Cover von: Todeskäfig
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Todeskäfig

Thriller
Buch
Taschenbuch, 436 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3548290760

ISBN-13: 

9783548290768

Erscheinungsdatum: 

10.08.2018

Preis: 

10,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 39.394
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3548290760

Beschreibung von Bücher.de: 

Aus diesem Käfig gibt es kein Entkommen.

In Washington, D.C. wird ein totes Mädchens gefunden. Ihr Mörder ließ sie in einem Tierkäfig verdursten. Ein Fall für FBI Special Agent Sayer Altair. Endlich bekommt sie die Chance, sich zu beweisen. Aber der öffentliche Druck ist enorm, denn bei dem Opfer handelt es sich um die Tochter eines hochrangigen Senators. Als ein weiteres Mädchen verschwindet, beginnt eine wilde Jagd durch die Stadt - auf den Spuren eines erbarmungslosen Killers, der sein Werk um jeden Preis vollenden will.

Der erste Fall für Sayer Altair - Brillante Wissenschaftlerin und schonungslose FBI-Agentin.

»Düster und mitreißend. Sie werden bis zum bitteren Ende lesen.« Lisa Gardner

Kriminetz-Rezensionen

Achtung Spoiler-Warnung!

Offizer Wilson Tooby und sein Partner Mike werden nun schon zum zweiten Mal innerhalb von nur zwei Wochen zu demselben verfallenen Haus gerufen. Beim ersten Mal war es ein Notruf, eine junge Frau bat um Hilfe, beim zweiten Mal ist es ein fauliger Geruch, der der Nachbarschaft aufgefallen ist. Vorsichtig erkunden die beiden Polizisten nach dem Aufbrechen der Tür das Terrain. Als sie in den Keller hinabsteigen wollen, explodiert eine Sprengladung.

FBI Special Agent Sayer Altair wird von ihrer Vorgesetzten sofort an den Tatort berufen. Dort angekommen entdeckt sie in dem Keller einen Käfig, der von der Decke hängt, in diesem liegt eine Leiche und ein halbverhungerter Hund. Nach der Obduktion der Leiche steht sehr schnell fest, dass diese qualvoll verhungert und verdurstet ist und dass sie die lange verschollene minderjährige Tochter eines Senators ist. Agent Sayer rechnet ab sofort mit enormen Schwierigkeiten bei der Aufklärung des Falles … und sie soll Recht behalten.

Die ersten ca. 150 Seiten des Buches sind enorm spannend, auch wenn mir da schon auffiel, dass die Autorin sich so richtig der üblichen genregemäßen Stereotypen zur Skizzierung ihrer Protagonisten bediente. Die Agentin Sayer ist ein Workaholic, die mit enorm wenig Schlaf auskommt, dafür schlechte Ernährungsgewohnheiten hat und (natürlich) die schmerzvollsten persönlichen Schicksalsschlägen erleben musste. Unter ihren Kollegen gibt es die völlig verbohrte und cholerische Chefin, die Nerds aus der Computer- und KTU-Abteilung, den Karrierist usw. Gut, gewisse Stereotypen haften Krimis/Thrillern an, vielleicht auch, weil sie sich bewährt haben. Stark störend fand ich andere Aspekte dieses Thrillers. Hierauf würde ich gerne ein wenig näher eingehen, deswegen nochmals die:

SPOILERWARNUNG!!!!!!!!!

Ellison Cooper ist promovierte Anthropologin, hat Jura studiert und auch als Mordermittlerin gearbeitet. Alles sehr gute Voraussetzungen um ein solches Buch zu schreiben, doch leider sprang der Spannungsfunke bei mir nicht über, weil alles zu viel und zu stark konstruiert wirkt. Das beginnt in dem Moment als die Ermittler begreifen, dass sie einen Serientäter jagen, der seit zwei Jahrzehnten schon mehrere Mordserien mit unterschiedlicher Tötungsweise vollbracht hat. Jedes Mal wird dafür ein Unschuldiger verurteilt. Überführt werden diese Schuldlosen durch Indizien wie Fingerabdrücke und DNA Spuren, die allesamt konstruiert werden, es ist sogar von der Herstellung künstlicher menschlicher DNA die Rede, ein Vorgang, den man angeblich schon seit zehn Jahren praktiziert. Abstrus wird die Story allerdings, als die Autorin sich den Themen „Foetus in foeto" und Teratom annimmt. Ersteres ist ein Phänomen, das weltweit kaum hundert Menschen betrifft. Ein sogenannter parasitärer Zwilling. Es entwickeln sich zunächst zwei oder mehr Föten im Mutterleib, von denen dann ein Fötus oder mehrere Föten in den anderen einverleibt werden. Nach der Geburt oder auch noch Jahre später können sie plötzlich Symptome hervorrufen. Teratome sind Tumore, die aus „Keimzellhaufen“ aus der Embryonalentwicklung entstehen. Im späteren Leben fangen sie überwiegend in der Bauchhöhle (Eierstöcke, Gehirn) an zu wachsen und können Zähne und Haare enthalten. So wie die Autorin diese medizinischen Fälle darstellt, sind sie völlig abstrus. Es wird in einer Szene beschrieben, dass ein Ohr sichtbar unter der Achsel ist, Zähne sichtbar an der Hüfte liegen usw. Allison Cooper hat beide Krankheitsbilder einfach flott zusammengemischt und das ist einfach unglaubwürdig und leider schade, denn die Autorin hat großes Potenzial. Ihr Spannungsaufbau ist perfekt, auch erzeugt sie immer wieder Wendungen, die einen als Leser auf der einen Seite zwar verwirren, aber gleichzeitig das Interesse steigern.

Extrem spannender und rasanter Thriller-Auftakt

Kurz zum Inhalt:
In Washington, D.C. wird ein totes Mädchen in einem Keller gefunden – eingesperrt in einem Käfig, der von der Decke hängt; verdurstet. Mit im Käfig war ein Hundewelpe, der es gerade so noch geschafft hat.

Special Agent beim FBI Sayer Altair wird die Leitung der Ermittlungen übertragen, weshalb sie ihre neurologischen Forschungen an den Gehirnen von Serienmördern unterbrechen muss. Ihre Forschungen sollen beweisen, dass bei Serienmördern bestimmte Teile des Gehirns unterentwickelt sind – bloß bei drei ihrer Probanden, verurteilten Serienmördern, scheint das Gehirn normal zu sein, was Sayer an ihren Forschungen zweifeln lässt.

Und der öffentliche Druck bei den Ermittlungen ist enorm, da das Opfer die Tochter eines hochrangigen Senators ist. Als dann auch noch ein weiteres Mädchen – eine von Sayer befragte Zeugin – verschwindet, wird die Zeit immer knapper, um das Mädchen zu finden. Wird Sayer es – mithilfe ihrer Forschungen – schaffen, den Mörder zu stoppen?

Meine Meinung:
Der Schreibstil von Ellison Cooper ist flüssig und extrem schnell zu lesen. Die kurzen Kapitel, die meist mit einem Cliffhanger enden, lassen einen nur so durch das Buch fliegen. Die Spannung ist von Anfang an da und bis zum Schluss gleichbleibend hoch. Die Autorin schafft es auch wunderbar, einen auf die falsche Fährte zu locken. Den tatsächlichen Mörder hatte ich erst kurz vor Auflösung auf dem Schirm!

Die handelnden Personen sind lebendig gezeichnet und kommen authentisch rüber, vor allem die FBI Ermittlerin Sayer Altair ist mir persönlich sehr sympathisch, aber auch ihr Kollege Vik Deveraux. Besonders ins Herz geschlossen habe ich aber Sayers Nachbarn, Tino. Er ist so liebenswürdig und kümmert sich freiwillig und aufopfernd um den kleinen Hundewelpen, den Sayer bei sich aufnehmen musste.

"Todeskäfig" ist der Auftakt einer Reihe um die FBI-Ermittlerin Sayer Altair. Man merkt in der Geschichte, dass es noch weitere Bände geben wird, denn z.B. die Geschichte um Sayers toten Ehemann ist noch nicht aufgeklärt.

Das Cover lässt aufgrund der düsteren Farben gleich einen Thriller erkennen; jedoch hätte mir ein Cover mit mehr Bezug auf den Inhalt (z.B. ein abgebildeter Käfig) besser gefallen.

Fazit:
Extrem spannender und nervenaufreibender Auftakt einer Reihe um FBI Senior Special Agent Sayer Altair. Ich freue mich schon auf die Fortsetzungen. Eindeutige Leseempfehlung!

Ermittlerteam unter großem Druck

Als ein totes Mädchen in einem Käfig aufgefunden wird, erhält FBI Special Agent Sayer Altair die Leitung über die Ermittlungen zugeteilt. Das Mädchen ist die vermisste Tochter eines Senators, der sich wenig kooperativ in der Zusammenarbeit mit dem FBI zeigt. Es gibt Tote und Verletzte bei den Ermittlern, ein weiteres Mädchen wird vermisst – der Druck auf das Ermittlerteam ist enorm. Die Agenten müssen schnell den Verdächtigen finden, doch der ist ihnen immer mindestens einen Schritt voraus …

Dramatisch ist gleich der Einstieg in das Buch und diese Grundspannung wird über das ganze Buch hinweg gehalten. Wobei gerade in der ersten Hälfte des Buches die Personen seltsam hölzern erscheinen und die Situationen sehr klischeehaft geraten sind. Ich war richtig enttäuscht, wie unprofessionell mir die Mitarbeiter des FBI vorkommen, gefangen in ihren Träumen über die eigene erfolgreiche Karriere, während das Schicksal der Mädchen kurzzeitig nebensächlich erscheint. Erst in der zweiten Hälfte des Buches hat mich die Geschichte wirklich gepackt, da gerät der Fall so in den Fokus, dass ich wirklich wissen wollte, wie eine Lösung aussehen kann. Wobei die Suche nach dem Täter recht spannend wird, da eine muntere Riege von Verdächtigen durchgearbeitet wird.

Dieses Buch ist der erste Fall für FBI Agentin Sayer Altair. Sehr gut kann ich mir weitere Fälle mit ihr vorstellen, wobei ich mir den Fokus eindeutig weniger im Team, sondern mehr auf den Fall wünsche.

Ich freue mich schon auf den nächsten Band

In einem Käfig wird ein totes Mädchen gefunden, verdurstet und verhungert. Schnell wird klar, sie ist nicht die einzige, ein weiteres Mädchen befindet sich womöglich gerade in derselben Situation, lebt aber vielleicht noch. Die FBI-Ermittler um Sayer Altair stehen unter hohem Zeitdruck, aber leider gibt es noch mehr, das ihnen das Leben schwer macht.

Ganz schnell zog mich dieser Roman in seinen Bann, so dass ich ihn innerhalb kurzer Zeit gelesen habe. Der Fall ist sehr spannend und in meinen Augen einmal etwas ganz anderes, denn die Hintergründe der Tat sind besonders. Das zeigt sich schon sehr schnell, auch wenn die ganze Komplexität des Motivs sich erst im späteren Verlauf ergibt. Es gibt auch einigen wissenschaftlichen Input, auch wenn ich mir hier, zumindest in einem Nachwort, deutlich mehr Hintergründe gewünscht hätte. Da ist z.B. die Sache mit der DNA, die mir nicht ganz logisch erscheint und die ich auch durch Googeln nicht lösen konnte. So bin ich bis jetzt nicht sicher, ob das, was hier geschrieben wird, tatsächlich möglich ist. Vorstellen kann ich es mir nicht. Überraschenderweise hat das aber kaum meine, ich möchte fast sagen, Faszination für diese Geschichte, gestört. Ebensowenig wie die nicht beantwortete Frage nach dem Telefon.

Gut gefallen haben mir die Charaktere, bis hinein in die Nebenrollen. Die Protagonistin selbst ist etwas klischeebehaftet, sie hat einige Verluste verkraften müssen, neigt zur Gewalt, ist aber auch eine gute Ermittlerin und zeigt Empathie. Neben ihrem Job als Ermittlerin ist sie auch Neurologin und forscht an Serientäter-Gehirnen. Außer ihr haben mir vor allem ihr Partner Vik, ihre Großmutter und ihr Nachbar gut gefallen, ich hoffe, sie in weiteren Romanen wiederzusehen.

Der Roman bietet dem Leser Raum für eigene Überlegungen und so kann man durchaus selbst auf des Rätsels Lösung kommen, manchmal ist er allerdings etwas vorhersehbar. Die Auflösung ist nachvollziehbar, allerdings habe ich mit dem Showdown ein bisschen Probleme, er ist fraglos spannend, aber auch ein bisschen aufgesetzt: Ein Täter, der nahezu durchgehend wohlüberlegt handelt, tut es am Ende nicht mehr – hier wurde mir dann doch etwas zu sehr künstlich Spannung erzeugt.

Der Roman soll der erste einer Reihe mit Sayer Altair werden, ich hoffe, der nächste Band erscheint bald, ich freue mich bereits sehr darauf. Ich hatte einige sehr spannende Lesestunden, habe mitgefiebert und hätte am liebsten direkt weitergelesen. Von mir gibt es 4,5 Sterne (wo nötig aufgerundet) und eine Leseempfehlung für alle Thriller-Fans.