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Tod im Friesenhaus
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Sylts charmantester Makler ermittelt wieder!
Immobilienmakler Kristan Dennermann erhält den Auftrag, ein Antiquitätengeschäft in einem alten Friesenhaus in Keitum unter seine Fittiche zu nehmen. Die Inhaberin hat es geschlossen, um ihren wohlverdienten Ruhestand auf einer langen Kreuzfahrt zu genießen.
Als Dennermann die Immobilie besichtigt, macht er allerdings eine grausame Entdeckung – die Frau war niemals auf den Weltmeeren unterwegs, sondern liegt ermordet im Lager zwischen den Möbeln.
Die Ermittlungen, bei denen Dennermann dem Inselkommissar zur Seite steht, offenbaren ihm die dunkelsten Seiten von Sylt und verlangen von ihm, sich seinen größten Ängsten zu stellen.
»Eric Weißmann sei Dank – für Leselust mit Gänsehautfaktor und den echten Blick hinter die Kulissen seines Berufsstands.« Sylt-Magazin
Als authentischer Sylt-Kenner und Immobilienmakler weiß der SPIEGEL-Bestseller-Autor, wovon er schreibt!





















Spannender Cosy Crime auf Sylt
Dorothea Hußmann hat ihr Haus und ihr Antiquariat in die Hände von Immobilienmakler Kristan Dennermann gegeben. Denn sie will ihr Rentnerinnenleben genießen und auf große Weltreise gehen. Als Dennermann die Immobilie besichtigen will, macht er allerdings eine schreckliche Entdeckung. Die alte Dame wird nie mehr verreisen. Sie liegt erschlagen in ihrem Antiquariat. Zusammen mit Inselkommissar Jan Kröger, der ihn um seine Mithilfe bittet, macht er sich auf die Suche nach dem Mörder und kommt dabei auch an seine eigenen Grenzen.
Schon der Prolog zieht mich direkt in die Geschichte hinein und wirft erste Fragen auf. Allein in die alptraumartigen Gedanken des sympathischen Immobilienmaklers Kristan Dennermann hinein zu schauen ist so spannend, hat aber auch etwas verstörendes. Da hat er als guten Freund immer seinen Corgy Prince of Wales dabei. Und er findet durch eine Anzeige genau das Auto, das er vor Jahren mal gefahren hat, einen ganz besonderen Mini Cooper, wieder. Damit führt er uns zu den schönsten Ecken der nördlichsten Insel Deutschlands.
Dazu ein Kriminalfall, der eine ganz andere als die nach außen bekannte freundliche und zugewandte Seite der Toten zeigt. Also gibt es auch eine Menge Menschen, die ein Motiv hätten, sie aus dem Leben zu scheuchen. Neue Wendungen fachen die Spannung immer weiter an. Für mich stand der Mörder schon fest, da kommt es zu einem Showdown mit dem ich gar nicht gerechnet hatte.
Ein starker zweiter Fall, bei dem der sympathische Immobilienmakler über sich selbst hinaus wächst. Ein Fall voller menschlicher Abgründe, Neid, Hass, Eifersucht, Demütigungen und Rache. Ein Fall, der sich nachvollziehbar auflöst. Mit dessen Ende ich aber so, trotz immer wieder eingestreuter kleiner Hinweise, nicht gerechnet habe.
Ein Buch, das ich sehr gerne gelesen habe mit einer Geschichte, mich bestens unterhalten hat. Davon hätte ich gerne mehr.
Kristans Erkenntnisse im Dunkeln
„Tod im Friesenhaus“ ist Eric Weißmanns zweiter Sylt-Krimi mit dem Immobilienmakler Kristan Dennermann als Protagonist.
Kurz zum Inhalt:
Als Immobilienmakler Kristan Dennermann das Antiquitätengeschäft besichtigt, dessen Vermittlung er übernommen hat, findet er die Leiche der Inhaberin, die sich eigentlich auf Weltreise befinden sollte. Er unterstützt den Inselkommissar bei den Ermittlungen und muss sich im Zuge dessen seinen schlimmsten Ängsten stellen.
Bereits das Cover stimmt auf Sylt ein: ein typisches Sylter Anwesen, der Leuchtturm, ein Strandkorb. Das Buch erschien 2025 im Verlag dtv. Die Kapitel sind kurz, ohne Orts- oder Zeitangaben. Die Handlung spielt in der Gegenwart. Der Schreibstil ist flüssig, beschreibend, mit Liebe zum Detail, auch atmosphärisch. Lokalkolorit fließt in einer Weise in die Handlung mit ein, dass man die Begeisterung des Autors für die Insel spürt, deren landschaftliche Vielfalt und Schönheit er so präsentiert, dass man Lust bekommt hinzufahren. Was die diversen Schauplätze anbelangt, fand ich die Landkarte von Sylt sehr hilfreich mich zu orientieren, auch die virtuelle Inseltour gefiel mir, hat mein visuelles Vorstellungsvermögen sehr bereichert.
Da ich Band 1 kannte, war mir Kristan und sein Umfeld ab der ersten Seite vertraut. Es sind aber keineswegs Vorkenntnisse vonnöten. Jeder Fall ist in sich selbst abgeschlossen. Soweit notwendig, sind Hinweise zur Vorgeschichte vorhanden.
Erzählt wird im Präsens in Ich-Form, aus Sicht von Kristan, wodurch man sich einerseits mitten im Geschehen fühlt und andererseits Kristans Gedanken, Gefühle, insbesondere seine Ängste gut nachvollziehbar sind.
Wie im Vorgängerband stolpert Kristan wieder buchstäblich über die Leiche und wird unfreiwillig wieder zum Assistenten des Inselkommissars Kröger, ganz einfach weil er nicht nur durch seine Tätigkeit als Immobilienmakler jedes Fleckchen auf Sylt kennt, sondern auch über zahlreiche Kontakte verfügt. Einige Personen aus dem Umfeld der Ermordeten erscheinen besonders verdächtig, was Motiv und Gelegenheit anbelangt. Kröger und Kristan tappen dennoch lange Zeit im Dunkeln, denn eine Spur nach der anderen verläuft ins Leere. Spannung bis zuletzt. Bis zum dramatischen Showdown. Denn Kristan gerät in höchste Gefahr, als er den wahren, für mich ungeahnten Täter erkennt.
Im Mittelpunkt steht Kristan, sympathisch, kein Heldentyp, sondern ein Mensch, der mehr Schwächen als Stärken zu haben scheint, durch ein Unfallerlebnis traumatisiert ist, extreme Angst vor Dunkelheit hat. Er ist feinfühlig und empathisch, liebt vor allem seinen Hund sehr, und verfügt über gute Menschenkenntnis und Spürsinn. Die Frauen in seinem Umfeld, sie agieren in diesem Band sehr im Hintergrund, bemuttern ihn alle, da sie seine psychischen Probleme kennen. Kommissar Kröger nimmt da weniger Rücksicht, fordert ihn durch die Ermittlungstätigkeit hingegen eher heraus, wodurch sich Kristian immer wieder seinen Ängsten stellen muss und über sich hinauswächst.
Auch der zweite Band dieser Reihe hat mir sehr gut gefallen und große Lust auf weitere Sylter Mordfälle mit Kristan Dennermann als Ermittler gemacht. Ich empfehle dieses spannende Buch mit sehr viel Inselflair gerne weiter und vergebe 5 Sterne.