Steif und Kantig

Zwei Schwestern ermitteln. Der zweite Fall für Steif und Kantig

Seiten: 

186

Verlag: 

ISBN-10: 

3958190162

ISBN-13: 

9783958190160

Erscheinungsdatum: 

15.11.2014

Preis: 

2,99 EUR
Schauplätze: 

Krimitags: 

Amazon-Bestseller-Rang: 20.846
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Beschreibung von Gisela Garnschröder

Steif und Kantig ermitteln: Sie sind alt, aber nicht dumm, liebenswert, aber hart im Nehmen. Knapp über sechzig, frisch im Ruhestand und durch nichts zu erschüttern, die Schwestern Isabella Steif und Charlotte Kantig, ehemalige Lehrerinnen und Fremdenführerinnen in ihrer Stadt.

Wo zum Donnerwetter ist der Tote geblieben, den Isabella in Charlottes Garten gesehen hat, und weshalb bewegen sich die Maispflanzen, wenn es windstill ist? Wie kommt die Leiche in Bauer Eschters Güllegrube, und warum legt sich ein Landarbeiter im Maisfeld zum Schlafen? Mit viel Energie und einer gewissen Portion Humor stürzen sich Steif und Kantig in die Ermittlungen.

Kriminetz-Rezensionen

Steif, aber nicht kantig

Zum Inhalt:
Die pensionierten Schwestern Isabella und Charlotte, - beide Ex-Lehrerinnen mit Hang zu Gebäck und Job als Stadtführerin - lösen das Geheimnis um zwei Todesfälle in der westfälischen Nachbarschaft.

Mein Eindruck:
Leider ist "Steif", der Nachname Isabellas - in diesem Buch Programm. Bis zum Schluss konnte ich mit den Schwestern nicht warm werden. Möglicherweise ist das dem Umstand geschuldet, dass man mehr Einsichten in das tägliche Frühstücksritual und die Höhe der Trinkgelder (ordentlich) bei den Führungen bekommt, als tiefere Einblicke in die Seelenwelt der Geschwister. Gut, die Gymnasiallehrerin ist versnobt, die Grundschullehrerin offener, aber das ist es fast schon, - wenn man vom spätpubertären Herumgezicke absieht, mit dem sich die Damen gegenseitig beglücken.
Der ganze Kriminalfall ist dazu überkonstruiert. Wirklich jede Person ist verwickelt und schon der Beginn treibt einem die Tränen in die Augen: Welcher Mensch, der älter ist als 6 Jahre, stellt sich tot, um einen Verfolger abzuschütteln? Dazu die dämlichen Polizisten in "Dick und Doof"-Manier. Auch auf Dörfern sollte das ordnungshütende Personal dem 50er Jahre Kinderbuchklischee entwachsen sein. Die Krone setzen dem Ganzen jedoch die beiden Schwestern auf: Da wird Beweismaterial unterschlagen, Einbruch begangen und Fundsachen zurückgehalten, - natürlich alles im Sinne der Wahrheitsfindung.
Schlussendlich störten mich die unterschwelligen Dünkel, die an manchen Stellen deutlich wurden: Schüler spielen während der Führungen mit ihren Smartphones, nur ältere Menschen wissen, was sich an Trinkgeld gehört, eine Verkäuferin ist "korpulent, aber immer freundlich" und eine Rezeptionistin mit Einserabitur hat eindeutig ihr Lebensziel verfehlt und muss sich dafür vor ihrer Lehrerin rechtfertigen. Wie schön, dass Charlotte und Isabella (studiert, schlank, alt) dem Ideal entsprechen.

Fazit:
Altbacken, unglaubwürdig und zu viele Brötchen und Führungen, die eine zu kurz geratene Geschichte unnötig aufblähen.