Cover von: Die Straße ins Dunkel
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Die Straße ins Dunkel

Der zweite Fall für Senior Superintendent Vaughn de Vries. Thriller
Buch
Broschiert, 448 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3499272415

ISBN-13: 

9783499272417

Auflage: 

1 (16.12.2016)

Preis: 

16,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 444.388
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3499272415

Beschreibung von Bücher.de: 

Der zweite Roman vom neuen Star des Südafrikakrimis.

Ein Unbekannter tötet Polizisten, die vor zwanzig Jahren ein Massaker an einer schwarzen Familie begingen. Colonel Vaughn de Vries war damals unfreiwillig Zeuge. Und schon damals kämpfte er gegen eine korrupte Polizeihierarchie. Sie behindert ihn auch bei seinem neuen, seinem heikelsten Fall: Eine Milliardärin - grausam ermordet. Ihr Vater war eine Stütze des Apartheidregimes. Hauptverdächtiger: Ihr schwarzer Liebhaber, Sohn eines einflussreichen Politikers. Vaughn de Vries steht vor vielen Fragen: Geht es um Hautfarbe, Geld oder Macht? Wer hatte ein Interesse am Tod der Frau? Wer hat kein Interesse daran, dass die Wahrheit herauskommt?

Kriminetz-Rezensionen

Zerrissenes Südafrika

Für viele Deutsche sind Namibia und Südafrika exotische Orte, auf die sie viele ihrer Sehnsüchte projizieren. Und so bedient der im Rowohlt Polaris Verlag erschienene Kriminalroman „Die Straße ins Dunkel“ von Paul Mendelson genau diese Sehnsüchte des gehobenen und kaufwilligen deutschen Lesepublikums. Das sagt aber noch nichts über die Qualität des Buchs aus.

Zum Inhalt: In Südafrika herrscht eine Dunkelheit, die aufgrund der traurigen und schmerzvollen Erfahrungen des Apartheid-Regimes und der Kämpfe um Befreiung nicht vergeht. In „Die Straße ins Dunkel“ tötet ein Unbekannter einige Polizisten, die vor über zwanzig Jahren ein Massaker an einer schwarzen Familie verübten. Auch der Protagonist Colonel Vaughn de Vries war damals bei dem Massaker dabei, aber eher als unfreiwilliger Zeuge des Verbrechens. Und schon damals kämpfte er gegen eine korrupte Hierarchie im Polizeiapparat und auch dieses Mal möchte er unter allen Umständen der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen. Aber höhere Stellen behindern ihn auch bei diesem äußerst heikelsten Fall: Eine Milliardärin wurde auf grausamste Art ermordet. Ihr Vater war eine Stütze des Apartheid-Regimes gewesen. Als Hauptverdächtiger gilt ihr schwarzer Liebhaber, der seines Zeichens Sohn eines einflussreichen Politikers ist. Vaughn de Vries steht vor vielen Fragen: Geht es um Hautfarbe, Geld oder Macht? Wer hatte ein Interesse am Tod der Frau? Wer hat kein Interesse daran, dass die Wahrheit herauskommt?

„Die Straße ins Dunkel“ bietet solide Krimikost mit exotischem Touch. Die Ermittlerfigur von de Vries bleibt ein wenig blass und kommt dem Leser aus zahlreichen anderen Werken recht bekannt vor. Der Fall ist durch die üblichen Strickmuster gekennzeichnet. Was das Ganze wohltuend von der Masse der Krimiware abhebt, sind Einblicke in tiefe Wunden eines immer noch zerrissenen Südafrikas. Hier werden die Taten und Untaten, die im Zuge des Apartheid-Regimes, aber auch während des Kampfes um Befreiung begangen wurden, nicht vergessen. Und so vermag „Die Straße ins Dunkel“ zwar nicht als Krimi umfänglich zu überzeugen, es handelt sich dabei aber doch um eine interessante und spannende Lektüre für all diejenige, die sich für den gesellschaftspolitischen Zustand des heutigen Südafrikas interessieren.