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Tief
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Beschreibung:
Ein beklemmender Bodensee-Thriller, der unter die Haut geht.
Die Idylle am Bodensee wird durch einen grausamen Leichenfund erschüttert. Wer hat Ben getötet – und ihm eine mysteriöse Botschaft auf den Bauch geschrieben?
Kommissar Heinzle steht unter enormem Druck, denn schon bald folgen weitere Tote. Die Spur führt zu erschütternden Flucht- und Familientragödien, und bald schon schaut die ganze Welt auf den Bodensee, wo jemand tötet, der keine Optionen mehr hat.
Schonungslos und mit einer Prise schwarzem Humor erzählt Rebekka Moser in Tief von brutalen Verbrechen, bei denen das Tatwerkzeug ausgerechnet Wasser ist. Ein brandaktueller, düster-melancholischer Pageturner, der gesellschaftliche Fragen aufwirft, die uns alle beschäftigen.





















Keine Idylle am Bodensee
Rebekka Moser lässt bei ihrer Leserschaft gar nicht erst das Gefühl von Bodensee-Idylle aufkommen. Kaum mit dem Lesen gestartet, sind wir mit einem Mord konfrontiert, und auch Kommissar Heinzle geht der Fall unter die Haut, denn ermordet wurde ein kleines Kind. Kaum etwas ist selbst für einen gestandenen Ermittler schwerer zu verdauen. Doch in TIEF bleibt es nicht bei einem gewaltsamen Todesfall. Moser beschreibt und schreibt gekonnt realistisch, authentisch, ja bewegend. Das bezieht sich nicht nur auf die idyllische Landschaft, die Charaktere, die so gestrickt sind, dass man sich gut vorstellen kann, dass sie nebenan wohnen, sondern auch die Traumata, die Beweggründe, die Emotionen. TIEF geht tief unter die Haut, und an manchen Stellen kann das eine Herausforderung bei der Lektüre sein. Doch nichts ist an den Haaren herbeigezogen.
Der Thriller ist thematisch vielschichtig, so wie unsere Gesellschaft und ihre Probleme. Das gilt für den Schauplatz Österreich ebenso wie für Deutschland und andere europäische Länder. Moser beschreibt eine Realität, vor der wir gerne die Augen verschließen, eine Gesellschaft, in der der Diskurs abnimmt und die keine Antworten findet auf radikale Strömungen jeglicher Art. Und sie beschreibt sehr eindrücklich die schmale Grenze zwischen Opfern und Tätern, zwischen Nichtbetroffensein und Verstrickung.
Trotz allem gibt es Momente des Aufatmens, denn selbst in den schlimmsten Momenten kann schwarzer Humor eine Situation und den Lesefluss auflockern.
TIEF ist der zweite Bodensee-Thriller um Kommissar Heinzle, kann aber gut als Standalone gelesen werden.
Ich vergebe voller Überzeugung 5 Sterne. ⭐⭐⭐⭐⭐