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Die Tote und der Polizist

Der dritte Fall für Kriminalkommissarin Emma Sköld. Thriller
Buch
Broschiert, 352 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3352009163

ISBN-13: 

9783352009167

Auflage: 

1 (17.08.2018)

Preis: 

16,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 95.358
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3352009163

Beschreibung von Bücher.de: 

»Es wird hart für Emma. Ich schone meine Figuren nicht.« Sofie Sarenbrant.

Die Polizistin Emma Sköld ist tot, getötet von Kollegen, denen sie auf die Spur gekommen ist. Zumindest glaubt das alle Welt. In Wahrheit hat Emma den Anschlag überlebt. Zusammen mit ihrem Vater will sie nun dem Polizeichef von Stockholm das Handwerk legen. Gunnar Olausson sieht sich auf einer Mission; er will das Land von Bettlern und Migranten säubern. Emma aber braucht Beweise. Da gerät sie an Soraya, eine junge Frau, die den Mord an einem Bettler beobachtet hat und seitdem vor Gunnar auf der Flucht ist.

Der Bestseller aus Schweden - packend, bewegend und mit einem besonderen Blick erzählt.

Der dritte Bestseller um die ungewöhnliche Stockholmer Polizistin Emma Sköld.

Kriminetz-Rezensionen

Die Tote und der Polizist

Schauplatz Stockholm

Es beginnt mit der Beerdigung der Polizistin Emma Sköld, 38 Jahre. Ihre Familie und Kollegen sind versammelt, aber Emmas Tod wurde vorgetäuscht, sie beobachtet die Trauerfeier aus einem Versteck heraus. Nur Emmas Vater, ein pensionierter Polizeibeamter, ist eingeweiht und versteckt seine Tochter in einem Ferienhaus. Durch Zufall lernt Emma Soraya, eine junge Rumänin, kennen. Sie hat den Mord an einem Bettler beobachtet und könnte die Täter bzw. die Kollegen identifizieren und wird von Emma und ihrem Vater als Lockvogel eingesetzt. Bis zum Ende ist es ein langer Weg und da ich nicht spoilern möchte, verzichte ich auf Details.

"Die Tote und der Polizist" ist bereits der 3. Band um Emma Sköld und ich kannte die Vorgänger nicht. Dies ist schade, denn so fehlte mir etwas der Hintergrund. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt und ich empfand sie von Beginn an als spannend. Ich konnte auch sehr gut den Vater nachvollziehen, der wusste, dass seine Tochter lebt, das aber nicht einmal der Familie mitteilen durfte. Dieser Zwiespalt war für mich spürbar. Außerdem musste er seiner Frau gegenüber die vielen Abwesenheiten glaubwürdig rechtfertigen. Wie sich im Laufe der Zeit herausstellt, wird dies zu einer kniffligen Gratwanderung. Emma will unbedingt ihren Chef Gunnar und seine Helfer zur Strecke bringen, das ist ihr erklärtes Ziel. Sie will vor allem Licht in das Dunkel bringen, wer bei der Beseitigung der Bettler und Migranten involviert ist. Die ganzen Zweifel an ihrem Chef Gunnar samt seinem Netzwerk, wem zu trauen ist oder auch nicht, waren für mich als Leser gut nachvollziehbar und beschrieben. Bewegend und emotional empfand ich am Ende den Besuch von Emma in Rumänien.

Ich fühlte mich gut unterhalten, denn der Plot war kein 08/15-Krimi und durch die Thematik brisant. Als Nächstes werde ich auf jeden Fall die beiden Vorgängerbände lesen. Beim 4. Band bin ich auf alle Fälle dabei, denn ich möchte wissen, wie es weitergeht!

Emma macht weiter

Dies ist der dritte Band um die ungewöhnliche Stockholmer Polizistin Emma Sköld. Nachdem es am Ende des letzten Buches böse Überraschungen gab, müssen wir nun miterleben, wie die Familie und Kollegen bei der Beerdigung der achtunddreißigjährigen Polizistin Emma Sköld trauern. Doch Emma beobachtet ihre eigene Beerdigung, denn ihr Tod ist nur vorgetäuscht. Ihr Vater, der ehemalige Leiter der Polizei, weiß Bescheid und will sie dabei unterstützen, dem Polizeichef Gunnar Olausson das Handwerk zu legen. Dabei spielt die junge Rumänin Soraya, die Emma zufällig kennenlernt, eine wichtige Rolle.
Auch dieses Mal wechseln die Perspektiven immer wieder, so dass man sich erst einmal einlesen muss. Doch diese Wechsel sorgen trotzdem nicht unbedingt für einen starken Spannungsbogen, obwohl man so die verschiedenen Sichtweisen kennenlernt. Wie schon bei den Vorgängerbänden fehlte mir der Thrill, aber natürlich wollte ich wissen, wie es mit Emma Sköld weitergeht.
Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, so dass ich sie mir vorstellen konnte, aber wirklich sympathisch war mir fast niemand. Nur Emmas Kollegen und Freund Thomas Nyhlén mochte ich.
Für den Vater ist es nicht einfach, seine Tochter zu unterstützen, denn niemand darf ja wissen, dass Emma lebt und so muss er sogar die Familie belügen. Emma muss sich verstecken und weiß immer noch nicht, wem sie trauen kann. Aber sie will mit aller Kraft dem Netzwerk um Gunnar das Handwerk legen.
Diese Geschichte ist für mich ein typischer Skandinavien-Krimi mit gedrosselten Emotionen und einer etwas düsteren Atmosphäre.
Dieser Thriller ist ungewöhnlich wie seine Vorgänger, aber auch leider schwächer.

Ein gewagter Plan

Obwohl Emma Sköld den heimtückischen Mordanschlag überlebt hat, läßt sie sich offiziell für tot erklären. Um sich vor weiteren Angriffen zu schützen, darf außer ihrem Vater und ihrem Arzt keiner erfahren, dass sie überlebt hat. Nach ihrer gefakten Beerdigung, plant sie dann mithilfe ihres Vaters den vollkommen aus dem Ruder gelaufenen Polizeichef Stockholms zu überführen und seiner perfiden Säuberungsmission, die schon viel zu vielen unschuldigen Menschen das Leben gekostet hat, endlich ein Ende zu bereiten. Bis es soweit ist, erholt sie sich gut versteckt im Keller des abgelegenen Ferienhauses ihrer Familie. So bleibt ihr genug Zeit ihre Vorbereitungen zu treffen, denn sie weiß, dass es nur diese eine Chance für sie gibt. Doch die Beweislage ist schwierig und nur wenn es ihr gelingt die junge Frau, die zufällig eine der Taten beobachtet hat, von der Wichtigkeit ihrer Mithilfe zu überzeugen, können sie es wagen die riskante Aktion zu starten.

FAZIT
Eine brisante Thematik, verpackt in ein aufreibendes Katz- und Mausspiel, bei dem bis zum Ende offen bleibt, wer es letztendlich gewinnen wird.