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Der Strand: Vermisst

Band 1 der Trilogie
Buch
Taschenbuch, 368 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

349900805X

ISBN-13: 

9783499008054

Auflage: 

1 (13.12.2022)

Preis: 

13,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 349900805X

Beschreibung von Bücher.de: 

Der Auftakt der packenden Thriller-Trilogie um Kriminalhauptkommissar Sebastian Engelhardt und Kryptologin Mascha Krieger!

Die gehörlose 19-jährige Lilli Sternberg verschwindet spurlos auf dem Weg zum Strand. Die Polizei unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Sebastian Engelhardt durchkämmt sofort die gesamte Umgebung: den Strand, den Ort Sellnitz, in dem Lilli bei ihren Großeltern lebt, das Hinterland. Ohne Ergebnis. Die einzige Spur ist Lillis letzte Handy-Nachricht an eine Freundin: das Foto einer in den Sand gemalten, scheinbar wahllosen Zeichenfolge.

Engelhardt bekommt Hilfe von der Kryptologin Mascha Krieger vom LKA. Doch die Ermittler tappen im Dunkeln: Wurde Lilli entführt, und bei dem Foto handelt es sich um eine Botschaft des Täters? Hat Lilli selbst eine Art codierten Abschiedsbrief verschickt? Hat die Schrift im Sand überhaupt etwas mit ihrem Verschwinden zu tun?

Kriminetz-Rezensionen

Voller Erwartung auf den Folgeband

Das Cover entspricht bildlich dem Buchtitel: Ein nächtlicher Strand mit einer Passage zwischen den Sanddünen – passend.

Unpassend finde ich das offene Ende des Krimis ohne Klärung des Falls einer seit einer Woche vermissten jungen Frau. Da es sich hier um Band 1 einer Trilogie handelt, bleibt der Leser am Ende hier mit vielen offenen Enden auf mehreren Ebenen doch unbefriedigt zurück – mit all dieser aufgeladenen Spannung im Kriminalfall, in persönlichen Entwicklungen zwischen den beteiligten Kriminalbeamten.

Der Schreibstil schafft einen großartig gezogenen Spannungsbogen ohne abschließenden Endpunkt.

Die Kriminalbeamten sind in ihrer charakterlichen Eigenart in großer Bandbreite vertreten, kommen also sowohl sehr positiv als auch negativ authentisch beim Leser an.

Gerne hätte ich zwischendurch eine Zwischenbilanz von der vermissten Lilli selbst erfahren, aus ihrem bisher unbekannten Aufenthaltsort. Insgesamt existieren bisher am Ende von Band 1 nur Fragezeichen, nur lose Spuren, nichts Handfestes – leider.

Wo ist Lilli?

Als an der Ostsee auf dem wunderschönen Darß die gehörlose 19jährige Lilli spurlos verschwindet, macht sich Kriminalkommissar Tom Engelhardt sofort auf die Suche nach Spuren. Kurz darauf erhält Lillis Freundin Fabienne über WhatsApp eine mysteriöse Nachricht. Um diese seltsame Formel zu entziffern erhält Tom von der LKA-Kryptologin Mascha Krieger tatkräftige Unterstützung.
Die Hauptcharaktere sind authentisch und gut in Szene gesetzt. Wir erfahren einiges aus Toms Privatleben, nach dem Tod seiner Frau muss er nun allein für seine kleine Tochter Romy sorgen. Die seelische Belastung durch das Unglück ist nicht leicht für ihn. Anders ist da Mascha, sie scheint ein Geheimnis zu haben, von dem der Leser immer nur häppchenweise erfährt, so kam sie bei mir eher unnahbar rüber.
Der Schreibstil von Karen Sander ist leicht und flüssig zu lesen. Erzählt wird die Story abwechselnd aus verschiedenen Blickwinkeln und durch immer wieder auftauchende kleine Puzzleteile wird so eine untergründige Spannung aufgebaut.
Bei diesem Buch handelt es sich um den Auftakt einer Trilogie und leider muss ich sagen, dass die Autorin hier einige unnötig in die Länge gezogen hat. Auch bleibt der eigentliche Fall am Ende noch offen, sodass mich das Ganze mit vielen Fragezeichen zurückgelassen hat.

Keine einprägende Geschichte

Gespannt war ich auf den ersten Teil der angekündigten Trilogie von Karen Sander. Mit "Vermisst" startet der erste Teil von " Der Strand " und der vermissten Lilli Sternberg.

Geschichte: Ort: Halbinsel Fischland-Darß-Zingst
Tom Engelhardt leitet die Polizeistelle im Ort Sellnitz. Eigentlich in Berlin von der Kripo, hat sich Engelhard als alleinstehender Vater mit der kleinen Tochter in die Provinz versetzen lassen um den Tod seiner Frau zu verkraften. Als die gehörlose Lilli Sternberg einfach nicht zu einem Treffen mit Ihrer Freundin am Strand erscheint, beginnt die Suche. Als man im Wald das Fahrrad von Lilly findet, glauben so ziemlich alle ,dass es zu spät sein könnte. Doch Hoffnung gibt ein Bild das über whats app an das Handy der Freundin geschickt wurde. Es enthält eine Art Code und es kam von Lillis Handy. Hilfe beim entcodieren bekommt Engelhardt von Mascha Krieger einer Kryptologin vom LKA.

Schreibstil und Personen: Gut geschrieben und auch schnell ist diese Geschichte gelesen, da nichts falsch gemacht wird und eine Spur nach der Anderen gesichtet und wieder verworfen wird. Es gibt wie immer sehr viele Menschen, die zwar kein Motiv haben aber durch Ihr Verhalten andeuten lassen, dass es weitere Geheimnisse gibt. Der offensichtliche Freund, der kaum erreichbar ist. Der Mann, der gerne Lillis Freund gewesen wäre. Ihr Vater der allseits beliebte Bürgermeister, der auch seine Geheimnisse hat. Alles in allem gut konstruiert.

Meinung: Alles klingt gut zu und spannend geschrieben aber irgendwie kommt einem alles bekannt vor. Vielleicht habe ich die letzte Zeit zu viele Krimis gelesen oder es ist halt schwer etwas gänzlich neues zu erfinden. In jedem Fall konnte mich nichts wirklich begeistern, sei es die Stimmung der Personen, die sich am Anfang natürlich nicht trauen blablabla.. Irgendwie ist es logisch wie es aufgebaut ist, aber es weckt mich nicht mit besonderen Situationen oder mit Personen, die mir sofort ans Herz gehen oder die ich bewundern kann. Es ist eine gute Geschichte, die irgendwie so hinplätschert.

Fazit: Für mich leider nur Bestenfalls Durchschnitt und ich bin mir nicht Sicher, ob ich die 2 weiteren Teile lesen will. Dafür gibt es einfach zu vieles, was besser ist! Für mich 3 Sterne und wer noch nicht von zu viel Krimis gesättigt ist, kann dem ganzen durchaus eine Chance geben.

Gelungener Auftakt…

… zu der neuen Thriller-Trilogie von Karen Sander. Nach „Der Strand – vermisst“ kommen im kommenden Jahr die beiden nächsten Bücher „Der Strand – verraten“ und „Der Strand – vergessen“ heraus in denen „Engelhardt und Krieger ermitteln“.

Worum geht es in diesem ersten Teil?
Die gehörlose Lilli Sternberg, die nach dem Verschwinden ihrer Mutter vor 19 Jahren bei ihren Großeltern Walter und Grit aufgewachsen ist, kommt bei einer Verabredung mit ihrer Freundin Fabienne Mauritz am Weststrand der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst an der Ostsee nicht an. Dafür erhält Fabienne kurze Zeit später eine Nachricht von Lillis Whats-App-Account. Eine wahllos in den Sand gemalte Zeichenfolge. KHK Tom Engelhardt, der die Leitung des Falles vorerst übernimmt, und Kryptologin Mascha Krieger vom LKA suchen mit der ihnen zugeordneten Verstärkung den Ort Sellnitz, den Strand und das Hinterland ab. Ohne Erfolg. Lilli bleibt verschwunden.
Haben ihre Freundin, die etwas zu verbergen scheint, und Lillis Freund Sören Brandner, mit dem sie seit einem Jahr zusammen ist und ihr guter Freund Benjamin „Ben“ Reichert irgendetwas mit Lillis Verschwinden zu tun?

Die kurzen Kapitel, beginnend am 05.09. bis zum 12.09., wechsel von Ort zu Ort, so dass die Geschichte sehr schnell wird. Die vielen Informationen weiß ich noch nicht richtig einzuordnen. Es scheint alles sehr mysteriös. Doch das wird sich im Laufe der anderen beiden Bände sicherlich ergeben.
Tom Engelhardt, allein erziehender Vater einer kleinen Tochter, mochte ich ab dem ersten Kennenlernen. Was ich nicht mag ist seine Tablettensucht. Mascha Krieger muss sich meine Sympathien erst noch verdienen. Mit ihr bin ich noch nicht warm geworden. Ich mag es sehr, wenn ich wie hier einiges persönliches von den Ermittlern erfahre. Das macht sie für mich noch menschlicher, noch realer.
Die Spannung setzt schon auf den ersten Seiten ein und hält sich sehr hoch bis zum Schluss. Der geniale Cliffhanger, was Fabienne weiß, wird mich noch eine Zeit lang beschäftigen.
Der Auftakt dieser Trilogie glänzt auch mit sehr viel Lokalkolorit: ein typischer Küstenkrimi, hier angesiedelt an der Ostsee, auf der Halbinsel Fischland- Darß-Zingst. Die Beschreibungen der Autorin, sowohl von der Umgebung als auch von den Stimmungen, haben sich in meinen Kopf eingebrannt und ich bin im Geiste ganz nah am Geschehen dran.

Und dann für mich der Schock. Lilli wird nicht gefunden und das Buch ist aus. Jetzt muss ich wahrhaftig bis März warten um zu lesen, wie´s weiter geht.

Ein, wie ich finde, sehr gut gelungener Auftakt einer neuen Thriller-Trilogie, auf deren Fortsetzungen ich gerne warten werde.

Solider Auftakt mit versierten Ermittlern

Das Hörbuch:

Der Sprecher Oliver Siebeck hat eine angenehme Erzählstimme, die er facettenreich einsetzt. Er führt den Hörer gekonnt durch die Ereignisse und man kann sich gut in die Handlung hineinversetzen.

Die junge gehörlose Lilli Sternberg ist verschwunden. Alle in ihrem Umfeld sind bestürzt, denn sie war beliebt und jeder mochte sie. Der Ermittler Tom Engelhardt versucht mit Hilfe der Kryptologin Mascha Krieger eine mysteriöse Bildnachricht an Lillis Freundin zu entschlüsseln. Doch dieser Fall ist schwieriger als gedacht, als sie den verschiedenen Spuren nachgehen. Es scheint mehr als einen Verdächtigen zu geben. Das Verschwinden von Lilli ist komplex und verwirrend. Und die Zeit drängt.

Solide und auch spannende Geschichte um einen Fall, der wohl erst in den nächsten Teilen eine Auflösung findet.

Ein Mädchen verschwindet

Lilli Sternberg ist neunzehn, gehörlos und verschwindet eines Tages spurlos vom Strand, wo sie mit ihrer besten Freundin verabredet war. Diese Freundin, Fabienne, erhält etwas später eine seltsam kryptische Nachricht über Whatsapp von Lillis Handy. Tom Engelhardt, der Leiter der Kriminalpolizei in dem kleinen Ort, braucht Hilfe beim Entschlüsseln dieser Nachricht und ihm wird Mascha Krieger zugeteilt. Sie stellen fest, dass hier in Sellnitz jeder etwas zu verbergen hat und kaum jemand die Wahrheit sagt. Und dann gibt es Tote ...

Es hatte eigentlich so gut angefangen und ich mich auf einen spannenden Krimi gefreut. Doch obwohl immer etwas passierte und die Kapitel kurz gehalten sind, ließ die Spannung immer mehr nach. Das liegt zum Teil daran, dass die Polizeiarbeit nicht wirklich gut dargestellt wird. Tom ist aufgrund psychischer Probleme eigentlich nicht fähig, eine Ermittlung zu leiten und er wird durch seine Ausbrüche im Laufe des Buches immer unsympathischer. Mascha macht ebenfalls teilweise ihr eigenes Ding. Und die Ermittlungen werden nicht konsequent geführt und haben eher den Hauch von Inkompetenz (außer bei einem Nebenstrang, wo ein sympathischer Polizist eine andere vermisste Person sucht). Am meisten ärgert mich zum Schluss, dass in diesem Buch keine abgeschlossene Handlung erfolgt. Es hört quasi mittendrin auf und nichts wird geklärt. Bei einer Krimireihe mit demselben Personal erwarte ich schon, dass es einen Abschluss gibt, mit dem man Antworten erhält. Ist schließlich keine Fantasy-Heldenreise. Mich würde interessieren, wie alles zusammenhängt, aber ob ich dafür wirklich die anderen beiden Bücher lese, weiß ich jetzt noch nicht.

Auftakt mit viel Luft nach oben

Der Strand - Vermisst - , der Beginn einer Trilogie von Karen Sander. Ich habe die Serie Stadler & Montario gerne gelesen und war deshalb gespannt auf ein neues Ermittlungspaar. Die Story spielt an der Ostsee und der Beginn gestaltet sich vielversprechend. Die gehörlose Lilli Sternberg verschwindet und nur ihr Fahrrad wird gefunden. Kriminalkommissar Tom Engelhardt startet eine große Suche. Als Lillis Freundin einen merkwürdigen Code per WhatsApp geschickt bekommt, wird die Kryptologin Mascha Krieger hinzugezogen.
Soweit so gut. Der Schreibstil ist flüssig und die Kapitel kurz gehalten, so dass man gut durch die Seiten kommt.
Aber, warum wird der Focus wieder so sehr auf die persönlichen Probleme der Ermittler gelenkt ? Ich habe es diesmal wieder als störend empfunden. Es lenkt von der eigentlichen Krimihandlung stark ab.
Die Idee ist wirklich gut, da auch ein Bezug in die Vergangenheit besteht, da Lillis Mutter vor Jahren ebenfalls verschwunden ist. Aber die Umsetzung konnte mich noch nicht wirklich überzeugen.
Das Buch endet mit einem Cliffhanger, d.h., will man wissen, wie es weitergeht, muss man sich bis März gedulden. Zur endgültigen Auflösung sind dann sicher auch alle drei Bände notwendig. Das ist der zweite Punkt, der mich gestört hat. Cliffhanger, ja o.k. . Ein Handlungsfaden, der sich über mehrere Bücher erstreckt, gerne. Aber einen Fall so offen zu lassen, gefällt mir nicht wirklich, vor allem, weil es aus dem Klappentext so nicht herauszulesen war. Ob ich die Trilogie weiter verfolge, weiß ich noch nicht. Von mir 3 Sterne.

Ärgerliches Ende

Vermisst wird die 19-jährige Lilly Sternberg, nachdem sie zum vereinbarten Treffen mit ihrer Freundin am Strand nicht erschienen ist.
Im ersten Band der Trilogie von Karen Sander, der in dem fiktiven Ort Sellnitz an der Ostsee spielt, verschwindet das gehörlose Mädchen Lilly spurlos. Die lokale Polizei unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt macht sich fieberhaft an die Ermittlungen. Doch nur Lillys Fahrrad wird gefunden.
Als Lillis Freundin einen merkwürdigen WhatsApp-Nachricht geschickt bekommt mit einer rätselhaften Zeichenfolge, die in den Sand gemalt wurden, wird die Kryptologin Mascha Krieger vom LKA hinzugezogen. Doch auch Mascha Krieger ist nicht sicher, ob es sich bei den Zeichen überhaupt um eine Nachricht handelt. Und wenn ja, von wem? Von Lilly selbst, oder womöglich von einem Entführer? Zudem benimmt sich Lillys Freundin Fabienne ziemlich merkwürdig. Und Lillys Großeltern, bei denen sie nach dem rätselhaften Verschwinden ihrer Mutter aufgewachsen ist, versuchen die Ermittlungen nach ihrem Gutdünken zu bestimmen.
Die Story beginnt spannend und vielversprechend, Doch leider dreht sich dann sehr viel um die privaten Probleme der Ermittler. Sowohl Tom Engelhardt als auch Mascha Krieger haben so einiges, was sie mit sich herumschleppen. Das könnte interessant sein und den Ermittlern Ecken und Kanten verleihen, bremst hier aber die eigentliche Krimihandlung zu stark aus.
Sehr ärgerlich ist, dass das Rätsel um Lillys Verschwinden am Ende nicht aufgelöst wird, sondern im nächsten Band weitergeführt wird.
Auch wenn man gerne mehr über Mascha Krieger und Tom Engelhardt erfahren möchte und sie auch gerne in einem weiteren Fall begleiten will, hätte doch wenigstens dieser erste Fall zu Ende erzählt werden müssen. So fühlt man sich als Leser ziemlich verschaukelt!

Wo ist Lilli?

Wo ist Lilli?

Die 19-jährige Lilly Sternberg hat eine Verabredung mit ihrer besten Freundin Fabienne am Strand von Sellnitz. Leider kommt sie dort nie an. Sie ist bei ihren Großeltern aufgewachsen, nachdem ihre Mutter fast am gleichen Ort vor 20 Jahren ums Leben kam. Die Polizei vertreten durch Tom Engelhardt, der Unterstützung von der Kryptologin Mascha Krieger erhält, nimmt die Ermittlungen auf. Eine kryptische Botschaft gibt der Polizei Rätsel auf. Wurde Lilli entführt, oder was steckt dahinter? Hat die geheime Botschaft überhaupt etwas mit dem Fall zu tun?

Meine Meinung:

Die Geschichte beginnt sehr spannend und dadurch dass fast jeder Abschnitt mit einem Cliffhanger endet,wird man quasi gezwungen, weiterzulesen.Es werden viele Verdächtige nach und nach in die Geschichte eingeführt, aber keinem kann etwas nachgewiesen werden. Dazwischen gibt es immer wieder Abschnitte, aus der Sicht eines Gefangenen/Gefangener, ist es Lilli?Jeder scheint ein dunkles Geheimnis zu hüten, was aber nicht gelüftet wird.

Obwohl mir Mascha und Tom sympathisch sind und ich es mag ,wenn man etwas über das Privatleben der Ermittler erfährt,weil das zur Authentizität beiträgt,war es mir hier deutlich zuviel. Die Rolle von Tom als Witwer und alleinerziehender Vater, ging mir nach einiger Zeit ziemlich auf den Geist. Die gleiche Problematik haben sehr viele Frauen, nur dass man bei Ihnen nicht so viel Aufhebens davon macht.

Zum Schluss überschlugen sich die Ereignisse, ohne jedoch irgendeine offene Frage zu klären. Obwohl ich weiß, dass es der erste Band einer dreiteiligen Reihe ist, fand ich das Ende nicht gelungen.

Spannend, kurzweilig, leider mit offenem Ende

„Bestell alle Kollegen zum Wanderparkplatz am Krielmoor. Wir koordinieren die Suche von dort.“ Eine junge Frau ist verschwunden. Die Zeit drängt, sollte wirklich etwas passiert sein. Eigentlich ist es noch zu früh für eine polizeiliche Suche, hier liegt die Sache etwas anders: Lilli Sternberg, die Vermisste, ist gehörlos. Sie waren am Weststrand verabredet: Fabienne, Lillis Freundin, kommt zehn Minuten zu spät…

Es ist der erste von drei Bänden – „Verraten“ und „Vergessen“ folgen. Karen Sander hat mit „Vermisst“ einen fulminanten Start hingelegt. Die knapp 380 Seiten waren im Nu gelesen, „Der Strand“ hat mich nicht losgelassen, mich bestens unterhalten, aber leider ist das Buch zu Ende, Lillis Geschichte jedoch nicht. Ich bin so klug als wie zuvor, ich tappe nämlich nach wie vor im Dunkeln. Die Frage, was mit Lilli geschehen ist, zieht sich durchs Buch und drüber hinaus.

„Der Strand“ befindet sich an der Ostseeküste auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst, das Städtchen Sellnitz ist fiktiv, alle anderen Orte sind real.

Mit dem Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt und der Kryptologin Mascha Krieger hat die Autorin zwei sympathische Figuren erschaffen, deren privates Umfeld immer mal wieder durchscheint. Vor allem Tom hat es nicht gerade leicht, er ist mit seiner fünfjährigen Tochter Romy hierher gezogen, er ist ihr ein guter Vater, stößt aber permanent an seine Grenzen. Mascha ist noch ziemlich verschlossen, ihr Privatleben gibt sie ungern preis, so einiges blitzt aber auch bei ihr durch. Privates lockert einen Krimi immer auf, es sollte nur nicht allzu viel davon sein. Zeitweise hat es den Anschein, als ob genau dies im Vordergrund steht, auch wenn so etliches noch ungesagt bleibt. Band 2 und 3 werden hiervon bestimmt Weiteres berichten.

Lilli ist verschwunden, ich bin ihr nie begegnet. Ich weiß von ihr das, was ihre Freunde, was ihre Familie über sie zu erzählen haben. Sie arbeitet in der örtlichen Gärtnerei, die Sellnitzer kennen und schätzen sie. Lillis Großvater Walter drängt darauf, dass schnellstmöglich nach ihr gesucht wird, als ehemaliger Bürgermeister ist er eine Respektsperson, richtig warm werde ich mit ihm jedoch nicht. Auch seinem Geschäftspartner Henning ist nicht zu trauen, er ist der Vater von Lillis Freundin Fabienne, die von Lillis Handy mehrere verschlüsselte Nachrichten erhält. Alle Charaktere sind glaubhaft angelegt, die Story durchweg spannend und temporeich, erzählt wird aus wechselnden Perspektiven. So einiges dröselt sich schon auf und doch bleiben mehr Fragen offen, die losen Fäden werden nicht weniger.

Der Prolog wirft einen ersten Blick auf Lillis Mutter, diese hat anscheinend mit der weiteren Geschichte um Lilli nichts zu tun. Vordergründig ist ihr Schicksal klar, die Auflösung jedoch wird wohl bis zum dritten Band auf sich warten lassen. Und hier setzte meine Kritik an: Ich habe einen spannenden, sehr kurzweiligen, gut lesbaren Thriller gelesen, um jedoch den Durchblick zu haben, ist es zwingend notwendig, alle drei Teile zu kennen. „Vermisst“ endet sehr unbefriedigend, als ob die Autorin keine Lust mehr hätte, weiterzuerzählen. Natürlich sollen die beiden Nachfolgebände gelesen werden, was ich auch vor habe. Und doch sollte jedes Buch zumindest einigermaßen in sich abgeschlossen sein. Es wäre ein sehr gutes Buch, das volle Punktezahl bekommen sollte, dieser sehr unschöne, ja ärgerliche Abschluss, der wohl einen monetären Hintergrund hat, lässt mich diesen ersten Teil mit immerhin noch 3 Sternen bewerten.

Ein grandioser Auftakt…!

Spannender Lesestoff, interessante Charaktere, wunderbar gelesen von Oliver Siebeck.
Zunächst einmal mag ich vorangekündigte Reihen, wie es hier bei der Serie von Karen Sandler der Fall ist. Man weiß, es ist eine durchdachte Story und im besten Fall freut man sich, dass man noch 2 Teile lesen darf.
Der Fall ist hier bei „Der Strand“ eingetreten, mich hat das Hörbuch vom ersten Ton gepackt.
Ich kenne einige Bücher von Karen Sander und mag ihren Stil, immer angenehm lesbar, gute Charaktere, die richtige Mischung zwischen Fall und Privatleben der Ermittler. Gut beschrieben, nie langweilig und man ist sofort in der Story.

So auch hier in der neuen Reihe der Autorin. Das Hörbuch hat eine Dauer von 8:13 Std. in der ungekürzten Fassung und der Argo Verlag hat mit Oliver Siebeck die perfekte Stimme für Hörbuchliebhaber/innen gefunden. Man verliert nie den Anschluss und kann sich einfach in die Geschichte fallen lassen und sich daran erfreuen, dass es Hörbücher und tolle Krimis gibt.
Der Plot rund um die verschwundene Lilly Sternberg ist klassisch aufgebaut. Was ist mir ihr passiert, wo ist sie? Es tauchen immer wieder neue Verdächtige auf oder vermeintlich ausgeschlossene Beteiligte sind doch nicht so unschuldig, wie gedacht.
Immer neue Hinweise und Funde, es bleibt insgesamt durchweg spannend, ist stimmig und zu keiner Zeit langweilig. Die neuen Ermittler Tom Engelhardt und Mascha Krieger sind ein tolles Duo. Beide mit Ecken und Kanten, privaten Problemen und trotzdem dem unbedingten Willen, das Verschwinden des jungen Mädchens aufzuklären. Die Zwei müssen sich erst an einander gewöhnen und das zu begleiten hat mir sehr viel Freude gemacht. Für alle, die gern gute, klassische Krimis lesen und hören ist das Buch perfekt, finde ich.

Oliver Siebeck liest das alles auch so angenehm entspannt vor, einfach ein wunderbarer Geschichtenerzähler, dem zu lauschen wirklich Freude macht.

Mir hat das Hörbuch richtig gut gefallen und ich freue mich auf Teil II. der Reihe, eine glasklare Empfehlung meinerseits.

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Das Geheimnis um Lilli

Das Cover passt sehr gut zum Titel, die dunklen Wolken vermitteln eine bedrohliche Atmosphäre. Die Geschichte spielt in dem fiktiven Ort Sellnitz auf der Halbinsel Fischland-Darß- Zingst. Dieses Buch ist der erste Teil der Trilogie. Der Schreibstiel ist flüssig, die Kapitel kurz, durch die spannende Schilderung kommt man schnell durch die Seiten.

Schon der Anfang beginnt sehr spannend. Erst fällt die Mutter einem Verbrechen zum Opfer und 19 Jahre später, verschwindet fast an gleicher Stelle ihre gehörlose Tochter Lilli. Tom Engelhardt alleinerziehend und Vater einer fünfjährigen Tochter, und seit einem Jahr Kriminalhauptkommissar in Sellnitz wird mit dem Fall betraut. Lillis Freundin hat geheimnisvolle Zeichen auf ihrem Handy erhalten, deshalb soll die Kryptologin Mascha Krieger vom LKA bei der Aufklärung helfen. Die Beiden müssen sich zusammen raufen. Beide haben mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen. In dem kleinen Ort, wo jeder jeden kennt, scheint es noch mehr Geheimnisse zu geben.

Der Leser begleitet die beiden Protagonisten eine Woche bei ihrer Suche nach der 19. jährigen Lilli Sternberg. Es ist sehr undurchsichtlich, nach jedem Kapitel wünscht man sich, der Aufklärung ein wenig näher zu kommen. Aber dann ist das Buch zu Ende und der Leser bleibt mit vielen Fragen ratlos zurück. Die Lösung des Falls erfolgt wahrscheinlich erst im dritten Band, dass kann dann noch einige Monate dauern, dafür gibt es Punktabzug. Hoffentlich übernehmen diese Art des Schreibens nicht noch andere Autoren.

Ansonsten hat mir dieser Thriller (für mich eher ein Krimi), spannende und unterhaltsame Stunden beschert. Wer sich nicht an dem offenen Ende stört, dem kann ich das Buch gerne empfehlen.