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Zum Teufel mit den fiesen Friesen

Der sechste Fall für Henner, Rudi und Rosa. Ein Ostfriesen-Krimi
Buch
Taschenbuch, 320 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3499276011

ISBN-13: 

9783499276019

Auflage: 

1 (26.03.2019)

Preis: 

9,99 EUR
Amazon-Bestseller-Rang: 32.027
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3499276011

Beschreibung von Bücher.de: 

Aufregung in Neuharlingersiel: Tjark Ukena wird erschossen, als er mit seinem Motorrad unterwegs ist. Kurz darauf erwischt eine Kugel die Kitersurferin Antje.

Die Polizei in Wittmund vermutet einen Irren hinter den Taten, und Dorfpolizist Rudi soll die Augen nach Verdächtigen und Fremden aufhalten. Das passt ihm gar nicht in den Kram, denn sein verschollen geglaubter Vater ist gerade auf dem Steffens-Hof angekommen. Die Familienzusammenführung muss warten. Unterstützt von Lehrerin Rosa und Postbote Henner macht Rudi sich auf die Suche nach dem Todesschützen - und kann gerade noch verhindern, dass es ein weiteres Opfer gibt.

Kriminetz-Rezensionen

Freche Friesen

Tjark Ukena kommt bei einem Motorradunfall ums Leben. Unmittelbar dabei und fast noch in den Unfall verwickelt wird Rosa, die Grundschullehrerin, die schon immer ein Gespür für Ermittlungen hat. Zusammen mit Polizist Rudi und Briefträger Henner hat sie schon einige Male ihr detektivische Neugierde unter Beweis gestellt.

Doch dann stellt sich heraus, dass vor dem Unfall auf Tjark geschossen wurde und kurz danach kommt eine Kitesurferin ums Leben, auch ihr Unfall war ein tödlicher Anschlag. Beide waren aktiv bei den „Frechen Friesen“, einer Gruppe von Heimatschützern, die gegen einen riesigen Windpark und ein gigantisches Logistikzentrum kämpfen, um ihre Heimat Neuharlingersiel zu erhalten.

Rudi beginnt zu ermitteln und zu Rosas großem Ärger ist er mit Informationen für sie sehr sparsam. Was für eine Undankbarkeit, denn schließlich hat sie ihm doch schon früher auf die Sprünge geholfen. Außerdem ist Rudi doch auch abgelenkt, schließlich ist sein lang verschollener Vater aufgetaucht, er bisher noch gar nichts von der Existenz eines Sohnes und Enkels wusste.

Ein wirklich humorvoller Krimi, bei dem mir der trockene ostfriesische Witz gefallen hat. Wenn die Friesen auch wortkarg sind, passt der Wortwitz und die Situationskomik ist auf den Punkt gebracht. Ganz nebenbei dürfen wir auch ein wenig über die ostfriesische Geschichte erfahren, bei der es mehr als nur Störtebecker gibt.

Das Autorinnenduo mischt einen spannenden Krimi mit viel Ostfriesland-Flair und der Liebe zu Land und Leuten mit einer spannenden, durchaus realistischen Handlung und viel Humor. Das ist gut gelungen, ich habe mich mit viel Lesevergnügen in die turbulenten Ereignisse gestürzt. Ein bunter Figurenreigen mischt mit und für mich als Erstleser dieser Ostfriesenkrimis war das ausführliche Personenregister am Schluss des Buches ganz besonders interessant. Alle Beteiligten werden dort kurz charakterisiert, auch die Protagonisten, die in diesem Buch nur eine kleine Rolle spielen. Aber bis in die Nebenrollen waren sie gut besetzt und geschildert. Ob Kommissar Schnepel, der sich immer in abseitige Theorien verbeißt, oder die Steffens, deren Hof ein Zentrum von Familienidylle ist – ich mochte sie alle.

Ein Küstenkrimi prädestiniert als Urlaubslektüre im Strandkorb.

Zum Teufel mit den fiesen Friesen

Ein weiterer Band um die Ostfriesen Rudi, Henner und Rosa. Ich möchte fast sagen, dass diese Buchreihe schon Kult ist.

Der Polizist Rudi will seinen Urlaub genießen, denn sein bisher tot geglaubter Vater ist aus Kanada aufgetaucht. Mit ihm will er die Zeit verbringen und ihn besser kennenlernen. Aber daraus wird nichts. Er wird zu einem Verkehrsunfall gerufen.

Tjark Ukene erleidet einen tödlichen Verkehrsunfall mit seinem Motorrad. Aber bei näherer Untersuchung stellt sich heraus, dass er ermordet wurde. Ein paar Tage später wird die Kite-Surferin Antje auf ihren Board erschossen und dann noch ein Angler am See. Alle Getöteten waren Mitglied bei der Bürgerinitiative die fiesen Friesen, die sich für den Umweltschutz einsetzt.

Nun hat Rudi einiges mit seinem nervigen Kollegen Schnepel zu tun. Natürlich mischt auch die Lehrerin Rosa wieder mit und will auf eigene Faust Miss Marple spielen.

Die beiden Autorinnen haben wie gewohnt Spannung und Witz auch in diesem Krimi wieder gekonnt miteinander verwoben. Teilweise fallen Wörter im ostfriesischen Dialekt, was das ganze Buch etwas auflockert. Die dabei vorkommenden Personen sind für uns alte Bekannte und dem Leser sehr ans Herz gewachsen. Besonders Henners Mudder mit ihren friesischen Kochkünsten. Das Buch ist bis zu letzten Seite interessant und man versucht herauszubekommen, wer der Mörder sein könnte. Die Sprache ist leicht verständlich und das Buch liest sich derart gut in einem Rutsch. Denn hat man einmal begonnen, kann man damit nicht mehr aufhören. Wie gewohnt sind am Ende des Buches gute Rezepte zum Nachkochen und ein Personenregister aller vorkommenden Personen. Das Buch hat Süchtigkeitspotenzial. Denn man freut sich schon auf den nächsten Fall dieser Ostfriesen.

Durchgeknallt

Zwei Tote innerhalb kürzester Zeit sorgen in dem kleinen Küstenort Neuharlingersiel für erhebliche Aufregung und Verwirrung. Dorfpolizist Rudi, der sich in seiner Heimat auskennt wie in seiner Westentasche und sein Freund Henner, der als Postbote ebenfalls so manche Geheimnisse kennt, stehen vor einem Rätsel. Dass es ihnen trotz der Einmischung selbst ernannter weiterer Ermittlerinnen und nervigen Kollegen sowie anderen Quertreibern gelingt, dem geheimnisvollen Mörder rechtzeitig auf die Spur zu kommen, grenzt im Nachhinein fast an ein Wunder …

FAZIT
Ein kurzweiliger Krimi, der mit einer strammen Prise trockenen Humors, Lust und Laune auf eine Reise nach Ostfriesland macht.