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Die Toten auf Helgoland

Die Inselkommissarin, Band 7
Buch
Taschenbuch, 331 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

2496701586

ISBN-13: 

9782496701586

Erscheinungsdatum: 

23.02.2021

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 2496701586

Beschreibung von Bücher.de: 

Ein neuer Fall, der die Inselkommissarin an ihre persönlichen Grenzen bringt. Von #1-Kindle-Bestsellerautorin Anna Johannsen.

In einem Wohnhaus auf Helgoland wird ein Paar tot aufgefunden, auf den ersten Blick spricht alles für eine Beziehungstat. Lena Lorenzen wird mit dem Fall betraut, der jede Menge Brisanz mit sich bringt, denn bei dem Mann handelt es sich um einen ehemaligen Verdeckten Ermittler des LKA, der untergetaucht ist.

Lena macht sich auf die Spurensuche: Wie stand es tatsächlich um die psychische Gesundheit des Polizisten und warum wurde er von seinen aktuellen Ermittlungen abgezogen? Was haben die kurdischen Clans, denen der Ermittler zuletzt wohl dicht auf den Fersen war, mit der Tat zu tun? Die Inselkommissarin muss sich zum ersten Mal in ihrer Karriere mit dem Organisierten Verbrechen auseinandersetzen und gerät dadurch selbst in höchste Gefahr.

Kriminetz-Rezensionen

Diesmal war ich wieder vollkommen begeistert

Habe ich beim letzten Buch noch »gemeckert«, dass die Geschehnisse um Groll so stiefmütterlich behandelt wurden und eigentlich viel mehr Raum benötigt hätte, so hat mich dieses Buch wieder vollkommen gepackt und begeistert.

Als Leser der Serie ist es natürlich immer wieder schön, »alte Bekannte wiederzutreffen«. Man ist im Thema und kann die Bemerkungen zu Warnke und Groll ohne Probleme den dazugehörigen Vorgängen zuordnen.

Richtig gut an den Büchern gefällt mir, dass größtenteils die reine Polizeiarbeit – so wie man sich diese als Laie vorstellt – im Vordergrund steht. Befragungen über Befragungen und überall große Fragezeichen und alles wird in Gedanken und vor allem in Gesprächen miteinander immer wieder durchgekaut. Und obwohl die Geschichte diesmal wirklich sehr komplex war, werden die Sachverhalte ausführlich beschrieben und es bleiben keine offenen Fragen und kein schales Gefühl zurück. Gefühlt hatte dieses Buch doppelt so viele Seiten wie sonst, obwohl dies natürlich nicht der Fall war ☺

Ich freue mich schon darauf, wie es weitergehen wird und bin gespannt, wie Lena ihre persönliche Lebensplanung mit ihrem Beruf verbindet. Hoffentlich lässt die Autorin Lena nicht für Enna Andersen »auslaufen« … bitte nicht.

Spannung mit der Inselkommissarin

Inhalt   
Der 7. Fall führt die Inselkommissarin Lena Lorenzen auf die Insel Helgoland. Ein Paar wird tot aufgefunden, man geht von einer Beziehungstat aus. Aber nichts ist, wie es scheint, zumal der Tote ein ehemaliger verdeckter Ermittler beim LKA war und untergetaucht ist.

Meine Meinung   
Das Cover ist stimmig zur Story. Der Krimi ist durchgehend spannend und durch die flüssige Schreibweise super zu lesen. Die detailliert ausgearbeiteten Protagonisten runden das Lesevergnügen ab. Anna Johannsen versteht es exzellent, Ihren Hauptprotagonisten Leben einzuhauchen. Lena sehe ich immer vor mir und ich finde sie unglaublich toll. Aber auch ihre Kollegen Ole und Johann passen perfekt. Ein super Ermittlerteam. Den Leser/in erwartet eine Kombi aus Lebensgefahr für die Ermittler, Einblicke ins Leben verdeckter Ermittler, korrupte Polizei, kurzweilige Settings der Insel, Drogenhandel und Mafia-Verwicklungen. Trotzdem ist es eine sehr gute Mischung und nicht übertrieben geschrieben. Das Ende war überzeugend, es blieben bei mir keine Fragen offen und die logischen Fäden fanden am Ende zusammen.

Fazit   
Ein spannender, gut geschriebener Krimi. Ich vergebe gern eine Leseempfehlung und bin auf den nächsten Teil mit Lena gespannt. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen.

Eine friedliche Insel …

Lena Lorenzen und ihr Kollege Johann Grasmann machen sich per Schiff auf den Weg zu ihrem Einsatzort, was für Johann Grasmann ein bisschen peinlich wird. Aber ich fühle mit ihm – mir wird auch auf jedem Schiff übel, das sorgt bei mir schon mal für ein paar Sympathiepunkte. Auf der Insel angekommen stellen sie schnell fest, dass die meisten, die etwas mit dem ungleichen Paar zu tun hatten, nicht besonders glücklich über die neuerlichen Ermittlungen sind.

Angriff
Die direkten Angehörigen sind eher abweisend, offenbar mochte niemand den »Neuen« an der Seite von Wiebke Rinken. Keiner kannte Julius Weber näher und alle fanden, dass Wiebke mit ihrem alten Freund Oke Jacobs besser bedient war. Als die beiden Kommissare Oke befragen, lernen sie sein aufbrausendes Temperament kennen. Als sie kurz darauf auf dem Weg in ihre Unterkunft überfallen werden, gerät Oke unter Verdacht und wandert auf der Liste der Mordverdächtigen nach ganz oben.

Ansporn
Falls dieser Überfall Lena daran hindern sollte, weiter zu ermitteln, hat das nicht funktioniert. Sie bekommt einen anderen Kollegen an die Seite gestellt und will jetzt erst recht wissen, was auf dieser Insel schiefläuft. Die Ermittlungen werden dann in all ihren Einzelheiten geschildert, aber damit das nicht zu langatmig wird, wird immer wieder viel Lokales eingestreut. Ich war noch nie auf Helgoland, kann mir dank dieses Buches aber eine ganz gute Vorstellung von der Insel machen.

Verdacht
Natürlich wird auch Julius Webers Hintergrund genau durchleuchtet und dabei stellt sich vor allem heraus, dass das LKA wirklich keine große Hilfe ist. Eher im Gegenteil – dort wird gemauert, was das Zeug hält. Lena versucht sich weiter in das Thema Organisierte Kriminalität einzuarbeiten und gerät dabei in Lebensgefahr. Grundsätzlich ist mir an dieser Stelle schon klar, dass beim LKA jemand aus den oberen Etagen falsch spielt, aber das schmälert weder mein Lesevergnügen noch die Spannung.

Klassischer Krimi
Alles in allem ist »Die Toten auf Helgoland« ein klassischer Regionalkrimi im besten Sinne. Mit Helgoland ist das Setting sehr ansprechend und es wird auch immer wieder auf typische regionale Einzelheiten eingegangen. Lena Lorenz ist eine ganz wunderbare Protagonistin – teamfähig, unprätentiös, intelligent und sehr hartnäckig. Mir hat es viel Spaß gemacht, sie bei ihren Ermittlungen zu begleiten und ich fand auch die ja immer etwas langwierige Polizeiarbeit gut geschildert. Mir fehlten, gefühlt jedenfalls, keine wichtigen Dinge aus den vorherigen Bänden, was ich bei Reihen immer wirklich wichtig finde.

Mein Fazit
»Die Toten auf Helgoland« von Anna Johannsen ist ein klassischer Krimi vor einer sehr ansprechenden Kulisse, der seine Spannung eher aus geschickten Befragungen und intelligentem Kombinieren bezieht als aus wilden Verfolgungsjagden. Ich fand das klasse und werde bestimmt noch mehr aus der Reihe lesen.