Cover von: Still
Amazon Preis: 16,95 €
Bücher.de Preis: EUR 16.95

Still

Thriller
Buch
Broschiert, 416 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3945386004

ISBN-13: 

9783945386002

Auflage: 

1 (01.09.2014)

Preis: 

16,95 EUR
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3945386004

Beschreibung von Bücher.de: 

Wenn die Seen schweigen, kommt der stille Tod.

Ein Mann, der seine Tochter sucht und dabei seine Identität verliert. Ein Mädchen, das seit sechs Jahren reglos aus dem Fenster schaut und darauf wartet, dass ihr jemand den Schlüssel zu ihrer Erinnerung bringt. Vier Männer und eine Mission, die aus Hunger und Disziplin besteht und keine Opfer scheut. Ein Winter in Deutschland, ein See im Wald und Schatten, die sich unter dem Eis bewegen.

Kriminetz-Rezensionen

Von Jägern und ihrer Beute

Im Winter vor sieben Jahren ist ein 13jähriges Mädchen entführt worden und nach zwei Wochen wieder aufgetaucht. Mitten im Schneegestöber auf der Autobahn, nur mit einem dünnen T-Shirt bekeidet. Seitdem spricht sie kein Wort mehr. Mit niemandem.

Vor zwei Jahren ist die 11jährige Tochter eines Lehrers entführt worden. Doch sie ist weiterhin verschollen. Und dieser Lehrer macht sich nun auf, seine Tochter Clarissa zu suchen. Unter der falschen Identität Mika Stellar begibt er sich auf die Jagd. Doch ist er wirklich ein Jäger? Und hat er die richtige Beute im Visier?

Die Geschichte wird aus drei Perspektiven erzählt:

ICH: Die Geschichte des Lehrers, der versucht, in eine Gruppe pädophiler Männer aufgenommen zu werden, die sich regelmäßig in einem Pub trifft.

DU: Die Geschichte von Lucia, dem Mädchen, das vor sieben Jahren entführt wurde.

SIE: Die Geschichte einer Gruppe von Männern, die regelmäßig behütete Kinder aus gutem Haus als Beute für die Jagd entführen.

Sehr subtil gelingt es dem Autor Zoran Drvenkar eine Spannung aufzubauen, die über das gesamte Buch anhält, und den Leser dazu bringt, immer wieder weiterzulesen, obwohl er ständig das Gefühl hat, gleich Dinge zu erfahren; die er lieber nicht lesen möchte. Dazu tragen nicht zuletzt die häufigen Perspektvwechsel und die z.T. sehr kurzen Kapitel und die mächtige, teils poetische Sprache bei. Dabei kommt Zoran Drvenkar völlig ohne überzogene Gewaltdarstellungen aus, obwohl in diesem Thriller natürlich auch gestorben wird - und das nicht zu knapp.

Zum Schluss hin verdichten sich die drei Geschichten zu einem Gesamtbild, das ein unglaubliches Szenario offenbart und das auch die meisten der Ungereimtheiten erklärt, die der Leser bis dahin zu erkennen meinte.

So unglaublich, daß der Leser dann doch etwas zu zweifeln beginnt, ob dieser Thriller tatsächlich etwas von der gesellschaftspolitischen Relevanz transportiert, die am Anfang des Buches aufscheint. Aber wer weiß, vielleicht gibt es solche dubiosen Geheimorganisationen ja wirklich? In einer Zeit von Google, NSA und IS kann man schließlich nichts mehr ausschließen.

Auf alle Fälle ist STILL ein Lesegenuss für jeden Freund eines wirklich guten Thrillers.

Wer ist Jäger, wer ist Beute?

Zum Inhalt:
Aus drei Perspektiven wird das Treiben eines Rings von Kindesentführern und -mördern betrachtet: Ich, Du, Sie. "Ich" ist dabei ein Mann, der versucht, sich in diesen Ring einzuschleusen, "Du" ein Opfer, welches entkommen konnte und "Sie" die Teilnehmer des Rings, die ihr Wissen darum seit Generationen weitergeben.

Zum Cover:
Die Eisfläche eines Sees mit einer einsamen Hütte im Hintergrund zeigt perfekt die Umgebung, in der die Kinder zu Tode gehetzt werden.

Mein Eindruck:
Verbrechen an Kindern sind nicht zum ersten Mal die Grundlage für eine Story von Drvenkar, aber er vermag es, diese bösartigste aller menschlichen Abartigkeiten um eine weitere Nuance zu bereichern. Meint man zu Beginn, es mit perversen Gelüsten von Pädophilen zu tun zu haben, erschließt sich im Verlauf der Geschichte eine noch schlimmere Spielart dessen, was Kindern zugefügt werden kann, - dazu noch verbrämt mit einer abstoßenden Form von "Ehre".

Die dauernden Perspektivwechsel führen nicht nur zu einer erhöhten Spannung, sie plustern das Buch durch eine jeweils eine Seite einnehmende Ankündigung sehr auf. Friede den Bäumen, die dadurch verschwendet wurden, - etwas dünner wäre das Buch nicht schlechter gewesen.

Die Spannung hält bis zum - für mich unbefriedigenden - Schluss. Vier, fünf Sätze mehr und dadurch weniger Ratlosigkeit hätte ich mir gewünscht. So bleibt ein Fragezeichen zurück, dass für mich den Thriller seiner vollen Punktzahl beraubt.

Fazit:
Ein Pageturner mit Schwächen zum Schluss.
4 von 5 Sternen

Still

Vom Klappentext angezogen, musste ich den Thriller unbedingt lesen, und ich wurde nicht enttäuscht. "Still" ist spannend, und fesselnd von der ersten bis zur letzten Seite.

Jedes Jahr im Winter verschwinden Kinder, keines kam bislang zurück, ausser Lucia. Diese lebt nun seit einigen Jahren in einem Pflegeheim und spricht nicht mehr, sie starrt nur noch aus dem Fenster...
Die Täter sind Vier Männer, die ihren Hunger stillen...

Mika Steller, heißt nicht wirklich so, denn er hat eine neue Identität angenommen, nachdem er alles was er hatte, seine Familie, verloren hat. Er hat sein Leben komplett umgekrämpelt, und ist auf Rache gesinnt...

Ein Thema welches unter die Haut geht, und eine beklemmende, düstere Atmosphäre umgibt die Geschichte.

Anfangs hatte ich schon meine kleinen Probleme der Geschichte zu folgen, die Zusammenhänge wurden nicht gleich richtig klar, aber irgendwann war ich drin, und konnte nicht mehr raus, wie gefesselt liest man sich in kurzer Zeit durch das Buch. Der Spannungsbogen wird immer wieder auf's neue gespannt, nicht nur wegen der verschiedenen Handlungssträngen, auch einige Wendungen wurden geschickt platziert.

Die Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet, und beschrieben, sie wirkten auch recht authentisch.
Auch die Beschreibungen der Schauplätze ist gelungen, man konnte sich alles sehr gut vorstellen.

Der Schreib- und Erzählstil von Zoran Drvenkar ist aussergewöhnlich, kurz und knapp gehalten, aber sehr schön, mir hat's sehr gut gefallen. Die Geschichte lässt sich flüssig lesen.

Erzählt wird die Geschichte in drei den drei Handlungssträngen Ich, Sie und Du, diese hat Zoran Drvenkar geschickt miteinander verknüpft. Die 414 Seiten wurden unterteilt in mehreren Erzählerabschnitten (Ich,Sie,Du), diese Abschnitte sind nochmals unterteilt in überschaubare Kapitel. Hört sich komplizierter an, wie es eigentlich ist.

Selber Lesen kann ich nur empfehlen, man sollte aber über Starke Nerven verfügen, denn dieser Thriller ist keine leichte Kost.