Cover von: Unter dem Sturm
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Unter dem Sturm

Kriminalroman
Buch
Gebundene Ausgabe, 448 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3498001604

ISBN-13: 

9783498001605

Auflage: 

1 (20.07.2021)

Preis: 

22,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3498001604

Beschreibung von Bücher.de: 

Die Nummer 1 aus Schweden!

In einer kalten Novembernacht 1994 wird im kleinen südschwedischen Marbäck die Leiche einer jungen Frau gefunden. Alles weist auf ein Verbrechen hin, und ein Täter ist schnell ausgemacht: Edvard Christensson unterhielt eine Beziehung mit ihr; wie sein Vater ist er berüchtigt für einen aufbrausenden Charakter.

Edvard wird verurteilt, und der Frieden kehrt ins Dorf zurück. Nur nicht für Edvards siebenjährigen Neffen Isak, der Edvard vergöttert hat. Isak ist besessen von der Vorstellung, dass er den Keim des Bösen in sich trägt, wie sein Onkel, wie sein Großvater.

Zehn Jahre später sitzt Isak nach einem Diebstahl vor Vidar, der als junger Polizist bei der Verhaftung von Edvard half. Und je mehr Vidar sich zurückerinnert, desto größer werden seine Zweifel an den Ermittlungen damals. Und dann verschwindet Isak. Vidar macht sich auf die Suche. Nach dem Jungen und nach der Antwort auf die Frage, was in jener Novembernacht wirklich geschah.

Kriminetz-Rezensionen

Düster-melancholisch

Als in einer kalten Novembernacht 1994 im kleinen südschwedischen Marbäck der Hof der Familie Markström brennt und darin die Leiche der jungen Lovisa Markström gefunden wird, weist alles auf ein Verbrechen hin. Der Täter ist sowohl für die Polizei als auch für die Dorfbewohner schnell ausgemacht: Edvard Christensson war mit Lovisa befreundet und er ist, wie schon sein Vater, berühmt-berüchtigt für seinen aufbrausenden Charakter. Zudem wird Edvard in der Nacht des Feuers mit Brandwunden im nahegelegenen Wald verletzt aufgefunden.

Edvard wird verurteilt, doch sowohl sein Neffe Isak, für den Edvard ein Vaterersatz und eine Art bester Freund war, als auch für den jungen Polizisten Vidar, bleiben Zweifel an Edvards Schuld bestehen.

Bei Isak verfestigt sich während seiner Kindheit und Jugend die Vorstellung, dass er den Keim des Bösen in sich trägt, wie sein Onkel Edvard und wie auch schon sein Großvater, und so gerät er immer wieder in Schwierigkeiten. Mit 18 sitzt er dann wegen Diebstahls vor dem Polizisten Vidar, der sich durch Isak an Edvards Verhaftung zurückerinnert. Aufgrund seiner nun wieder erwachenden Zweifel rollt er den Fall erneut auf und stößt auf einige Ungereimtheiten.

Der Kriminalroman ist geprägt durch eine eher düster-melancholische Grundstimmung. Sowohl Vidar als auch Isak sind keine lebensfrohen oder glücklichen Figuren. Erinnerungen, Schuldgefühle, Unausgesprochenes verstärken die triste Atmosphäre, was gelegentlich auf Kosten der Spannung geht. Allerdings ist die Handlung geschickt angelegt, zwei Zeitsprünge, einmal 9 Jahre später, einmal 12 Jahre später, lassen den Leser Isaks und auch Vidars Leben mit allen Höhen und Tiefen mitverfolgen. So zieht sich auch der eigentliche Fall über Jahrzehnte, bis er endgültig aufgeklärt werden kann.

»Unter dem Sturm« ist eher ein nachdenklicher, melancholischer Kriminalroman, der den Leser durch die menschlichen Fehler der Beteiligten bewegt.

Unscheinbar

Das Cover verrät zunächst gar nichts und ist relativ Unscheinbar gehalten. Es könnte auch ein Sachbuch sein aber der Titel »Unter dem Sturm«, lässt sich auch nicht mit dem Cover in Verbindung verbringen. Und doch am Ende war ich alles andere als enttäuscht …

Südschweden 1994. Nach einem Brand, bei dem auch der junge Polizist Vidar seine Hilfe anbietet, wird zu einem späteren Zeitpunkt der Leichnam einer jungen Frau entdeckt, die aber anscheinend bereits vor dem Brand totgeschlagen wurde. Doch die Indizien und auch die Spuren zeigen klar auf einen Mann, von dem man so etwas erwarten würde, doch ist dem wirklich so …?

Ein kleines Dorf, in dem jeder jeden kennt und dann passiert eine schreckliche Tat und alle Vorurteile der Bewohner scheinen ja auch zu treffen, doch unabhängig der Tat, ist jeder schnell dabei, den Fall gedanklich abzuschließen und der vermeintliche Täter wird weggesperrt. Niemand macht sich weitere Gedanken, ob und welche Auswirkungen das auf das Leben der gesamten betroffenen Familie hat, die weiter ausgegrenzt wird und vor allem des kleinen 9-jährigen Isac, der mit seinem Onkel jeden Sonntag die Welt entdeckt hat. Der ganze Fall erscheint mir sehr realistisch und vor allen sind die Darsteller auch wirklich authentisch mit Ihren Sorgen und Befürchtungen.

Der Schreibstil ist sehr gelungen. Da dieser Roman an sich kein Thriller ist und das Tempo eher gemächlich, besteht die Kunst darin, eine Geschichte zu erzählen, die in keinem Fall langweilig ist und trotzdem einen bleibenden Eindruck hinterlässt.

Auch die zeitlichen Sprünge von 1994 nach 2004 und schlussendlich nach 2017 erlauben viel Spielraum für die handelnden Personen und Ihre Entwicklung. Isac als 9-Jähriger, Isac mit 18 und Isac als 30-Jähriger und was dazwischen alles passiert ist. Genial gemacht! Den Autor kannte ich noch gar nicht und werde sicherlich auf Entdeckungstour gehen.

Für mich eine klare Empfehlung als Kriminalroman. Es ist zwar wie immer eine eher düstere Stimmung bei einem schwedischen Krimi, aber das Tempo ist nicht hoch und hier liegt der Schwerpunkt eher darauf, wie die Geschichte erzählt wird, als das spektakulär ein Spannungshöhepunkt nach dem anderen folgt.

Für mich 4 sehr gute Sterne!

Das Vermächtnis eines Mordes

Leise, unaufgeregt, aber eindringlich wird die Geschichte des Mordes an der jungen Lovisa erzählt. Sie wurde beim Brand ihres Hofes tot aufgefunden. Aber sie starb vor dem Feuer. Ihr Freund Edvard ist schnell als Täter entlarvt, denn die Beziehung war nicht einfach und Edvard scheint gewalttätig zu sein.

Nach seiner Verurteilung ändert sich das Leben für fast alle im Dorf. Sein kleiner Neffe Isak liebte seinen Onkel fast abgöttisch und dessen Tat beeinflusst ihn in ungeahnter Weise. Er hinterfragt sein Dasein, seine Entwicklung, sein späteres Leben als Erwachsener. Nichts ist mehr so wie es scheint, und auch nach zehn Jahren ist noch vieles unklar. Bis selbst Vidar, der Polizist von damals, zweifelt und die Ermittlungen wieder aufnimmt.

Die Geschichte lebt von ihren Rückblicken, den Momenten der Erkenntnis, von Schuld, Sühne und auftauchenden Erinnerungen. Eine intensive Erzählung, die fasziniert.

Mehr Familiendrama als Krimi

Im Mittelpunkt der Geschichte steht ein Mord, der in dem kleinen schwedischen Dorf Marbäck im Jahr 1994 passiert. Eine junge Frau wurde in einem völlig abgebrannten Haus gefunden, der Täter schnell dingfest gemacht und verurteilt, obwohl er seine Unschuld immer beteuerte. Für die Polizei und auch die Menschen in der Umgebung schien es aber von Anfang an festzustehen, dass Edvard Christensson, der mit Lovisa befreundet war, der Täter ist.

Lediglich sein 7-jähriger Neffe Isak und der junge Polizist Vidar zweifeln an seiner Schuld.

Für Isak bricht die Welt ein Stückchen zusammen, hat er doch seinen Onkel sehr verehrt. Er fragt sich, ob er auch etwas Böses in sich trägt.

Die Geschichte wechselt dann ins Jahr 2004, in dem sich Vidar und Isak erneut begegnen, bei beiden sind die Zweifel nicht beseitigt.

Dann ein weiterer Zeitsprung ins Jahr 2017, Isak ist verschwunden und Vidar, der inzwischen nicht mehr als Polizist arbeitet, begibt sich auf die Suche und versucht gleichzeitig zu ergründen, was damals in der Novembernacht wirklich geschah.

Der Autor nimmt sich sehr viel Zeit, die Geschichte zu erzählen. Er zeichnet ein genaues Bild der Gesellschaft und betrachtet den Umgang der Menschen untereinander. Seine Personenbeschreibungen sind so gut, dass man ein genaues Bild vor Augen hat. Ebenso wird eine düstere Atmosphäre vermittelt, wie man sie in vielen Schweden Krimis findet. Obwohl sich eine gewisse Grundspannung durch das gesamte Buch zog, gab es immer wieder einige Längen, die das Lesen erschwerten.

Zum Schluss nahm das Buch dann noch einmal richtig Fahrt auf und es kam zu einer teilweise unerwarteten Wendung.

Fazit:
Das Buch ist für Leser, die einen actionreichen Krimi erwarten, nicht geeignet. Wenn man jedoch gerne etwas in die Tiefe geht und die psychologischen Aspekte zu schätzen weiß, ist man mit diesem Buch gut bedient. Allerdings würde ich es eher als Familiendrama denn als Krimi einordnen.

Düsterer Schweden-Krimi

Die junge Lovisa kommt auf grausame Weise ums Leben und ihre Leiche wird in ihrem abgebrannten Zuhause gefunden. Ein mutmaßlicher Mörder wird schnell gefunden und verurteilt. Jahre später kommen dem damaligen Polizisten Vidar Jörgensen Bedenken an der Schuld des Verurteilten, auch deren Neffe Isaak, psychisch durch die Verurteilung seines Onkels gezeichnet, zweifelt an der Darstellung des Tathergangs.

Der Autor lässt in seinem Krimi eine düstere und bedrückende Atmosphäre entstehen. Durch das Springen zwischen den Zeitebenen könnte eine gute Spannung erzeugt werden, für mich waren manche Passagen allerdings zu langatmig.

Die Charaktere waren durchweg negativ eingestellt und haben nicht viel aus ihrem Leben gemacht. So konnte ich sie nicht an mich heranlassen.

Die Dorfbewohner haben mit Edvard sofort einen Schuldigen gefunden und die Polizei glänzte hier nicht sehr mit ihrer Ermittlungsarbeit, sondern hat die Anschuldigungen gern übernommen. Das Hauptaugenmerk lag bei diesem Krimi eher auf der Familiengeschichte.

Auch der Schluss war etwas zäh und irgendwie keine Überraschung. Schade, die Story fand ich sehr interessant, aber die Umsetzung hat mich nicht überzeugt.

Es fehlte die Spannung

Ich lese sehr gerne skandinavische Krimis und Thriller. Aus diesem Grunde wurde ich durch den Klappentext und die vielen positiven Stimmen aus Schweden angefixt, das Buch lesen zu wollen.

Der Roman spielt auf drei Zeitebenen – 1994, 2004 und 2017.

Es beginnt mit dem Brand des Markström-Hauses, dem Fund der Leiche von Lovisa, der Beschuldigung und Verhaftung von Edvard. Gleich zu Beginn kristallisieren sich Edvards Neffe Isak und Vidar, der Polizist, als Hauptfiguren heraus. Soweit so gut. Als Leser ahnt man, dass es Edvard bestimmt nicht war und die Eltern die ganze Angelegenheit von Isak fernhalten wollen. Die Familie Edvards neigte zu Gewalt und deshalb steht die Frage im Raum, ob böse Gene vererbbar sind.

Leider hat mich die Geschichte überhaupt nicht gepackt, sie hatte selbst für einen Kriminalroman keinerlei Spannung, die Figuren kamen mir nicht nahe und die Atmosphäre war nur düster, melancholisch und erdrückend. Mich hat das Buch schlussendlich sehr enttäuscht zurückgelassen.

Das Cover finde ich zum Buch passend und das meine ich jetzt positiv, genauso ein Lesebändchen samt der ganzen Aufmachung.

Es ist gut, dass die Geschmäcker unterschiedlich sind, mein Fall war das Buch nicht. Ich werde kein weiteres Buch des Autors lesen.