Cover von: Sterbewohl
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Sterbewohl

Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 218 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3753115606

ISBN-13: 

9783753115603

Auflage: 

2 (03.11.2020)

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 1.593.501
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3753115606

Beschreibung von Bücher.de: 

Was tust du, wenn dein Staat dich im Rentenalter auffordert, eine Sterbepille zu schlucken, damit du der Allgemeinheit nicht zur Last fällst?

Sagst du Nein und erträgst die Repressalien? Fliehst du ins Ausland? Versuchst du die Schweinerei öffentlich anzuprangern? Oder schluckst du das Gift?

Deutschland ist nur noch eine Scheindemokratie. Der Staat veranstaltet neuerdings für ältere Menschen Sterbeseminare in Luxushotels. Ihnen soll dort schmackhaft gemacht werden, Sterbewohl, eine tödliche Pille, zu schlucken, um beizeiten die Allgemeinheit zu entlasten.

Nadja, Anna, Max und Fred sind über 65 und in hellem Aufruhr. Alle vier haben vom Gesundheitsministerium eine Einladung zum Sterbeseminar ins komfortable Hotel Paradies auf Fehmarn erhalten. Offiziell ist das Einnehmen von Sterbewohl zwar freiwillig. Wie manche munkeln, kehrt aus den Hotels aber niemand mehr zurück.

Kriminetz-Rezensionen

Sterbewohl

Nach »Das Haus« ist dies mein zweites Buch der Autorin, das mir auch sehr gut gefallen hat. Der Schreibstil war leicht und flüssig, da kam man sehr gut voran.

Die Charaktere waren bis auf einen sehr sympathisch und jeder hatte sein Päckchen zu tragen, so wie es auch in der Realität ist. Mega Spannung kam jetzt nicht auf, aber man wollte trotzdem immer wissen, wie es mit den Senioren weitergeht und ob sie nun mit ihren Vermutungen recht haben. 

Gewürzt war die Story zwischendurch mit Humor, der mich persönlich hat schmunzeln lassen. Die Autorin lässt hier klar wissen, jeder hat ein Recht zu leben, egal wie alt man ist, und glücklich zu sein, kann Freunde zu haben, die einem immer unterstützen.

Erschreckend und makaber

Unsere Gesellschaft wird immer älter. Die Sozialsysteme kommen an ihre Grenzen. Wie geht eine Gesellschaft damit um? Mit diesem Thema beschäftigt sich die Autorin Olivia Monti in ihrem dystopischen Krimi.

Nadja ist 65 und fühlt sich noch gar nicht alt. Das Leben könnte noch richtig schön werden, jetzt ohne berufliche Verpflichtungen. Doch sie erhält eine Einladung des Gesundheitsministeriums für ein Sterbeseminar im komfortablen Hotel Paradies auf Fehmarn. Auch die anderen Hausbewohner Anna, Max und Fred haben solch einen Brief erhalten. Sie wissen, was das bedeutet, denn noch nie kam jemand zurück, obwohl alles freiwillig ist. Bei dem Luxusurlaub soll ihnen das sozialverträgliche Einnehmen der tödlichen Pille »Sterbewohl« schmackhaft gemacht werden.

Der Schreibstil liest sich gut und flüssig. Die Geschichte ist spannend und gleichzeitig beängstigend. Wir alle kennen die Probleme mit der zunehmenden Überalterung der Menschen. Aber kann es wirklich sein, dass jemand auf die Idee kommt, das Problem so zu lösen?

Die vier Freunde sind zusammen in ein Haus gezogen, um sich im Alter zu unterstützen. Doch der Brief ändert alles. Ihnen bleibt letztendlich gar keine andere Möglichkeit, als nach Fehmarn zu reisen. Doch in dem Hotel herrscht eine merkwürdige Stimmung und längst nicht alles ist freiwillig, wie es versprochen wurde. Die Freunde gehen ziemlich unterschiedlich mit der Situation um.

Auch wenn diese Geschichte recht locker daherkommt, so ist sie dennoch erschreckend und makaber. Plötzlich liest sich das nicht mehr so ratzfatz weg und man kommt ins Nachdenken.