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Tod im Hohen Venn

Der zweite Fall für Ermittler Piet Donker. Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 320 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3740812761

ISBN-13: 

9783740812768

Erscheinungsdatum: 

23.09.2021

Preis: 

13,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3740812761

Beschreibung von Bücher.de: 

Rasant, düster, bedrohlich.

In einer ostbelgischen Kleinstadt wird eine Familie vermisst: Ihr ausgebranntes Auto wird am Rande des Hohen Venn gefunden, von den Eltern und dem Sohn fehlt jede Spur. Es gibt jedoch Hinweise darauf, dass sie entführt wurden.

Während Suchtrupps die weitläufige Moorlandschaft durchkämmen, forschen Ermittler Piet Donker und seine Kollegen nach den Hintergründen. Doch die Zeit läuft gegen sie, denn der Täter verfolgt einen grausamen Plan.

Kriminetz-Rezensionen

Ermittler unter Druck

Piet Donker wird an seinem freien Wochenende in die Gemeinde Weybach im hohen Venn gerufen, da ein Junge verschwunden ist. Nach und nach wird den Ermittlern allerdings klar, dass nicht nur der Junge, sondern auch seine Eltern verschwunden sind. Der Druck auf die Ermittler wächst, da sie wenig Zeit und keine Anhaltspunkte haben. Piet hat sich noch Verstärkung aus Lüttich geholt und wird von der heimischen Polizei unterstützt. Da die Zeit drängt, gehen sie den wenigen Spuren sehr intensiv nach. Sie tappen lange Zeit im Dunkeln, bis dann Tom Keyzer, der Familienvater, auftaucht. Doch der erinnert sich nur spärlich an die Ereignisse, doch was ihm einfällt, ist ein sehr ereignisreiches Datum, an dem der Sohn eines der Polizisten tot aufgefunden wurde. Doch was hat das alles mit den Entführungen zu tun und ist Tom Keyzer der Entführer? Langsam, aber sicher lichtet sich bei den Ermittlern der Nebel, der über dem Hohen Venn liegt.

Ein ziemlich krasser Fall, der hier in dem Buch »Tod im Hohen Venn« vorliegt. Die Ermittler um Piet Donker und die lokalen Polizisten sind rund um die Uhr im Einsatz. Dieser ist auch recht authentisch vom Autor beschrieben. Wie die Energie langsam, aber sicher aus den Ermittlern entweicht und die ergebnislose Such an ihren Nerven zehrt. Das ist sehr gut dargestellt und man kann das durchaus nachvollziehen. Schön sind die Rückblenden in die Vergangenheit, auch wenn nicht sofort klar wird, was da passiert, bleibt der Eindruck, dass an dem Fall noch mehr dran ist, als offensichtlich geschieht. Auch die Gedanken von Paul, der in dem Sarg liegt, sind gut nachzuvollziehen und auch erschreckend. Gut nachzuvollziehen sind auch die Schritte, die die Ermittler tun, auch wenn das sehr langatmig erscheint. Der Schreibstil ist flüssig und genauso liest sich auch der Krimi, der auch die lokalen Besonderheiten unter die Lupe nimmt. Manchmal hatte ich das Gefühl, mittendrin zu sein in diesem Ort Weybach und dem Hohen Venn. Der Spannungsbogen ist sehr gut entwickelt und setzt am Ende dem Ganzen noch die Krone auf, denn der Schluss war für mich absolut überraschend und diese Entwicklung ist dem Autor sehr gut gelungen.

Ich habe mich von dem Krimi sehr gut unterhalten gefühlt, weil er spannend ist, sehr schön die regionalen Aspekte miteinbezieht und das Ende nicht vorhersehbar ist. Ich fühle mich als Leser auch gut mitgenommen in dem Krimi. Also ganz klares Plus für Liebhaber von regionalen Krimis.

Spannend mit vielen Wendungen

Inhalt:
Ermittler Piet Donker wohnt seit Kurzem mit seiner Freundin Sina in Aachen. Ein Kompromiss der beiden. Wird hier doch die Nähe zu Belgien gewahrt. Doch gesehen haben sich Piet und Sina in letzter Zeit nicht oft. Zu sehr war Piet mit seiner Arbeit beschäftigt. Doch das soll sich jetzt ändern. Aber noch bevor Piet Belgien verlassen kann, wird er zu einem Vermisstenfall hinzugerufen. Eine Familie ist verschwunden. Als die Ermittler in der Schreinerei des Vaters Pläne für 2 Särge finden, wird es hektisch. Allen ist bewusst: Ihnen läuft die Zeit davon …

Leseeindruck:
Mit »Tod im Hohen Venn« ist Piet Donker mit seinem 2. Fall zurück. Wie schon sein Vorgänger ist der Krimi in Ich-Form aus Sicht von Piet geschrieben. Das hat mir neben einem intensiven Leseerlebnis, bei dem ich hautnah an den Ermittlungen teilhaben konnte, auch Einblicke in seine Gedankenwelt gewährt. Von Anfang an wird Spannung aufgebaut und etwas Geheimnisvolles liegt in der Luft. Wozu die eingeschobenen Zwischenkapitel mit einem der Opfer und dessen ausweglose Situation sowie ein paar Sprünge in die Vergangenheit beigetragen haben.

Passend dazu habe ich das Setting empfunden. Das Hohe Venn. Oft nebelverhangen, einsam, mit wenig Infrastruktur und einer weitläufigen Moorlandschaft. Bei der Vorstellung, dort lebendig begraben zu sein, ist mir das ein oder andere Mal eine Gänsehaut über den Rücken gelaufen.

Piet Donker ist ein ehrgeiziger Ermittler. Für die Aufklärung eines Falles gibt er alles. Seine Familie rückt dafür in den Hintergrund. Lange habe ich mich gefragt, ob sich das nicht rächt. Am Schluss habe ich meine Antwort bekommen. Apropos Ende. Das ist sehr wendungsreich und hat noch die ein oder andere Überraschung parat.

Fazit:
Wieder einmal hat Stephan Haas mit »Tod im Hohen Venn« einen spannenden Kriminalfall geschaffen. Das Hauptaugenmerk sind dabei die Ermittlungen. Das Private läuft eher nebenher mit. Durch die zahlreichen Wendungen ist am Ende nichts wie es scheint. Mich konnte der Krimi, den man im Übrigen unabhängig vom Vorgänger lesen kann, gut unterhalten. Gerne spreche ich hierfür eine Leseempfehlung aus.