Das stumme Kind

Thriller
Buch
Taschenbuch, 384 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3404169883

ISBN-13: 

9783404169887

Erscheinungsdatum: 

15.08.2014

Preis: 

8,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 529.042
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3404169883

Beschreibung von Bücher.de: 

In einem kleinen Dorf in der Lüneburger Heide kommen der Kinderarzt Andreas Joost und der Rechtsanwalt Thomas Wilke auf grauenhafte Weise ums Leben. Rasch ist klar, es gibt eine Verbindung zwischen den beiden Männern: Joosts Tochter Anna, ein autistisches Mädchen, das noch nie ein Wort gesprochen hat. Das Geheimnis, das die Beteiligten miteinander verbindet, führt tief in menschliche Abgründe. Und die Zeit zur Aufklärung des Falles drängt - denn der Täter hat bereits sein nächstes Opfer ins Visier genommen ...

Kriminetz-Rezensionen

Das stumme Kind

Ich habe selten so einen guten Thriller gelesen. Ich muß sagen, dass ich dieses Buch in kürzester Zeit ausgelesen habe, da ich vor lauter Spannung nicht mehr aufhören konnte.

Ein Kinderarzt und ein Rechtsanwalt werden bestialisch ermordet. Besonders die Genitalien der beiden Männer waren furchtbar zugerichtet. Es scheint sich um einen Sexualmord zu handeln und um einen Serientäter. Kommissar Degenhardt muß in beiden Fällen ermitteln, ihm steht aber eine taffe Praktikanten zur Verfügung.

Inzwischen ist aber auch die 13jährige Anna, eine Autistin, verschwunden. Sie ist die Tochter des Kinderarztes Joost. Hat Sie den Mord an ihrem Vater miterlebt? Sie wird vollkommen verstört in der Heide aufgegriffen. Und dann stellt sich noch heraus, dass weder der Anwalt noch der Arzt unbescholtene Bürger sind.

Die Ermittlungen laufen, man kommt aber nicht so recht weiter. Dann führt ein zweiter Erzählstrang nach London. Dort lebt die nierenkranke Alexa Jäher, die zur Dialyse muß. Es scheint alles irgendwie zusammenzuhängen, aber der Leser kommt auf eine falsche Spur, was ja das Buch noch spannender macht.

Und mehrmals fällt er Begriff „Eisengel“. Schon der Prolog beginnt am Anfang, dass Kinderarzt Joost bedauert, je den Eisengel kennengelernt zu haben. Das ganze Buch hindurch werden auch menschliche Schwächen dargestellt, man kommt bis an seine Grenzen.

Es ist ein einzigartiger Debütkrimi, wir werden von dem Autor bestimmt noch viel hören. Der Schluß ist so dramatisch. Nie hätte ich mit so einem Ende gerechnet. Das Mordmotiv hat den Leser anfangs wirklich total in die Irre geführt. Was außerdem noch zu erwähnen ist, ist die Tatsache, dass der Autor sehr auf das Thema Autismus eingegangen ist. Man konnte folglich spüren und fühlen, wie diese Menschen in sich zurückziehen.

Alles in allem ein Thriller, der zu empfehlen ist und wirklich Spannung bis zur allerletzten Seite hat. Ich hoffe, bald wieder etwas von dem Autor zu hören.

Morde mit langer Vergangenheit

Der Kinderarzt Andreas Joost wird auf grausame Weise ermordet. Musste seine autistische Tochter Anna alles mit ansehen? Das Mädchen, das noch nie gesprochen hat, ist seit dieser Tat verschwunden. Oder hat seine Frau etwas mit dem Mord zu tun? Sie hatte einen neuen Freund und wollte unbedingt die Scheidung. Auch der Freund und Anwalt von Andreas Josst wird ermordet, der Anwalt Thomas Wilke.

Hauptkommissar Degenhardt und die Polizeianwärterin Jana Liebisch ermitteln in diesem Fall. Werden sie es schaffen, den Täter von weiteren Morden abzuhalten und das Motiv für diese grausamen Morde finden

Der Krimi geht gleich mit den brutalen Morden los, so ist er von Anfang an spannend. Der Hauptkommissar Degenhardt war für mich ein typischer Kommissar: erfahren, besonnen und mit jeder Menge privaten Problemen. Seine Praktikantin Jana Liebisch ist unerfahren, jung und betrachtet die Ermittlung auch mal von einer anderen Seite. Irritiert hat mich, dass Jana ihre Oma in England besucht und dabei gleich weiter ermittelt. Natürlich gerät sie in Schwierigkeiten.

Anfangs wird dem Leser viel über die Polizeiarbeit und den Ermittlungsvorgängen erklärt, das war sehr umfangreich, aber auch interessant. Leider werden später keine Erklärungen mehr abgegeben.

Interessant wird das Lesen durch Perspektivenwechsel, Briefausschnitte, Sms oder Emails, die mir als Leser zusätzliche Informationen geben, die aber nicht immer wichtig für den Fall sind.

Ein lesenswerter Krimi.