Cover von: Das Tartarus-Projekt
Amazon Preis: 15,00 €
Bücher.de Preis: EUR 15.00

Das Tartarus-Projekt

Thriller
Buch
Broschiert, 304 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3800090015

ISBN-13: 

9783800090013

Auflage: 

1 (30.09.2020)

Preis: 

15,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3800090015

Beschreibung von Bücher.de: 

Sind Sie sicher, dass die Fliege an der Wand tatsächlich ein lebender Organismus ist? Oder eine Mini-Drohne, die Ihnen auf Schritt und Tritt folgen kann, die Sie beobachtet und einen Strom von intimen Bildern und persönlichen Informationen in eine Cloud schickt? Daten, die Sie erpressbar machen, berechenbar, ausgeliefert all jenen, die darauf Zugriff haben. Doch es kann noch schlimmer kommen …

Eine feuchtfröhliche Party im Nobelvorort Grünwald bei München endet in einem Horrorszenario - der Gastgeber, ein erfolgreicher Unternehmer, wird an die Heizung gekettet, verstümmelt, ermordet und angezündet.

Michael Landorff, Journalist und Autor, der zu seiner eigenen Überraschung auf der illustren Einladungsliste stand, beginnt auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen. Dabei trifft er auf Alexandra Buschmann, eine professionelle Pokerspielerin, die ebenfalls eingeladen war, obwohl sie den Hausherrn nicht einmal kannte. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg, die Hintergründe des grausamen Todes zu erforschen - und geraten dabei immer tiefer in ein Netz aus Geheimdiensten, Wirtschaftsinteressen und politischem Kalkül. Schon bald laufen sie um ihr Leben. Denn es geht um eine weltweite Bedrohung von ungeahntem Ausmaß - das Tartarus-Projekt.

Kriminetz-Rezensionen

Nur Fiktion?

Der Journalist und Autor Michael Landorff wird zu einer Party des Unternehmers Gregory Winter eingeladen, allerdings hat er keine Ahnung warum. Nachdem Winter am Tag der Party grausam ermordet wird, sieht seine Agentin Melissa Warttemberg die Chance für Michael mit einem Buch über den Mord berühmt zu werden. Michael beginnt zu recherchieren und trifft bei der Durchsicht der Gästeliste auf Alexandra Buschmann, die Winter ebenfalls nicht kannte. Bei der Suche nach dem Motiv und den Tätern finden die beiden heraus, dass es um das Projekt »Tartarus« geht, das für Forschungen mit Drohnen und künstlicher Intelligenz steht.

Die unterschiedlichen Charaktere und die Szenen werden detailreich und bildhaft dargestellt. Der mitreißende klare Schreibstil liest sich flüssig, eine Spur Humor lässt einen immer wieder schmunzeln. Die Handlung wird in einem schnellen Tempo geschildert, wobei Rückblenden und aktuelle Ereignisse diese gekonnt ergänzen. Die Geschichte ist nachvollziehbar, für diese hat der Autor viel und gut recherchiert. Die wissenschaftlichen Erklärungen sind verständlich und interessant eingebaut. Die Zusammenhänge werden gut miteinander verbunden und der Spannungsbogen wird mit einigen überraschenden Wendungen bis zum Ende aufrechterhalten.

Der spannende Thriller regt einen an, über den Umgang mit Drohnen und künstlicher Intelligenz nachzudenken, sowie wem man denn wirklich vertrauen kann. Auch kann man sich bei etlichen Szenen/Aussagen überlegen, ob diese schon Realität oder doch eher Fiktion sind.

Das Netz der Geheimdienste

Michael Landorf, Journalist und Schriftsteller, ist mit seiner Agentin auf einer Party eingeladen, auf der es sehr hoch hergeht. Am nächsten Morgen wird er jäh mit einem Mord konfrontiert, der Hausherr Günther Winter ist gefoltert und dann verbrannt worden. Seine Agentin sieht gleich einen neuen Roman entstehen. Sie gibt ihm auch einen Künstlernamen, der seine Chancen erhöhen soll.

Doch das neue Thema ist Sprengstoff und es gibt auch schon einen neuen Toten, den jungen Zahlmann hat man einbetoniert und ermordet. Außerdem bekommt Landorf anonyme Anrufe, die ihn warnen, aber auch auf neue Spuren bringen. Er bekommt den Hinweis, dass er Alexandra Buschmann kontaktieren soll, deren Vater mit Winter zusammengearbeitet hat. Winter hatte kurz vor seinem Tod seine Firma für fast 1 Milliarde € an eine mysteriöse Investmentfirma verkauft. Ein Treffen mit Buschmann Senior soll Licht in das Dunkel bringen. Doch während des Treffens wird der Vater von Alex erschossen.

Die beiden beschließen abzutauchen, da sie sich nicht mehr sicher fühlen, doch kurz bevor sie verschwinden wollen, wird Michaels Auto in die Luft gesprengt. Die Zeit wird für die beiden total eng und sie sind mächtig unter Druck. Wer will den beiden an den Kragen und um was geht es hier überhaupt? Durch den anonymen Anrufer wissen sie, dass es ein höchst geheimes Projekt gibt und das eine Menge Geheimdienste hinter diesem Projekt her sind. Doch Michael lässt seine Kontakte spielen, um dem Projekt Tartarus auf die Spur zu kommen.

Dieser Thriller hat mich am Anfang sehr überrascht, da ich so überhaupt keinen Zugriff zum Thema bekommen habe. Mittlerweile weiß ich, dass dieses ein super Schachzug des Autors war, um den Spannungsbogen aufzubauen und langsam bis zum Finale Furioso zu halten. Die Geschichte ist spannend aufgebaut und hat interessante Wendungen. Sie ist sehr aktuell und es finden sich sehr spannende Verbindungen in die aktuelle Politik und Hinweise auf aktuelle Geschehnisse. Man merkt sofort, dass der Autor Journalist ist und die Story super recherchiert hat.

Das Projekt Tartarus wird in den Mittelpunkt gestellt, aber es bleibt lange im Dunkeln, was es überhaupt ist. Die Hauptdarsteller sind sehr gut beschrieben, aber es dauert, bis es klar wird, wie und warum diese beiden zusammen unterwegs sind. Ein sehr gut eingespieltes Team, das gut mit seinen Fähigkeiten zusammenpasst. Ein Journalist und eine Profi-Pokerspielerin, die aber Fähigkeiten hat, die sie sehr nahe an das Ziel bringen. Allerdings auch die gebündelte Macht der Geheimdienste und das macht das Spiel für Alex und Michael sehr schwierig. Interessant ist es auch, wie Michael sein Netzwerk nutzt und so immer näher an das Geheimnis herankommt. Das Buch hat mir total Spaß gemacht und das Thema mich stark gefesselt.

Auch, wenn der Beginn dieses Thrillers sehr ungewöhnlich für mich war. Am Ende bin ich sehr überzeugt von diesem Roman. Ich habe dieses Buch bis zum Ende nur schwer aus der Hand legen können. Deshalb kann ich »Das Tartarus-Projekt« von Gerd Schilddorfer nur wärmstens empfehlen.