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Der Tod, den niemand sehen kann

Der sechzehnte Fall für Libby Whitman. Thriller
Buch
Taschenbuch, 313 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3757924258

ISBN-13: 

9783757924256

Auflage: 

1 (23.04.2023)

Preis: 

12,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 4.606.634
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3757924258

Beschreibung von Bücher.de: 

FBI-Profilerin Libby Whitman hat das Gefühl, angekommen zu sein. Mit ihrem Mann Owen freut sie sich auf das Baby, das sie in einigen Monaten erwarten.

Dessen ungeachtet ermittelt Libby zusammen mit ihrer Kollegin Julie wegen einer Vergewaltigungsserie in Baltimore. Sie erstellen ein Profil für die beiden Täter, die schon mehrere Frauen in eine perfide Falle gelockt und teilweise brutal zugerichtet haben.

Gleichzeitig bearbeitet Owen den Fall eines jungen Krankenpflegers und seiner Freundin, die ohne erkennbaren Grund regelrecht hingerichtet wurden.

Als kurz darauf der Diebstahl von radioaktivem Cäsium aus dem Krankenhaus bekannt wird und ein TV-Moderator Symptome der Strahlenkrankheit aufweist, begreift Owen, dass alles miteinander zusammenhängt. Libby unterstützt ihn mit einem Täterprofil, denn die unbekannten Täter haben immer noch Cäsium in ihrem Besitz - und drohen mit weiteren nuklearen Anschlägen auf die amerikanische Hauptstadt …

Kriminetz-Rezensionen

Spannend und berührend

"Der Tod den niemand sehen kann" von Dania Dicken ist die sehr spannende 16. Folge in der Romanserie rund um das turbulente Leben der Profilerin Libby Whitman die besonders durch private und sehr berührende Momente ihrer Protagonisten glänzt.

Libby ermittelt mit ihrer Kollegin Julie nach dem Täter einer Vergewaltigungsserie. Der Unbekannte schlägt nachts auf besonders perfide Weise bei jungen Frauen zu, richtet seine Opfer brutal zu und hinterlässt eine Spur des Grauens.

Owen beschäftigt sich mit einem Fall der den Leser ebenfalls vor Entsetzen sprachlos lässt. Es sieht so aus als ob ein Pärchen völlig grundlos erschossen worden ist. In dem Mordfall wird jedoch kurze Zeit später das Fehlen von Cäsium in einem Krankenhaus festgestellt. Schon werden die ersten radioaktiv verstrahlten Personen registriert.
Die Ermittler geraten unter erheblichen Zeitdruck, denn die Täter müssen möglichst rasch gefunden werden um rechtzeitig noch Schlimmers zu verhüten.

Neben den atemberaubenden Ermittlungen finden sich in diesem Thriller auch berührende Momente wie die Geburt Micahs, dem Sohn von Byron, der unter seinem schweren Schicksal leidet. Tief berührt hofft der Leser, dass Bryon über sich hinaus wächst und nicht am Erlebten zerbricht.
Libby erwartet ihr erstes Kind. Vor der Geburt hat sie enormen Respekt, denn ihre traumatischen Erlebnisse während ihrer Entführung lassen sie einfach nicht los und belasten ihre Psyche schwer.

Wie bei allen ihren Psychothrillern lässt Dania Dicken ihre Leser atemlos vor Staunen, tief beeindruckt und berührt durch die Seiten des Romans fliegen. Es ist nicht möglich sich ihrem Können zu entziehen und die Bücher nicht als Pageturner zu erleben.
Es gelang der Autorin erneut ein voller Überraschungen streckendes Thema zu präsentieren, und es auf gekonnte Weise durch die berührenden, privaten Momente der Protagonisten in ein weiteres Kleinod zu verwandeln.

Gefahrenzonen lauern überall

Dieser 16te Band um die Profilerin Libby Whitman beinhaltet eine ganz besondere Geschichte. Denn hier erleben wir nicht nur zwei sehr unterschiedliche und besonders brisante Fälle, sondern im Privatleben von Libby und ihrer Familie passieren einige sehr emotionale Dinge. Aber erstmal zu den hier behandelten Fällen. Sie waren sehr unterschiedlich und zeigen die - leider - große Bandbreite an möglichen Gefahren für die Bevölkerung. Bei dem einen Fall werden gerade wieder Frauen zu Opfern und das auf sehr raffinierte Art und Weise. Für die Ermittlungen sind nicht nur Benny und Owen zuständig, sondern auch die Profilerin Julie spielt hier eine große Rolle. Dies war gerade für Julie und auch Libby sehr emotional und hat einige Dinge aus der Vergangenheit wieder hochgeholt. Aber die beiden können schon gut damit umgehen, auch wenn sie erstmal wieder mit den psychischen Folgen zu kämpfen haben. Es wird von der Autorin sehr gut zum Ausdruck gebracht, dass gegenseitige Unterstützung sehr hilfreich ist und die Freundschaft und die gemeinsamen Erlebnisse der Freundinnen für die beiden FBI-Agentinnen wichtig ist. Aber auch der andere Fall ist sehr interessant. Wir erfahren hier mehr über die Gefahren der Radioaktivität im normalen Alltagsleben der Menschen. Es ist kein Atomkrieg nötig, um die Menschen mit Radioaktivität zu bedrohen. Die Schilderungen über die vergangenen Ereignisse und deren Folgen sind schon interessant und natürlich gerade heutzutage sehr aktuell. Die Betroffenen kommen sehr glaubwürdig rüber und man kann ihre Wut schon verstehen. Auch wenn das natürlich nicht die Taten rechtfertigt. Und auch hier ist die Bedrohung gerade für unsere Protagonisten groß. Sie kommen schon wegen ihrer Arbeit zu nahe ans Geschehen ran und das versucht Nick besonders von Libby fernzuhalten. Ihre Schwangerschaft macht sie nun noch anfälliger und daher muss sie entsprechend reagieren, auch wenn es ihr nicht sehr gefällt.

Und das bringt uns zum Hauptthema des Buches: die privaten Lebensentwicklungen der Protagonisten. Libby ist ja schwanger und wir erleben hier ihre Erfahrungen hautnah mit. Wer der Serie schon lange folgt, der ist hier besonders betroffen, denn man hat die Protagonisten ja lange Zeit begleitet und man ist tief in ihrem Leben angekommen. Man leidet und freut sich mit ihnen und erlebt ihre glücklichen und leider auch traurigen Momenten hautnah mit. Es kommt immer alles sehr authentisch rüber. Gerade diese Folge um Libby und ihre Familie ist sehr emotional. Es gibt ja auch noch den Erzählstrang um Byron und Jasmine, den Bruder und die Schwägerin von Owen und Libby. Und auch hier kochen die Emotionen hoch. Es gibt immer wieder sehr dramatische Ereignisse und man leidet mit den Betroffen mit. Aber man merkt auch immer den Zusammenhalt der ganzen Familie, die gerade während der Schwangerschaft und der Geburt wieder gut sichtbar wird. Sie halten in Krisenzeiten immer zusammen und sind füreinander da. Mir haben diese gemeinsamen Szenen der Familie sehr gut gefallen. Und auch hier hat es Dania Dicken geschafft, die vielfälltigen Gefahren und Glücksmomente einer Schwangerschaft / Geburt klar und deutlich darzustellen. Für mich war es ein sehr schöner Band, der die Verbindung zu den Protagonisten noch mehr gesteigert hat. Man ist tief in den Ereignissen involviert und erlebt alles detailliert mit. Hier wird ein Krimi mit der Familiengeschichte gut vereint und man hat ein schönes und spannendes Lesevergnügen.

Eine eher ungewöhnliche Folge aus der Serie um Libby, dennoch lesenswert

Eine eher ungewöhnliche Folge aus der Serie um Libby, dennoch lesenswert
Owen und Libby freuen sich sehr auf ihr Kind. Die Welt ist friedlich und hell. Doch unbemerkt ziehen dunkle Wolken auf.

Owen bekommt es mit einem Doppelmord , ohne einen Hinweis auf Motiv und Täter, zu tun. Libby und Julie unterstützen die Polizei in Baltimore bei der Suche nach einem brutalen Serienvergewaltiger, was schlimme Erinnerungen in Libby wachruft. Und wäre das nicht genug, droht eine Terrorgruppe damit, Cäsium freizusetzen, sollten ihre Forderungen nicht erfüllt werden.

All das tritt in den Hintergrund, als das Schicksal erbarmungslos in Libbys privaten Umfeld zuschlägt.

Das ist in meinen Augen ein eher atypischer Thriller aus der Feder der Autorin. Bislang hielt mich die Fahndung nach sadistischen Serientätern in Atem und damit verbunden interessante Einblicke in deren Psyche. Zwar müssen Julie und Libby einen Vergewaltiger dingfest machen, was mit beängstigenden Risiken verbunden ist, aber der Schwerpunkt liegt eindeutig im familiären Bereich.

Das war für mich im ersten Moment befremdlich, da es unerwartet war, dafür aber emotional eine große Herausforderung und deshalb nicht weniger fesselnd als die bisherigen Bücher.

Nicht zu vergessen, die Bedrohung durch die radioaktive Verseuchung. Hier zeigen Julie und Libby ihr Können als brillante Profilerinnen. Gleichzeitig zeigt mir die Autorin , wie krank und realitätsfern solche Gruppierungen denken.

Mein besonderes Highlight war wieder mal eine Aussage Libbys vor Gericht, bei der sie ihre tolle Rhetorik zeigen kann.

Ungewöhnlich, aber nicht weniger packend wie die anderen Fälle und deshalb Daumen nach oben !

Familienzuwachs

Der Tod, den niemand sehen kann, Thriller von Dania Dicken, 16. Teil der Libby Whitman-Reihe Ebook.
Libby und Owen freuen sich schon auf ihr gemeinsames Baby, doch zuvor, gibt es noch aufregende Fälle zu lösen.
Libby und Julie sind an einem ganz besonders grausamen Verbrecherduo dran, sie locken ahnungslose Frauen in eine Falle und vergewaltigen die jungen Frauen und misshandeln und erniedrigen sie auf grausame Art und Weise. Durch eine gewagte Aktion soll ihnen das Handwerk gelegt werden.
In einem Krankenhaus verschwindet radioaktives Cäsium, drei prominente Personen werden kontaminiert, ein Bekennerschreiben fordert den sofortigen Ausstieg aus Atomenergie und der Vernichtung von nuklearen Verteidigungswaffen. Da diese Forderung nicht erfüllt werden kann, wird das Cäsium an verschiedenen Orten in Washington freigesetzt. Mithilfe eines Täterprofils können Libby und Julie ihren Gatten zur Seite stehen. Ist es möglich die Attentäter zu stoppen?
Band 16 der Libby Whitman-Reihe hat es wieder in sich, obwohl sich die Ermittlerinnen in Gefahr begeben und auch radioaktive Strahlung in der amerikanischen Hauptstadt die Menschen gefährdet, können die beiden Fälle professionell aber nicht weniger spannend abgeschlossen werden. Das Highlight in diesem Band, liegt zweifelsfrei im emotionalen Bereich und zwar direkt in der Familie. Schon der Prolog hat mich in den aufregenden Plot katapultiert, von da ab war es für mich unmöglich das Lesegerät überhaupt noch aus der Hand zu legen, die Ereignisse überschlagen sind und der Leser kommt kaum zum Aufatmen. Dania Dicken hat sich diesmal an ein besonders interessantes Thema gewagt. Terrorismus durch radioaktive Bedrohung. Die Bedeutung von Strahlenkrankheit, die verschiedenen radioaktiven Stoffe, ihre Einteilung usw., darüber habe ich kaum etwas gewusst. D. Dicken hat hervorragende Recherchearbeit geleistet und kann die Leser nachvollziehbar und verständlich darüber informieren. Vom Anfang bis zum Schluss habe ich alles genau verstanden und einiges dazugelernt. Genau das gefällt mir bei den Büchern der Autorin ganz besonders, immer wieder neue und interessante Themen darzubieten.
Doch die eigentliche Stärke liegt in diesem Buch im privaten Bereich um Libby, zunächst ihre Schwangerschaft, die körperlichen und seelischen Veränderungen die diese Zeit mit sich bringt, so gut beschreiben kann das nur eine Frau die weiß wovon sie spricht. Emotional bin ich diesmal an meine Grenzen gekommen, an zwei Stellen konnte ich die Tränen nicht mehr zurückhalten. Grund dafür in diesem Band eine Figur die eigentlich bisher eine eher unangenehme Nebenrolle innehatte, Libbys Schwager Byron, er hat eine verblüffende Wendung und Weiterentwicklung in diesem Band hingelegt, er hat es geschafft, dass er diesmal meine absolute Lieblingsfigur wurde. Alle Figuren, die guten zumindest, sind äußerst sympathisch, hervorragend charakterisiert, sie handeln nachvollziehbar und authentisch.
Dieses Buch werden nicht nur die harten Krimileser schätzen, sondern vor allem die Fans der Reihe, es geschieht so viel Gefühlsmäßiges und Aufwühlendes, was das Libby-Universum zusätzlich aufwertet. Vor allem das gefühlvolle Ende welches Libby diesmal von einer unbekannten Seite zeigt. Ich bin begeistert. Von mir 5 Sterne.