Wenn Du über einen Link auf dieser Website kaufst, unterstützt Du Kriminetz, da wir dann eine kleine Provision erhalten.
Tödliches Angebot
Verlag:
ISBN-10:
ISBN-13:
Auflage:
Preis:
Beschreibung:
Das erste Angebot gewinnt. Das letzte kostet Leben.
»Ich werde dieses Haus bekommen, egal, was ich dafür tun muss.«
Margo braucht für ihre Familie eine größere Wohnung, koste es, was es wolle. Nach monatelanger frustrierender Suche sieht sie den Inbegriff eines perfekten Lebens vor sich. Getrieben von ihrer Verzweiflung will Margo das Haus kaufen, bevor es überhaupt auf den Markt kommt. Ein bisschen Stalking? Harmlos. Etwas Hausfriedensbruch? Notwendig. Zunehmend skrupellos dringt Margo in das Leben der Hausbesitzer ein, sie umgarnt sie bis zur Erpressung. Bis sie auf Gegenwehr stößt. Die räumt sie so zielstrebig aus dem Weg wie die Geliebte ihres Mannes.
Das Verstörende an der Geschichte? Sie werden Margo lieben, selbst wenn das Buch Sie fassungslos nach Luft schnappen lässt. Kann Margo ihr perfektes Leben in ihrem Traumhaus antreten? Natürlich nicht! Dieser Psychothrill kennt keine moralische Grenzen.
»Stell dir Amy Dunne aus Gone Girl als Kundin bei House Hunters vor – so spannend und wahnsinnig wendungsreich erzählt Kashino.« The New York Times
»Die Geschichte beginnt scheinbar harmlos, aber ich verspreche dir: Du hast keine Ahnung, wohin sie dich führt.« Taylor Jenkins Reid empfiehlt Tödliches Angebot auf ihrer Must-Read-Buchliste im TIME Magazine























Kein Haus, kein Leben – ein verstörender Thriller
Tödliches Angebot – Besessenheit“ von Marisa Kashino ist definitiv kein leichter Stoff. Der Psychothriller wirkt stellenweise schon fast abartig, vor allem wegen Margos Mantra: Kein Haus, kein Baby. Kein Haus, keine Familie. Kein Haus, kein Leben.
Margo lebt mit ihrem Ehemann in einer viel zu kleinen Wohnung, und der sehnlichst gewünschte Nachwuchs lässt ebenfalls auf sich warten. Als wäre das nicht genug, ist der Immobilienmarkt extrem umkämpft. Als sie schließlich ihr absolutes Traumhaus entdeckt, setzt bei ihr etwas aus – und sie tut wirklich alles, um dieses Haus zu bekommen. Und mit „alles“ meine ich auch wirklich alles: miese Tricks, Manipulation, Stalking – hier wird nichts ausgelassen.
Ohne zu spoilern kann ich sagen, dass man sich stellenweise sehr gut in Margos Gedankenwelt hineinversetzen kann. Ihre Verzweiflung, der innere Druck und die Obsession sind nachvollziehbar dargestellt. Doch was danach folgt, war für mich persönlich nicht mehr realistisch – das ging klar in Richtung krank und abartig gestört.
Gegen Ende wird es dann richtig heftig: Der Thriller wird extrem intensiv, düster und schockierend. Trotz (oder gerade wegen) dieser krassen Wendungen hat mir das Buch sehr gut gefallen und ist definitiv nichts für schwache Nerven.
Letztes Angebot -Tod
Das in auffälligen Farben gehaltene Cover und der Klappentext vermitteln schon, dass hier jemand zu allen Mitteln greift, um ein Ziel zu erreichen.
Margo, besessen von dem Gedanken an Haus und Kind, ist jemand, den man nicht kennen möchte.
Um ihr Traumhaus zu besitzen, lässt sie nichts aus. Schnell wird deutlich, dass Margo weit davon entfernt ist, ein rational denkender Mensch zu sein. Ihr Handeln wirkt in weiten Teilen sehr verstörend. Die Handlung steuert unaufhaltsam auf einen Höhepunkt zu, den man so nicht unbedingt kommen sieht.
Der Schreibstil ist in Ordnung, der Aufbau der Handlung zieht sich in einigen Passagen. Ob der Begriff Psychothriller hier treffend ist, darüber lässt sich wahrscheinlich streiten, dafür fehlte mir ein konstanter Spannungsbogen. Insgesamt lässt sich das Buch aber gut lesen und der größte Pluspunkt ist auf jeden Fall das Ende.
Margos Obsession
Die Autorin Marisa Kashino hat mit "Tödliches Angebot" einen herrlich absurd-skurrilen Psychothriller verfasst, der seinen subtilen Horror ruhig und langsam, aber ständig steigernd, entfacht.
Das Szenario der Hauptprotagonistin Margo wird durch die in der Ich-Form verfassten Schreibweise dem Leser, so nahegebracht, dass man sich mittendrin fühlt und ihre Handlungen, Gefühle und Gedanken quasi hautnah miterlebt.
Die vergebliche Haussuche auf dem hart umkämpften Immobilienmarkt, frustriert sie zunehmend und als sie zufällig ihr "Traumhaus" findet, will sie unbedingt Nägel mit Köpfen machen und greift auf alle legalen und illegalen Methoden zurück, um ihr Ziel zu erreichen.
Zunehmend verzweifelter, sind Lügen und Täuschungen noch das harmloseste Mittel ihrer Wahl. Sie steigert sich jedoch bald in Stalking, Erpressung und schreckt letztendlich selbst vor Mord nicht zurück.
Der Weg dahin bietet schwarzen Humor vom Feinsten, ein manisches Verhalten geprägt von kaum zügelbarer Wut und Verzweiflung, grenzenloser Besessenheit sowie einen bitterbösen Kampf um jeden Preis.
Es ist faszinierend, diese Entwicklung als Leser zu verfolgen.
Ihre Verbissenheit ist einerseits erschreckend und lässt sie unsympathisch wirken, aber andererseits, wünscht man ihr mitunter auch den Erfolg.
Dies alles ist höchst unterhaltsam aufbereitet, wobei nur einige unnötige Längen im Mittelteil ein wenig die Spannung mildern.
Wer auf der Suche nach einem interessanten und ungewöhnlichen psychologischen Thriller mit wenig Härte ist, macht hier nichts verkehrt.
Der leicht verständliche, flüssig lesbare Schreibstil hat mir Lesevergnügen bereitet und ist mir gern eine Empfehlung wert!
Nicht sehr glaubwürdige Story
„Verzweiflung treibt eine Frau dazu, für ihr Traumhaus über Leichen zu gehen.“ Wenn das mal keine Ansage für einen Thriller-Fan ist!
Margo hat einen Plan, der sich durchaus vernünftig anhört. Sie und ihr Mann haben ihr altes Haus verkauft, da es für ihren hoffentlich baldigen Familienzuwachs zu klein ist. Vorübergehend leben sie in einer Mietwohnung, halten aber Ausschau nach ihrem Traumhaus, das sie erfreulicher Weise bald finden. Ab sofort scheint Margo besessen zu sein von diesem Haus, dessen Besitzer sie umgarnt und umschmeichelt. Noch ist die Immobilie nicht öffentlich angeboten, was Margo in die Karten spielt, denn genau dies will und wird sie mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln verhindern. In Gedanken ist sie schon dabei, „ihr“ Haus einzurichten, tätigt sogar erste Einkäufe – bis sie ihre Grenzen aufgezeigt bekommt. Was sie allerdings nicht akzeptiert.
„Sie werden Margo lieben, während der Psycho-Thriller jede moralische Grenze sprengt.“ Nun ja, ich mochte Margo von Anfang an nicht sonderlich gut leiden und meine sowieso sehr begrenzte Zuneigung zu ihr wurde zunehmend weniger, je mehr ich von ihrer manipulativen Art wusste.
Positiv hervorheben muss ich allerdings die Sprecherin des Hörbuchs. Rebecca Veil. Ihre warme Stimme und ihr facettenreicher Vortrag, der jedem Charakter seine ganz persönliche Note gibt, macht das Hören trotz der nicht sehr glaubhaften, schon auch lebensfremden Story, dann doch angenehm. Und auch sie ist es, die mich zu den drei Sternen meiner Bewertung veranlasst hat, denn diese Geschichte hat für mich sehr viel weniger verdient, denn…
…die Story gefällt mir nicht sonderlich. Nicht, weil ich ein Moralapostel wäre – dafür lese ich zu viele Thriller und Krimis – sondern weil das Ganze so unwirklich, so abgedreht, fern jeglicher Realität ist. Margo ist wie besessen von genau diesem einen Haus, das sie unbedingt haben muss. Dafür ist sie bereit, ihr gesamtes Umfeld zu belügen, ihre Kontakte – Freunde und Kollegen - in ihr mieses Spiel mit einzubeziehen, ohne dass diese auch nur im Ansatz darüber wüssten. Die Protagonistin ist eine falsche Schlange, ihr heimtückisches Spiel ist ausschließlich eigennützig, sie verfolgt ihr Ziel zum Schaden anderer, von Liebenswürdigkeit keine Spur. Nach Luft schnappe ich eher ob der hanebüchenen Story, die mir präsentiert wird. Diese wird konfuser, je weiter sie fortschreitet. Und gipfelt in ein Ende, das so grausam wie unglaubwürdig ist. Margo ist am Ziel, Verluste jeglicher Art sind mit einkalkuliert. Verstörend an der Geschichte? Alles, vor allem der Schluss.