Cover von: Die Stunde des Opfers
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Die Stunde des Opfers

Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 336 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3492311342

ISBN-13: 

9783492311342

Erscheinungsdatum: 

01.06.2018

Preis: 

10,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 412.145
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3492311342

Beschreibung von Bücher.de: 

Rebekkas Leben gerät völlig aus den Fugen: Zuerst verschwindet Jamal, ihr Lebensgefährte, dann stellt sich heraus, dass er unter falscher Identität bei ihr gelebt hat. Und auf ihrer Terrasse findet sie die schrecklich zugerichtete Leiche einer Obdachlosen - der Beginn einer grausamen Mordserie. Jamal schickt ihr geheimnisvolle Botschaften, und die Polizei ist überzeugt, dass er der Täter ist. Doch Rebekka kann das nicht glauben ....

Kriminetz-Rezensionen

Hass entstanden aus einer verletzten Seele

"Der Hass hat seine Kristallisation; sobald man hoffen kann, sich zu rächen, fängt man wieder an zu hassen." (Henri Stendhal)

Rebekka Windmöller, alleinerziehende Mutter der 2-jährigen Amelie, könnte glücklicher nicht sein. Vor kurzem hat sie den Biologen Dr. Jamal Aziz kennen und lieben gelernt. Gegen die Ratschläge ihrer Schwester Hedda lässt sie ihn bei sich einziehen. Doch dann hat sie eine Art Tagtraum bei der Arbeit, wie sie es schon damals bei ihrer Mutter hatte, als danach was passiert war. Schnell eilt sie nach Hause: Von Jamal, der eigentlich auf Amelie aufpassen sollte, und von Amelie selbst fehlt jede Spur. Als sie kurz darauf einen Anruf ihrer Schwester erhält, das Amelie bei ihr ist, ist sie sichtlich erleichtert. Aber was ist mit Jamal, der eigentlich Amelie abholen hätte sollen? Immer suspekter wird es, als ihre Tochter am nächsten Tag eine Obdachlose tot auf ihrer Terrasse findet. Diese wurde über längere Zeit brutal misshandelt, gefoltert und mit einem Genickschuss getötet. Danach wurden Augen, Mund und Ohren mit Klebstoff verschlossen wie bei den drei weisen Affen. Ist dies ein Hinweis, dass sie etwas mitbekommen hat, und das soll nicht gesehen, gesagt und gehört werden? Kommissar Adrian Sandersberg, erst seit kurzem in Oldenburg, übernimmt den Fall zusammen mit einem sehr eigenwilligen Team. Als kurz darauf ein weiterer Toter mit denselben Anzeichen gefunden wird, geht Adrian von einem Serientäter aus. Hat der verschwundene Jamal etwas mit diesen Morden zu tun? Als Rebekka mysteriöse SMS bekommt, macht sich Sandersberg auch um ihr Leben ernsthafte Sorgen.

Meine Meinung:
Ich kenne die Autorin bisher nur von ihren Krimis als Barbara Wendelken. Doch ich muss sagen, mit diesem Krimi, als Anna Carls, konnte sie mich fast noch mehr überzeugen. Das düstere, unheimliche Cover und vor allem der Klappentext haben mich neugierig gemacht. Ich bereue es auch nicht, auf dieses Buch aufmerksam geworden zu sein, denn es hat mich von Anfang bis Ende in den Bann gezogen. In diesem hoch psychologischen Kriminalfall konnte ich einmal mehr wieder mitraten und auf Tätersuche gehen. Ich kam mir manchmal vor wie in einem Labyrinth, wenn ich einen Verdacht hatte, musste ich diesen wenig später wieder revidieren. Eingeteilt nicht in Kapitel, sondern Tage verfolgen wir die Suche nach einem Serientäter. Der Schreibstil ist sehr gut, spannend, geradezu fesselnd, so dass ich das Buch kaum mehr weglegen konnte. Die Autorin lässt ihre Opfer jetzt nicht detailliert und blutig bis zum Ende leiden, aber sie geht schon intensiv auf die Eigenarten des Täters ein. Der Plot allein ist schon durch seinen psychologischen Aspekt des Serientäters und dessen Vergangenheit außerordentlich interessant. Die Charaktere sind mir anfänglich recht unsympathisch bis auf Rebekka. Sie werden zwar im Laufe der Geschichte teils etwas einfühlsamer, allerdings haben fast alle ihre Eigenarten. Allen voran das Team von Adrian Sandersberg, das aus der transsexuellen Polizistin Diana und Kaatje, einer jungen, unerfahrenen Kripobeamtin, besteht. Einzelgänger Adrian Sandersberg selbst empfand ich als ein ziemliches Ekel, launisch und arrogant, der erst gegen Ende etwas sympathischer wurde. Während ich Rebekka als sehr akribisch im Job und fürsorglich bei Amelie empfunden habe, war sie für mich eher naiv und leichtgläubig was ihre Partner anbelangt. Sicher hätte man alle Charaktere noch etwas mehr vertiefen können, aber im Anbetracht der Kürze und des Falls war das kaum möglich. Anna Carls Debüt ist für mich ein absolut gelungener Kriminalfall, den ich nur jedem empfehlen kann und der von mir 4 1/2 von 5 Sternen bekommt.

Gut gelungener Krimi

Buchrückseite:
Rebekkas Leben gerät völlig aus den Fugen: zuerst verschwindet Jamal,ihr Lebensgefährte, dann stellt sich heraus,dass er unter falscher Identität bei ihr gelebt hat.Und auf ihrer Terrasse findet sie die schrecklich zugerichtete Leiche einer Obdachlosen-der Beginn einer grausamen Mordserie. Jamal schickt ihr geheimnisvolle Botschaften, und die Polizei ist überzeugt, dass er der Täter ist.
Doch Rebekka kann das nicht glauben....

Meine Meinung:
Der Krimi hat mich sehr gut unterhalten, er war spannend un ich konnte so richtig schön mit rätseln wer's denn nun war.

Rebekka konnte ich so manchmal zwar nicht verstehen und hin und wieder nervte sie ein bisschen mit ihrer Naivität.
Dagegen hat mir Hauptkommissar Adrian Sandersfeld mit seiner teilweise groben rauen Art sehr gut gefallen.

Anfang's fragte ich mich oft wie wo was,aber mit der Zeit fügt sich das Puzzle zusammen. Die Autorin schafft es auch das bei mir nicht einmal Langeweile aufkam beim lesen.

Leider hat mir am Ende dann doch ein bisschen mehr Einblick in das Leben des Täters gefehlt. Das ist aber auch schon der einzige Kritikpunkt.

Fazit:
Gut gelungener Krimi!!!