Cover von: Die Stimmen der Toten
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Die Stimmen der Toten

Der zweite Fall für Detective Constable Ash Henderson. Thriller
Buch
Taschenbuch, 560 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3442482895

ISBN-13: 

9783442482894

Erscheinungsdatum: 

14.09.2015

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 221.936
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3442482895

Beschreibung von Bücher.de: 

Vor acht Jahren hat der Inside Man vier Frauen ermordet, drei weitere Opfer überlebten schwer verletzt. Allen wurde der Unterleib aufgeschlitzt und eine Puppe eingenäht. Dann brach die Serie ab. Ash Henderson war als Detective Inspector bei den Ermittlungen dabei, doch der Killer entkam. Mittlerweile sind Hendersons Familie und seine Karriere zerstört, nachdem er zum Spielball der gefährlichsten Unterweltgröße im schottischen Oldcastle wurde. Als nun erneut eine Frau tot aufgefunden wird, eine Plastikpuppe im Unterleib, bekommt Henderson die Chance, den Mörder doch noch zu fassen. Und sich zu rächen.

Kriminetz-Rezensionen

Unterschätze nie einen Bullen ...

In irgendeiner Art und Weise geläutert hat der Knastaufenthalt Ash Henderson nicht. Er ist nach wie vor ein unsympathischer Kerl, der rücksichtslos seinen Weg geht, oder besser hinkt, denn die vielen Prügeleien haben ihre Spuren hinterlassen. Aber er hat zwei Ziele, die ihn nicht ruhen lassen. Das eine ist es, den „Inside Man“ dieses Mal zu fassen, der ihm schon einmal knapp entkommen ist, das andere ist seine Rache an seiner Erzfeindin Mrs. Kerrigan.

Die Psychologin
Ihm zur Seite steht, wie schon in „Das 13. Opfer“, die Psychologin Alice McDonald. Sie scheint mir in diesem Band nicht ganz so von Phobien geplagt wie im letzten und nicht ganz so durstig. Aber sie hat einen gewissen beruhigenden Einfluss auf Ash und weicht ihm nicht von der Seite. Das freut beide nicht unbedingt, denn es gehörte mit zu den Auflagen seiner Haftentlassung, aber die beiden sind ein wirklich tolles Team.

Der Täter
Aber bei diesem Täter müssen sie das auch, denn der „Inside Man“ ist ein ganz besonderer Täter. Er schneidet seine Opfer auf, platziert eine Spielzeugpuppe in deren Bauch, näht sie wieder zu und legt sie irgendwo ab. Meist wählt er dann den Notruf, spielt ein Band ab, dass seine Opfer selbst einsprechen mussten und manchmal haben sie Glück und werden früh genug gefunden, um zu überleben, aber oft genug auch nicht. Wobei Glück natürlich hier auch relativ ist. Kein leichter Stoff also :-)

Der Schreibstil
Wie schon beim ersten Band halten mich Stuart MacBrides Schreibstil und seine vielen überraschenden Wendungen im Verlauf der Geschichte bei der Stange. Ich mag weder Ash Henderson noch die Psychologin und schon gar nicht das restliche Ermittlerteam – aber ich konnte das Buch einfach nicht aus der Hand legen. MacBride beobachtet und beschreibt messerscharf und gerne so, dass es beinahe wehtut. Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und vor allem wie weit Ash Henderson dieses Mal geht :-)

Dank an den Übersetzer …
Nachdem ich ja beim letzten Band ein bisschen über die Übersetzung gemotzt habe, will ich mich dieses Mal dann auch lobend äußern :-) Dieses Mal gab es nichts zu meckern und Andreas Jäger hat als Übersetzer so gute Arbeit geleistet, dass mir nicht aufgefallen ist, dass es eine Übersetzung ist.

Mein Fazit
Ein knallharter, stellenweise sehr brutaler Thriller mit einer raffiniert ausgedachten Story. Wer Thriller mit einer etwas härteren Gangart liebt, der sollte sich „Die Stimmen der Toten“ nicht entgehen lassen. Allerdings würde ich empfehlen zuerst „Das 13. Opfer“ zu lesen, sonst fehlen einem doch gewisse Zusammenhänge.