Cover von: Süß ist der Tod
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Süß ist der Tod

Roman
Buch
Broschiert, 317 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3839214866

ISBN-13: 

9783839214862

Auflage: 

1 (05.02.2014)

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 1.773.647
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3839214866

Beschreibung von Bücher.de: 

Eigentlich sollte die Journalistin Constanze Freitag den Inhaber eines Steuerberatungsbüros nur interviewen, doch Dietmar Molitor stirbt gleich im Anschluss an ihr Gespräch an einer vergifteten Praline. Aus dem Unternehmerporträt wird ein Ermittlungsauftrag. Die Liste der Verdächtigen ist lang. Während Constanze und die Polizei noch im Dunkeln tappen, geschieht ein zweiter Mord. Und dann nimmt der Fall eine überraschende Wendung ...

Kriminetz-Rezensionen

Detektivin wider Willen im Pfälzerwald

Constanze Freitag wohnt in Kaiserslautern, arbeitet als Kolumnenschreiberin für mehrere Zeitschriften und als Journalistin für die Kaiserslauterer Morgenpost. Ihr Arbeitgeber Mike Schmitz hat für seine Zeitung eine neue Idee. Constanze soll für die Kaiserslauterer Morgenpost Unternehmensporträts anfertigen und wird daher gleich zu ihrem ersten Auftrag geschickt. Sie soll den Steuerberater des erfolgreichen Steuerbüros Molitor und Sohn interviewen.

Das Interview verläuft sehr entspannt, auch wenn sich Constanze insgeheim ärgert, dass Molitor Senior zwar eine große Schale mit belgischen Pralinen auf dem Tisch stehen hat, sich aber ausschließlich selbst davon bedient und Constanze nichts davon anbietet.

Gerade als Constanze nach dem erfolgreichen Interview das Gebäude verlassen will, bricht Molitor Senior tot zusammen. Offensichtlich war eine der Pralinen vergiftet.

Ehe Constanze es sich versieht, steckt sie mitten in einem Mordfall und soll nicht zuletzt auf Anweisung ihres Chefs als Ermittlerin an der Aufklärung mitwirken.

Das Buch ist eine interessante Form eines Frauenkrimis. Neben dem eigentlich Mordfall, den man zusammen mit Constanze lösen darf, erhält man auch noch einen Einblick in Constanzes andere Arbeit – dem Kolumnenschreiben. Immer wieder sind Kolumnentexte abgedruckt, die Constanze im Laufe der Geschichte geschrieben hat. Auch wirkt Constanze sehr natürlich, plastisch und authentisch. Der Leser nimmt Teil an ihrem turbulenten Leben. Denn neben dem Schreiben und Ermitteln, hat Constanze noch eine Familie zu versorgen.

So macht sich Constanze Gedanken um ihre mitten in der Pubertät steckende Tochter, die plötzlich schwer verliebt ist. Ihr Mann Olaf befindet sich seit längerem zu Ausgrabungszwecken der Uni Kaiserslautern in Ägypten und sie können nur per Email Kontakt halten.

Zwar erhält sie Unterstützung von ihrer Tante Doro, in deren Haus sie wohnen, aber auch ihre Tante geht immer mal wieder eigene Wege.

Der Roman führt den Leser zunächst auf die falsche Fährte. Denkt man noch zu Beginn, dass der Mordfall hinsichtlich des Täters und des Motivs eindeutig ist, wird man schnell eines Besseren belehrt.

Ein wenig schwierig fand ich, die Vielzahl an Namen zu sortieren. Der Roman ist nicht ausschließlich aus der Sicht von Constanze geschrieben, sondern praktisch jeder kommt mal zu Wort. Das macht das Ganze ein wenig unübersichtlich, zumindest so lange, wie man die ganzen Protagonisten noch nicht so gut kennt. Ein kurzes Personenregister mit den Namen und der Zugehörigkeit wäre an dieser Stelle sehr hilfreich gewesen. So wurde – gerade zu Beginn – der Lesefluss immer ein wenig ausgebremst, da man erst einmal nachdenken oder –lesen musste, um wen es sich eigentlich im nächsten Abschnitt geht.

Mit der Zeit konnte ich die Personen unterscheiden und der Lesefluss wurde durch die kurzen Abschnitte noch weiter gefördert.

Fazit:
Der Mix aus Krimi, dem persönlichen Leben von Constanze und die abwechslungsreichen Kolumnen, sowie die überraschende Wendung des Falls, machen das Buch zu etwas besonderem.