Cover von: Tainted Love

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Tainted Love

Kriminalroman
Buch
Gebundene Ausgabe, 224 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3691310109

ISBN-13: 

9783691310108

Auflage: 

1 (30.03.2026)

Preis: 

22,00 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 97.693
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3691310109

Beschreibung: 

Sommer 1986 im nordhessischen Zonenrandgebiet. Die Luft flirrt vor Hitze, der Wald stirbt leise. Die Region ist ein verwunschenes Idyll, in dem Dörfer Märchennamen tragen und die Grenze zur DDR das Ende der Welt markiert.

Hier leben Martin Ritter, Bibliothekar mit einem Faible fürs Fotografieren, und seine Freundin Christine Lehmann, eine scharfsichtige Journalistin. Sie sind Suchende, die sich in einer schrecklichen Nacht, in der ein kleines Mädchen verschwand, kennen- und lieben lernten.

Jetzt bringt die Sonne, die seit Wochen auf die Wälder niederbrennt, in einem See einen luxuriösen Wagen ans Licht. Wer hat ihn versenkt? Was ist mit dem Fahrer geschehen? Martin und Christine suchen Antworten – und stoßen auf dunkle Zeichen von Liebe und Mord.

Kriminetz-Rezensionen

Cosy Crime goes 80er - Retrocharme mit ein wenig Krimi

Wer damals dabei war, wird den Sound sofort wieder spüren: Tainted Love. Genau diesen Titel hat nun Vincent Tal für seinen Kriminalroman und Reihenauftakt ausgesucht, der in den 80ern spielt. Im Nordhessischen Zonenrandgebiet begegnen wir dem Bibliothekar Martin Ritter und seiner Freundin Christine Lehmann, einer Journalistin der örtlichen Lokalredaktion. Die beiden werden im heißen Sommer des Jahres 1986 mit einem Verbrechen konfrontiert, welches einige Jahre zurückliegt.

Nach einem gelungenen Intro habe ich das Gefühl, wieder in den 80ern angekommen zu sein. Die Atmosphäre ist stimmig, der Sommer heiß und natürlich läuft Tainted Love im Radio. Der lockere Schreibstil passt zum Summerfeeling. Hier liegt die große Stärke des Buches.

Insgesamt kommt mir der Kriminalfall aber zu kurz. Der eigentliche Fall ist eher schwach und die Recherche als solche fast schon homöopathisch. Es bleibt ein zielloses Stochern im Nebel. Zudem wirkt alles ziemlich konstruiert. Selbst für einen Cosy Crime ist mir das einfach zu wenig. Am Ende gibt es den einen oder anderen Cliffhanger, was zu erwarten war. Ich werde den Nachfolgeband aber eher nicht lesen wollen, denn abgesehen vom 80er-Feeling hatte dieses Buch für mich leider wenig zu bieten.

Fazit: Vier Sterne für das wunderschöne Cover und die 80er-Vives, aber maximal 2 Sterne für die Handlung und die eher oberflächlich gezeichneten Charaktere. In der Summe bin ich damit leider nur bei 2,5 (von 5) Sternen

Sommer 1986, ein See, ein versenktes Auto und noch sehr viel mehr

„Im Radio lief Tainted Love, ein Song, der dem draußen am Peugeot vorbeiziehenden Bilderbuchsommer eine eigentümliche Kraft und Traurigkeit verlieh.“

TAINTED LOVE. Sofort habe ich diesen Song aus den 1980er Jahren im Ohr. Nicht von ungefähr hat Vincent Tal diesen Titel für das erste Buch seiner neuen Krimi-Reihe gewählt, die er in das nordhessische Zonenrandgebiet verortet. Er fängt damit perfekt den Flair dieser Zeit ein, katapultiert mich mit diesem Buch vierzig Jahre zurück. Das Leben damals war aus heutiger Sicht entschleunigt, wenn man an die stetige Erreichbarkeit und die sozialen Medien mit all den unschönen Seiten denkt, ohne war es zu jener Zeit dennoch nicht. Die Schlagworte Wackersdorf, Tschernobyl, RAF, um nur einiges Wenige zu nennen, dürften noch jedem ein Begriff sein.

Sommer 1986. Martin Ritter und Christine Lehmann, der Bibliothekar mit Hang zur Fotografie und die scharfsinnige Journalistin mit Weitblick, sind die Hauptcharaktere, denen ich gespannt folge. Kennengelernt haben sie sich in jener Zeit, als ein kleines Mädchen verschwand. Und nun kommt Christine zufällig an einem See vorbei, dessen Wasserstand durch die Sommerhitze ziemlich niedrig ist und ein Schrottauto zum Vorschein kommt. Die Polizistin wimmelt sie ab, sie aber will der Sache auf den Grund gehen.

Die flirrende Hitze ist beim Lesen direkt spürbar, auch stellt sich mir die Frage, warum ein Mercedes 300 SL in diesem kleinen See versenkt wurde. Christine forscht mit tatkräftiger Unterstützung, auch von Martin, nach. Sie kommen so manch Ungereimtheit auf die Spur, auch jenseits dieser versenkten Luxuskarosse.

Die Story ist vielschichtiger, als es zunächst den Anschein hat, sie ist in sich stimmig, untermalt mit auch heute noch gut hörbaren und wie ich finde zeitlosen Songs und einem angenehmen, gut lesbaren Schreibstil. Private Momente fließen gekonnt in das Kriminalistische, die beiden Hauptakteure gehen in der Sache zielstrebig vor und miteinander behutsam um. Gerne bin ich in die 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts mit Christine und Martin abgetaucht. Der gelungene Reihenauftakt macht neugierig auf mehr, ich freu mich auf „Sweet Dreams“, den nächsten Band, der jedoch noch ein Weilchen auf sich warten lässt.

Geheimnisse

Irgendwo im Nirgendwo mitten in den Achtzigern, leben Martin Ritter, Bibliothekar mit einem Faible fürs Fotografieren, und seine Freundin Christine Lehmann, eine scharfsichtige Journalistin.

Nachdem ein altes Autowrack aus einem See geborgen wird, erwacht in beiden der Detektiv.

Eine Geschichte mit dem Flair der 80er Jahre. Egal ob Musik, Sprüche oder einfach das was damals up to date war. Es ist eine kleine sentimentale Zeitreise mit Krimiflair. Der heiße Sommer, die dörfliche Idylle (die auch mal trügt) und die Geheimnisse die hinter den Fassaden und der Vergangenheit lauern, machen das Buch so spannend und fesselnd. Mir hat es richtig gut gefallen.

Christiane und Martin sind authentische Figuren, denen ich gerne gefolgt bin. Ich bin gespannt auf weitere Fälle und ihre gemeinsame Zukunft.