Cover von: Three Willows

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Three Willows

Adelaide Peel ermittelt
Buch
Broschiert, 416 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3492509711

ISBN-13: 

9783492509718

Auflage: 

1 (31.07.2026)

Preis: 

17,00 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 55.363
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3492509711

Beschreibung: 

Eine Seniorin und ihr Dackel auf heißer Spur. Cosy Crime für Fans von Miss Marple, Kelly Mullen und dem »Donnerstagsmordclub«

»Schwungvoll trat sie ihn gegen das Schienbein. Er krümmte sich und stöhnte. ›Orthopädische Schuhe‹; keuchte sie, ›haben es besonders in sich.‹«

Nachdem die 83-jährige Adelaide Peel aus Versehen ihr Haus niedergebrannt hat, bleibt ihr keine Wahl, als mit ihrem Rauhaardackel Broderick in das Seniorenheim Three Willows zu ziehen. Von den anderen Seniorinnen und Senioren will sie nichts wissen und eckt mit ihrer grantigen Art schnell an.

Doch dann stirbt ihre Nachbarin und eine Reihe skurriler Unfälle nimmt ihren Lauf. Adelaide rückt den verbeulten Fedora zurecht und stürzt sich mit ihrem schnüffelnden Komplizen und bücherweise Krimiwissen in die Ermittlungen. Gut, dass sie – ob sie will oder nicht – Unterstützung von anderen Bewohnenden und ihrem überfürsorglichen Großneffen bekommt.

»Witzig, stimmig, sprachlich ausgefeilt.« – Jury des Arbeitsstipendiums 2022 der Mörderischen Schwestern

»Die Freuden und Leiden des Alltags einer alten Dame stellt sie zielsicher heraus, paart das Ganze mit Humor und einer Mordermittlung.« Soester Anzeiger

»Allen voran ist es die Figur der Adelaide Peel, die einen packt. Sie ist ruppig, hartnäckig, unverschämt, überheblich und doch viel davon nur, um ihre Einsamkeit zu überspielen sowie das Wissen, dass das Alter seine Spuren hinterlässt. Doch mit orthopädischen Schuhen kann man wirkungsvoll zutreten. Das ist wichtig, denn in Three Willows weiß man bald nicht, wer Freund oder Feind ist.« Nordwest-Zeitung

Dieses Buch erschien erstmals 2023 unter dem Titel »Adelaide Peel: Rheuma, Mord und Rauhaardackel«.

Kriminetz-Rezensionen

10 Häkeldeckchen und ein Mord

Miss Adelaide Peel und - als blinder Passagier- ihr Rauhaardackel Broderick ziehen ins Seniorenheim Three Willows. Nur vorübergehend, wie die eigenwillige alte Dame betont. Mit dem Leiter des Heims einigt sie sich auf eine Probezeit von 14 Tagen. Danach ist sie wieder eine freie Frau, so der Deal. Zwei Wochen die Füße still halten, dürfte kein Problem sein. Eigentlich nicht, aber für Adelaide schon. Schließlich kann sie als ausgewiesene Krimiexpertin, den Mord im Nebenzimmer nicht ignorieren.

Katie Kento, die ich bereits von „Hotel Ambrosia - Du. Entkommst. Nicht“, kenne, begibt sich mit „Three Willows: Mord und Häkeldeckchen“ in das Genre des Cosy Crime. Mich hat dieser Ausflug kurzweilig unterhalten.

Adelaide ist eine 83-jährige vom Rheuma geplagte Seniorin, die zeitlebens allein gelebt hat. Einzige Ausnahme ist ihr betagter Dackel Broderick, dessen Gesellschaft sie jeder menschlichen vorzieht. Ein fehlgeschlagenes Experiment, mit dem sie versehentlich ihr Häuschen abgefackelt hat, zwingt sie nach Three Willows. Schon die Frühstückszene verrät, dass einiges von der selbstbewussten, schroffen Seniorin zu erwarten ist. Die Bewohner der Altersresidenz bedienen einige Klischees und es kommt prompt zu Konfrontationen mit der knurrigen Neuen. Die ist momentan voll im Detektivmodus, um den vermeintlichen Mord aufzuklären, an den außer ihr niemand glaubt. Mit ihrem etwas unbeholfenen Großneffen, dem Polizisten Oliver und der sympathischen Altenpflegerin Nola stehen ihr, neben Broderick, immerhin zwei potenzielle Verbündete zur Seite.

Katie Kento gelingt es mühelos, die etwas heruntergekommene Seniorenresidenz in meinem Kopfkino erstehen zu lassen. Die Bewohner von Three Willows sind schrullig bis skurril und leiden an den verschiedensten Alterszipperlein. Ob die ehemalige, extrem abergläubische Operndiva, die immer noch erstaunlich bewegliche Artistin oder der Biologe mit der Vorliebe für Liebesromane, die meisten der Senioren sind auf ihre Art sympathisch. Allen voran die spröde, mürrische Adelaide, die ein besonderes Kaliber ist. Sehr auf ihre Unabhängigkeit bedacht, vermeidet sie näheren Kontakt und zeigt auch ihrem Großneffen stets die kalte Schulter. Doch Oliver, der glücklich ist, seine Tante gefunden zu haben, erweist sich als erstaunlich resilient gegenüber allen Affronts. Dadurch und mithilfe der bezaubernden 5-jährigen Marigold taut Adelaide allmählich auf und entdeckt widerwillig ihr Herz. Gesteht sie sich ein, wie einsam sie tatsächlich ist?

Der Cosy Crime liest sich flüssig und der Humor kommt nicht zu kurz. Als sich nach Adelaides Einzug seltsame Ereignisse im Altenheim häufen, ist zunächst nicht klar, ob es sich tatsächlich um Verbrechen handelt oder das ungeschickte Verhalten klappriger Senioren. Oder sieht Adelaide einfach nur Gespenster? Da sie sehr viele Kriminalromane gelesen hat, hält sich Miss Peel für eine begnadete Ermittlerin. Auf einer Stufe mit Miss Marple und Hercule Poirot, mindestens! Leider klaffen hier Anspruch und Realität weit auseinander, Adelaide verdächtigt gefühlt jeden. Das führt zu kleinen Längen und geht etwas zu Lasten der Spannung. Doch letztlich gelingt es ihr, endlich den Mörder zu entlarven. Prompt gerät sie in Lebensgefahr.

Katie Kento hat mit ihrem speziellen Detektivgespann genau meinen Geschmack getroffen. Plot, Setting und Charaktere passen. Die Mörderjagd nimmt ein erfolgreiches Ende. Ich hoffe auf eine Fortsetzung. Das könnte der Beginn einer wunderbaren (Lese-)Freundschaft sein ...

Wer leicht skurrile Cosy Crime mit schwarzem Humor, britischem Flair und wenig Gewalt mag, ist hier richtig.

4,5 Sterne

Ermittlungen im Seniorenheim

Die 83-jährige Adelaide Peel hat versehentlich ihr Haus angezündet und wird nun in ein Seniorenheim abgeschoben. Neben ihrer großen Tasche mit Steinen zur Selbstverteidigung schmuggelt sie auch ihren kleinen Dackel Broderick mit ein. Da sie nicht vorhat, lange zu bleiben, will sie sich gar nicht erst mit den anderen Bewohnern abgeben. Kaum ist sie dort stirbt ihre Zimmernachbarin und Adelaide hat eine verdächtige Person gesehen. Da die Tote alt und krank war, wird nicht von einem unnatürlichen Tod ausgegangen. Nun geht Adelaide mit ihrer Vermutung allen gehörig auf die Nerven. Zum Glück ist ihr Großneffe Oliver bei der Polizei. Es kommt zu weiteren Zwischenfällen, in denen Adelaide sich voll und ganz ausleben kann. Da sie eine eifrige Krimileserin ist, wird sie den Fall sicherlich aufklären können.
Die Charaktere und die Handlung sind völlig überzogen und trotzdem fand ich das Buch höchst amüsant. Adelaide ist eine sehr impertinente Person, grantig, unhöflich und überhaupt nicht umgänglich, tritt und schlägt, wenn sie ihren Willen nicht bekommt. Sie ist sich bei ihren immer neuen Verdächtigen sehr sicher, den Fall gelöst zu haben. Oliver ist dabei auch nicht besonders hilfreich, er ist ein gutmütiger, aber naiver Trottel, trotzdem sympathisch. Er ist völlig verknallt in die Pflegerin Nola, die sich sehr für die Bewohner der Einrichtung einsetzt. Auch die anderen Senioren bringen ihren eigenen Charme und ihre Eigenheiten in die Geschichte ein, wodurch eine bunte und skurrile Gemeinschaft entsteht.
Der Schreibstil ist spritzig und angenehm zu lesen. Mit einem feinen Gespür für humorvolle Dialoge und cleveren Wortspielen schafft die Autorin eine lebendige Atmosphäre, die den Leser von Anfang bis Ende fesselt. Es ist gelungen, die ernsthaften Themen des Alterns und der Einsamkeit leicht und dennoch respektvoll zu behandeln. Besonders schön ist der kleine Dackel über den Kapiteln.
Das Cover finde ich sehr schön. Es wirkt etwas düster, wird aber von dem schnüffelnden Broderick etwas aufgelockert.
Insgesamt ist es eine unterhaltsame Lektüre, die die sehr verschiedenen Charaktere in der unkonventionellen Umgebung eines Seniorenheims zum Leben erweckt. Die Kombination aus Witz, Spannung und der Darstellung des Lebens im Alter schafft ein rundum gelungenes Leseerlebnis.

Mysteriöse Geschehnisse im Seniorenstift

Adelaide Peel ist mit ihrem Dackel Broderick kurzfristig ohne Bleibe und wird deshalb in dem Seniorenstift Three Willows untergebracht. Natürlich sind Hunde dort verboten, doch ohne ihren Broderick geht sie nirgendwohin. Außerdem will sie auch ganz schnell wieder aus diesem Heim verschwinden. Was sie in der ersten Nacht hört, macht sie allerdings sehr stutzig, denn es hört sich so an, als ob im Nebenzimmer jemand umgebracht wird. Dort wohnt die Gründerin Hazel Ward und die ist am nächsten Morgen tot. Natürlich ist Adelaide davon überzeugt, dass es sich um Mord handelt, doch keiner glaubt ihr. Natürlich macht sich die selbsternannte Chefermittlerin an die Arbeit. Ob ihr Großneffe, der Versager, Oliver, der Polizist ist, dabei helfen kann glaubt sie nicht, also macht sie sich mit Broderick auf den Weg Spuren zu suchen.
Der Krimi „Three Willows – Mord und Häkeldeckchen“ spielt in einem englischen Seniorenstift und hat als Hauptperson die 83-jährige Adelaide Peel mit ihrem Rauhaardackel Broderick. Auf dem Cover ist eine Szene dargestellt, die die Villa betrifft in der Adelaide und die anderen Senioren zu Hause sind. Diese Adelaide ist eine sehr ruppige Dame, die sich aber auch mit jedem anlegt und eigentlich auch keinen mag. Die Autorin benutzt diese Darstellung auch, um deutlich zu machen, warum alle Bewohner und Mitarbeiter in dem Seniorenwohnheim verdächtigt werden einen Mord begangen zu haben. Da ihr keiner glaubt, macht sie sich halt selbst auf die Socke und schnüffelt herum. Die Autorin hat aber auch noch andere interessante Figuren beschrieben, wie z.B. Oliver ihr Großneffe. Er wird als ein bisschen leichtgläubig und unbeholfen dargestellt, was in seiner unbeholfenen Liebe zu Nola Jelani gipfelt. Doch diese Nola hat eine 4-jährige Tochter Merigold und der gelingt es im Laufe des Krimis die harte Schale Adelaides langsam aufzubrechen. Die Darstellungen der Bewohner der Villa ist der Autorin gut gelungen, obwohl es mir anfangs nicht leicht gefallen ist die ganzen Personen einzuordnen. Die Spannung ist langsam aufgebaut und gut bis zum Ende entwickelt.
Ich fand das Lesen dieses Krimis anfangs sehr anstrengend und ich habe einige Zeit gebraucht mich in diesem Krimi zurecht zu finden. Im Lauf der Handlung wurde es allerdings immer besser. Ein ungewöhnlicher englischer Cosy Krim, der hier vorliegt, aber er wird schon einige Freunde finden.

Angenehner Schreibstil und etliche Überzeichnungen

Buchmeinung zu Katie Kento – »Three Willows: Mord und Häkeldeckchen«

»Three Willows: Mord und Häkeldeckchen« ist ein Kriminalroman von Katie Kento, der 2026 bei between pages by Piper erschienen ist.

Zum Autor:
Katie Kento, geboren 1983 in NRW, schreibt seit ihrem neunten Lebensjahr. Nach ihrem Bachelor in Kulturwissenschaften mit den Schwerpunkten Literatur und Medien schloss sie ihren Master in Integrated Media ab und arbeitete anschließend in einem Hamburger Verlagshaus. Inzwischen lebt und schreibt die Autorin in Oldenburg.

Zum Inhalt:
Nachdem die 83-jährige Adelaide Peel aus Versehen ihr Haus niedergebrannt hat, bleibt ihr keine Wahl, als mit ihrem Rauhaardackel Broderick in das Seniorenheim Three Willows zu ziehen. Eigentlich will sie nur ihre Ruhe, doch dann ermittelt sie in einem Mordfall.

Meine Meinung:
Der Einstieg in dieses Buch ist mir leicht gefallen, weil Adelaide Peel trotz ihrer Grantigkeit sympathisch wirkt. Ihr erklärtes Ziel ist es, möglichst bald aus diesem Gefängnis, so empfindet Adelaide Peel das Seniorenheim, entlassen zu werden. In diesem Seniorenheim trifft sie auf diverse andere Senioren, die durchweg einen Spleen haben und zumindest leicht überzeichnet wirken. Ein Lichtblick ist die Pflegerin Nola mit ihrer fast fünfjährigen Tochter Marigold, die sehr sympathisch wirken. Ihr Großneffe Oliver, ein Polizist, hat sie in dem Seniorenheim untergebracht, und wird von Adelaide weitgehend ignoriert. Die Figur Oliver hat mir überhaupt nicht gefallen, weil sie wie eine überzeichnete Karikatur wirkt. Der Schreibstil ist angenehm und mit Humor durchsetzt. Die Gespräche zwischen Marigold und Adelaide sind ein Höhepunkt des Titels. Die Handlung konnte mich dagegen nicht überzeugen. Weitere Unfälle und auch Tote bringen die Ermittlerin Adelaide auf Touren, zumal sie von diversen Personen Unterstützung erhält. Adelaide ermittelt mit mehr Enthusiasmus als Talent und ist bei der Wahl ihrer Mittel nicht zurückhaltend. Die Folge sind hanebüchende Abläufe und Slapstickeinlagen, die teilweise schon unterhaltsam sind. Nach einigen Fehlversuchen gelingt es Adelaide dann doch den Täter zu überführen. Das Happy End passt gut zur Geschichte und stimmt mich versöhnlich.

Fazit:
Dieser Cosy Crime hat seine Stärken in einem angenehmen Schreibstil und einigen liebevoll gezeichneten Figuren. Die meisten Figuren sind aber ebenso wie die Handlung ziemlich überdreht und haben mich nicht überzeugt. Deshalb bewerte ich den Titel mit drei von fünf Sternen (60 von 100 Punkten).