Cover von: Der Tote im Kutter

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Der Tote im Kutter

Der zweite Fall für Inspector Frank Grasby
Buch: 
Gebundene Ausgabe, 384 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3755800772

ISBN-13: 

9783755800774

Auflage: 

1 (15.09.2026)

Preis: 

22,00 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 

Krimitags: 

Amazon-Bestseller-Rang: 331.734
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3755800772

Beschreibung: 

Dezember 1953: Inspector Frank Grasby wird von seinem Vorgesetzten Arthur Juggers zu einem neuen Fall berufen. In Uthley Bay, einem kleinen Küstenort im Norden Englands, gibt es eine Leiche: Ein alter Fischer wurde mit einem Weihnachtsstrumpf erdrosselt. Also schon wieder kein besinnliches Weihnachten für die beiden Ermittler.

Kurz nachdem sie in dem beschaulichen Fischerdorf eintreffen, findet sich ein weiterer Toter, abermals ist die Tatwaffe ein Weihnachtsstrumpf. Doch galt der Anschlag nicht vielleicht dem Zwillingsbruder des Toten? Und was hat es mit den Hunderten angeschwemmten Strümpfen auf sich?

Das ganze Dorf hütet Geheimnisse, und Grasbys Vertrauen zu Juggers gerät immer mehr ins Wanken. In Uthley Bay ist nichts, wie es scheint, nur eines ist gewiss: Weihnachten wird mörderisch.

Kriminetz-Rezensionen

Very british

Ein Fischer wird in dem verschlafenen Küstenort Uthley Bay erdrosselt aufgefunden und wie sich bald herausstellt, ist die Mordwaffe ausgerechnet ein schnöder Damenstrumpf. Es ist kurz vor Weihnachten, genauer gesagt der 22. Dezember des Jahres 1953, als Inspector Frank Grasby vom Polizeirevier York den Auftrag erhält, in dieses Fischerdorf zu fahren, unterstützt von seinem Vorgesetzten, von Superintendent Arthur Juggers. Auf stark verschneiten Straßen fahren sie mit ihrem Dienstwagen an den Ort des Verbrechens – es ist der zweite Fall für Grasby.

Denzil Meyrick hat schon mit „Der Tote im Kamin“ einen wunderbaren schwarzhumorigen Kriminalfall mit Frank Grasby als ermittelnden Inspector vorgelegt, den ich vor ziemlich genau einem Jahr gelesen habe und so kam mir „Der Tote im Kutter“ gerade recht.

„Erneut eine Geschichte voller erstklassigem Unsinn“ hat die Times über dieses zweite Buch geurteilt. Schon allein von dieser so sinnigen Aussage bin ich hin und weg und ich weiß - mich erwarten wiederum kurzweilige, sehr amüsante Lesestunden voller überraschender Wendungen, der feine britische Humor blitzt stets durch.

Ich werde ins Jahr 1953 zurückgebeamt, auch die Erzählweise ist diesen Jahren angepasst, es ist aber keineswegs altbacken, nein. Es sind die Nachkriegsjahre, in denen man es zuweilen noch mit den Lebensmittelrationierungen zu tun hat, die telefonische Verbindung ist nicht stabil und auch Stromausfälle sind den winterlichen Witterungsverhältnissen geschuldet. Überhaupt versteht es Meyrick, seine Leser in diese Zeit mitzunehmen, was an und für sich schon für vergnügliche Lesestunden sorgt.

Seine Figuren dann sind es, die dieser Geschichte nochmal eine extrafeine Würze verleihen. Da ist etwa dieser einfältige, von sich absolut überzeugte Juggers, der mich so dann und wann an den berühmt-berüchtigten Elefanten im Porzellanladen denken lässt und der sich gerne mal Grasbys Weitsicht bedient, um damit zu glänzen. Nicht nur diese beiden, alle Charaktere sind treffend skizziert, von liebenswert bis skurril, verschroben und verschlossen ist alles dabei, das Rundum-Paket passt einfach.

Dieser zweite historische Kriminalroman um den liebenswerten Inspector Frank Grasby ist ein wahres Lesevergnügen, er ist Garant für kurzweilige, für spannende Unterhaltung - very british.

Frohe Weihnachten

Im Jahr 1953 wird Inspector Frank Grasby mit seinem Vorgesetzten Juggers zu einem Mordfall gerufen. Er ist froh, dem tristen Weihnachtsfest mit seinem Vater entkommen zu sein. Lieber fährt er mit Juggers in den kleinen Küstenort Uthley Bay, wo ein mit einem Damenstrumpf erdrosselter Fischer gefunden wurde. Frank hat gleich zu Beginn das Gefühl, dass sein Vorgesetzter etwas vor ihm verbirgt. Dann geschieht ein weiterer Mord und hunderte Damenstrümpfe werden am Strand angespült. Was als eine normale Ermittlung beginnt, weitet sich zu etwas sehr viel Größerem und Gefährlicherem aus. Nicht nur benehmen sich die Bewohner seltsam, sondern Franks Vater taucht auch noch mit seiner Freundin im Hotel auf. Aufgrund des starken Schneefalls ist nicht mit Verstärkung zu rechnen, sodass Frank und Juggers auf sich allein gestellt sind.
Auch, wenn mir keine der Personen besonders sympathisch war, sind die Charaktere doch gut beschrieben. Wenn man bedenkt, dass Juggers eine kugelrunde Figur hat und er öfter mal Hilfe braucht, kann er sich erstaunlich flink bewegen, wenn es darauf ankommt. Die Situationen sind dann ziemlich amüsant. Er ist sehr aktiv und hetzt Frank ständig durch die Gegend.
Frank ist eher ruhig und zurückhaltend. Aber auch ziemlich feige und ängstlich. Er lässt sich von seinem Vater und seinem Vorgesetzten schikanieren, beleidigen und beschimpfen. Außerdem ist er recht eitel. Ich frage mich, wie er in einer Führungsposition den Krieg überstanden hat.
Auch die Dorfbewohner sind eigenartige Menschen. Sie sind unfreundlich und verschlossen, was sicherlich an ihrem Geheimnis liegt, das einige von ihnen miteinander teilen. Die Handlung ist gut aufgebaut, es gibt neue Wendungen und Verdächtige. Gegen Ende tauchen immer mehr Personen auf, die sich gegenseitig bedrohen.
Der Schreibstil passt sich der Zeit an und lässt die rauen Küstenlandschaften und die beschauliche, aber trügerische Idylle Uthley Bays vor dem inneren Auge des Lesers entstehen. Die schaurige Atmosphäre des Winters in der Küstengemeinde wird sehr gut dargestellt.
Das Cover mit dem verschneiten Pier und den Fischerbooten wirkt eher friedlich und gefällt mir sehr.