Cover von: Tödliche Besessenheit
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Tödliche Besessenheit

Der erste Baccus-Borg-Krimi
Buch
Broschiert, 336 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3932927958

ISBN-13: 

9783932927959

Erscheinungsdatum: 

02.09.2015

Preis: 

12,80 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3932927958

Beschreibung von Bücher.de: 

Die tote Frau am Fuße eines Saarbrücker Hochhauses scheint ein Routinefall für die Kommissare Lukas Baccus und Theo Borg zu werden. Doch als nur wenige Stunden später die enthauptete Leiche eines einflussreichen Immobilienmaklers gefunden wird, dämmert den beiden, dass sie es mit dem Beginn einer Reihe grausamer Ritualmorde zu tun haben. Wer steckt hinter diesen fürchterlichen Verbrechen? Je näher die Polizisten der Lösung kommen, desto gefährlicher wird ihre Jagd nach dem raffinierten Täter, der den Ermittlern immer einen Schritt voraus ist ...

Von mittlerweile insgesamt fünfzehn Krimis der Saarländerin Elke Schwab ist »Tödliche Besessenheit« der erste Teil der bislang vierbändigen Krimireihe mit Lukas Baccus und Theo Borg (»Mörderisches Puzzle«, »Eisige Rache«, »Blutige Mondscheinsonate«). Die beiden übermütigen Kriminalkommissare klären mit lockeren Sprüchen spektakuläre Fälle auf.

Kriminetz-Rezensionen

Tödliche Besessenheit

"Tödliche Besessenheit" ist der erste Teil der Baccus und Borg Serie.

Ich hatte mit den beiden Kommissaren schon in der "Blutigen Mondscheinsonate" das Vergnügen gehabt, dort haben sie mir alle beide sehr gut gefallen, vor allem das lose Mundwerk von Lukas ;) In diesem ersten Teil der Serie muss ich sagen, das mir Lukas ein wenig auf die Nerven ging. Für ihn gab's nur die schöne Witwe, er hatte nichts anderes mehr im Kopf. Ich hatte das Gefühl, dass ihm die Suche nach dem Mörder nicht wirklich interessierte. Für meinen Geschmack war es zu viel Lukas und die Witwe. Ich hätte mir da mehr und intensivere Ermittlungsarbeit gewünscht.

Aber der Fall ist richtig spannend! Während die Ermittlungen ins Stocken geraten, passieren weitere Morde, selbst Lukas Baccus steht im Visier des Mörders. Wer dahinter steckt, und was das Motiv angeht, das erfahren wir zum Ende hin. Man kann sich aber auch schon früher einen Reim auf den Täter machen, denn Hinweise bekommen wir genug.

Lukas und Theo müssen auch hier wieder aufpassen, denn nicht nur einmal bringt sie Lukas' loses Mundwerk in die Bredouille.

Die Kommissare und das Team, welches die beiden umgibt, wurden sehr gut beschrieben, auch alle anderen Charaktere, die in dieser Geschichte eine Rolle spielen, einige sind sympathisch und andere weniger. Es sind gerade zu Anfang einige Charaktere, die es gilt auseinander zu halten, aber das gelingt relativ schnell.

Die Beschreibungen der Opfer, Tatorte und Schauplätze ist detailliert, aber nicht zu ausschweifend, man kann sich alles sehr gut vorstellen, so kann man das Kopfkino einfach laufen lassen.

Der Schreib- und Erzählstil hat mir gefallen, humorvoll, locker, angenehm und flüssig zu lesen. Der Perspektivenwechsel stört keineswegs, das steigert die Spannung.

Die 331 Seiten wurden in 32 unterschiedlich lange Kapitel, plus Prolog und Epilog unterteilt.

Ich hatte ein paar schöne Lesestunden mit diesem Buch, und kann das selber Lesen empfehlen.

Gefühle, Spannung und Grausamkeiten

Ich muss schon sagen, dass mich dieser Thriller sehr gefangen genommen hat. Eine Frau springt aus einem Hochhaus. Alles sieht nach Selbstmord aus. Mit dem Fall sind die beiden Kommissare Baccus und Borg beschäftigt. Doch schon ein paar Stunden später wird der reiche Immobilienmakler Pfeiffer enthauptet in seinem Bett aufgefunden. Nun glaubt keiner mehr an Zufälligkeiten, ein Serienmörder ist unterwegs.

Doch dann plötzlich kommen Interna in die Presse, von denen nur die beiden Kommissare etwas wussten. Niemand weiß, wer dies getan hat, denn die beiden Ermittler bestreiten vehement, etwas an die Presse gegeben zu haben. Es muss irgendwo ein Maulwurf stecken.

Die junge Ehefrau von Pfeiffer, die aus ganz kleinen Verhältnissen kommt, scheint irgendwie verdächtigt zu sein. Sie beginnt mit Bacccus ein Verhältnis, was für ihn Konsequenzen hat, da er sich mit einer Verdächtigen privat trifft. Man sieht in das Gefühlsleben der Ermittler.

Der Mörder selbst (wird immer wieder eingeblendet) will Gerechtigkeit. Er möchte die Opfer foltern, vierteilen. Immer wieder lesen wir von seinen Visionen. Beim Lesen meint man stets, jetzt einen Hinweis auf den Mörder(in) gefunden zu haben, aber dann geht es plötzlich nicht mehr weiter. Der vermutliche Mörder ist dann selbst tot. Die Mordmethoden werden immer grausamer, der Psychopath hat immer grausamere Vorstellungen. Man ist von diesem Buch total gefesselt. Die Spannungsbögen steigern sich bis ins Unermessliche. Man fühlt und leidet mit Baccus. Juliane fesselt ihn als Frau, er kann nicht vor ihr lassen, aber da ist eben noch seine Ehefrau Marianne. Ein Lesegefühl das alles bietet: Gefühle, Spannung und Grausamkeiten.

Auch das Cover letztendlich ist grau und düster.

Die schwarze Witwe von Saarbrücken

Inhalt:
Eine Frauenleiche zu Füßen eines Hochhauses scheint zunächst ein lupenreiner Selbstmordfall zu sein. Doch dann wird ein bekannter Immobilienmakler in seinem Haus von seiner Frau ermordet aufgefunden und trotz etlicher innerer Querelen bei der Polizei werden die beiden wieder einmal in Ungnade gefallenen Kommissare Baccus und Borg zu diesem wohl doch diffizileren Fall hinzugezogen, da sie nicht nur für ihre Eskapaden, sondern auch für ihre erfolgreichen Ermittlungen in kniffligen Fällen bekannt sind.

Doch die Witwe des ermordeten Immoblienmaklers Pfeiffer sieht wohl mehr in Kommissar Baccus, denn sie flirtet ziemlich heftig mit ihm. Und er kann sich ihrer Anziehungskraft nicht entziehen, ist derzeit in einer sehr präkeren Phase. Seine Frau drängt ihn, ein solides Familienleben zu planen und zu realisieren, mit Kindern, einem Haus, solide. Alles das scheint ihn in Panik zu versetzen und da kommt diese tröstenswerte, verführerische Witwe gerade recht, um ihn von seinem Pfad der Tugend abzubringen. Doch macht diese Affäre die Arbeit an dem Fall der merkwürdigen Todesfälle nicht gerade leichter. Zumal dieser entstandene Interessenkonflikt - immerhin gilt seine Geliebte noch als Tatverdächtige - auch die Zusammenarbeit mit seinem Partner Borg mehr als schwer macht.

Und dann gibt es noch mehr mysteriöse Todes- und Vermisstenfälle. Hinzu kommt, dass Baccus und Borg verdächtigt werden, der Presse Interna preiszugeben, obwohl sie dies niemals getan haben.

Alles in Allem türmt sich für die beiden pfiffigen Kommissare ein riesiger Berg an Problemen auf, die sie eigentlich nur gemeinsam abtragen können. Doch ist offenbar die schöne Witwe, der Baccus sein Herz zu schenken scheint, Dreh- und Angelpunkt in der ganzen Geschichte. Bleibt die Frage, ob der „liebestolle“ Kommissar die rosarote Brille früh genug absetzt, um wieder klar zu sehen und dass nicht noch mehr Menschen sterben müssen.

Meine Meinung:

„Tödliche Besessenheit“ ist eigentlich der erste Fall der beiden unkonventionellen Kommissare Baccus und Borg und dies ist die Neuauflage im Solibro-Verlag. Ich habe mich - wie viele andere Fans auch - sehr drauf gefreut, die Anfänge der beiden kennen zu lernen und ich bin nicht enttäuscht worden! Für mich ganz persönlich war das eigentlich der beste Roman, wenn ich die andren jetzt mal so Revue passieren lasse. Mit Sicherheit merkt man, dass die Autorin sich von Fall zu Fall weiterentwickelt hat und somit ihre beiden „Jungs“ auch, aber ich finde einfach, dass in dem ersten Fall schon klar erkennbar war/ist, wohin die Reise geht/ging.

Auch ohne viel Effekthascherei, mit etlichem Lokalkolorit und dem bekannten, geliebten Humor wurde ich gleich wieder in die Story reingezogen, habe mitermittelt und hätte dem lieben Baccus gern mal den Kopf wieder zurechtgerückt ;-) Auch wenn ich gestehen muss, dass er bei mir einen Sympathie-Bonus hat.

Die Stränge der einzelnen Teile der Geschichte finden gut konstruiert zusammen, lose Enden werden clever festgezurrt und alles löst sich gut zum Ende hin auf, so, wie man das von Elke Fischer in ihrer unschlagbaren Art, mit Witz und Verstand, gewohnt ist. So ist es schön, dass der erste Fall noch mal aufgelegt wurde und sich somit schön in die Reihe einfügt.

Wie gesagt, die Autorin hat sich weiterentwickelt und ihre Figuren auch, aber sie ist sich und den beiden Hauptfiguren immer treu geblieben. Das lässt auf die Zukunft hoffen!

Danke an Elke Schwab selbst und den Verlag, dass ich auch diese Geschichte lesen durfte. Es war mir ein echtes Vergnügen!

Fazit:
Ein solider Krimi, der einen miträtseln lässt und Sympathien bei den Fans verstärkt oder bestärkt und bei Neuentdeckern der Reihe bestimmt Lust auf die anderen Bände macht. Verständnis für Lokales rund um Saarbrücken und den Humor der Autorin sind allerdings Grundvoraussetzung für großen Lesespaß!

Bewertung: 5 von 5 Nilpferden