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Der Tote auf Amrum

Die Inselkommissarin, Band 6
Buch
Taschenbuch, 332 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

291980829X

ISBN-13: 

9782919808298

Erscheinungsdatum: 

30.06.2020

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 291980829X

Beschreibung von Bücher.de: 

Ein neuer Fall, der das Leben der Inselkommissarin auf den Kopf stellt.

Marten Hilmer, schwerreicher Immobilienbesitzer auf Amrum, wird vergiftet in seinem Anwesen aufgefunden. Hauptkommissarin Lena Lorenzen reist in ihre alte Heimat, um zu ermitteln. Ist der Täter unter den Frauen zu finden, mit denen Hilmer über die Jahre eine Affäre hatte? Oder wurde jemand beim Immobilienkauf übervorteilt?

Als Lena im Haus des Opfers ein Bild ihrer Mutter findet, hat sie Mühe, sich auf ihre Arbeit als Polizistin zu konzentrieren. Neben der Befragung der vielen Verdächtigen muss sie herausfinden, wie ihre eigene Geschichte mit dem Fall verbunden ist.

Kriminetz-Rezensionen

Die Inselkommissarin ermittelt zum 6. Mal

Immobilienbesitzer Marten Hilmer kann noch den Rettungsdienst anrufen, erliegt aber seiner Krankheit im Krankenhaus. Was zuerst wie ein Herzanfall aussieht, stellt sich schnell als Mord heraus. Doch wer hatte ein Motiv, den bekannten, erfolgreichen, smarten Frauenheld umzubringen? Eine seiner vielen Affären? Ein übervorteilter Hausverkäufer? Hauptkommissarin Lena Lorenzen kennt die Insel wie ihre Westentasche, ist sie doch ein Kind der Insel. Klar, dass sie mit ihrem Team den Fall übernimmt. Doch als sie bei den Unterlagen des Toten ein Bild ihrer verstorbenen Mutter entdeckt, wird der Fall sehr persönlich.

Dies ist nun schon der 6. Fall für die Inselkommissarin, für mich ist es allerdings das erste Mal, dass ich bei den Ermittlungen zu einem Kriminalfall auf Amrum dabei bin. Mir waren die Hauptkommissarin und ihr Team gleich sympathisch. Einer für alle – alle für einen – unter dem Motto könnte die Zusammenarbeit stehen. Ich habe nicht den Eindruck, dass mir, außer den privaten Geschichten, etwas fehlt, was ich brauche, um hier mitzukommen.

Der Herzanfall, der dann zum Kriminalfall wird, erweist sich als gar nicht so einfach zu lösen. Es gibt sehr viele Motive und somit mögliche Täter, sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld von Marten Hilmer. Hier habe ich mich etwas schwergetan, nicht den Überblick zu verlieren. Es ist so spannend, den Ermittlungen aus der Distanz zu folgen. Nachdem ich bei drei Verdächtigen falsch gelegen bin, habe ich Lena Lorenzen die Lösung des Falles überlassen. Das hat sie dann mit ihrem Team auch mit Bravour gemeistert.

Recht bald bekommt der Fall für Lena eine sehr persönliche Komponente. Ab dem Zeitpunkt, wo sie im Haus des Toten ein Bild ihrer Mutter findet, frage auch ich mich, wie hier wohl alles zusammen hängt. Die Auflösung hat mich dann zwar etwas überrascht, aber sie kam mir zu konstruiert vor. Das hätte ich hier nicht gebraucht.

Sehr interessant finde ich den zweiten persönlichen Fall der Kommissarin, der sie wohl schon über Jahre begleitet. Sie will endlich Kommissar Groll wegen sexueller Übergriffe anzeigen, die nun schon einige Jahre zurückliegen. Da es in diesem Fall noch kein Ergebnis gibt, werden wir das Ergebnis bestimmt im nächsten Buch lesen können.

Ein spannender Fall mit interessanten Protagonisten auf einer der schönsten deutschen Inseln. Mich hat Anna Johannsen mit kleinen Abstrichen sehr gut unterhalten. Dafür bekommt sie für ihren Krimi von mir 4,5 von 5 Sternen.

Verwirrungen auf Amrum

Inhalt
Für ihren 6. Fall muss Lena Lorenzen in ihre alte Heimat – die Insel Amrum. Dort wird der reiche Immobilienbesitzer Marten Hilmer tot in seinem Haus aufgefunden. Vergiftet – wie sich später herausstellt. Lena irritiert an dem Tatort, dass ein Foto ihrer Mutter bei Hilmer steht und es wird ihr noch einiges Kopfzerbrechen bescheren.

Meine Meinung
Für mich war es der 1. Fall um die Hauptkommissarin Lena Lorenzen. Aber ich bin problemlos in das Buch gekommen. Der Schreibstil ist flüssig, langatmige Passagen wurden vermieden, so dass sich der Krimi super lesen lässt. Lena und Kollegen waren mir sofort sympathisch und wurden gut ausgearbeitet. Neben der eigentlichen Mordermittlung gibt es noch zwei Nebengeschichten, auf die ich hier aber nicht näher eingehen möchte. Eigentlich gefällt mir dieses Szenario nicht besonders, weil dabei gern die Haupterzählung auf der Strecke bleibt und der Spannungsbogen abflacht. Bei diesem Krimi ist es aber definitiv nicht so. Anna Johannsen ist es toll gelungen, alles im Einklang zu halten und die Spannung war die ganze Zeit gegeben. Positiv fand ich auch Lenas Beziehung zu Erck, irgendwie aus dem Leben gegriffen. Sicher wird uns im nächsten Buch, eine Story wiederbegegnen, denn dort fehlt noch die Auflösung.

Fazit
Ein spannender, lesenswerter Krimi mit tollen Protagonisten. Von mir gibt es definitiv eine Leseempfehlung und verdiente 4,5 von 5 Sternen.

Knifflige Polizeiarbeit …

Hauptkommissarin Lena Lorenzen vom LKA Schleswig-Holstein wird mit zwei Kollegen nach Amrum, die Insel auf der sie aufgewachsen ist, geschickt, um einen neuen Fall zu bearbeiten. Der reiche Immobilienbesitzer Marten Hilmer wurde dort tot aufgefunden, vergiftet, wie die Gerichtsmedizin am Institut Kiel feststellte. Der Fall scheint zunächst einfach, denn für einen Mord an dem allseits angesehenen Mann kann es nur zwei Gründe geben: Es fühlt sich jemand bei Immobilienkauf betrogen oder der Mord geschah aus Eifersucht und ist auf eine seiner zahlreichen Frauenbekanntschaften zurückzuführen. Dann entdeckt Lena im Haus des Opfers ein Foto ihrer verstorbenen Mutter …

Die Autorin Anna Johannsen wuchs in Nordfriesland auf, wo auch ihre Kriminalromane beheimatet sind. 2017 veröffentlichte sie ihren ersten »Inselkrimi«, auf den jährlich zwei weitere folgten. »Der Tote auf Amrum« ist der 6. Fall für die Inselkommissarin.

Ein interessanter Plot und eine wunderschöne Kulisse für die Handlung, doch leider wurde dieses Potential nur unzureichend ausgeschöpft. Der Kriminalfall besteht überwiegend aus monotoner Polizeiarbeit mit vielen Besprechungen und immer wiederkehrenden langweiligen Zeugenbefragungen, währenddessen das Privatleben der Kommissarin und ihrer Mitarbeiter ebenso eintönig dahinplätschert. Spannung sucht man vergebens und überraschende Wendungen sind Mangelware.

Obwohl die Geschichte aus der Perspektive der Inselkommissarin Lena Lorenzen erzählt wird, blieb diese mir fremd und ihre privaten Probleme konnten mich nicht berühren. Außerdem vermisste ich sehr stark die Atmosphäre der Insel. Man liest zwar von einigen Strandspaziergängen, doch leider vermisste ich das Rauschen der Wellen, konnte den Wind nicht spüren und das Schreien der Möwen nicht hören, war also nicht wirklich dabei. Anders als zu Anfang vermutet, ergab sich für mich dann die Lösung des Falles, die jedoch schon lange vor dem eigentlichen Ende zu erahnen ist.

Fazit: Ein solider, schlüssig gelöster Krimi – wenig Spannung, wenig »Inselflair« – ich vergeben 3 von 5 Sternen.

Wenn Job und Privatleben aufeinander treffen

Ich liebe die Bücher um Lena und Johann. Sie sind einfach und schnell zu lesen, aber trotzdem nicht anspruchslos. Man kann mitraten und miträtseln, ohne den Überblick zu verlieren.

Gleich zu Anfang geht es »rein in die Vollen«. Ob das Quereinsteiger wohl überfordert? Als Serienleser weiß man natürlich, wer in den Büchern wer ist und wer was früher einmal gesagt oder getan hat. Aber wenn man die Bücher vorher nicht gelesen hat, stelle ich mir das zunächst einmal sehr schwer vor, den Ausführungen zu folgen.

Was die Geschichte um Groll angeht, so war diese mir nicht tief genug. Es ist ein sehr schwieriges Thema – finde ich – und dazu gehört mehr als das kurze Anschneiden, wie es hier gemacht wurde. Das Thema hat mich nicht erreicht, weil es einfach zu oberflächlich behandelt wurde. Aber sobald der Fall losging, wurde es wieder besser und es machte wieder Spaß, der Geschichte zu folgen, obwohl es nicht schwer war, auf die verwandtschaftlichen Verhältnisse zu kommen.

Wie immer werden der Fall bzw. die Ermittlungen recht kurz und knapp gehalten und vieles ergibt sich rein aus den Gesprächen zwischen Lena und Johann. Dafür reicht es auch und man kann den Geschehnissen ohne Probleme folgen. Nur bei Groll halt nicht; da blieben die Gespräche mit den Kolleginnen an der Oberfläche und es hätte für mich ausführlicher und tiefer gehen müssen.

Aber alles in allem habe ich mich prächtig unterhalten gefühlt und ich freue mich auf den nächsten Fall … diesmal ganz ohne Groll ☺