Cover von: Die Todesbotin
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Die Todesbotin

Der zweite Fall für Viktor von Puppe. Thriller
Buch
Taschenbuch, 512 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3734104157

ISBN-13: 

9783734104152

Erscheinungsdatum: 

18.03.2019

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3734104157

Beschreibung von Bücher.de: 

Berlin ist ein gefährliches Pflaster ... doch das wahre Böse lauert vor den Toren der Stadt!

Berlin-Neukölln: Ein Deutschtürke liegt erschossen in seinem Handyladen. Kurz darauf findet man nach einer Explosion in einer verlassenen Kinderklinik die Leiche eines jungen Flüchtlings. Spuren legen eine Verbindung zu dem Mord in Neukölln nahe. Der Staatsschutz vermutet einen terroristischen Hintergrund und reißt beide Fälle an sich.

Viktor Puppe und seine Kollegen vom Berliner LKA verfolgen eine ganz andere Spur, die sie zu einer zwielichtigen »völkischen Siedlung« vor den Toren der Stadt führt. Viktor schleust sich in die Gemeinschaft ein und ist bei den Ermittlungen von nun an auf sich allein gestellt ...

Kriminetz-Rezensionen

Das Böse geht allein vom Menschen aus

»Was Menschen Übles tun, das überlebt sie, das Gute wird mit ihnen oft begraben.« (William Shakespeare)

In seinem Handyladen wird der Deutschtürke Oktay Yavuz erschossen aufgefunden, von der Tatwaffe fehlt jede Spur. Am Tatort findet Begüm Duran auf dem Handy des Toten eine prekäre Nachricht, die sie sofort handeln lässt. Währenddessen gehen Victor Puppe und Ken Tokugawa den weiteren Spuren nach. Dann jedoch kommt es zur Explosion in einer Kinderklinik in Weissensee, wo man die Überreste eines jungen Flüchtlings auffindet. Haben die beiden Toten eine Verbindung zueinander? Ehe Victor und Ken das herausfinden nimmt ihnen der Staatsschutz ihren Fall wieder ab, da sie einen terroristischen Akt dahinter sehen. Eine Spur jedoch führt die beiden zu einer eigenwilligen Dorfgemeinschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Da sie jedoch auch hier nicht weiterkommen, entschließt sich Victor, sich Undercover in die Gemeinschaft einzuschleusen. Alleine muss er nun herausfinden, ob sie etwas mit den beiden Toten von Berlin zu tun haben. Begüm geht währenddessen mal wieder ihren Alleingang und reitet sich dafür immer tiefer in Ärger.

Meine Meinung:
Das extravagante Cover mit der Libelle zierte diesen Thriller und passte dadurch sehr gut zum Vorgängerband. Der Schreibstil war wie beim letzten Mal sehr unterhaltsam, spannend, informativ, frech, humorvoll und angenehm. Die Sprache des Autors war wie immer ungewöhnlich mal sehr interessant, mal provozierend frech und in manchen Szenen auch mit Dialekt der typischen Berliner Schnauze versehen, was mir gut gefiel. Man merkt dem Plot wieder einmal an, dass Thomas Elbel weiß, was er schreibt. Ob es der Staatsschutz, Terrorismus, eine eigenwillige Dorfgemeinschaft oder das Abschweifen in die Vergangenheit war, mich konnte er erneut begeistern. Sein Buch spielte wieder einmal in den schwierigen und düsteren Teilen Berlins. Als Rechtswissenschaftler spürte man an vielen Stellen, wie gut er sich in dieser Stadt und mit Recht und Gesetz auskennt. Trotzdem provoziert er bewusst durch seine extravaganten, besonderen Ermittler Begüm Duran und Ken Tokugawa. Beide sind besonders und nicht gerade einfach gestrickt in ihren Charakteren, passen aber sehr gut zu dem düsteren Bild Berlins, das der Autor auch diesmal wieder zeigt. Und sie wirken erstaunlich gut als Gegenpol zu dem ruhigen, zugeknüpften und couragierten Victor Puppe. Ebenso spürte man, das dieses Buch gut recherchiert war, der Autor sich sehr gut auskannte und teils wahre Begebenheiten in sein Buch mit einfließen ließ. Ferner bemerkte ich dies sprachlich an einigen Stellen, besonders wenn der Autor fachliche Ausdrücke einbrachte. Was natürlich für ihn als Rechtswissenschaftler kein Problem war. Doch zum Glück hielt sich das diesmal sehr in Grenzen. Die Charaktere gefielen mir wieder außerordentlich gut, auch wenn es anfänglich schon teils sehr provokant war. Victor Puppe ist eher der Gentleman unter den Ermittlern, vielleicht manchmal etwas zu steif, ruhig und introvertiert. Doch diesmal, hatte ich das Gefühl, das er durch seinen Kollegen Ken und im Besonderen durch die Gerichtsmedizinerin Stella auftaute. Kenji (Ken) Tokugawa z.B. ist einer, der öfters eher den Pausenclown gab, alles etwas lockerer nahm, allerdings den Sinn für Gerechtigkeit nie verlor. Er hatte schon öfters ein loses Mundwerk und nahm meist auch kein Blatt vor den Mund. Begüm Duran machte mal wieder alles im Alleingang, was ihr tüchtig Ärger einbrachte. In der Tat ist sie ebenfalls nicht gerade einfach, hat zwar Sexappeal, doch ihre türkischen Wurzeln und Gewohnheiten kann sie nicht verleugnen. Beeindruckend war außerdem für mich die Begegnung seines Großvaters und seiner Mutter, die man in diesem Buch miterlebte. Dieser zweite Victor Puppe Fall war für mich erneut spannend, informativ und lesenswert deshalb gebe ich 5 von 5 Sternen.

Viktor Puppe ermittelt wieder

Der Mord an einen deutschtürkischen Handyladenbesitzer ruft Oberkommissar Viktor Puppe und sein Team auf den Plan. Die Recherchen laufen gerade erst an, als sie zu einem weiteren Tatort gerufen werden. In einer verlassenen Kinderklinik hat es eine Bombenexplosion gegeben und eines der beiden Opfer stellt eine Verbindung zum ersten Mord dar. Haben es die Ermittler mit einem versuchten Terrorattentat zu tun? Der Staatsschutz ist sich diesbezüglich sicher und mischt nun bei den Ermittlungen mit, Viktor Puppe hingegen geht einer ganz anderen Spur nach und begibt sich so selbst in größte Gefahr ...

Nachdem ich den »Todesmeister« vom Autor Thomas Elbel bereits verschlungen hatte, war ich nun auf den zweiten Band um den außer-gewöhnlichen Ermittler Viktor Puppe sehr gespannt. Der Autor erzählt die Geschichte wieder in einem sehr lebendigen und flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich schnell an das Buch fesseln konnte. Er baut sehr geschickt eine komplexe Geschichte auf, in der anfangs scheinbar zusammenhanglose Erzählstränge schnell zueinander finden. Besonders gut gefällt mir an seinem Erzählstil, dass er zuspitzende Situationen zunächst unaufgelöst lässt und diese dann im Nachgang beschreibt. Es zerrt so manchmal an den Nerven des Lesers, erhöht die Spannung aber ungemein. Die Folge war, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und es entwickelte sich für mich zu einem echten Pageturner. Seine Individualität erhält der Thriller mithilfe seine interessanten Hauptprotagonisten. Alle drei Ermittler tragen mit ihrem persönlichen Umfeld und ihren Charaktereigenschaften zum Unterhaltungswert bei, ein tolles Team, welches beim Leser schnell Sympathiepunkte sammeln kann. Die Spannung kommt auch nie zu kurz und das fulminante und auch ausgiebige Finale weiß mit einigen Überraschungen zu überzeugen.

»Die Todesbotin« ist aus meiner Sicht eine sehr gut gelungene Fortsetzung einer besonderen Thriller-Reihe. Es bleibt zu hoffen, dass es noch einige Fälle für das Team zu lösen gilt. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

Die Siedler

Während Viktor und seine Kollegen Ken und Begüm noch mit den Recherchen im Fall eines ermordeten Deutschtürken beschäftigt sind, geht in einer alten leerstehenden Kinderklinik eine Bombe hoch. Recht schnell gelingt es der Spurensicherung einen Zusammenhang zwischen beiden Fällen herzustellen. Doch damit verliert sich zunächst jede Spur. Als Viktor und sein Team wenig später dazu gezwungen werden, die Ermittlungen an den Staatsschutz abzugeben, sind sie stinksauer. Entgegen den offiziellen Anweisungen ermitteln sie daher in Eigenregie weiter und beginnen einer vollkommen anderen Spur zu folgen. Dies führt sie zu einer abgelegenen Siedlungsgemeinschaft, deren Lebensweise und Weltanschauung als äußerst fragwürdig anzusehen ist. Aber die Spurenlage ist eindeutig und wenn sie den Fall lösen wollen, müssen sie sich einen Zugang zu der Gemeinschaft verschaffen. Doch damit beginnt ein äußert gefährliches Spiel, das sie nicht nur an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit, sondern auch an das Ende ihrer Vorstellungskraft führt.

FAZIT
Eine brisante und zeitaktuelle Geschichte, in der bis zum Ende alle Optionen offen bleiben, so dass der Fall erst nach seinem packenden Showdown, restlos aufgeklärt werden kann.

Spannend vom Anfang bisEnde

Nicololetta findet in der Straßenbahn einen Koffer. Auch wenn sie nicht weiß, was drinnen ist, für sie ist es ein Glücksfall, um die nächsten Tage zu überstehen. Jetzt muss sie es nur schaffen, den Koffer ungesehen in das verlassene Kinderkrankenhaus in Weißensee zu bringen.

Antoniu der von Nicoletta und den anderen obdachlosen Kindern, die Geld erbetteln, das Geld einsammelt, sieht den Koffer. Beim Aufbrechen des Koffers explodiert der Koffer und reißt Antoniu und Nicholettas Freundin in den Tod. 

Die Explosion ruft den Staatsschutz auf den Plan, gleichzeitig wird in Kreuzberg ein türkischer Händler erschossen gefunden. Der Staatsschutz sieht Parallelen. Viktor von Puppe, der nun ein Teil des Teams ist, will den Fall mit seinem Team aufklären …

Ich habe bereits den ersten Band der Reihe gelesen. Die Kommissare finde ich jeden für sich schon speziell, genau wie ihre Geschichte. Ich mag ihre Art, miteinander umzugehen. Die vielen Spuren und der Überraschungseffekt machen das Buch spannend und super zu lesen. Vom Anfang bis Ende war es spannend, 5 Sterne dafür. Nun bin ich auf den 3. Band gespannt.

Ermittlungen in Extremistenkreisen

Viktor und seine beiden Kollegen vom LKA Berlin, Ken und Begüm, sollen den Mord an einem Deutschtürken aufklären. Was zuerst wie ein normaler Mord unter Kriminellen aussieht, erweist sich bald als brisanter Fall, der den Staatsschutz auf den Plan ruft. Plötzlich ist die Rede von einem islamistischen Anschlag. Als bei einer Bombenexplosion in einer verlassenen Kinderklinik DNA von einem Asylbewerber identifiziert wird, scheint die Beweislage eindeutig. Dem LKA Berlin wird daraufhin der Fall entzogen.

Doch Ken und Viktor bleiben sich treu und ermitteln auf eigene Faust weiter. Sie gehen einer Spur nach, die zu einer völkischen Siedlung vor den Toren Berlins führt. Viktor beginnt Ermittlungen undercover. Währenddessen macht Begüm ihr eigenes Ding und setzt dabei ihr Leben und ihren Job aufs Spiel.

Erneut schickt der Autor sein ungewöhnliches Ermittlungstrio auf Tätersuche. Der Fall erfordert nicht nur die volle Aufmerksamkeit der Beamten, sondern auch die des Lesers, denn es laufen einige Ermittlungsansätze parallel und zu Beginn des Thrillers ist es nicht ganz einfach, den Überblick zu behalten und ein Muster zu erkennen.

Wieder fällt mir wie bereits im 1. Band Begüm unangenehm auf. Sie ist definitiv kein Teamplayer, hält Informationen zurück und stellt ohne Absprachen mit Ken und Viktor eigene Nachforschungen an. Ich habe nicht verstanden, wie sie annehmen konnte, damit durchzukommen. Ihr Verhalten endet dann auch folgerichtig in einer Beinahe-Katastrophe.

Dagegen scheinen sich Ken und Viktor zusammengerauft zu haben und bilden tatsächlich so etwas wie ein Team, obwohl Ken weiterhin zu Grenzüberschreitungen neigt.

Mein persönliches Highlight waren Viktors Ermittlungen in der völkischen Siedlung, für die es ein reales Vorbild gibt. Es war wie eine Zeitreise ins Dritte Reich und dabei absolut erschreckend und verstörend. Gleichzeitig geht eine gewisse morbide Faszination von dieser Gruppe aus. Was mich aber wirklich wütend macht, dass so etwas mit Wissen der staatlichen Stellen möglich ist.

Im Hintergrund der Hauptgeschichte agiert erneut wie ein böser Geist aus der Vergangenheit Viktors Großvater. Auch Viktors – in meinen Augen ungesunde – Beziehung zu der Gerichtsmedizinerin Stella wird fortgeführt.

Die Lösung des Falles ist eine echte Überraschung und nicht alltäglich. Aus diesem Grund fand ich es hilfreich, dass am Ende die Aufklärung Schritt für Schritt hergeleitet wird.

Mein Fazit: packendes Leseerlebnis mit verstörenden Einblicken in real existierende Parallelwelten.