Cover von: Ein Teil von ihr
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Bücher.de Preis: EUR 22.00

Ein Teil von ihr

Thriller
Buch
Gebundene Ausgabe, 512 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3959672144

ISBN-13: 

9783959672146

Auflage: 

1 (01.08.2018)

Preis: 

22,00 EUR
Schauplätze: 
USA
Amazon-Bestseller-Rang: 7.067
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3959672144

Beschreibung von Bücher.de: 

Wir alle kennen unsere Mütter. Oder etwa nicht?

Wieder und wieder sieht Andrea Oliver das Gesicht ihrer Mutter Laura vor sich: gelöst, gutmütig, beherrscht - während sie einem Menschen das Leben nimmt. Nur knapp konnten sie beide einer grauenvollen Schießerei entkommen. Andrea will Antworten, doch stattdessen zwingt ihre Mutter sie in eine riskante Flucht. Weil sie verfolgt wird. Weil sie ein dunkles Geheimnis hat. Andrea folgt dem Befehl ihrer Mutter. Doch je weiter sich ihr die wahre Identität dieser Frau enthüllt, desto mehr entpuppt sich ihr Leben als eine Lüge. Wer ist ihre Mutter wirklich?

»Karin Slaughter zählt zu den talentiertesten und stärksten Spannungsautoren der Welt.« Yrsa Sigurðardóttir

»Jeder neue Thriller von Karin Slaughter ist ein Anlass zum Feiern!« Kathy Reichs

»Karin Slaughter bietet weit mehr als unterhaltsamen Thrill.« SPIEGEL ONLINE über »Pretty Girls«

Kriminetz-Rezensionen

Die Vergangenheit ist wieder da

Andrea Mitchell ist mit ihrer Mutter beim Geburtstagsessen, als etwas geschieht, das sie an allem zweifeln lässt. Immer hat sie gedacht, es gäbe keine Geheimnisse zwischen ihrer Mutter und ihr. Doch als es eine Schießerei gibt und ein Mann sie bedroht, erlebt sie ihre Mutter von einer ganz neuen Seite, denn Laura stellt sich dem Schützen entgegen und tötet ihn sogar. Danach ist das alles im Internet zu sehen und Verfolger sind plötzlich hinter Andy her. Lauras Vergangenheit hat sie eingeholt. Andrea will mehr über ihre Mutter wissen und macht sich auf die Spurensuche.

Ich habe schon einige Bücher von Karin Slaughter gelesen und habe mich auch auf dieses Buch gefreut. Es ist nicht schlecht, aber so richtig konnte es mich trotzdem nicht packen. Vielleicht lag es daran, dass so viele Personen in dem Buch eine Rolle spielten und es nicht einfach war, alle gleich auseinander zu halten. Anfangs gestaltet sich die Geschichte auch recht zäh. Zum Glück ändert sich das später. Der Schreibstil ist aber gewohnt gut und flüssig zu lesen.

Ein Handlungsstrang führt den Leser etwa dreißig Jahre in die Vergangenheit und berichtet über Jane und Nick. Jane ist Nick sehr ergeben und Nick ist ein radikaler Typ.

Andrea lebt wieder bei ihrer Mutter, als diese an Brustkrebs erkrankte. Sie ist jetzt 31 und hat eigentlich noch nichts so richtig auf die Reihe bekommen. Die Schulden ihres Studiendarlehens belasten sie, den Abschluss hat sie nicht geschafft. Sie ist nicht glücklich mit ihrem Leben, hat aber auch nicht den Elan, um daran etwas zu ändern. Aber als an ihrem Geburtstag so dramatische Sachen ablaufen, wird sie aus ihrem Phlegma gerissen und dann kann sie zeigen, dass doch etwas in ihr steckt. Laura dagegen hat ein bewegtes Leben hinter sich. Als Andrea fliehen muss, weiß Laura genau, was zu tun ist.

Auch wenn man manchmal zu wissen glaubt, worauf die Geschichte hinausläuft, so ergeben sich doch immer wieder Wendungen, die dann wieder in eine andere Richtung weisen. Jeder scheint sein Geheimnis zu haben. Das hält die Spannung aufrecht. Am Ende ist man schockiert, wie viel Hass und Rachegedanken hinter dieser Geschichte stecken und mit wie viel Gewalt sie zu tun hat.

Auch wenn ich nicht hundertprozentig überzeugt bin, so hat mir das Buch dennoch gefallen.

Wer bist du?

Ein Teil von ihr, Thriller von Karin Slaughter, 512 Seiten, erschienen bei Harper Collins Germany. Aus dem Amerikanischen von Fred Kinzel.

Nach einer Schießerei in einer Cafeteria, in die sie mit ihrer Mutter gerät, muss Andrea entdecken, dass sie ihre Mutter überhaupt nicht kennt. Andy, 31, wollte in New York Karriere machen, ihr Studium hat sie abgebrochen, als Kellnerin hält sie sich mehr schlecht als recht über Wasser. Die Schulden für ihr Studiendarlehn kann sie auch nicht abbezahlen. Als ihre Mutter Laura an Brustkrebs erkrankt, bricht sie ihre Zelte in NY ab und kehrt nach Georgia in ihren Heimatort zurück. An ihrem 31. Geburtstag ist sie mit ihrer Mutter zum Dinner verabredet. Die beiden geraten in eine Schießerei und Laura kann durch ihr beherztes Auftreten sich selbst und Andy retten, dabei bringt sie den Attentäter um. Die Bilder des Amoklaufs gehen durch sämtliche TV-Kanäle, dabei wird ihre Mom wie eine Kampfmaschine dargestellt. Laura besteht darauf, nach der Erstversorgung aus dem Krankenhaus entlassen zu werden. Gleichzeitig besteht sie darauf, dass Andy auszieht und verschwindet. Nach einem weiteren Anschlag begibt sich Andy auf einen Roadtrip quer durch die Staaten. Auf ihrem Weg erkennt sie, dass ihre Mutter ein anderer Mensch ist, als sie vermutet hat. Was hat Laura zu verbergen?

Das Buch besteht aus 15 Kapiteln, die in der Gegenwart spielen, dazwischen Rückblenden ins Geschehen von 1986. Vor dem Prolog und dem Epilog – einen Monat später – sind Gedichte von Emily Dickinson eingefügt. Besondere Textstellen und Eigennamen wurden kursiv gedruckt und dadurch verdeutlicht und eindringlich hervorgehoben. Als Stilmittel hat die Autorin die auktoriale Erzählweise gewählt, dadurch wird der Überblick über den stellenweise komplizierten Plot gewährleistet. Karin Slaughter hat es geschafft, flüssig, spannend und bildhaft zu erzählen, ich fühlte mich gut unterhalten und habe das Buch rasch ausgelesen.

Schon zu Beginn bin ich sehr rasch im Geschehen und in der Handlung gefangen gewesen. Die ersten 200 Seiten habe ich kaum gespürt. Etwas verwirrt hat mich am Anfang die zweite Zeitebene, der parallele Erzählstrang. Die Rückblicke werden immer umfangreicher und schon bald merkt der Leser, dass die Rückblenden notwendig sind, um die Person Laura/Jane zu verstehen und so wird dem Leser die Geschichte und was ihr zugrunde liegt erläutert. Immer wieder tauchten unvorhergesehene Wendungen auf, die die Handlung spannend gemacht haben. Zum Ende wurde die Story plausibel und verständlich aufgeklärt. Die Charaktere handelten zu jeder Zeit nachvollziehbar. Laura Oliver wird als starke Frau beschrieben und ihre Geschichte beweist das auch. Am Ende konnte sie mich tatsächlich noch einmal überraschen. Andrea, die Tochter, kam bei mir weniger gut weg. Eine 31-jährige, die noch immer finanziell abhängig und unselbständig bei ihrer Mutter lebt und ihr Leben nicht auf die Reihe kriegt. Im Laufe ihrer Flucht hat sie sich aber noch weiterentwickeln können. Unsympathisch fand ich Paula/Penny, ein grausiges Miststück, die ihre wohlverdiente Strafe letztendlich bekommen hat. Über allem stand Nick, der selbstverliebte, grausame manipulative Fädenzieher, dem alle blindlings ins Verderben folgten. Die Beschreibung der Charaktere ist Slaughter in diesem Thriller perfekt gelungen. Ich konnte mir die Personen geradezu bildlich vorstellen.

Durch die Längen im Rückblende-Teil hatte ich in der Mitte des Buches einen kleinen Hänger, den Gegenwartsstrang habe ich mehr genossen. Insgesamt finde ich den neuesten Thriller der Autorin gut, habe aber schon bessere und spannendere Bücher der Autorin gelesen. Besonders gelungen fand ich das wunderschöne Cover. Von mir gerne gegebene 4 von 5 möglichen Sternen.

Laura und Andy

Andrea trifft sich mit ihrer Mutter Laura im Diner zum Geburtstagsessen. Alles verläuft ganz normal bis plötzlich ein Amokläufer hereinkommt und das Feuer eröffnet. Andy ist total geschockt und nicht fähig zu irgendeiner Reaktion. Als sie dann sieht, dass ihre Mutter sich dem Amokläufer entgegenstellt und ihm schließlich mit einem Messer die Kehle durchschneidet kann sie es nicht glauben. Ihre Mutter scheint das nicht zum ersten Mal gemacht zu haben, so ruhig und gefasst wie sie dabei wirkte. Doch Andy kommt nicht dazu ihre Mutter danach zu fragen, denn die stößt sie plötzlich von sich. Sie gibt ihr genaue Anweisungen für eine Flucht quer durch die USA. Sowenig Andy versteht was das alles soll, umso mehr erkennt sie, dass sie in Gefahr ist und ihre Mutter nicht die ist, die sie all die Jahre zu kennen glaubte. Andy beschließt den Spuren in die Vergangenheit zu folgen, denn sie will herausfinden wer ihre Mutter wirklich ist. Und begibt sich damit selbst in äußerste Gefahr. Ein klasse Thriller der mir sehr gut gefallen hat. Spannend von der ersten bis zur letzten Seite mit interessanten Protagonisten. Andy, die bisher ein unscheinbares Leben geführt hat, entwickelt sich zu einer starken Frau, die ungeahnte Kräfte entwickelt, als es um ihr Leben geht. Laura die sich von der fürsorglichen Mutter zu einer Löwin entwickelt, als es um das Leben ihrer Tochter geht. Auch wenn sie damit die Geister der Vergngenheit weckt. Beide zusammen ergeben ein sympathisches Team, dem man gerne durch die Story folgt und mitfiebert wie das ganze wohl endet. Lesenswert.

Verwirrend und langweilig

Klappentext:
Wieder und wieder sieht Andrea Oliver das Gesicht ihrer Mutter Laura vor sich: gelöst, gutmütig, beherrscht – während sie einem Menschen das Leben nimmt. Nur knapp konnten sie beide einer grauenvollen Schießerei entkommen. Andrea will Antworten, doch stattdessen zwingt ihre Mutter sie in eine riskante Flucht. Weil sie verfolgt wird. Weil sie ein dunkles Geheimnis hat. Andreas folgt dem Befehl ihrer Mutter. Doch je weiter sich ihr die wahre Identität dieser Frau enthüllt, desto mehr entpuppt sich ihr Leben als eine Lüge. Wer ist ihre Mutter wirklich?

Meine Meinung:
Ich habe schon mehrere Bücher von Karin Slaughter gelesen, welche mich immer begeistert haben. Besonders die Reihe um Chief Tolliver habe ich förmlich verschlungen. Entsprechend hoch war meine Erwartungshaltung, die leider nicht erfüllt wurde. Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, 1986 und 2018, was mir normalerweise immer sehr gefällt. Hier konnte ich mich mit dem Schreibstil und den Protagonisten überhaupt nicht anfreunden. Lediglich der Beginn war sehr spannend, dann jedoch flachte die Geschichte mehr und mehr ab. Vom Thema her war es sicher interessant, in meinen Augen wurde hier deutlich Potenzial verschenkt.

Fazit:
Aus meiner Sicht leider keine Leseempfehlung und nur zwei Sterne.

Gute Idee, aber teilweise langatmig und eine nervige Protagonistin

3,5 Sterne

Kurz zum Inhalt:
Andrea Oliver dachte, sie kennt ihre Mutter. Bis ein Bewaffneter in dem Diner, in dem Andy mit ihrer Mutter Laura zu Mittag war, zwei Personen erschossen hat und nun auch Andy und ihre Mutter bedroht. Und ihre Mutter diesen dann tötet. In Notwehr? Oder mit Absicht? Doch statt Antworten zu erhalten, schickt ihre Mutter Andy quer über den Kontinent nach Illinois. Doch Andy will unbedingt herausfinden, wer ihre Mutter in Wirklichkeit ist, und begibt sich in große Gefahr. Kann ihre Mutter sie rechtzeitig retten?

Meine Meinung:
Der Plot klang vielversprechend, aber die Umsetzung hat mir leider nicht ganz so gut gefallen. Andy, die Protagonistin, fand ich bis zum Schluss nervtötend. Sie ist 31 Jahre alt und verhält sich aber wie ein Kleinkind. Sie gibt auf die Fragen sowohl von den Polizisten als auch anderen Leuten einfach keine Antwort. Sie redet nicht, sie antwortet nicht, sie verhält sich nervig. Ihre Mutter Laura hingegen ist eine starke Frau, die sich durchzusetzen weiß, und alles tut, um ihr Kind zu schützen. Auch, wenn das Kind bereits erwachsen ist. Das hat mir imponiert und gefallen. Aber erst die erwachsene Laura. Das Verhalten der jungen Laura hingegen kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Wie kann man sich nur so stark in Abhängigkeit eines Mannes begeben, dass man sogar Gewaltverbrechen begeht? Und nur deshalb kam es zu dem ganzen Eklat.

Der Schreibstil ist zwar gut zu lesen, aber der Spannungsbogen flacht leider immer wieder ab, und eben auch das nervige Verhalten von Andy hat mich immer wieder aus dem Lesefluss gebracht. Auch die abwechselnde Erzählweise der Gegenwart und 1986 hat sich erst nach und nach zu einem Faden verwebt. Außerdem empfinde ich die Story eher weniger als Thriller.

Leider hat mir dieses Buch von Karin Slaughter nicht so zugesagt, ich kenne Besseres von ihr.

Das Cover gefällt mir leider auch nicht. Das zerkratzte Bild einer Frau soll wohl die Mutter darstellen, von deren Vergangenheit man überhaupt nichts weiß und deshalb sauer auf sie ist. Aber was soll der Schmetterling?

Fazit:
Gute Idee des Plots, aber nicht ganz so gelungene Umsetzung. Für meinen Geschmack zu wenig Thriller und eine nervige Protagonistin. Daher leider nur 3,5 Sterne.