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Strandmord in Neuharlingersiel

Die Kommissare Bert Linnig und Nina Jürgens ermitteln. Band 8
Buch
Taschenbuch, 240 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3965860313

ISBN-13: 

9783965860315

Auflage: 

1 (12.08.2019)

Preis: 

11,99 EUR

Krimitags: 

Amazon-Bestseller-Rang: 45.344
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3965860313
Beschreibung von Rena Larf

Der Strand von Neuharlingersiel wird zur tödlichen Falle. Für die Kommissare Bert Linnig und Nina Jürgens von der Kripo Wittmund ist es der Beginn eines emotionalen Falls, denn bei der brutal erstochenen Frau handelt es sich um ihre Freundin und ehemalige Kollegin Heike Grabowski. Wer der Täter ist, scheint eindeutig. Vor Kurzem ist ein Gewaltverbrecher aus der Haft geflohen, den Bert und Heike vor mehr als zwanzig Jahren lebenslang hinter Gitter brachten. Immer wieder schwor er den Ermittlern seine Rache – ist Bert der Nächste auf seiner Liste? Und welche Rolle spielt die mysteriöse wandlungsfähige Frau, die ebenfalls im Fokus der Ermittlungen steht? Die verzweifelte Suche nach dem flüchtigen Verdächtigen gleicht der Jagd nach einem Phantom, und die Kripo muss bald hilflos dabei zusehen, wie sich eine blutige Spur durch Ostfriesland zieht …

In der „Die Kommissare Bert Linnig und Nina Jürgens ermitteln“ - Reihe sind erschienen:

1. Hafenmord in Carolinensiel
2. Serienmord in Neuharlingersiel
3. Bauernmord in Bensersiel
4. Wattmord in Carolinensiel
5. Sektenmord in Neuharlingersiel
6. Campermord in Bensersiel
7. Kluntjesmord in Carolinensiel
8. NEU: Strandmord in Neuharlingersiel

Alle Ostfrieslandkrimis von Rolf Uliczka können unabhängig voneinander gelesen werden.

Kriminetz-Rezensionen

Ein blutiger Rachefeldzug

Der Gewaltverbrecher Heinz Dieter Meyer ist auf die Personen sehr wütend, die dafür verantwortlich sind, dass er hinter Gitter kam. Nun ist er aus der Haft entflohen und es gibt wieder Tote: Die erste ist die Psychologin Dr. Christine Wallmann, die seine vorzeitige Haftentlassung ablehnte, dann folgt die ehemalige Kommissarin Heike Grabowski, die seinerzeit mit Bert Linnig zusammengearbeitet hat. Soll Bert das nächste Opfer werden? Wer aber ist die mysteriöse Frau, die auf der Suche nach Meyer immer wieder auftaucht und sich wie ein Chamäleon verändert? Während die Polizei verzweifelt nach dem Verdächtigen sucht, kommt es trotz Vorsichtsmaßnahmen zu dramatischen Vorfällen.

Dieser Krimi ist sehr spannend und es ist schockierend, dass es Gewaltverbrechern möglich ist, aus der Gefangenschaft zu entkommen und einfach weiterzumachen. Genauso erschreckend aber ist es, wie sich Täter verstellen und die Behörden täuschen können. Meyer ist ein intelligenter Psychopath, dem man längst nicht alles gerichtsverwertbar nachweisen konnte, was er aber vermutlich angestellt hatte. Erst Nina entdeckt in den alten Akten Hinweise, die damals übersehen wurden. Trotzdem geht es mit der Suche nicht wirklich voran und dann gerät Bert selbst in Gefahr.

Die Kollegen von der Kripo Wittmund sind sympathisch und arbeiten gut zusammen. Wenn nötig arbeiten sie Tag und Nacht, um Täter dingfest zu machen und es wurmt sie, wenn sie nicht vorankommen. Doch wenn es für sie persönlich und gefährlich wird, setzen sie sich noch mehr ein.

Man fiebert mit den Beamten der Kripo Wittmund mit, die dieses Mal so einiges wegstecken müssen. Es gibt einige Wendungen, die die Spannung hochhalten und am Ende gibt es sogar noch eine handfeste Überraschung.

Wieder einmal wurde Ostfriesland vom Verbrechen heimgesucht. Dieses Buch ist nicht gerade eine Werbung für einen Urlaub im idyllischen Ostfriesland.

Ein sehr spannender Ostfrieslandkrimi.

spannend

„... Warum hatte sich der Verbrecher am erleichterten Verzug davonmachen können? Für die Zivilisten unter den Trauergästen die unverständliche Frage, warum lebenslänglich nicht lebenslänglich war. Und warum die Gesellschaft nicht besser vor solchen Individuen vom Staat geschützt wurde ...“

Bei Frau Dr. Christine Wallmann meldet sich ein Notfallpatient mit einem Burnout. Es ist ihr letzter Patient für diesen Tag – und ihr Mörder.

Heike Grabowski hat wegen Depressionen ihren Dienst bei der Kriminalpolizei aufgeben müssen. Sie lebt jetzt in Ostfriesland. Auch für sie wird das der letzte Tag ihres Lebens.

Bert und Nina sind zusammengezogen. Die Nachbarn organisieren am Samstag eine für die Gegend typische Einzugsfete.

Am Montag aber kommt die Nachricht von Christines Tod und Heikes Verschwinden. Verdächtig ist Heinz Dieter Meyer, der zu lebenslänglich verurteilt war und den erleichterten Vollzug zur Flucht genutzt hat. Damit ist klar, dass auch Bert auf dessen Abschussliste steht, denn er hatte ihn damals zusammen mit Heike ins Gefängnis gebracht.

Der Autor hat einen fesselnden Krimi geschrieben. Die Geschichte hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Der Schriftstil lässt sich flott lesen. Wichtige Informationen zu den Ermittler, die Bezug auf alte Fälle nehmen, werden gekonnt in die Geschichte integriert. Wie gewohnt werden die Handlungsorte ausreichend und anschaulich beschrieben. Ab und an ist Platz für ein bisschen Humor. „... Sie (Anmerkung: Nina) sollte aber noch feststellen, dass der legendäre, etwas raue Kohlenpottcharme mit solchen kleinen Unwägbarkeiten wie einer verkehrsbedingten Verspätung locker umzugehen verstand ...“

Der Autor fährt zweigleisig. Einerseits darf ich die Ermittler bei ihren Recherchen begleiten, andererseits wird mir ab und an ein Blick in die Welt des Täters gestattet. Während die Ermittler noch rätseln, ob Meyer Komplizen hat, kenne ich die Antwort schon.

Gut gefallen hat mir, dass sich der Autor kritisch mit unserem Rechtssystem auseinandersetzt. Ein Problem wird im Eingangszitat angesprochen. Eine zweite Schwierigkeit ist die Beweisbarkeit von Verbrechen. Da der Täter bei Christines Ermordung Handschuhe trug und andere Beweismittel verschwinden ließ, ist der Nachweis der Tat unmöglich, wenn nicht Zeugen gefunden werden, die ihn beim Betreten der Praxis gesehen haben. Doch auch ein technisches Problem sorgt für Unruhe. Das klingt so: „... Immer wieder das leidige Thema mit den Funklöchern. Man könnte meinen, Deutschland wäre ein Dritte-Welt-Staat ...“

Erstmals gehen Bert und Nina bei den Ermittlungen getrennte Wege. Bei der Verurteilung von Meyer vor 20 Jahren konnte ihm ein Raub nicht nachgewiesen werden. Die Beute ist bis heute verschwunden. Deshalb geht Nina nach Essen, um in den alten Akten nach übersehenen Spuren zu suchen und das eine oder andere Gespräch zu führen. Bert dagegen koordiniert die Suche nach dem Täter in Neuharlingersiel und Umgebung. Der scheint ihnen immer einen Schritt voraus zu sein.

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen. Einige unerwartete Wendungen sorgen für zusätzliche Spannung.

Wenn Rache zur Passion wird

Es wird viel, sehr viel gemordet in dem neuen Ostfrieslandkrimi von Rolf Uliczka. Gleich zu Beginn wird in Bonn eine Psychologin eiskalt und heimtückisch erstochen. Der nächste Tatort ist Ostfriesland – hier ist das Opfer eine ehemalige Kollegin von Bert Linnig.

Der Täter ist für Bert kein Unbekannter. Vor 20 Jahren haben seine Kollegin und er diesen Gewalttäter im Ruhrgebiet verhaftet und dafür gesorgt, dass er seine verdiente Strafe bekommt.
Nun ist er frei gekommen und lässt nichts unversucht, um Rache zu nehmen. Bert und sein Team stehen vor einer neuen Herausforderung und ihnen wird keine Atempause gegönnt. Während einer Besprechung explodiert Berts Auto. Doch ein anderer Kollege saß darin.

Rolf Uliczka erzählt eine spannende und hochdramatische Geschichte mit unterschiedlichen Handlungssträngen. So wird der Leser schnell gefesselt und in die Ereignisse geschickt einbezogen, da er das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven betrachtet.

Privat hat sich bei Bert und Nina Neues ergeben. Sie sind endlich gemeinsam in ein kleines Haus gezogen und in der Nachbarschaft gut angekommen.

Nach und nach verdichten sich bei Nina die Anzeichen, dass dieser Täter nicht allein ist. Sie fährt nach Essen, um die alten Akten noch einmal zu sichten. Dabei entdeckt sie Zusammenhänge, die damals nicht erkannt wurden. So beweist sie wieder einmal ihren messerscharfen Verstand und das logische Verständnis von Tatsachen.

Der Schreibstil von Rolf Uliczka ist flüssig und sehr gut lesbar. Die facettenreichen Ermittlungen und Spuren werden gekonnt zu einem dramatischen und völlig unerwarteten Finale geführt. Es passt alles. Die Zusammenhänge der in sich schlüssig gelösten Fälle sind gegeben. Darüber hinaus regt der Autor den Leser an bestimmte Vorgänge und Verfahrensweisen in Polizei- und Justizwesen kritisch zu hinterfragen.

Dieses Buch kann ich allen Krimi-Fans unbedingt empfehlen. Hier stimmt die Mischung – ein außergewöhnlicher und spannender Kriminalfall sowie das Privatleben der Ermittler.

Gern vergebe ich 5 Stern und eine klare Leseempfehlung für den 8. Fall dieser Reihe.

Blutige Spur durch Ostfriesland

Als am Strand von Neuharlingersiel eine brutal erstochene Frau gefunden wird, zeigt sich schnell, dass es sich um eine ehemalige Kollegin und Freundin handelt. Der Täter scheint sofort klar zu sein, denn vor kurzem ist ein Gewaltverbrecher aus der Haft entflohen, den Bert und die ermordete Kollegin vor mehr als zwanzig Jahren hinter Gitter brachten – er schwor den Ermittlern blutige Rache. Damit ist auch Bert in größter Gefahr. Doch welche Rolle nimmt die geheimnisvolle Frau ein, die immer wieder in die Ermittlungen hineinspielt? Bei einem Mord bleibt es nicht, bald zieht sich eine blutige Spur durch Ostfriesland …

Dies ist bereits der 8. Band um die Kommissare Bert Linnig und Nina Jürgens, wobei die Bände in sich abgeschlossen und somit auch gut einzeln zu lesen sind. Dieser Krimi ist der wohl persönlichste für Bert, aber auch für seine Kollegen, wegen der Verluste innerhalb der Polizei. Wie in den Vorgängerbänden finden sich schnell Hinweise auf Täter und Motiv, doch der Autor Rolf Uliczka versteht es, falsche Fährten zu streuen, so dass man Spaß beim Mitraten hat. Den Bezug zum Regionalen gibt es auch, allerdings hätte das für mich in diesem Band durchaus noch mehr sein dürfen. Die handelnden Personen wirken manchmal etwas hölzern, das ist schade, es hat mich immer wieder aus dem Lesefluss gerissen. Überhaupt habe ich mich mit diesem Buch eher schwergetan, so richtig fesseln konnte es mich nicht. Das mag wohl daran liegen, dass doch einiges an Action stattfindet und die Gefahr während der ganzen Geschichte sehr greifbar ist, doch manche dieser Passagen werden so unspektakulär erzählt, dass ich sie fast überlesen hätte. Eigentlich ist es eine gut durchdachte Geschichte, da hat sich der Autor sicher einige Gedanken dazu gemacht und auch recherchiert, ich finde jedoch, das kommt zu wenig im Buch selbst heraus.

Trotz allem aber freue ich mich auf eine Fortsetzung zu den Ermittlern von der Kripo Wittmund. Meine Meinung zu diesem Band ist eher subjektiv, es gibt freundlichere Rezensionen, die ich aufgrund der bisherigen Bände zu Bert und Nina nachvollziehen kann. Ich vergebe für dieses Buch eine eher verhaltene Leseempfehlung.

Bonnie und Clyde

Am Strand von Neuharlingersiel wird eine tote Frau aufgefunden. Für die Kommissare Bert Linnig und Nina Jürgens von der Kripo Wittmund ist es ein emotionaler Fall. Die ermordete Heike Grabowski war eine Freundin und ehemalige Kollegin.

Schnell scheint klar zu sein, wer der Täter ist. Vor Kurzem ist der Gewaltverbrecher Heinz Dieter Meyer aus der Haft geflohen. Er schwor Rache als Bert und Heike ihn vor 20 Jahren fassten. Nina und Bert nehmen mit ihrem Team die Fährte auf. Allerdings gleicht ihre Suche der Jagd nach einem Phantom, das seinen Racheplan weiter in blutige Taten umsetzt. Scheinbar hat der Täter Hilfe von einer wandelbaren Frau.

Werden die Kommissare Bert und Nina den Gewaltverbrecher Meyer fassen? Oder sind noch mehr Personen an den Verbrechen beteiligt.

„Strandmord in Neuharlingersiel“ von Rolf Uliczka ist der mittlerweile 8. Band um das Ermittlungsteams Bert Linnig und Nina Jürgens. Da in den einzelnen Büchern der Kriminalfall im Vordergrund steht und in sich abgeschlossen ist, kann man die Bände unabhängig ihrer Reihenfolge lesen.

Der Schreibstil ist auf das Wichtigste fokussiert und enthält viele Dialoge, die dem Leser Informationen zu der Geschichte liefern. Schnell ist man nach wenigen Seiten mitten drin. Rasant und spannend schreitet der Kriminalfall voran und nach wenigen Seiten gibt es nicht einen, sondern gleich mehrere Tote. Der Autor lässt den Leser an der Ermittlungsarbeit teilhaben und gibt einen Einblick in die bürokratischen Abläufe. Des Weiteren erfährt man etwas aus dem Privatleben der Ermittler und lernt ostfriesische Bräuche kennen.

Durch Perspektivwechsel zum Täter ist der Leser dem Ermittlerteam manchmal ein Stück im Voraus und weiß, wo und mit wem der Täter agiert. Dennoch schafft es der Autor dem Leser am Ende mit einer geschickt eingebauten Wendung zu überraschen und zu überzeugen.

„Strandmord in Neuharlingersiel“ von Rolf Uliczka überzeugt mit seinem rasanten Kriminalfall, seiner Wendung am Schluss und dem authentischen Einblick in die Ermittlungsarbeit.