Cover von: Tante Poldi und die Früchte des Herrn
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Tante Poldi und die Früchte des Herrn

Der zweite Fall für Tante Poldi. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 352 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3431039480

ISBN-13: 

9783431039481

Auflage: 

1 (13.05.2016)

Preis: 

14,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 295.487
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3431039480

Beschreibung von Bücher.de: 

Tante Poldi ist sauer: Zuerst wird ihr das Wasser abgestellt, dann auch noch der Hund ihrer Freundin um die Ecke gebracht. Kreizsacklzement! Ihre Ermittlungen führen sie zum Winzer Avola. Leider ist der nicht nur verdächtig, sondern auch äußerst attraktiv - und Poldi stellt nach einer heißen Nacht ihre Nachforschungen ein. Stattdessen steht am nächsten Morgen die Polizei vor Avolas Tür: Zwischen seinen Reben wurde die Leiche der Wahrsagerin Madame Sahara gefunden. Commissario Montana ist alles andere als erfreut, dass Poldi Avola ein Alibi geben kann. Außerdem bleibt die Frage: Wer hat die Wahrsagerin getötet - und warum?

Kriminetz-Rezensionen

"Im Wein liegt manchmal nicht nur die Wahrheit."

Als Isolde Oberreiter Peppe heiratet, hatte sie nicht damit gerechnet, dass sie einmal von allen nur noch Tante Poldi genannt wird und sie ihren Lebensabend auf Sizilien verbringen wird. Noch weniger hat sie damit gerechnet, dass sie mit Todesfällen konfrontiert werden wird und Ermittlungen anstellen muss.

Die Geschichte wird von ihrem Neffen berichtet. Dieser wird vom Familienclan nach Sizilien beordert, um ein Auge auf Tante Poldi zu haben. Denn in ihrer Straße wurde das Wasser abgestellt, der Hund ihrer Freundin ermordet, da ist eindeutig was im Busch….

Mich hat es regelrecht zerrissen. Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet. Gerade Tante Poldi wirkt mit ihrer Lebensweisheit, ihren Ratschlägen an ihren Neffen und ihrem Alkoholproblem wie aus dem Leben gegriffen. Auch der Neffe, der hier als Erzähler fungiert, kämpft mit nachvollziehbaren Problemen.

Was mir jedoch zu schaffen machte, war die Geschichte an sich. Die Spannung tut sich in diesem Buch etwas schwer. Man spürt deutlich die Wärme und Liebe des Autors zu Sizilien, der Lebensweise und auch den Schwermut, den die Protagonisten doch das eine oder andere Mal befällt. Der Fortgang der Geschichte und die Spannung in der Entwicklung der Geschichte bleiben immer wieder auf der Strecke. Immer wieder, da sie vom Autor in Gang gebracht wird, nur um gleich darauf ausgebremst zu werden.

Das Buch lässt sich nichtsdestotrotz gut lesen, denn sprachlich ist es leichtgängig. Aber die Motivation, das Buch in die Hand zu nehmen bzw. gar nicht erst wieder weg zu legen, stellte sich bei mir leider nicht wie gewohnt ein.

Fazit:
Ein ruhiges Buch, das sich zwar gut lesen lässt, bei dem man sich nach Sizilien entführen lassen kann, wo aber die Spannung irgendwie auf dem Festland zurückgeblieben ist.

Tante Poldis 2. Fall

Tante Poldi ist sauer, denn erst wird ihr das Wasser abgestellt und dann wird der Hund ihrer Freundin auch noch um die Ecke gebracht. Poldi nimmt die Ermittlungen auf, da Commissario Montana einfach keinen Grund dafür sieht, und landet so beim Winzer Avola, der etwas an sich hat, das sie ihre Ermittlungen für eine Nacht völlig vergessen lässt. Als dann am nächsten Morgen die Polizei für der Tür steht, da auf dem Weinberg eine Leiche gefunden wurde und ausgerechnet Poldi dann auch noch ein Alibi für Avola geben kann, geht dies Montana gehörig auf die Nerven.

Nur die Frage bleibt: Wieso wurde Guiliana ermordet?

Dies ist schon der zweite Unterhaltungsroman um Tante Poldi vom Autor Mario Giordano. Da ich schon viel Gutes über den ersten Krimi gelesen hatte, war ich jetzt einfach mal gespannt, wie der Krimi mir wohl gefallen würde.

In das Buch bin nur schwer reingekommen und auch im Laufe des Buches habe ich mich schon recht schwer getan. Doch trotzdem wollte ich wissen, was Poldi alles erlebt und wie sie dem oder den Tätern auf die Spur kommt und was der Beweggrund dafür ist.

Ich persönlich habe mich mit dem Erzählstil den der Autor gewählt hat schwer getan, denn der ganze Krimi wird aus der Sicht des Neffen von Tante Poldi erzählt, dem diese ihre Geschichte erzählt. Wenn der Krimi vielleicht aus der Sicht von Poldi erzählt gewesen wäre und man so die Ermittlungen gleich miterlebt hätte, wäre es angenehmer zu lesen gewesen als alles in der 3. Person zu lesen.

Die Handlung fand ich auch nicht ganz so gut aufgebaut, da man doch Probleme hatte, zu folgen, da der Neffe auch noch von seinen Plänen zu seinem Roman erzählt und dies doch auch des Öfteren von dem Hauptthema ablenkt.

Der Spannungsbogen war wirklich bis zum Schluss erhalten und ich muss gestehen, dass ich mit diesem Ausgang nicht gerechnet hätte.

Ich persönlich fand die Handlungsorte auf Sizilien sehr detailliert beschreiben und man konnte sich diese während des Lesens sehr gut vor dem inneren Auge entstehen lassen. Auch die Figuren des Romans fand ich alle sehr gut beschrieben, so dass man sich diese sehr gut vorstellen konnte beim Lesen.

Alles in allem fand ich den Krimi recht unterhaltsam und hätte ich mich mit dem Erzählstil nicht so schwer getan hätte ich alle fünf Sterne für das Buch vergeben, aber so sind es eben nur 4 von 5 Sternen geworden.

Lebenslust und ein paar Leichen

Inhalt:
Tante Poldi ermittelt in ihrem zweiten Fall. In ihrer Wahlheimat Sizilien betrauert sie den Tod eines Hundes und wundert sich, dass ihr das Trinkwasser abgestellt wird. Diese kleinen persönlichen Katastrophen münden jedoch bald in eine Geschichte von internationalen Dimensionen und bringen sie und ihre Weggefährten in große Gefahr.


Aufbau und Gestaltung:
Vespa, Vino und die Poldi - die lebensfrohen Komponenten sind in kräftigen Farben gezeichnet. Dass es sich um einen Krimi handelt, wird erst auf den zweiten Blick deutlich, wenn das Auge das Wort "Kriminalroman" erhascht. Dass sich die Geschichte im Bereich der Komik abspielt, zeigt sich dafür umso klarer.

Die Aufteilung in vierzehn Kapitel erleichtert das Lesen in gut portionierten Häppchen. Die kurzen Einführungen am Beginn eines jeden erwecken zwar den Eindruck einer Inhaltsangabe, wirklich aussagekräftig sind sie aber glücklicherweise nicht.


Mein Eindruck:
Mei, was hab i mi amüsiert - um wenigstens ein bisschen die Mundart zu imitieren, in der Teile des Textes geschrieben sind. Mario Giordano hat seiner Protagonistin einen schriftstellernden Neffen zur Seite gestellt, welcher seinerseits von der Poldi ihre Erlebnisse geschildert bekommt und sie dann der interessierten Leserschaft darbringt. Dabei funktioniert insbesondere der Doppelbluff mit Tante, die Cliffhanger benutzt, welche dann der Neffe ebenfalls anwenden muss (schließlich erzählt er die Geschichte sozusagen on the fly) beim Leser als zusätzliches Seitendoping. Das weitere Personal (menschlich, tierisch und übersinnlich) kann sich ebenfalls sehen lassen: Wunderbar beschrieben in ihren Eigenheiten, herrlich unkonventionell agierend und teilweise so politisch unkorrekt, dass es einem die Tränen in die Augen treibt. Das alles wird so bildlich beschrieben, dass die Szenen komplett vor dem geistigen Auge entstehen - inklusive alkohol- und hormonbedingter Aussetzer. Und obwohl schon durch die Art der Erzählung klar ist, dass irgendwie alles gut ausgehen wird, ist der Weg bis zu diesem Ausgang ein gar göttliches Ziel.


Mein Fazit:
Sommer, Sonne, Poldi - auf dass sie uns noch lange erhalten bleibe!

5 Sterne

Davon versteht sie was, die Poldi

Tante Poldi, die mit vollem Namen Isolde Oberreiter heißt, ist wirklich sauer. Sie hat kein Wasser mehr und daran kann nur die Mafia schuld sein. Aber so ist das auf Sizilien, wo sich die Bayerin niedergelassen hat, nachdem sie die richtigen Schwingungen gespürt hat. Außerdem lebt hier die Familie ihres verstorbenen Mannes. Dann wird auch noch Läddi ermordet, der Hund ihrer Freundin Valerie. Das Kann Poldi so nicht stehen lassen! Sie macht sich natürlich an die Ermittlungen und so kommt es, dass sie dann auch noch im Weinberg vom Winzer Achille Avola über eine Leiche stolpert.

Ihr Geliebter, Commissario Vito Montana, ist gar nicht erfreut, als er zum Fundort im Weinberg gerufen wird und feststellt, dass Poldi die Nacht bei Achille verbracht hat, sich aber leider so gar nicht erinnern kann, was passiert ist. Aber was kann bei der Poldi schon passiert sein – eine heiße Nacht natürlich, glaubt sie.

Obwohl es nun Sache der Polizei ist, kann Poldi nicht ihre Finger aus dem Fall nehmen, denn vom Ermitteln versteht sie was. Sie holt sich Unterstützung bei der traurige Signorina Donna Poldina und dem Padre Paolo. Poldina zeigt ungeahnte Fähigkeiten und der gute Padro scheint eine bewegte Vergangenheit gehabt zu haben, denn auch seine Fähigkeiten sind ungewöhnlich für einen Pfarrer. Poldi selbst ist immer geradeheraus und mischt die Sizilianer mit ihrem bayrischen Dialekt auf. Ihre Erlebnisse berichtet sie auch in diesem Buch wieder ihrem Neffen, dem Möchtegern-Schriftsteller mit Schreibblockade. Aber es gibt auch noch eine ganze Reihe anderer skurriler Typen, wozu auch Poldis gutmeinende Verwandtschaft gehört, die Poldi - wenn nötig - aufmuntert.

Dass die Poldi dem armen Montana mit ihren Ermittlungen immer ein Schrittchen voraus ist, ist wohl klar. Aber sie bringt sich damit auch in große Gefahr.

Es geht oft ausgesprochen schräg zu, was eigentlich nicht so mein Ding ist, aber die Poldi muss man einfach gerne haben. Und am Ende gibt es dann einen scheußlichen Cliffhanger, der schon die Spannung für den nächsten Band aufgebaut hat. Also bis bald Poldi!

Sehr leichte und gute Lektüre

Dies ist ein weiterer Band über die 60jährige Tante Poldi, die in Sizilien ihren Lebensabend verbringt. Irgend etwas ist im Busch, meint die Münchnerin. Der Hund ihrer besten Freundin wurde vergiftet, dann wurde das Wasser wegen igrendwelchen Bakterien abgesperrt und die Staatsanwältin weilt auch nicht mehr unter den Lebenden.

Poldi will dieser Sache nachgehen. Sie kehrt beim Winzer Avola ein, spricht dessen guten Wein so zu, dass sie sich an nichts mehr erinnern kann. Dann findet sie sich mit ihm zusammen in seinem Bett wieder. Hat er, hat er nicht? Als sie am Morgen nachhause fährt, findet sie die Wahrsagerin Guiliana tot auf. Jetzt kann Poldi nichts mehr halten und sie beginnt die Ermittlungen, im Zuge dessen sie mehr vernichtet als ihr gut tut.

Natürlich ist der Commissario Montana, mit dem sie gelegentlich die Nächte verbringt, nicht gerade amused. Mit ihren bayerischen Kraftausdrücken (Jaleckmichamarsch) und dergleichen, bringt sie deftige Fröhlichkeit in die Kapitel. Auch ist in diesem Band wieder ihr Neffe zu Besuch, der nun endlich in Sizilien sein Buch fertig schreiben will.

Am Ende wird der Mörder dingfest gemacht. aber dann, im letzten Absatz, wartet uns Poldi noch mit einer Überraschung auf.

Der Autor hat hier wieder sehr leichte und gute Lektüre geschrieben, nicht alles ist derart ernst zu nehmen und so manches Mal muss der Leser wirklich lachen, wenn man so an die Zitate des Ortspfarrers denkt. Das Cover selbst ist ein Eyecatcher: Tante Poldi auf der Vespa mit ihrer schwarzen Perücke auf den Kopf. Leider habe ich bis jetzt noch nicht erfahren, was unter der Perücke zu sehen ist ...