es mich gestört, dass oft von ihr nur als Vogelsang die Rede war. Alle anderen Charaktere blieben eher blass, ein paar mehr Infos dazu hätten sicherlich nicht geschadet. So war das Ganze eher unspektakulär, schade, die Story hat sicherlich mehr Potenzial zu bieten.

Durchwachsener Start einer neuen Krimi-Reihe

Staatsanwältin Greta Vogelsang wird während ihres Bereitschaftsdienstes zu einem Tatort beordert. Die Leiche eines Mannes schwimmt im Main und sie stellt sich als den Zollbeamten Lars Mathissen heraus. Dies lässt Greta Vogelsang nachdenklich werden, denn genau dieser Lars Mathissen hat kurze Zeit vorher versucht, Kontakt zu ihr aufzunehmen, um über mögliche Schmuggleraktivitäten zu berichten. Kann es wirklich ein unglücklicher Unfall gewesen sein, dem der Zollfahnder zum Opfer gefallen ist, oder hat hier jemand nachgeholfen? Mit einem unguten Gefühl ausgestattet, macht sich Greta Vogelsang auf die Suche nach einem vermeintlichen Mörder...

"Die Spur der Aale" ist der Auftaktband einer neuen Krimi-Reihe um die engagierte und sympathische Staatsanwältin Greta Vogelsang. Der Autor Florian Wacker erzählt die Geschichte in einem temperamentvollen und gut zu lesenden Schreibstil. Der Spannungsbogen wird mit dem rätselhaften Tod des Zollbeamten direkt zu Beginn des Buches aufgebaut. Die schleppenden Ermittlungsarbeiten konnten diesen aber aus meiner Sicht nicht über die ganze Länge des Buches aufrecht erhalten. Leider fehlte mir ein wenig der Tiefgang in der Geschichte, so dass es mir sehr schwer fiel, eine Bindung zu den Protagonisten und der Handlung aufzunehmen. Die Auflösung war nachvollziehbar, aber für mich nicht ganz überzeugend, so dass mich der Kriminalroman insgesamt nicht überzeugen konnte.

Insgesamt ist "Die Spur der Aale" der Auftakt einer neuen Krimi-Reihe, die aus meiner Sicht noch ein wenig Luft nach oben hat. Der Schreibstil hat mir grundsätzlich gut gefallen, die Geschichte konnte mich aber nicht richtig packen. Ich bewerte das Buch daher mit drei von fünf Sternen.