Cover von: Terrorland
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Terrorland

Der sechste Fall von Eugen de Bodt. Thriller
Buch
Broschiert, 448 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3570103943

ISBN-13: 

9783570103944

Auflage: 

1 (31.08.2020)

Preis: 

15,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3570103943

Beschreibung von Bücher.de: 

Politische Anschläge in Berlin - und das kurz vor dem Staatsbesuch des amerikanischen Präsidenten …

Eine Anschlagsserie erschüttert Berlin. Ein Touristenbus fliegt in die Luft. Ein Flugzeug wird vom Himmel gesprengt. Der russische Botschafter kommt um, sein Nachfolger wird mitsamt Frau und Kind ermordet.

Während die deutschen Sicherheitsorgane keinen Schritt weiter kommen, geht Kommissar de Bodt, eigensinnigster Ermittler der Berliner Polizei, der Sache mit ungewöhnlichen Methoden auf den Grund. Hat es einen Geheimnisverrat in Moskau gegeben? Ermordet ein russischer Geheimdienst Mitwisser? Und was wird erst passieren, wenn US-Präsident Ronald Dump kurz vor den amerikanischen Wahlen bei der Kanzlerin zu Gast ist?

Kriminetz-Rezensionen

Reichlich abgedreht …

Ohne großes Vorgeplänkel startet die Geschichte gleich mit der Explosion des Busses richtig durch. Der einsetzende Medienrummel und die öffentliche Aufmerksamkeit bringen erst einmal die üblichen Verdächtigen wie z.B. Geheimdienste, IS-Attentäter und andere politische Fanatiker ins Spiel. Das BKA und das Team um de Bodt stehen noch recht ratlos da, denn keiner kann ein Motiv hinter der Tat entdecken.

Kompetenzen
Während die Behörden noch auf Motivsuche sind, werden aber weitere Mordanschläge verübt. Es trifft hauptsächlich russische Diplomaten, die für den Geheimdienst arbeiten. BKA und LKA arbeiten in diese Sache, jedenfalls vordergründig, brav und sittsam miteinander, wobei das BKA sich widerspruchslos vom nachgeordneten LKA, genauer gesagt von de Bodts Team, führen lässt. Das halte ich dann doch für eher utopisch.

Unübersichtlich
Insgesamt wird die Geschichte schnell immer unübersichtlicher und auch unglaubwürdiger. Es gibt jede Menge Wendungen und Spuren, die sich jeder Logik entziehen und noch mehr Opfer, die anscheindend niemanden tatsächlich interessieren – auch den Autor nicht. Die Moskau-Connection des amerikanischen Präsidenten hingegen interessiert ihn und führt de Bodt dann direkt ins weiße Haus. Dort gibt es dann immer irrwitzigere Theorien und nicht mehr zu überschauende Intrigen und Mitspieler.

Bashing
Ich bin wahrlich kein Fan des derzeitigen amerikanische Präsidenten und hoffe auf baldige Abwahl, aber irgendwann fand ich das Bashing – sorry, mir fällt echt kein anderes Wort dafür ein – eher nervig, vorhersehbar, unwitzig und nicht mehr spannend. Da halfen auch die kurzen Kapitel, die unzähligen Cliffhanger und die vielen verschiedenen Handlungsstränge nicht mehr weiter. Immerhin habe ich dann die unzähligen Hegel-Zitate als wohltuende Ruhepausen im Chaos der Story empfunden.

Superheld
Die Flut von Anschlägen und das Chaos zu Beginn des Buches setzt sich während der ganzen Geschichte fort und mündet in einem für mich vollkommen unglaubwürdigen, beinahe grotesken Finale. »Terrorland« wird für mich sehr rasch zu einer Art Marvel-Superhelden-Epos mit einem allwissenden und unbesiegbaren Eugen de Bodt als strahlendem Helden, inmitten eines Sumpfes aus Gemauschel aus Politik, Spionen und Verbrechen.

Mein Fazit
»Terrorland« von Christian von Ditfurth ist ein ziemlich abgedrehter Thriller, der vor lauter abgedreht sein die Spannung vollkommen vergisst. Schade, denn bisher mochte ich alle Thriller mit Eugen de Bodt wirklich sehr. Vielleicht war es als Satire gedacht, dann wäre es okay gewesen – aber als Thriller fand ich es einfach nur schlecht.