Cover von: Die Studentin
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Bücher.de Preis: 15,00 €

Die Studentin

Kriminalroman
Buch
Broschiert, 384 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3809027480

ISBN-13: 

9783809027485

Auflage: 

1 (26.07.2021)

Preis: 

15,00 EUR
Schauplätze: 
USA
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3809027480

Beschreibung von Bücher.de: 

Der brandneue Pageturner aus der Feder der Bestsellerautoren Tess Gerritsen und Gary Braver - ein Spannungshochkaräter über Obsession, Versuchung und menschliche Schwächen.

Taryn Moore ist jung, attraktiv und brillant - warum sollte sie sich umbringen? Detective Frankie Loomis spürt sofort, dass mehr hinter der Geschichte steckt, als sie den Tatort des vermeintlichen Selbstmords untersucht. Die Studentin hat sich aus dem Fenster ihres Apartments gestürzt. Doch ihr Handy ist spurlos verschwunden. Hat es jemand verschwinden lassen, um Spuren zu vertuschen?

Für den Englischprofessor Jack Dorian war Taryn die vollendete Versuchung: intelligent, aufmerksam und zu hundert Prozent tabu. Doch Taryn hatte auch eine dunkle Seite, eine Neigung zu obsessiver Liebe - auch für Jack. Und mit ihrem Tod haben seine Probleme erst richtig begonnen.

Loomis' Ermittlungen enthüllen pikante Geheimnisse. Schnell wird klar, dass Jack Dorian mehr weiß, als er offenbart. Doch hat er auch einen kaltblütigen Mord auf dem Gewissen?

Weitere Stand-alone-Krimis von Tess Gerritsen:
»Gute Nacht, Peggy Sue«
»Kalte Herzen«
»Roter Engel«
»Trügerische Ruhe«
»In der Schwebe«
»Leichenraub«
»Totenlied«
»Das Schattenhaus«

Kriminetz-Rezensionen

Ein gelungenes Werk!

Ich bin ja ein großer Fan der Rizzoli-und-Isles-Reihe von Tess Gerritsen. Da ich schon länger nichts mehr von der Autorin gelesen habe, haben mich das Cover und der Klappentext von »Die Studentin« sofort angesprochen. Zusammen mit Gary Braver ist das gelungene Werk am 26. Juli 21 im Limes-Verlag erschienen.

Mir hat der Inhalt des Kriminalromans unheimlich gut gefallen, denn das Buch habe ich an zwei Abende durchgelesen. Der flüssige, atmosphärische und klare Schreibstil hat mich zügig eine Seite nach der anderen lesen lassen. Er ist authentisch und auch bildlich konnte ich die Handlung während des Lesens sehr gut mitverfolgen. Es wird nicht nur in der Gegenwart geschrieben, wo Detective Frankie Loomis den angeblichen Selbstmord der Studentin Taryn Moore aufklärt. Ich konnte sie bei ihren gründlichen Ermittlungen begleiten und dank der Rückblicke aus der Vergangenheit – einige Wochen vor Taryns Tod – konnte ich Taryn kennenlernen. Ihre Gedanken und ihr Verhalten kamen Stück für Stück ans Licht, wo sie sich von einer äußerst besitzergreifenden und rachsüchtigen Seite zeigt. Da sich diese Zeitsprünge als Abschnitte in »Davor« (wie sich Taryns Verhältnis zum Englischprofessor Jack Dorian aufbaut) und »Danach« (Gründliche Ermittlungen nach Taryns Tod durch Loomis und ihren Partner) abwechseln, konnte ich mit der Zeit alle Protagonisten besser kennenlernen. Unklarheiten und Fragen wurden nach und nach aufgelöst, sodass mich am Ende ein gut durchdachtes und stimmiges Finale erwartet hat. Natürlich geben die Autoren hier einiges zum Miträtseln mit an die Hand, aber dieses unerwartete und überraschende Ende habe ich so nicht kommen sehen. Dieser Überraschungseffekt hat mir auf jeden Fall sehr gut gefallen.

Die Kapitel wechseln aus der Sicht von Frankie Loomis, Taryn Moore und Jack Dorian. Besonders ab der Mitte erfährt man mehr über Jacks Charakter, besonders seine Gedanken werden ausführlicher beschrieben. Dass er nach dem Tod von Taryn im Fokus der Ermittlungen steht, macht ihm schwer zu schaffen. Denn die Ermittler bekommen nicht nur die Affäre heraus, auch seine Ehe steht auf dem Spiel. Denn Taryn hat ein Geheimnis mit in den Tod genommen, was Jack in den Fokus der Ermittlungen treibt. Obwohl hier mehrere Menschen ein Tatmotiv hätten, fand ich es spannend, mitzuspekulieren.

Obwohl der Inhalt nicht ohne Klischees verläuft, wenn es um Liebeleien zwischen Professor und Studentin geht, wurde diese Geschichte gut umgesetzt. Taryns dunkle Seite bringt Spannung ins Spiel, die Entwicklung zwischen den beiden geht leicht in Richtung Psychothriller. Ich habe ein gutes Bild von ihrem Charakter bekommen, der bei mir keine Sympathiepunkte gewinnen konnte. Sie ist schlau und ihre Stärken liegen in der Literatur. In Jacks Literaturseminar über »Liebende unterm bösen Stern« argumentiert sie leidenschaftlich für die hintergangenen Romanheldinnen, sodass sie sie sehr schnell als Vorbilder anerkennt. Die Atmosphäre zu ihren Lebzeiten ist düster und aufwühlend, was sich nach ihrem Ableben auch nicht ändert. Jacks Angst vor den Enthüllungen wurde gut wiedergegeben, sowohl vor und nach Taryns Tod. Die dramatische Entwicklung hat mich in den Bann gezogen. Denn mit der Zeit entwickelt sich ein Sog, dem ich mich schwer entziehen konnte.

Detective Frankie Loomi hat mir als leitende Ermittlerin sehr gefallen. Sie arbeitet gründlich und fair. Ihre Art ist professionell, trotzdem ist sie nicht gefühlskalt. Details aus Ihrem Privatleben und die Sorgen um ihre Zwillinge hat sie authentisch und sympathisch rübergebracht. Auch am Ende hat sie mich noch einmal beeindruckt. Die privaten Inhalte haben neben der spannenden und dramatischen Liebesgeschichte für Abwechslung gesorgt.

Somit hat mir die Geschichte mit einem guten Plot unterhaltsame Lesestunden beschert, auch wenn die Handlung im ruhigen Bereich spielt. »Die Studentin« handelt von Obsession, Versuchung und menschliche Schwächen. Ein Kriminalroman, der mir hervorragend gefallen hat. Die Zusammenarbeit der beiden Autoren hat sich meiner Meinung nach auf jeden Fall sehr gelohnt.

Vorhersehbar und klischeehaft

Die junge Studentin Taryn Moore begeht Selbstmord. Detective Frankie Loomis stellt sich aber die Frage, warum eine junge, attraktive, schlaue Frau sich umbringen sollte. Und die allergrößte Frage ist auch – wo ist ihr Handy? Junge Leute kleben doch daran. Loomis spürt, dass mehr dahinter steckt als ein gewöhnlicher Selbstmord. Hat jemand das Handy verschwinden lassen, um Spuren zu vertuschen. Irgendjemand muss ein Interesse daran gehabt haben, dass Taryn stirbt.

Ich habe schon viel Gutes von der Autorin und ihren Büchern gehört. Doch dieses Buch konnte mich nicht kicken. Die erhoffte Spannung blieb aus und Pageturner ist was anderes. Krimi geht für mich anders.

Zu Beginn fand ich es recht verwirrend geschrieben. Ich musste die Sätze mehrmals lesen, um die Familienkonstellation Maggie, Jack und Charlie zu verstehen. Es war nicht sofort klar, wer zu wem in welcher Beziehung steht. Als Leser wurde man einfach so hinzugeworfen, ohne eine schlüssige Information über die Protagonisten zu bekommen.

Die Story wird aus zwei Perspektiven (»Davor« & »Danach«) erzählt. Man könnte meinen, es wird dadurch abwechslungsreich und spannend, aber nein, es war eher ein Spannungskiller. Im »Danach« ermittelt Detektive Loomis und ihr Partner, wie es zu dem Selbstmord gekommen sein könnte. Und als wenn man was überlesen haben könnte, liest man im »Davor«alles nochmal aus Taryns Perspektive und in anderen Worten, was man zuvor im »Danach« bei den Ermittlern gelesen hat. Zudem lernt man Taryn und ihre Charaktereigenschaften in dieser Perspektive kennen.

Taryn war mir alles andere als sympathisch. Nach einer gewissen Zeit hab ich einen Hass auf sie entwickelt und ich war regelrecht genervt von ihr. Bei Jack ging es mir nicht viel anders. Den habe ich überhaupt nicht verstanden. Allgemein bin ich mit den Protagonisten nicht wirklich warm geworden.

Dazu kam noch, dass die Story an sich sehr viel auf die Klischees Studentin / Dozent gebaut hat. Ich möchte es nicht näher ausführen, da ich sonst spoilern würde.

Erst im allerletzten Abschnitt wurde es noch richtig spannend. Hier gab es dann auch noch einige Überraschungen und unerwartete Wendungen. Vorher war es immer recht vorhersehbar, was nun als Nächstes geschieht. Aber bis zum Schluss habe ich geschwankt, wer denn nun hinter der Tat steckt.

Mein Fazit:
Wirklich begeistern konnte mich der Krimi leider nicht. Die erhoffte Spannung blieb aus und durch die nervigen Protagonisten komme ich über 2,5 Sterne für dieses Buch leider nicht hinaus. Wer sich versuchen möchte, kann es gerne tun, aber eine klare Leseempfehlung gibt es leider nicht von mir.

Liebende unter einem bösen Stern

Als die Studentin Taryn tot aufgefunden wird, weist alles auf Selbstmord hin, doch Detektive Frankie Loomis fandet sehr schnell einige Ungereimtheiten, die sie an der Todesursache zweifeln lässt.

Das Buch ist durch einen angenehmen Schreibstil schnell durchgelesen. Durch wechselnde Perspektiven zwischen Davor und Danach wird Spannung aufgebaut und der Leser bekommt nach und nach Einblicke in das Leben und die Gedanken von der 22-jährigen Studentin Taryn. Mit ihr haben die Autoren einen Charakter geschaffen, der keine Sympathien aufkommen lässt, aber wahrscheinlich war das so gewollt.

Das Thema Obsession bzw. Liebe zwischen Professor und Studentin ist leider nicht neu und durch die nervige Protagonistin konnte mich das Ganze nicht fesseln.

Tess Gerritsens Reihe mit Rizzoli und Isles habe ich verschlungen, doch »Die Studentin« war mir zu vorhersehbar und klischeehaft und konnte mich leider nicht überzeugen.