Der Tote vom Großen Meer

Der sechste Fall für Kommissar Steen. Ostfrieslandkrimi

Seiten: 

165

Verlag: 

ISBN-10: 

3965861239

ISBN-13: 

9783965861237

Auflage: 

1 (17.01.2020)

Preis: 

3,99 EUR
Schauplätze: 

Krimitags: 

Amazon-Bestseller-Rang: 5.509
Amazon Bestellnummer (ASIN): B083RT4B97
Beschreibung von Rena Larf

Eine tödliche Schießerei zerstört die Idylle am Großen Meer in Ostfriesland. In dem Erholungsgebiet, wo sonst Camper und Wassersportler ihren Urlaub genießen, werden drei Menschen brutal aus dem Leben gerissen. Einer der Toten wird für Kommissar Steen und sein Team von der Kripo Emden schnell zum Schlüssel des Falls. Der unheimliche Bärtige hielt sich mit seinem Wohnmobil zuletzt am Großen Meer auf, doch er passte einfach nicht hierher. Die Ermittlungen bringen den Schock darüber, mit wem sie es hier im beschaulichen Ostfriesland wirklich zu tun haben! Oder liegen die Dinge doch ganz anders, als es scheint? Gerade als Kommissar Steen dabei ist, das Rätsel zu entschlüsseln, nimmt der Fall in der Küstenstadt Norden eine entscheidende Wendung …

In der „Kommissar Steen ermittelt“ - Reihe sind bisher erschienen:
1. Die Tote im Tief
2. Der Tote am Delft
3. Der Tote von der Knock
4. Die Tote am Borkumkai
5. Neu: Der Tote vom Großen Meer

Die Ostfrieslandkrimis von Alfred Bekker können unabhängig voneinander gelesen werden.

Kriminetz-Rezensionen

Ein verworrener Fall

Der Binnensee „Großes Meer“ gehört zur Gemeinde Südbrookmerland. Es ist ein idyllischer Ort für Wassersportler und Camper. Doch die Idylle wird durch eine Schießerei getrübt, bei der es drei Tote gibt. Der bärtige Tote, der mit einem großen Wohnmobil unterwegs war, ist schnell identifiziert. Was die Polizei über ihn herausfindet, ist besorgniserregend. Doch wieso hat er sich so auffällig verhalten? Je mehr Kriminalhauptkommissar Ebbo Steen und seine Kollegen herausfinden, umso verworrener wird alles.

Dies ist bereits der fünfte Fall für Kriminalhauptkommissar Ebbo Steen und sein Team.

Eigentlich gefällt mir der Schreibstil von Alfred Bekker gut, aber das ständige Erwähnen von Steens Prinz-Heinrich-Mütze war mir dann doch ein wenig zu viel, genauso wie dieses Herumreiten auf Ihno Purwins baldigem Ruhestand.

Die Ermittler der Polizei Emden sind ein eingespieltes Team. Ebbo Steen ist ein umgänglicher Typ, der allerdings immer eine gewisse Distanz wahrt. Altje Remels kümmert sich neben der Polizeiarbeit auch noch um den Hof ihrer Eltern und hat schon mal Probleme mit den Prioritäten. Sie regt sich gerne auf und braucht Zeit um wieder runterzukommen. Ihno Purwin steht vor dem Ruhestand und gibt vor, dass er sich schon freut, doch das will ihm niemand abnehmen. Dann gehört noch der junge Kollege Ulfert Jansen zum Team. Er war früher mal beim BKA Berlin und hat gute Kenntnisse in Spurensicherung.

Dieser Krimi geht gleich heftig los, denn es gibt drei Tote und einer davon war ein Bauer aus der Gegend, der partout nicht den Weg freimachen wollte.

So verwirrend wie dieser Fall auf Steen und sein Team wirkt, so ratlos war auch ich bis zum Schluss. Viele Wendungen sorgen dafür, dass man nicht ahnen kann, was wirklich hinter allem steckt, und so blieb es spannend bis zum Schluss.

Ein spannender Ostfriesland-Krimi.

Ostfriesland ist keine Idylle mehr

Der neue Krimi „Der Tote vom Großen Meer“ von Alfred Bekker ist der 5. Fall für Kommissar Steen und der erste Fall dieses Autors für mich. Der Beginn ist dramatisch – gleich drei erschossene Menschen in zwei Kapiteln.

Schauplatz ist die Gegend um das „Große Meer“, ein natürlich entstandener Niedermoorsee, der zwischen Aurich und Emden liegt. Hier auf einem Campingplatz sind viele Urlauber und nun dieser rätselhafte Fall, der Kommissar Steen und seinem Team einiges abverlangt.

Einen der Toten, einen in der Gegend ansässigen Landwirt, erkennt die Polizistin Altje sofort. Die anderen beiden können bald nach ersten Ermittlungen auch identifiziert werden. Einer gilt als islamistischer Gefährder und ist für das BKA kein Unbekannter. Doch leider hatte man dort seine Spur verloren, bis er als Toter in Ostfriesland gefunden wurde.

Weitere Recherchen führen die Ermittler zu einem in Bremen ansässigen Clan. Welche Ziele werden in Ostfriesland verfolgt und welche Rolle spielt ein Mann mit einer markanten Narbe im Gesicht?

Erzählt wird eine komplexe und phantasievolle Geschichte mit Liebe zum Detail. Überraschungen unterschiedlicher Art und unerwartete Wendungen bringen Spannung. Aufgelockert wird der Fall durch die Kollegen des Kommissars. Altje, die im Nebenerwerb auf dem Hof ihrer Eltern tätig ist, kennt die Ortsansässigen und ihre Geschichten genau, manchmal zu genau für den Geschmack ihres Chefs. Ein anderer Kollege, Ihno Purwin, läuft kurz vor seiner ersehnten Pensionierung noch einmal zur Höchstform auf und kann seinem Chef ein ebenbürtiger Partner werden.

Außerdem ist da noch der Journalist Tammo Tjaden von der Lokalpresse, der immer wieder den Weg von Kommissar Steen kreuzt, sich aber dieses Mal erstaunlicherweise als kooperativ und nützlich für den Fall erweist.

Die Kriminalgeschichte ist gut durchdacht und in sich schlüssig gelöst. Die Personen sind authentisch und ihre Handlungsweisen nachvollziehbar. Der flotte Schreibstil liest sich ausgezeichnet.

Fazit:
Ein kurzweiliger Krimi mit viel Lokalkolorit, der von Beginn an unterhält und mit einigen unerwarteten Wendungen punkten kann. „Der Tote vom Großen Meer“ ist gelungen und Lesevergnügen pur. Spannend und unterhaltsam – deshalb vergebe ich gern 5 Sterne und empfehle das Buch allen Freunden von guten Ostfrieslandkrimis.

Mein Dank gehrt an den Klarant-Verlag, der mir kostenlos ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Meine ehrliche Lesermeinung wurde dadurch nicht beeinflusst.