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Der Todesbruder

Der dritte Fall für Viktor von Puppe. Thriller
Buch
Taschenbuch, 512 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3734108616

ISBN-13: 

9783734108617

Auflage: 

1 (21.09.2020)

Preis: 

10,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3734108616

Beschreibung von Bücher.de: 

Ein Killer, der an Grausamkeit nicht zu überbieten ist - diese Mordserie lehrt Berlin das Fürchten …

Viktor Puppe vom Berliner LKA und sein Partner Ken werden zum Schauplatz eines grausamen Verbrechens gerufen. Auf einem abgesperrten Gelände wurde eine Leiche gefunden, gezeichnet von schrecklichen Verbrennungen. Bei dem Toten handelt es sich um einen Botschafter des Vatikans. Am Tatort finden sie eine römische Ziffernfolge. Bei der Autopsie stellt sich heraus, dass der Mann während der tödlichen Folter zwar bewegungsunfähig, jedoch bei vollem Bewusstsein war.

Dann taucht ein weiteres perfide ermordetes Opfer auf, getötet durch unzählige Wespenstiche …

Auch bei diesem werden römische Ziffern gefunden. Ganz offensichtlich hängen die Morde zusammen. Die Ermittlungen führen Ken und Viktor an eine Schule, wo sie jedoch auf eine Mauer des Schweigens stoßen. Und der Mörder hat gerade erst angefangen …

Kriminetz-Rezensionen

Schräge Charaktere und eine schreckliche Mordserie in Berlin sorgen für spannende Lesestunden!

»Todesbruder« von Thomas Elbel aus dem Verlag Blanvalet ist der dritte Band einer Thrillerserie. Ich kenne die Vorgänger zwar nicht, in diesem Band bin ich trotzdem gut ohne Vorwissen klargekommen. Mit Vorwissen hätte man einige Situationen und Protagonisten vielleicht etwas besser verstehen können, was ich jetzt nicht unbedingt schlimm fand. Dafür werden die Vorgänger nachgeholt, denn »Todesbruder« hat mir sehr gut gefallen.

Dies ist wieder ein Thriller nach meinem Geschmack. Der Schreib- und Erzählstil des Autors ist spannend und fesselnd.

Die gesamte Story ist clever ausgedacht und dank der detaillierten Beschreibungen sehr bildhaft. Schauplätze, Protagonisten und Tatorte sind dank der sehr bildhaften Vorstellungskraft des Autors unheimlich detailliert und realistisch beschrieben. Es gab überraschende Wendungen, die für gute Abwechslung gesorgt haben. Der Thriller ist oft brutal, perfide und nichts für schwache Nerven. Insgesamt ein fesselnder Lesegenuss, von der ersten bis zur letzten Seite.

Ein mittelalterliches Werk des Italieners Dante Alighieri wird von einem Killer kopiert, indem er seine ausgesuchten Sünder umbringt. Dabei steht jeder Sünde eine grausame Strafe gegenüber, die gnadenlos durchgezogen wird. Da der Täter am Tatort immer eine römische Ziffernfolge hinterlässt, kommen Viktor (von) Puppe vom Berliner LKA und sein Partner Kenji Tokugawa, Ken genannt, nach ordentlicher Ermittlungsarbeit einer religiösen Schule auf die Spur, wo sie aber auf Schweigen stoßen. Doch sie kommen den Vertuschungen allmählich auf die Spur und somit auch auf den Täter, der seine Opfer unter anderem durch unzählige Wespenstiche und Verbrennungen tötet.

Die Charaktere der Protagonisten fand ich hier besonders gut gelungen. Neben extremen Grausamkeiten hat der Autor mich mit seinen Protagonisten oft zum Schmunzeln gebracht. Ein Ermittlerduo, was unterschiedlicher nicht sein kann, aber super harmoniert. Viktor ist der Spross einer alten Berliner Adelsfamilie mit düsterer Vergangenheit. Er hat sich aus privaten Motiven in die Berliner Mordkommission eingeschlichen und ist überraschenderweise zu einem leidenschaftlichen Ermittler geworden. Außerdem ist er ein wandelndes Lexikon mit sechstem Sinn und staken Nerven, wenn es um seinen Kollegen Ken geht. Er hat mit seiner frechen und witzigen Art für Stimmung gesorgt. Ein Charakter, der wirklich kein Blatt vor den Mund nimmt und seinen Kollegen Viktor, auch liebevoll Püppi genannt, oft in peinliche Situation bringt. Trotzdem habe ich ihn gerne gelesen und er war mir sehr sympathisch, obwohl ich unter keinen Umständen mit ihm arbeiten könnte. Der Halbjapaner ist ein ehrlicher Sprücheklopfer und Gerechtigkeitsfanatiker. Es gibt hier einige unterschiedliche Charaktere, die man ebenfalls gut kennenlernt. Schmulke, den Leiter der Spurensicherung habe ich mit seinem Berliner-Akzent auch sehr gerne gelesen.

Wie gesagt, der Thriller ist sehr abwechslungsreich und wurde zu keiner Zeit langweilig. Warum der Titel hier »Todesbruder« heißt, erfährt man auch und es bleiben keine Fragen offen.

Meiner Meinung nach hat »Todesbruder« auf jeden Fall volle fünf Sterne verdient!

Rachsüchtiger starker Thriller

Der mittlerweile dritte Teil nach »Der Todesmeister« und »Die Todesbotin« kann trotz der beiden Vorgeschichten mühelos auch einzeln gelesen werden. Gerade am Anfang scheinen die wechselnden Orte ohne Vorkenntnisse eher zu verwirren, aber das erledigt sich relativ schnell …

Geschichte: In einer alten, leerstehenden Fabrikanlage wird eine Leiche gefunden, die bis zur Unkenntlichkeit verbrannt wurde. Die Mordwaffe, ein aus sehr alten Teilen zusammengesetzter vorsintflutlicher Flammenwerfer, und auch die römischen Ziffern, die gefunden werden, deuten auf eine Exekution. Kurze Zeit später wird in einer Laubenkolonie ein Mann gefunden, der durch eine hohe Anzahl Wespenstiche, teilweise bis in die Lunge, zu Tode kam. Auch hier römische Ziffern. Viktor Puppe und sein deutsch-japanischer Kollege Ken Togukawa fangen an zu ermitteln und versuchen das Muster hinter den Morden zu erkennen …

Eine durch häufiges Wechseln der Orte ungemein spannende Geschichte nimmt ihren Anfang und es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Auch, wenn die Personen nicht gerade das typische Krimi-Schema aufweisen (Ken als Halbjapaner, schrill und nervig, Stella als Gerichtsmedizinerin einfach nur sehr speziell mit vielen Alleingängen und Treueproblemen, Begüm als Deutsch-Türkin, die Stella nicht ausstehen kann und zugleich Chefin von Viktor und Ken geworden ist).

Viktor ist sympathisch, Klugscheißer aber dennoch sehr sozial mit einer sehr merkwürdigen Familiengeschichte im Hintergrund. Ken, der mir persönlich bis zur 300. Seite einfach nur auf die Nerven ging, sorgen dafür, dass ich dieses Buch mit gelebt habe. Mich aufgeregt, erleichtert aufgeatmet und mitgefiebert habe. Damit kann ich wohl sagen, dass diese Geschichte mich gepackt und einen bleibenden Eindruck hinterlassen hat.

Es ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die man mit Viktor durchleben muss und es ist keine Gerade. Die Hauptperson ist wirklich super aufgebaut und es endet für mich mit einer Überraschung. Man denkt, auf Seite 400 ist alles erzählt und dann kommen noch einmal 40 Seiten, mit denen man so nicht gerechnet hat. Kompliment!

Berliner Schnauze gemischt mit Multi-Kulti, was bei vielen oftmals nur peinlich wirkt. Man denke an die amerikanischen Serien, in den immer ein Weißer, Farbiger, Latinos und Asiaten auftreten müssen. Hier wirkt das eher belebend und natürlich und macht einfach Spaß und trägt zur Geschichte recht gut bei. Ein in jeder Hinsicht herausragender Thriller, der von Anfang an Fahrt aufgenommen hat und zum Ende nochmal Vollgas gibt. So wie es sein soll.

Fazit: Absolute Empfehlung: 5 Sterne!

Wenn die Erde zur Hölle wird

»Warum die Hölle im Jenseits suchen? Sie ist schon im Diesseits vorhanden, im Herzen der Bösen.« (Jean-Jacques Rousseau)

Eine grausame Mordserie erschüttert Berlin, der Täter richtet seine Opfer allesamt mit einem brutalen Ritual. Sein erstes Opfer finden die Ermittler Victor Puppe und Kenji (Ken) Tokugawa vom LKA 11 in einer ehemaligen Eisfabrik. Dort wurde ein hochrangiger Geistlicher bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Auffällig am Tatort sind lediglich eine Reihenfolge römischer Ziffern, die Victor neugierig machen. Doch was hat es mit diesen Ziffern auf sich? Erschreckend ist, dass er sein Opfer bei lebendigem Leib angezündet hat. Als der nächste Geistliche mit zahlreichen Wespenstichen tot aufgefunden wird, ist klar, dass es hier ein Zusammenhang geben muss. Dass der Mörder allerdings erst mit seiner Rache begonnen hat, ahnen sie bis dahin nicht. Interessant wird es, als ihre Spur sie zum Loyola-Kolleg führt.

Meine Meinung:
Das Cover mit der Wespe aus der blutigen Wunde hat mich beeindruckt und es passt gut zu den beiden Bänden davor. Der Schreibstil ist diesmal etwas anspruchsvoller, insbesondere weil es hier rund um die »Göttliche Komödie« von Dante Alighieri, einem italienischen Dichter aus dem Mittelalter geht. In diesem Werk reist der Dichter in die Hölle, die nach seinen Vorstellungen ein riesiger Trichter darstellt. Dort werden die Sünder nach der Schwere ihre Taten eingeteilt und gefoltert. Diese Foltermethoden benutzt der Täter hier in diesem Buch, was gleichzeitig interessant, doch überaus bestialisch ist. Selbst wenn der Autor es im Buch vereinfacht, ist die Sprache Dantes nicht immer gut verständlich. Doch die Idee selbst fand ich schon bemerkenswert und sie passt vor allem hervorragend zum hochintelligenten Ermittler Victor von Puppe.

Ebenfalls markant waren erneut die Settings der Tatorte, die der Autor in allen seinen Krimis bisher immer explizit in Berlin sucht und detailliert beschreibt. Dadurch konnte ich mich mir wieder alles bildlich sehr gut vorstellen.

Der Spannungsbogen beginnt etwas flacher, steigt jedoch kontinuierlich bis zum gewaltigen Showdown am Ende an, der mich schockiert hat. Da die meisten Opfer einen geistlichen Hintergrund aus der katholischen Kirche haben, ist mir recht schnell bewusst, was damals passiert sein muss. Doch der ganze Plot entwickelt sich als noch spektakulärer. Zudem kommt ein weiterer Fall hinzu, der zu Victors Familie führt. Gut gefallen haben mir wieder die Protagonisten, die der Autor hier allesamt sehr gut durchdacht hat.

Dass die Ermittler so unterschiedliche Kulturen haben, passt sehr gut zu Multikultistadt Berlin. Victor und Ken sind inzwischen ein eingespieltes Team. Es fehlt natürlich auch diesmal nicht Kens Humor, der mir mitunter fast zu übertrieben war. Begüm Duran, mittlerweile befördert, hat sich dagegen zum Guten verändert. Sie ist ruhiger und disziplinierter geworden. Doch wenn sie sich mit Gerichtsmedizinerin Stella Samson anlegt, dann fliegen die Fetzen. Allerdings, ihre Alleingänge haben sich nicht geändert.

Was mir jedoch nicht so gefallen hat, ist das Ende des Buches. Zum einen war es mir etwas zu flott zusammengefasst und es fehlte mir dann doch ein wenig die Ernsthaftigkeit des Ganzen. Diese zusammengefasste Slapsticknummer war mir dann doch etwas zu viel des Guten und zudem blieben bei mir einige Fragen offen. Dass dies nun nach 3 Büchern wirklich das Ende des Teams sein soll, stimmt mich etwas traurig. Von mir gibt es 4 von 5 Sterne für diesen Band.

Auf den Spuren von Dante

Ein grausamer Serientäter sorgt in der Hauptstadt Berlin für Angst und Schrecken. Sein erstes Opfer wurde bei vollem Bewusstsein verbrannt und sein zweites von unzähligen Wespenstichen getötet. Die Taten verbindet eine römische Zahlenfolge, die an den Tatorten hinterlassen wurde. Was mag hinter den Taten stecken? Wird es weitere Opfer geben? Die ersten Spuren führen Viktor Puppe mit seinem Kollegen Ken zu einer kirchlichen Schule, bei der sie aber auf eine Mauer des Schweigens stoßen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt …

»Der Todesbruder« ist der dritte Band um den sympathischen Ermittler Viktor Puppe und seinem Team. Die ersten beiden Bände konnten mich bereits begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung ins neue Werk vom Autor Thomas Elbel gestartet bin. Nach wenigen Seiten war mir klar, dass ich nicht enttäuscht werden würde. Mit seinem temporeichen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, hatte mich Thomas Elbel schnell wieder in den Bann gezogen. Der Spannungsbogen wird gleich zu Beginn des Buches mit dem grausigen Auffinden des ersten Opfers gut aufgebaut und über die, mit überraschenden Wendungen gespickten, Ermittlungsarbeiten auf einem sehr hohen Niveau gehalten. Es fiel mir sehr schwer, das Buch zur Seite zu legen, was auch an der sehr interessanten Weiterentwicklung der charismatischen Protagonisten lag. Sie prägen den Thriller und geben ihm eine besondere Note. Auch die wohldosierten humorvollen Einlagen heben den Unterhaltungswert des Buches, welches mit einem fulminanten Finale und einem aus meiner Sicht äußerst gelungenen Plot abgerundet wird.

»Der Todesbruder« ist für mich ein außerordentlich gut gelungener Thriller, der mir einige packende Lesestunden beschert hat. Ich empfehle es daher sehr gerne weiter, rate aber auch dazu, die Serie von Beginn an zu lesen, denn es lohnt sich. Meine Bewertung fällt folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen auch positiv aus.

Spannungsreicher abschließender Band der Reihe um Viktor Puppe

Kurz zum Inhalt:
Berlin: eine verbrannte Leiche wird in einem abgesperrten Fabrikgebäude entdeckt. Es stellt sich heraus, dass es ein hochrangiger Geistlicher ist, der zu Tode gefoltert wurde. Einzig verwertbare Spur ist eine römische Ziffernfolge.

Wenig später wird ein von unzähligen Wespenstichen getöteter Pfarrer gefunden. Als Spur ebenfalls eine römische Ziffernfolge.

Doch das bleiben nicht die einzigen Leichen …

Meine Meinung:
»Der Todesbruder« ist der 3. und abschließende Teil der Reihe um die Berliner Ermittler Viktor von Puppe, Ken Tokugawa und Begüm Duran. Die Geschichte ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Alle wichtigen Vorkommnisse aus den vorigen Bänden sind flüssig integriert.

Thomas Elbel schafft es hervorragend, den Spannungsbogen konstant aufrecht zu halten.

Die Entwicklung der handelnden Personen konnte man gut nachvollziehen – Begüm ist nun die Chefin von Viktor und Ken; und Ken ist nicht mehr ganz so derb, für mich aber immer noch einen Ticken zu viel. Auch alte Bekannte (ich sage nur: Viktors Großvater und Stella) kommen wieder vor, und einige Charaktere polarisieren immer noch. Auch konnte mich der Autor mit den Schicksalen einiger Personen überraschen.

Der Fall selbst ist super spannend: Morde nach den Bestrafungen der Sünder in den Kreisen der Hölle nach der Göttlichen Komödie von Dante. Klar, das sind die passenden Tode für Kirchenmänner …

Das Thema des Buches in der katholischen Kirche wird wohl immer aktuell sein …

Die Morde selbst sind grausam und blutig, brrr einfach nur Gänsehaut. Aber genau so, wie es sich für einen guten Thriller gehört.

Immer wieder liest man auch aus der Sicht des Täters. Erst nach und nach kommt man drauf, was der Grund für die Morde war. Schrecklich, traurig, nachvollziehbar.

Die Auflösung ist authentisch und hat mich zufriedengestellt, und ein actiongeladener Showdown im Aquarium bringt Spannung und gute Unterhaltung. Leider ist mit diesem Buch nun die Reise von Viktor Puppe zu Ende.

Toll fand ich auch, dass es in der vorderen Innenklappe Infos zu den drei Ermittlern gibt. So hat man gleich eine gute Übersicht.

Das Cover lässt die Reihenzugehörigkeit erkennen; und die aus der Wunde austretende Wespe passt einfach perfekt.

Fazit:
Gelungener Abschluss mit viel Spannung, immer noch polarisierenden Personen und einer fesselnden Mordserie nach Dantes Göttlicher Komödie.

Die neun Kreise der Hölle

Während Begüm ein Führungsseminar besucht, da sie zur Vorgesetzten von Ken und Viktor befördert wurde, müssen die beiden sich um eine Reihe von Morden kümmern. Die Bluttaten sind äußerst grausam. Die Opfer haben eine kirchliche Vergangenheit und der Täter hinterlässt Botschaften, die eine Art Erklärung für die Untaten liefern. Gleichzeitig wecken sie die Befürchtung, dass es zu weiteren Verbrechen kommen wird. In ihren Versuchen, den Mörder zu stoppen, scheint der Täter Ken und Viktor immer einen Schritt voraus zu sein.

Der Thriller ist sehr rasant geschrieben. Ken und Viktor hetzen von einem Tatort zum anderen. Gleichzeitig versuchen sie anhand der Hinweise weitere Tötungen vorauszusehen und sie möglicherweise zu verhindern. Die Vorbilder für die Inszenierungen des Mörders finden sich in Dantes Göttlicher Komödie, was bei mir die Überlegung hervorrief, ob ich sie vielleicht mal lesen sollte.

Als sich die Erkenntnis verfestigt, dass der Täter sich auf einem Rachefeldzug befindet und es sich dabei möglicherweise um Missbrauch handelt, wird Ken geradezu unausstehlich. Er behandelt Zeugen mit einer unglaublichen Aggression, die die Ermittlungen nicht leichter machen.

Wie in den beiden Vorgängerbänden agiert Viktors Großvater im Hintergrund und sorgt für dramatische Ereignisse, die nachhaltigen Einfluss auf alle Beteiligte haben.

Die Aufklärung der Mordserie hat mir gut gefallen und es gibt, wie bisher immer und deshalb freudig erwartet, noch eine überraschende Wende, bevor der Täter gefasst wird. Der Spannungsbogen war durchgängig hoch und die gelegentlichen Gruseleffekte haben zur willkommenen Gänsehaut geführt.

Beim unwiderruflichen Ende des Thrillers und der Reihe bin ich zwiegespalten. Zum einen hätte ich gerne weitere Fälle mit dem ungewöhnlichen Trio gelöst. Zum anderen war mir der Schluss zu plakativ, als wollte der Autor auch die letzte Hoffnung auf eine Fortsetzung zerstören. Mir wäre ein offenes Ende lieber gewesen, aber das ist wirklich Geschmackssache.

Tolle Fortsetzung

In Berlin wird  auf einem abgesperrten Firmengelände die Leiche von einem Monsignore, Botschafter des Vatikans gefunden. Die bei dem Toten gefundenen römischen Ziffern werden auch bei anderen Opfern gefunden. Die Opfer sind alle grausam gefoltert worden. Jedes Todesopfer auf eine andere Art und Weise und es gibt bei jedem einen literarischen Bezug. Was haben die Opfer und die grausamen Morde mit der katholischen Kirche zu tun???

Die Fälle rufen das Berliner LKA mit Viktor Puppe und Ken Tokugawa zum Tatort. Begüm Duran, die mittlerweile Teamleiterin ist, ist die dritte im Team. Die drei harmonieren auch in diesem Fall wieder gut zusammen. Viktor Puppe hat schnell den Bezug zu den römischen Ziffern hergestellt, Ken Tokugawa nimmt mit seiner frechen Art den Würdenträgern den Wind aus den Segeln. Und Begüm Duran muss sich als neue Teamleiterin behaupten. Die Morde sind sehr grausam, dass man beim Lesen Gänsehaut bekam. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren …

Der Autor Thomas Elbel hat einen tollen Schreibstil, spannend erzählt er die Geschichte, dass man das Buch nicht gerne aus der Hand legen möchte. Ich habe auch schon die beiden Vorgänger des Buches (»Der Totesmeister« und »Die Todesbotin«) gelesen. Dieser Fall ist der spannendste der drei. Die Charaktere des Ermittlerteams in sich schon sehr interessant und eigen. Auf jeden Fall 5 Sterne für die Geschichte und dem Buch.