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Tödliche Begegnung
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Gerade wollte Commissaria Giovanna Ruggieri ihre Pasta al ragù genießen, als sie ein Anruf erreicht: Es gab einen tödlichen Streit an der Uferpromenade von Varenna am Comer See. Dort sieht Giovanna einen Mann über den toten Körper seiner Geliebten gebeugt, die blutige Waffe noch in der Hand. Wenig später lässt Stefano Bianco sich wortlos abführen.
Giovannas Instinkt sagt ihr, dass hier etwas nicht stimmt. Und eine spektakuläre Information von ihrer Kollegin Ispettrice Maria di Bartolomeo bestärkt sie in ihrem Verdacht. Schon bald kommen die beiden Polizistinnen einem Verbrechen auf die Spur, bei dem nichts ist, wie es scheint …





















Mord am idyllischen Comer See
Mord am idyllischen Comer See
Commissaria Giovanna Ruggieri wird zur Uferpromenade von Varenna am Comer See gerufen, weil dort ein Mord passiert ist. Ein Mann konnte bei der Toten mit dem Messer in der Hand verhaftet werden. Er verweigert die Aussage, nur mit seiner Ex-Frau will er reden. Seine Ex ist Ispettrice Maria di Bartolomeo, mit der Giovanna bereits einen Fall gelöst hat. Obwohl alle Indizien auf Stefano als Täter deuten, ist Maria von seiner Unschuld überzeugt und auch Giovanna hat Zweifel. Sie versucht herauszufinden, was geschehen ist, doch das scheint gar nicht so einfach.
Dies ist der zweite Band aus der Reihe, in der Giovanna Ruggieri und Maria di Bartolomeo gemeinsam ermitteln. Den Vorgängerband habe ich noch nicht gelesen.
Das Cover gefällt mir gut, es passt zum Buch. Der Schreibstil der Autorin Elisa Corti liest sich flüssig, allerdings habe ich mich am Anfang ein wenig schwer getan mit den vielen Personen. Doch das hat sich schnell gelegt. Die Atmosphäre am Comer See ist gut und bildhaft beschrieben.
Die Personen sind auch gut dargestellt. Giovanna ist bei ihrer Nonna aufgewachsen, da sie früh ihre Eltern verloren hat. Nach dem Tod ihrer Nonna hat sie sich zurückgezogen, sehnt sich aber auch nach Menschen um sich. Sie unterhält sich gerne mit ihrer Schildkröte Bruno, ein Geschenk ihrer Großmutter. Aber mit ihrem „geerbten“ Nachbarn Ludovico versteht sie sich auch gut. Sie ist geradeheraus und eckt damit auch schonmal an. Mit ihrem Mitarbeiter Ispettore Alberto Fini arbeitet sie gerne zusammen, der er hat ein gutes Gespür für Menschen.
In Marias Familie geht es turbulenter zu. Sie ist zwar befangen und auch für die Klärung des Mordfalls nicht zuständig, aber sie kann natürlich nicht untätig bleiben und die Zusammenarbeit von Giovanna und Maria klappt ja auch gut.
Die Liliana Gatti, die Ermordete, war eine sympathische, hilfsbereite Person, die sich liebevoll um ihre Eltern kümmerte. Doch dass ihre beste Freundin Alice vor vielen Jahren spurlos verschwand, hat sie nie verwunden.
So schwierig sich die Ermittlungen anfangs gestalten, so überraschend kommt es dann zur Lösung des Falls.
Ein spannender und sehr atmosphärischer Lombardei-Krimi mit einem sympathischen Ermittler-Team.
Nichts ist wie es scheint
Als Giovanna Ruggieri zu einem Streit am Ufer des Comer >Sees gerufen wird, ist ihr noch nicht klar, dass es ein sehr komplizierter Fall wird. Der erste Blick ist klar, denn der Mörder steht mit der Tatwaffe in der Hand über sein Opfer gebeugt. Er lässt sich auch ohne Gegenwehr abführen, doch er will nicht mit der Commissaria sprechen. Er möchte nur mit Maria di Bartolomeo reden, denn das ist seine Ex-Frau. Maria ist zwar nur Streifenpolizistin, doch sie hat in einem anderen Fall schon bewiesen, dass sie auch ein kriminalistisches Gespür aufweist. In diesem Fall ist ihr klar, dass ihr Ex unschuldig ist. Giovanna weiß nun, dass es kompliziert werden wird, da der Questore und der Staatsanwalt anderer Meinung sind.
Der Lombardei-Krimi „Tödliche Begegnung“ von Elisa Corti ist der zweite Fall in dem die Commissaria Giovanna Ruggieri und Maria di Bartolomei ermitteln. Der Blick auf den Comer See, der auf dem Cover zu sehen ist, zeigt einen schönen Anblick, der in diesem Krimi auch in manchen Beschreibungen durchblitzt. Die beiden Hauptpersonen haben nicht viel gemeinsam und doch hat die Autorin ein sehr erfolgreiches Ermittlerinnen Duo entwickelt, die sehr gut zusammenpassen. Eigentlich dürfen die beiden gar nicht zusammenarbeiten, da sie unterschiedliche Aufgaben in der Polizei haben. Geschickt lässt die Autorin ihre beiden Wege immer wieder kreuzen und so eine Zusammenarbeit entwickeln. Auch die Darstellung der Giovanna gefällt mir sehr gut, da sie sehr unkompliziert und freigeistig unterwegs ist. Unterstützt wird die Spannung durch eingestreute Rückblick in die Vergangenheit des Opfers und es taucht schon die Frage auf, aus welchem Grund dieser Rückblick geschieht. Doch die Autorin hat verschiedene Spuren ausgelegt und so den Ausgang des Krimis lange offengehalten und die Spannung bis zum Ende gut entwickelt. Sie hält an manchen Stellen die eine oder andere Überraschung parat. Ihre Sprache, die sie im Roman anwendet, ist sehr bildhaft und so ist es möglich die Story, wie im Film zu verfolgen.
Mir gefällt dieser regionale Krimi sehr gut und schließt auch an seinen Vorgänger gut an. Für mich ist es bei diesem Genre sehr wichtig, dass Spannung und Unterhaltung den Roman kennzeichnen. Das ist hier gegeben und so kann ich diesen Krimi gut empfehlen.
Ist Ispettrice Marias Ex ein Mörder?
Samstagabend. Commissaria Giovanna Ruggieri freut sich auf ein Essen mit ihrem alten Nachbarn Ludovico. Doch die Idylle wird jäh gestört durch einen Anruf der Carabinieri. An der Uferpromenade von Varenna wurde eine erstochene Frau gefunden. Immerhin scheint der Fall klar zu sein, denn der mutmaßliche Täter ist bereits verhaftet. Der Verdächtige, Stefano Bianchi, hatte noch die Tatwaffe in der Hand. Er verweigert jede Aussage und will nur mit einer Person sprechen - Ispettrice Maria di Bartolomeo, seiner Ex-Frau.
Elisa Corti lässt in "Tödliche Begegnung" ihr Dreamteam Giovanna und Maria erneut zusammen ermitteln. Besondere Brisanz erhält der aktuelle Fall durch die Identität des Hauptverdächtigen. Ist Marias Ex-Mann tatsächlich ein brutaler Mörder? Diese Frage habe ich mir auch gestellt. Bis zur Lösung des Falls hat mich der Lombardei-Krimi spannend unterhalten.
Alles spricht gegen Stefano. Das Opfer, Liliana Gatti, und er hatten eine Beziehung, die sie erst kürzlich beendeten. Danach folgte noch ein heftiger Streit. Nur Stefanos Fingerabdrücke sind auf der Tatwaffe, er wurde als letzter vom Handy der Toten angerufen und der Mord sieht wie ein Verbrechen aus Leidenschaft aus. Questore, Staatsanwalt und Giovannas Kollege Fini sind überzeugt, dass sie den Täter bereits in Haft haben. Nur Giovanna zögert. Nicht nur, weil Maria felsenfest von der Unschuld ihres Ex-Manns überzeugt ist, sondern weil sie ihr Instinkt zögern lässt. Gemeinsam mit der Gemeindepolizistin hat Giovanna vor einem Jahr einen komplizierten Mordfall gelöst. Seither gehört die quirlige Maria zum näheren Freundeskreis der Commissaria.
Prolog und Rückblicke ins Jahr 2002 lassen uns Szenen aus Lilianas Vergangenheit miterleben. Der Schluss liegt nahe, dass hier der Schlüssel zur Lösung des Falls liegt. Warum ist damals Lilianas beste Freundin Alice verschwunden?
Die sympathische Giovanna ist eine kompetente und sehr gründliche Ermittlerin, die sich auf ihren Instinkt verlassen kann. Sie scheut keine Mühen noch vermeidet sie Diskussionen mit dem Questore, solange das Ermittlungsergebnis sie nicht überzeugt. Eher introvertiert, taut sie allmählich auf, knüpft Freundschaften und scheint ihren Platz in Bellagio gefunden zu haben. Ich finde es sehr sympathisch, dass sie ihren Ermittlungsstand mit Schildkröte Bruno "diskutiert". Maria ist wesentlich extrovertierter und fest in ihren Clan integriert, sie ergänzt sich hervorragend mit der Commissaria, ist intelligent und sympathisch. Auch die Nebencharaktere überzeugen. Eine wichtige Rolle spielen natürlich der Comer See, seine anrainenden Gemeinden und "La Dolce Vita". Das Lokalkolorit lässt stellenweise Urlaubsfeeling aufkommen.
Letztendlich knacken Giovanna und Maria den Fall und sogar noch einen zweiten. Obwohl ich dieses Mal nicht auf den Täter gekommen bin, fand ich die Lösung überzeugend. Allerdings gibt es auch kritische Anmerkungen von mir. Ich fand, dass der Auflösung des Falles zu wenig Raum gegeben wurde und das Ende deshalb überhastet wirkt. Auch die besonders brutale Ausführung des Mordes, quasi eine "Übertötung", passt nicht zum Profil des Täters.
Der Lombardei-Krimi hat mich auch dieses Mal gut unterhalten und ich hoffe auf eine Fortsetzung der Reihe.