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Die Tote am Fastensee

Die Inselkommissarin, Band 10
Buch
Taschenbuch, 319 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

2496712146

ISBN-13: 

9782496712148

Erscheinungsdatum: 

20.06.2023

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 11.923
Amazon Bestellnummer (ASIN): 2496712146

Beschreibung von Bücher.de: 

Eine tote Polizistin auf Fehmarn wird zu einem herausfordernden Fall für die Inselkommissarin. Von SPIEGEL-Bestsellerautorin Anna Johannsen.

Merle Harmsen, eine Polizistin aus Schleswig, wird auf Fehmarn tot aufgefunden. Eine delikate Angelegenheit für die Polizei: Merle hatte sich zuletzt krankschreiben lassen und sich auf den elterlichen Hof zurückgezogen, nachdem sie einen korrupten Kollegen angezeigt hatte.

Die Inselkommissarin Lena Lorenzen wird mit dem Fall betraut und bekommt Unterstützung von Naya Olsen, einer jungen Polizistin mit dänisch-grönländischen Wurzeln.

Der Kreis der Verdächtigen ist groß. Neben Gegnern im Schleswiger Kommissariat zählen dazu vor allem Merles Jugendfreunde, zu denen sie nach vielen Jahren neuen Kontakt gesucht hatte. Bei ihren Befragungen rufen Lena und Naya heftige Reaktionen hervor. Als sie das Zimmer der toten Merle plötzlich verwüstet vorfinden, ist für die Ermittlerinnen klar, dass sie dem Täter ganz nahe sind.

Kriminetz-Rezensionen

Ein spannender Fall mit viel Verwirrung für den mitratenden Leser

Ich habe diese Serie von Anfang an gelesen und mag den Stil und vor allem die Charaktere Lena, Erck, Ole und Johann.

Frau Johannsen schreibt ganz nach meinem Geschmack. Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, entwickeln sich ansprechend weiter und handeln realistisch. Keine One-Woman-Show von Lena, sondern Teamwork. Die Handlungen sind logisch, ebenfalls realistisch -z.B. liegen Auskünfte über Handy- und Bankdaten nicht innerhalb von ein paar Stunden vor -, trotzdem spannend erzählt und am Ende bleiben keine Fragen offen.

Frau Johannsen verzichtet auf die von mir fast schon gehassten Rückblicke bzw. Kapitel aus Sicht des Täters, die einem die Lust am mitraten nehmen. Bei dieser Serie liegt das Hauptaugenmerk auf den Befragungen und den Schlüssen, die Lena & Co. daraus ziehen. Man kann sich als Leser anhand der Befragungen sein eigenes Bild machen und hieraus seine eigenen Schlüsse ziehen, ist quasi Seite an Seite mit Lena mit einem identischen Wissensstand. Das, was sie nicht durch selbst durchgeführte Befragungen erfährt, wird ihr (und dem Leser) in Teambesprechungen mitgeteilt. Genau dafür liebe ich die Bücher von Frau Johannsen.

Und genauso ist es auch hier: Eine Polizistin wurde auf Fehmarn erstochen und gleich zu Anfang ergeben sich, nach den ersten Befragungen auf der Insel, viele mögliche Motive über Probleme mit den Kollegen der Dienststelle bezogen auf Korruption und/oder sexuelle Belästigung oder hinsichtlich eines in der Nähe des elterlichen Ferienhofes geplanten Windparks. Oder liegt das Motiv doch im privaten Umfeld oder im Kreis der alten Clique? Möglichkeiten über Möglichkeiten und je tiefer Lena gräbt, desto mehr Personen werden aufgeschreckt. Es kristallisieren sich mehrere Motivmöglichkeiten heraus und alle erscheinen logisch, so dass der Leser über mögliche Täter/innen verwirrt und in die Irre geführt wird.

Und ich liebe die Bücher für den Epilog. Dort wird jeweils geschildert, was bei den Verfahren als Strafe verhängt wurde. Und auch wenn das ebenfalls nur eine Fiktion ist, so ist es für mich jeweils ein gelungener Abschluss.

Das Einzige, was mich persönlich mittlerweile wirklich nervt, ist Lenas Angst bezogen auf ihr Privatleben. Egal um was es geht, sobald Erck ins Spiel kommt, regen sich bei ihr Zweifel und schlechte Gefühle. Was ist richtig und was ist falsch? Welche Entscheidung soll sie treffen? Und ist die Entscheidung, die sie getroffen hat, wirklich die richtige? Das geht jetzt mittlerweile fast seit Beginn der Serie so. So langsam könnte sie ihr privates Glück mal genießen, liebe Frau Johannsen.
Und Johann sollte seine Elternzeit für den nächsten Fall verkürzen. Die neue Kollegin gefällt mir zwar auch sehr gut - taff und nicht auf den Mund gefallen -, aber ein Trio wäre doch auch nicht zu verachten.

Absolut gelungen

„Die Tote am Fastensee “ von Anna Johannsen ist bereits die 10. Folge der Krimireihe um die Inselkommissarin Lena Lorenzen. Der neue Fall ist packend und spannend von Beginn an.

Auf der Insel Fehmarn wird die Polizistin Merle Harmsen tot aufgefunden. Sie hatte sich aufgrund eines Burnouts auf den elterlichen Hof zurück gezogen. Doch die Ermittlungen zeigen, dass sie gerade in dieser Zeit sich mit vielen Personen aus ihrem früheren Umfeld getroffen und intensive Gespräche geführt hat. Doch worum ging es dabei? Das müssen Lena und ihre Kollegen herausfinden, um ein Mordmotiv und den Täter schnellstmöglich zu finden. Ihre junge Kollegin Naya Olsen ist sehr engagiert und zeigt bei diesem Einsatz bald ihr Können. Auch ihr Freund und Kollege Ole Kotten unterstützt sie bestens.

Doch mitten in den Ermittlungen geschieht ein weiterer Mord vor den Augen Lenas. Die Spannung steigt schnell weiter an, denn der tote Polizist war von Merle wegen Korruptionsverdacht angezeigt worden und gehörte zu den Verdächtigen. Doch nun müssen alle Ermittlungsansätze noch einmal neu durchdacht und bewertet werden.

Anna Johannsen erzählt eine komplexe, sehr gut durchdachte Geschichte. Ihr Schreibstil ist flüssig und liest sich ausgezeichnet. Ich konnte mir alle beschriebenen Charaktere sehr gut vorstellen und war, genau wie die beiden Ermittler, immer wieder überrascht von der aktuellen Entwicklung des Falls.

Die Kriminalgeschichte ist gut durchdacht und in sich schlüssig gelöst. Die Personen sind authentisch und ihre Handlungsweisen nachvollziehbar. Der Schreibstil liest sich sehr gut.

Fazit:
Ein interessanter Krimi mit viel Lokalkolorit, der viele Verdächtige vorweist und mit einigen unerwarteten Wendungen punkten kann. Spannend und überraschend - deshalb vergebe ich gern 5 Sterne.

Glaubwürdig gelöst

Lena Lorenzen, Hauptkommissarin, wird hier im 10. Fall mit einem sehr heiklen und speziellen Mordfall betraut. Auf der Insel Fehmarn wird die Polizistin Merle Harmsen am Fastensee tot aufgefunden. Schnell ist klar, sie wurde ermordet.

Merle ist auf Fehmarn aufgewachsen. Immer, wenn sie ihre Ruhe brauchte, hat sie sich in ihrem Elternhaus zurückgezogen. Vor einigen Wochen ließ sie sich krankschreiben, angeblich Burnout. Sie hat sich auch dann auf die Insel zurückgezogen. Dies sollte ihr zum Verhängnis werden. Auf ihrer Dienstelle hat sie zudem einen Kollegen der Korruption bezichtigt und angezeigt.

Lena und ihr Team werden mit umfangreichen, aufwändigen Ermittlungen konfrontiert. Ihnen zur Seite steht die junge Naya Olsen, die eine wertvolle Unterstützung ist. Die große Frage: Muss der Täter eher im Umfeld der Dienststelle gesucht werden, oder hat ihre alte Clique etwas damit zu tun? Der Spagat zwischen Job und Privat gelingt Lena auch hier gut, obwohl ihr Mann Erck darüber nicht immer glücklich ist.

Die akribisch umfangreichen Ermittlungen nehmen in diesem Buch einen großen Teil ein. Anna Johannsen versteht es, mich mit ihrem Schreibstil vollumfänglich abzuholen. Der Fall ist in meinen Augen glaubwürdig gelöst worden.

Das Cover mit der Seenlandschaft: idyllisch, friedlich. Aber eben auch auf kleinen Inseln kann es zu Mord und Totschlag kommen.

Ich habe schon ein paar Bücher aus dieser Serie gelesen, die mir alle gut gefallen haben.

Hat noch Luft nach oben, aber angenehmer Schreibstil

Buchmeinung zu Anna Johannsen – Die Tote am Fastensee

Die Tote am Fastensee ist ein Kriminalroman von Anna Johannsen, der 2023 bei Edition M erschienen ist. Dies ist der zehnte Band mit der Inselkommissarin Lena Lorenzen.

Zum Autor:
Anna Johannsen lebt seit ihrer Kindheit in Nordfriesland. Sie liebt die Landschaft und die Menschen der Region, besonders verbunden ist sie den Nordfriesischen Inseln.

Zum Inhalt:
Auf Fehmarn wird Merle Harmsen, eine Polizistin aus Schleswig, tot aufgefunden. Die Inselkommissarin Lena Lorenzen wird mit dem Fall betraut und bekommt Unterstützung von Naya Olsen, einer jungen Polizistin mit dänisch-grönländischen Wurzeln.

Meine Meinung:
Dieses Buch war meine erste Begegnung mit der Autorin. Den Schreibstil empfand ich als nüchtern und doch angenehm. Die Geschichte wird von einem neutralen Erzähler geschildert, der kaum Gefühle an den Leser weitergibt. Die Polizeiarbeit wird realitätsnäher als in den meisten anderen Krimis beschrieben. Die Hauptfigur Lena Lorenzen wirkt sympathisch bei ihrem Spagat zwischen familiären und beruflichen Verpflichtungen. Sie pendelt mehrmals zwischen Festland und Fehmarn. Dadurch wollte sich bei mir kein Inselflair einstellen. Etwas enttäuscht war ich, als die Kommissarin bei mehreren Anfeindungen ihrer jungen Kollegin mit dänisch-grönländischen Wurzeln durch örtliche Polizisten nicht eingriff.
Die Charakterisierung fast aller Figuren empfand ich als oberflächlich mit zu wenig Tiefe. Die Geschichte beginnt ruhig und wenig spannend, aber die Spannung nimmt im Verlauf nach mehreren, zum Teil überraschenden Wendungen deutlich zu. Der Fall wird vollständig und nachvollziehbar aufgelöst. Gut gefallen hat mir der kurze Epilog mit dem Überblick über die weitere Entwicklung für einige Beteiligte.

Fazit:
Dieser Regionalkrimi hat mich trotz einiger Schwächen dank des angenehmen Schreibstils gut unterhalten. Deshalb bewerte ich das Werk mit drei von fünf Sternen (65 von 100 Punkten).