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Tödlicher als Hass
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»Ihre blauen Pupillen starrten blicklos ins Leere wie Puppenaugen, ein Eindruck, der durch das Fehlen von Augenbrauen verstärkt wurde. Ricks Blick glitt behutsam über diese Zurschaustellung von Hilflosigkeit.« Die gefeierte Opernsängerin Kyra Callahan wird tot aufgefunden - ermordet in ihrer eigenen Wohnung. Rick London glaubt nicht an die einfachen Erklärungen, denen seine Kollegen folgen wollen. Gemeinsam mit Kyras Ehemann macht er sich daran, den wahren Täter zu finden - bis ihm der Fall entzogen wird. Rick gerät aus dem Gleichgewicht ...
Alles oder nichts - Besessenheit zerstört. Leidenschaft - sie kann großartig sein in der Liebe und im Beruf. Doch wenn man nicht merkt, dass sie sich zuspitzt, dass nichts anderes mehr zählt, was dann? Ein verstörender Fall, der auch die Ermittler aus der Bahn wirft. Und das mitten im idyllischen Stadtviertel von Belsize Park. Für alle, denen Rick London schon längst ans Herz gewachsen ist.






















Ungewöhnlicher Krimi
„Tödlicher Hass“ ist der 4. Fall für Rick London.
In London wird die berühmte Operndiva Kyra Callahan tot in ihrer Wohnung gefunden, eindeutig ermordet. Natürlich gerät zuerst der Ehemann in Verdacht, der allerdings als Pilot ein Alibi hat. Rick hat gerade einen Fall abgeschlossen, in dem er und seine Nichte Cece involviert waren und nur knapp entkommen konnten. Das steckt beiden noch in den Knochen und lässt Rick über einige Dinge im Leben nachdenken. Der Fall Kyra Callahan wird ihm entzogen, also macht er sich zusammen mit deren Ehemann allein auf die Suche nach dem Mörder. Die beiden Männer finden einen guten Draht zueinander und in seiner besonderen und ruhigen Art erfährt Rick viel Persönliches aus dem Leben des Ehepaares.
Nebenbei bekommt er es auch noch mit seinem ungeliebten Bruder und dessen Frau zu tun. Sie wollen ihre Tochter Cece zwingen, mit ihnen nach Hause zu kommen und geben an allem, was passiert ist, Rick die Schuld. Cece hat ein sehr gutes Verhältnis zu Rick, beide hatten eine schwere Vergangenheit und finden auch gemeinsam Trost.
Für mich war es das erste Buch dieser Reihe. Ich bin aber schnell in die Handlung eingestiegen und habe auch die Charaktere kennengelernt. Diese sind gut beschrieben. Rick ist ein ungewöhnlicher, aber sehr sympathischer Ermittler und Mensch. Er hätte Karriere als Pianist machen können, ist aber lieber zur Polizei gegangen. Für Rick bringt dieser Fall berufliche und persönliche Veränderungen mit sich.
Das Buch ist eher ein ruhiger, unaufregender Krimi, der angenehm zu lesen ist. Nach dem Mord passiert eigentlich nichts Spannendes mehr. Trotzdem ist es nie langweilig. Es gibt einige Perspektivwechsel, wodurch die Handlung wieder etwas Auftrieb bekommt. Das Ende ist nicht überraschend und war vorhersehbar.
Das Cover ist sehr einfach gehalten, passt aber zu den Vorgängerbüchern.