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Tödliches Pilsum

Der vierte Fall für die Kommissare Faber und Waatstedt. Ostfrieslandkrimi
Buch
Taschenbuch, 204 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3955739007

ISBN-13: 

9783955739003

Auflage: 

1 (30.11.2018)

Preis: 

11,99 EUR
Schauplätze: 

Krimitags: 

Amazon-Bestseller-Rang: 138.773
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3955739007
Beschreibung von Rena Larf

Ein überraschender Fund in Ostfriesland bringt einen nie aufgeklärten Vermisstenfall wieder ins Rollen. Im Ems-Jade-Kanal wird das versenkte Auto von Robert Gerber geborgen, einem brillanten Biochemiker, der vor fünf Jahren spurlos verschwand. Die Kommissare Richard Faber und Rike Waatstedt von der Kripo Emden/Leer nehmen die Ermittlungen auf und stoßen auf ein Drama. Nur wenige Monate vor Roberts Verschwinden war seine dreijährige Tochter in einem Krankenhaus tragisch verstorben. Einiges deutet auf einen Todesengel hin, einen Krankenpfleger, der das Schicksal anderer in die eigene Hand nimmt. War Robert Gerber dem Todesengel zu nahe gekommen und musste seine Recherchen mit dem Leben bezahlen? Roberts Frau Bettina hofft, dass ihr Mann vielleicht doch noch am Leben ist. War er damals untergetaucht und hatte deshalb diese riesige Summe Bargeld abgehoben? Die Zusammenhänge bleiben unklar, aber eine wichtige Spur führt nach Pilsum. Und als dort die Leiche einer Frau auftaucht, erscheint der ganze Fall in einem neuen Licht …

"Tödliches Pilsum" ist ebenfalls als eBook erhältlich!

In der „Faber und Waatstedt ermitteln“ - Reihe sind bisher erschienen:
1. Tödliche Krummhörn
2. Tödliche Leyhörn
3. Tödliches Ostfriesland
4. NEU: Tödliches Pilsum

Alle Ostfrieslandkrimis von Elke Nansen können unabhängig voneinander gelesen werden.

Kriminetz-Rezensionen

Ein Cold-Case wird neu aufgerollt, spannend mit überraschenden Wendungen

*Inhalt*
Die Kommissare Richard Faber und Rike Waatstedt von der Kripo Emden/Leer bekommen es in ihrem neuen Fall mit einem Cold-Case zu tun. Aus dem Ems-Jade-Kanal wird ein Auto geborgen, das mit einem Entführungsfall von vor fünf Jahren zu tun hat. Der Biochemiker Robert Gerber ist seitdem vermisst. Das Team um Faber und Waatstedt ermittelt auf Hochtouren, dabei fallen ihnen diverse Todesfälle von kleinen Kindern auf. Ist hier ein Todesengel unterwegs? War Robert Gerber ihm auf der Spur, weil er den Tod seiner kleinen Tochter nicht so einfach hinnehmen konnte?

Dann taucht eine weitere Leiche auf und das Ermittlerteam muss den nochmal neu überdenken …

*Meine Meinung*
»Tödliches Pilsum« von Elke Nansen ist bereits der vierte Fall des sympathischen Ermitterteams von Richard Faber und Rike Waatstedt. Auch wenn dies mein erstes Buch der Autorin ist, bin ich gut in die Geschichte hineingekommen. Ihr Schreibstil ist flüssig und spannend. Wendungen und neue Erkenntnisse, die alles über den Haufen schmeißen, erhöhen die Spannung.

Die Charaktere sind sehr sympathisch. Und auch die zwischenmenschlichen Beziehungen kommen nicht zu kurz. Ich mag die Plänkeleien zwischen Richard und Rike, man merkt ihnen an, dass sie sich sehr mögen. Ob aus ihnen nochmal ein Paar wird?

*Fazit*
Dieses Buch kann ich allen Krimi-Fans nur wärmsten empfehlen. Hier stimmt die Mischung, spannender Kriminalfall und das Privatleben der Ermittler. Ich bin froh dieses Ermittlerteam kennengelernt zu haben, die drei ersten Bände stehen bereits auf meiner Wunschliste. Von mir gibt es fünf Sterne!

Wenn die Vergangenheit wieder auflebt

Mit „Tödliches Pilsum“ als viertem Ostfrieslandkrimi ist der beliebten Autorin Elke Nansen ein außergewöhnlicher Coup gelungen. Erschienen ist das Buch im Klarant-Verlag.

Vor fünf Jahren verschwand der erfolgreiche Biochemiker Robert Gerber spurlos. Als sein Auto jetzt im Ems-Jade-Kanal plötzlich auftaucht, müssen sich Kommissare Richard Faber und Rike Waatstedt von der Kripo Emden/Leer um den Fall kümmern. Dieses sympathische Ermittlerduo stellt bald fest, dass wichtige Spuren damals nicht ordentlich ausgewertet wurden und nimmt eigene Ermittlungen auf. Bald führen Hinweise in die Welt der Medizin und sie stoßen auf ganz andere rätselhafte Vorkommnisse.

Schnell entwickelt der Fall eine Eigendynamik, die den Leser immer wieder staunen lässt und ihn mit völlig neuen Fakten und Fragen konfrontiert. Die Spannung, die die Autorin aufbaut, fesselt sofort. Ernste Fragen und medizinische Sachverhalte werden geschickt in die Handlung integriert.

Aufgelockert wird der spannende Fall – oder sind es tatsächlich mehrere Fälle – durch reichhaltige Informationen zum Privatleben der Ermittler und der Opfer. Ein buntes Kaleidoskop von gut geschilderten und authentischen Charakteren lernt der Leser kennen. Besonders hat mir der Pathologe Dr. Schorlau gefallen, dessen Fachkompetenz und akribische Untersuchungen dem Fall immer neue Wendungen vermitteln. Seiner Vorliebe für exquisites Essen und Rike verdankt der Krimi viel Humor.

Der Schreibstil von Elke Nansen ist flüssig und sehr gut lesbar. Die facettenreichen Ermittlungen und Spuren werden gekonnt zu einem dramatischen und völlig unerwarteten Finale geführt. Es passt alles. Die Zusammenhänge, der in sich schlüssig gelösten Fälle, sind gegeben und der Prolog ist nun selbsterklärend.

Fazit:
Dieses Buch kann ich allen Krimi-Fans unbedingt empfehlen. Hier stimmt die Mischung – ein außergewöhnlicher und spannender Kriminalfall sowie das Privatleben der Ermittler. Die drei ersten Bände stehen bereits auf meiner Wunschliste. „Tödliches Pilsum“ hat 5 Sterne verdient.

Mein Dank gehrt an den Klarant-Verlag, der mir kostenlos ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Meine ehrliche Lesermeinung wurde dadurch nicht beeinflusst.

Ein alter Fall

Kriminalhauptkommissar Richard Faber wird zu einem Fundort gerufen. Ein Wagen wurde zufällig im Ems-Jade-Kanal entdeckt. Schnell stellt sich heraus, dass es der Wagen des genialen Biochemikers Robert Gerber ist, der fünf Jahre zuvor spurlos verschwunden ist. Doch der Wagen ist leer und der Mann bleibt verschwunden. Faber nimmt sich mit seiner Kollegin Rike Waatstedt des Falls an.

Das Schicksal scheint es nicht gut zu meinen mit der Familie Gerber. Erst ist die kleine Tochter gestorben, dann verschwand der Vater und nun ist Frau Gerber schwer krank. Es ist nicht einfach für den siebzehnjährigen Mark, der sich nicht nur um seine kranke Mutter kümmern muss, sondern auch nur um seine Schwester Lorena, die erst 10 Jahre alt ist. Und nun wird die alte Geschichte wieder aufgerollt …

Dies ist mein erstes Buch aus der Feder von Elke Nansen, aber sicherlich nicht mein letztes, denn der Schreibstil ist angenehm zu lesen und der Krimi sehr spannend.

Der Prolog führt uns zurück ins Jahr 1998, als in der Uniklinik Hamburg-Eppendorf ein kleines Mädchen stirbt.

Die sympathischen Kommissare Faber und Waatstedt haben es mit einem alten Fall zu tun, den sie aber unbedingt auflösen wollen. Sie stellen fest, dass die Kollegen seinerzeit sehr schlampig gearbeitet haben und vielen Spuren nicht nachgegangen sind. Er konnte sich mit dem Tod der Tochter nicht abfinden und nahm einen längeren Urlaub, um der Sache auf den Grund zu gehen. Sogar mit dem Thema „Todesengel“ hat er sich beschäftigt. Warum aber hatte Gerber seinerzeit eine Geldanlage aufgelöst und sich das Geld auszahlen lassen? Hat er sich vielleicht einfach abgesetzt? Es gibt eine Reihe von Motiven und Spuren, denen die Ermittler nachgehen müssen.

Nicht nur Rike Waatstedt und Richard Faber haben mir als Ermittler gut gefallen, auch die anderen Kollegen waren gut und realistisch dargestellt. Besonders „Leichenfledderer“ Philipp Schorlau gab der Geschichte eine unterhaltsame Note.

Ich hatte nach einer Weile einen Verdacht, den ich allerdings nicht wirklich begründen konnte, doch aus diesem Bauchgefühl wurde immer mehr ein handfestes Motiv und damit war auch der Täter klar. Trotzdem blieb es weiterhin spannend.

Ein toller und spannender Ostfriesland-Krimi.

Cold Case aus dem Norden, mit neuer heißer Spur!

Ein Auto wird aus dem Ems-Jade-Kanal in Ostfriesland geborgen. Es ist der Dienstwagen des seit 5 Jahren vermissten Hamburger Biochemikers Robert Gerber. Kommissar Faber und seinem Team von der Kripo Emden haben die Absicht, den Fall neu aufzurollen. Der damals spektakuläre Entführungsfall verlief nämlich im Sande. Trotz eines medienwirksamen Aufrufs durch seine Frau und Kinder, ist Gerber bislang nicht wieder aufgetaucht. Bei ihren Recherchen, stellt das Team Emden sogleich fest, es gab damals wohl grobe Ermittlungslücken und Fehler der Hamburger Kollegen. Der Fall Gerber führt plötzlich in eine ganz neue Richtung …

Der neue 4. Fall „Tödliches Pilsum“ von Autorin Elke Nansen, lässt die Kripo Emden/Leer mit Chefermittler Richard Faber in einem Alt-Fall ganz neue Erkenntnisse gewinnen! Das sympathische, ambitionierte Team um Faber, findet durch geschickte Kombinationsgabe neue kluge Ansätze, das Geheimnis um einen verschwundenen Familienvater zu lösen.

Trotz anstrengender Ermittlungsarbeit, bleibt im Buch auch etwas Zeit für die persönliche Seite der Kriminalbeamten, es „menschelt“ dabei, würde jetzt der Bayer sagen;) Opa Knut sorgt dabei, mit seinem plattdeutschen Dialekt, für den nötigen Lokalkolorit im Krimi, damit auch der Humor nicht zu kurz kommt. Die kleinen Kabbeleien zwischen Kriminalhauptkommissar Ferber und seinem Freund, dem Pathologen Dr. Schorlau, machen auch richtig Freude und geben dem Krimi nötige Leichtigkeit, als Ausgleich zum Ernst der Handlung, die uns in den medizinischen Bereich führt! Der Fall bietet wirklich eine überraschende ungewöhnliche Auflösung. Er bleibt daher, durch seine aufregenden Wendungen und einen steigenden Spannungsbogen bis zum Ende kontinuierlich spannend.

Das Buch überzeugt positiv, durch seinen flüssig zu lesenden Schreibstil und bietet einen hervorragend recherchierten Background. Die Lektüre ist problemlos möglich, auch ohne die Vorgängerfälle zu kennen.

Mein Fazit: Ein klasse Regionalkrimi, mit einem interessanten Thema, großartigen Protagonisten und jeder Menge Spannung. Absolut gelungene kriminelle Unterhaltung, deshalb klare Leseempfehlung!

Alter Fall - neu aufgerollt

Faber, der noch recht neue Leiter des Kriminaldienstes in Emden, hat eine harte Nuss zu knacken. Zufällig wurde im Jade-Ems-Kanal ein Autowrack gefunden. Ein Fall für Faber, da das Auto einem seit fünf Jahren entführten Wissenschaftler gehörte. Es gab eine hohe Lösegeldforderung, aber es kam nie zur Geldübergabe und die Entführer meldeten sich auch nie mehr.

Bald schon merken Faber und sein Team, dass damals mehr als schlampig ermittelt wurde. Hinweise wurden ignoriert, Zeugen nicht befragt und so verlief die Suche im Sand. Eine schlimme Belastung für Sander und seine Kollegin ist auch der Zustand von Frau Gerber. Nicht nur, dass sie seit Jahren im Ungewissen lebt, eine schwere Krebserkrankung hat sie gezeichnet und sie kann kaum noch für ihre Kinder sorgen. So liegt die Hauptlast auf dem 17-jährigen Sohn Mark.

Ich finde die Idee der Handlung sehr gelungen. Ein alter Fall wird plötzlich wieder in den Blickpunkt geholt und bei der Befragung der früheren Zeugen ergeben sich ganz unterschiedliche neue Ansätze. Die Polizeiarbeit ist wohltuend ruhig und realistisch beschrieben, es sind eben auch viele kleine Spuren, denen man nachgehen muss. Aber auch dabei bleibt die Geschichte sehr spannend und als sich bei mir – verhältnismäßig früh – ein Verdacht einschlich, hatte mich der Krimi noch mehr gepackt.

Einige sehr witzige Figuren geben als Sidekicks dem Buch noch eine besondere Note. Allen voran der alte Knud, Vater von Polizeikollegin Rieke oder auch Tamme, dem der Spitzname Wikinger sehr gut passt.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen, sehr flüssig und Spannung und Humorvolles aus dem Privatleben wechseln sich ab. Die einzelnen Spuren werden geschickt ausgelegt und verführten mich sofort zum Kombinieren und Rätseln. Etwas weniger „Liebesgedöns“ hätte mir noch besser gefallen, das war zwar recht nett als Nebenstrang, wurde mir gegen Ende dann doch zu viel. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Ein toller Krimi von der Küste, den ich wirklich empfehlen kann.

Kriminalhauptkommissar Faber und sein Team ermitteln in Pilsum

Als im Juni 2018 in Pilsum, Ostfriesland, ein teurer Firmenwagen aus einem Kanal gefischt wird, deutet alles darauf hin, dass es sich bei dem Besitzer des Wagens um einen seit über fünf Jahren vermissten Mann handeln könnte. Das vermeintliche Entführungsopfer, Dr. Robert Gerber, galt als brillant und war einer der führenden Köpfe eines Chemieunternehmens. Richard Faber, der Chef des Kriminal- und Ermittlungsdienstes in Emden, beschließt, den Fall neu aufzurollen. Er macht sich gemeinsam mit seinem Team auf die Suche nach neuen Spuren. Ein weiterer Mordfall sowie einige brisante Erkenntnisse bringen Tempo in die Untersuchungen und Ungereimtheiten beim Tod von Gerbers kleiner Tochter kurz vor dessen eigenem Verschwinden lassen auf die Existenz eines sogenannten „Todesengels“ schließen, einer Person, die im medizinischen Bereich tätig ist und aktive Sterbehilfe leistet. Doch wie sich bald herausstellt, sind die Hintergründe in diesem verzwickten Fall weit dramatischer, als Richard Faber es sich auch nur im Entferntesten auszumalen vermochte.

„Tödliches Pilsum“ war mein erstes Buch dieser Autorin und hat mich sehr positiv überrascht. Der Schreibstil ist einnehmend und die wunderschönen, beinahe bildhaften Schilderungen der beschaulichen Landschaft Ostfrieslands trugen ebenfalls zu meinem Lesevergnügen bei.

Bereits der Prolog wartet mit einer Szene in einem Krankenhaus auf, die viele Jahre später der Auslöser für einige der nachfolgenden Handlungen dieses Buches sein sollte. Die Identität der beteiligten Personen bleibt jedoch lange ungewiss, ein Faktor, der unter anderem für die Spannung dieses Krimis verantwortlich zeichnet. Es wurde und wird zwar gemordet, doch Elke Nansen verschont ihre Leser mit einer allzu blutigen Darstellung der Morde und deren Schauplätze. Die Geschichte lebt vielmehr von den handelnden Figuren, die große Authentizität und einen hohen Sympathiefaktor aufweisen. Die beiden Protagonisten Kriminalhauptkommissar Richard Faber und Kommissarin Rike Waatstedt arbeiten mit einem mehrköpfigen Team zusammen, wobei ihnen besonders Kommissar Tamme Hehler und Dr. Philipp Schorlau als starke Nebenfiguren zur Seite stehen. Speziell im Umgang der Akteure mit dem Ermittler und EDV-Experten Tamme, von der Mannschaft aufgrund seines Äußeren liebevoll „Wikinger“ genannt, wird ein gewisser Humor ins Spiel gebracht. Philipp Schorlau ist nicht nur kompetenter Chef-Forensiker, sondern darüber hinaus auch guter Freund des Kriminalhauptkommissars. Sein weiches, herzliches Inneres versucht der Pathologe durch arrogantes, manchmal auch zynisches Gehabe zu tarnen. Die Autorin liefert eine hervorragende Charakterzeichnung der Ermittlungsbeamten und versteht es perfekt, auch alle anderen in diesen Fall involvierten Personen mit hoher Glaubwürdigkeit auszustatten. Besonders Augenmerk wird dabei auf die Familie des Entführungsopfers Robert Gerber gelegt, deren Leben durch die beiden dramatischen Ereignisse in der Vergangenheit völlig durcheinandergebracht wurde. Trotz der großen Anzahl höchst interessanter und vielschichtig gezeichneter Nebendarsteller konnte „Opa Knut“ die meisten Sympathiepunkte bei mir sammeln. Dem urigen und pfeifenrauchenden alten Ostfriesen mit dem großen Herzen ist eine kriminalistische Kombinationsgabe zu eigen und er liebt seine Enkeltochter Rike Waatstedt über alles.

Um etwaige Spoiler zu vermeiden und die Spannung nicht vorwegzunehmen, möchte ich auf nähere Details zu diesem vielschichtigen Mordfall verzichten. Der geneigte Leser darf sich jedoch auf einen unerwarteten und – zumindest aus meiner Sicht – völlig überraschenden Ausgang dieses Krimis freuen, der mich hervorragend unterhalten und mir ausgezeichnet gefallen hat.

Ich kann dieses Buch uneingeschränkt weiterempfehlen und freue mich bereits auf weitere Werke aus der Feder Elke Nansens.

Macht Lust auf die anderen Romane der Reihe

Als im Ems-Jade-Kanal der PKW eines Entführungsopfers gefunden wird, bringt das neue Impulse für den schon Jahre zurückliegenden Fall und es stellt sich heraus, dass es damals einige Ermittlungsfehler gab.

Es handelt sich hier bereits um den vierten Roman um Richard Faber und seine Kollegen vom Kriminal- und Ermittlungsdienst in Emden, für mich ist es allerdings der erste. Das ist aber nicht weiter schlimm, man kann den Roman sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen, wird aber schon ein bisschen neugierig auf die vorherigen Fälle. Ich zumindest werde sie auf jeden Fall noch lesen.

Der Fall ist interessant und wird im Laufe der Geschichte noch interessanter, es wird Erschütterndes aufgedeckt, das manchen Leser vielleicht an seine Grenzen bringen wird. Sehr blutig geht es dabei zwar nicht zu, aber es schockiert, was manche Menschen anderen antun können. Die Autorin hat ein sensibles Thema gut umgesetzt, auf die Auflösung wird dann auch konsequent hingearbeitet – mancher Leser kann sich vielleicht relativ früh denken, worauf das Ganze hinausläuft, lesenswert bleibt der Roman dennoch. Die Ermittlungen wirken authentisch, als Leser erhält man das Gefühl, dabei zu sein, und die Autorin erzählt flüssig und spannend.

Neben den Ermittlungen gibt es noch einen zweiten Erzählstrang um Richard Faber und seine Kollegin Rike Waatstedt, der ihr privates Leben betrifft. Ich bin ein Fan von Kriminalromanen, die auch das Privatleben der Ermittler thematisieren, und fand diesen Aspekt daher nicht störend – bis Rike Waatstedt gegen Ende der Geschichte recht unüberlegt handelt, und die Gründe in eben diesem Erzählstrang begründet sind. Das wirkte auf mich dann doch etwas aufgesetzt.

Ich war sehr angenehm überrascht von diesem spannenden Roman mit seinem schwierigen Thema, das gut umgesetzt wurde, seinen sympathischen Ermittlern (meine Lieblinge sind Opa Knut und der „Wikinger“) und seinem Lokalkolorit. Für mich ist es ganz sicher nicht der letzte Band der Reihe. Ich vergebe gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Krimifans.

Todesengel in Ostfriesland

Im Ems-Jade-Kanal wird ein Auto geborgen. Es gehört dem seit bereits fünf Jahren verschwundenen Biochemiker Robert Gerber. Richard Faber und Rike Waatstedt von der Kripo Emden/Leer ist klar, dass sie einen alten Fall wiederbeleben müssen. Dabei erkennen die beiden, dass bei diesem Cold Case nicht alles optimal gelaufen ist und sie viele Spuren noch einmal neu auswerten müssen. Immer wieder stoßen die Ermittler auf tote Kinder. Gibt es einen Todesengel, der vielleicht von Robert Gerber aufgestöbert wurde? Ist er deswegen verschwunden? Doch dann taucht die Leiche einer Frau auf …

Tödliches Pilsum ist bereits der 4. Fall für die Kommissare Richard Faber und Rike Waatstedt. Für mich war es der mit dem Ermittlerduo. Vielleicht war daher auch der Einstieg nicht ganz so leicht und einfach. Ich merkte schon bald, dass die beiden Kommissare sehr vertraut miteinander sind, ein eingespieltes Team darstellen, auf eine gemeinsame Vergangenheit zurückblicken und sich so viele Bälle und Seitenhiebe verpassen konnten, deren Bedeutung mir unklar blieb.

Der Fall an sich ist in sich abgeschlossen und schlüssig. Nachdem die Einstiegshürde überwunden wurde und ich mich mehr und mehr auf den eigentlichen Fall konzentrieren konnte, baute sich ein Spannungsbogen auf. Das Ermittlerduo geht akribisch an den Cold Case heran, arbeitet ihn auf und ich durfte den beiden dabei über die Schulter blicken.

Zwar folgt die Handlung einem roten Faden, jedoch wird man als Leser auch immer wieder von plötzlichen Wendungen überrascht. Die Thematik ist ernst und brisant, dennoch hatte ich so manches Mal ein Lächeln auf den Lippen, das ich vor allem Opa Knut und den Frotzeleien zwischen dem Ermittlerduo zu verdanken habe.

Fazit:
Ein spannender Krimi zu einem aktuellen und brisanten Thema, das den Leser sowohl fesselt, unterhält, aber auch nachdenklich zurücklässt.