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Töte, was du liebst

Psychothriller
Buch
Taschenbuch, 384 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3426306077

ISBN-13: 

9783426306079

Erscheinungsdatum: 

01.08.2018

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 57.572
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3426306077

Beschreibung von Bücher.de: 

Ein abgründiger Psychothriller über eine gespaltene Persönlichkeit und das Psychogramm einer gestörten Seele, geschrieben von dem forensischen Psychiater und Psychotherapeuten Christian Kraus.

Ein Mörder geht um in Hamburg. Getrieben von einem alten Versprechen aus dunkler Vergangenheit, tötet er erst Katzen, dann Menschen.

Als der junge Kommissar Alexander Pustin seine Stelle bei der Hamburger Mordkommission antritt, muss er schnell seinen ersten Fall aufklären: An der Elbe wurde ein Toter aufgefunden - Todesursache: ein Stich ins Herz. Die Gerichtsmedizinerin Luise Kellermann obduziert die Leiche, und Alexander fühlt sich sofort von der Ärztin angezogen. Doch Luise ist spröde und abweisend und lässt kaum Kontakte zu. So wehrt sie zunächst auch Alexanders Versuche ab, sie aus der Reserve zu locken. Ganz allmählich bricht er ihren Panzer aus Kälte und Abwehr auf - und wird mit der dunklen, ja sogar gefährlichen Seite der Ärztin konfrontiert. Wer ist Luise wirklich?

Abgründig, verstörend und hochspannend - ein Psychothriller von einem Experten für gestörte Seelen.

Kriminetz-Rezensionen

Hatte mehr erwartet

Der junge Kommissar Alexander Pustin hat gerade erst seine Stelle bei der Hamburger Mordkommission angetreten, als er es auch schon mit seinem ersten Fall zu tun bekommt. An der Elbe wird ein Toter gefunden, getötet durch einen Stich ins Herz.
Der Schreibstil ist sehr gut zu lesen. Das Geschehen wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert, so lernen wir die Sicht des Täters, des Opfers, die von Alexander Pustin und die der Rechtsmedizinerin Luise Kellermann kennen.
Bei Alexander allerdings merkt man ihm seine mangelnde Erfahrung an oder er ist einfach naiv. In seiner Vergangenheit gab es einige Probleme. Er fühlt sich zu Luise hingezogen, doch die reagiert sehr abweisend. Mit beiden Protagonistin wurde ich überhaupt nicht warm. Mit der Zeit wird Luise zwar zugänglicher, aber ich habe nicht nachvollziehen können, was Pustin an ihr gefunden hat. Auch sie hatte eine schwierige Kindheit, so etwas wünscht man niemandem.
Der Täter, der sich Rafael nennt, zeigt uns seine dunkle Seite. Erst hat er Katzen getötet, später dann wurden Menschen seine Opfer. Seine Sicht wird so geschildert, dass er vom Leser Verständnis für seine Situation und sein Handeln erwartet.
Keiner der Charaktere hat mich angesprochen, fast jeder war merkwürdig und so konnte ich keine Bindungen aufbauen.
Obwohl es recht heftig losgeht, fehlte mir einfach die Spannung, die mich an der Geschichte gehalten hätte. Immer wieder gab es auch eher zufällige Ermittlungsergebnisse.
Die Figuren blieben mir gleichgültig, die Spannung fühlte und es war ziemlich früh abzusehen, wohin die Geschichte führt. Daher konnte mich dieser Thriller nicht fesseln.

Blutträume

Der Autor Christian Kraus ist Psychotherapeut und Forensischer Psychiater und deswegen war ich sehr gespannt auf diesen Psychothriller, da mich das Thema »Gespaltene Persönlichkeiten« sehr interessiert.

Zu Anfang lernt man Alexander Pustin kennen, der sich von Göttingen zur Mordkommission nach Hamburg hat versetzen lassen. Hier leben auch seine Eltern und seine Schwester Sophie, die im Wachkoma liegt. Kaum angekommen hat Alex es mit dem Fall »Der Tote an der Elbe« zu tun. Nach einem weiteren Überfall, bei dem der Täter dem überlebenden Opfer, den Namen »Rafael« sagt, ändert sich alles, endlich ein Anhaltspunkt.

Im Verlauf der Ermittlungen lernt Alex die Rechtsmedizinerin Dr. Luise Kellermann kennen und ihre kalte, abweisende und sehr distanzierte Art gefällt ihm irgendwie. Er möchte gerne die Mauer, die Luise um sich herum errichtet hat, zum Einstürzen bringen. Doch für große Gefühle bleibt keine Zeit, denn der Elbe-Täter schlägt wieder zu und die Ermittler haben keine blasse Ahnung, wer dafür verantwortlich ist. Doch Alex spürt, wer seiner Meinung nach infrage käme, doch eigentlich möchte er dies nicht glauben und er setzt sein Leben aufs Spiel, um den wahren Täter zu finden. Doch das wird nicht ganz einfach werden.

Durch die privaten Einblicke in das Verhältnis zwischen Alex und seinen Eltern, in Bezug auf die unbedingten weiter am Leben erhaltenden Maßnahmen von Sophie, kommt man ihm etwas näher. Doch die restlichen Charaktere bleiben blass und etwas im Hintergrund.

Dann bekommt der bis dahin durch die kurzen Kapitel rasante Plot einen Bruch und es werden Rückblicke gewährt durch Trance-Sitzungen, in denen Luise in ihre Kindheit blickt. Durch diese Sichtweise haben sich meine Blickwinkel auf die Story total verändert. Dachte ich zumindest, bis der zurückgebliebene Stefan Klopptstock auftaucht und wieder alles auf den Kopf stellt. Das Ende ist überraschend und es kommt eine Wendung nach der anderen. Also nichts ist, wie es eigentlich scheint.

Was ich mir gewünscht hätte, wären mehr Einblicke und mehr Beschreibungen über das Thema »Gespaltene Persönlichkeit«. Hier hätte der Experte noch mehr punkten können, denn die Sichtweise eines Profis hätte meiner Meinung nach noch mehr Spannung gebracht. Dann hätte das Buch dem Genre Psycho-Thriller mehr entsprochen und man hätte tiefer in die betreffende Person eindringen können.

Ein solider und gut zu lesender Plot, wenn mir auch ein paar gewichtige Aspekte zur eigentlichen Materie gefehlt haben.