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Die Toten von Veere. Ein Zeeland-Krimi
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Malerische Kleinstadt – oder Schauplatz eines ungeheuren Verbrechens?
Ein Vermisstenfall in Zeeland, das gehört eigentlich nicht in den Zuständigkeitsbereich von Liv de Vries, Hoofdinspecteur der Landespolizei. Trotzdem folgt sie der Bitte ihres Vorgesetzten, der sie mit der Ermittlung in Veere nach einem missglückten Einsatz aus der Schusslinie nehmen will.
Doch das Verschwinden des Kochs Rob van Loon ist weit mehr als ein Vermisstenfall. Er führt Liv zurück in die Vergangenheit – zu Esmée, einem Mädchen mit surinamischen Wurzeln, das vor vielen Jahren ebenfalls spurlos in Veere verschwand. Was hat Rob van Loon damit zu tun? Und warum ist plötzlich die rechte Szene an seinem Auffinden interessiert?
Wo Menschen für gewöhnlich auf die Schönheit von Zeeland treffen – das Meer, kilometerlange Strände, beeindruckende Gebäude und eine bewegte Geschichte – stößt Liv de Vries auf unbequeme Wahrheiten, die auch sie ganz persönlich vor ein ernstes Problem stellen.





















Fesselnder Zeeland-Krimi
Liv de Vries, Hoofdinspecteur der Landespolizei, gibt stets alles. So auch bei einem Einsatz, der außer Kontrolle gerät. Ihr Vorgesetzter Adriaan Verlaat nimmt sie aus der Schusslinie und betraut sie mit einem, wie es den Anschein hat, banalen Vermisstenfall. Dafür muss sie in die niederländische Provinz Zeeland, ihre neue Kollegin Noemi Bogaard begleitet sie.
Rob van Loon ist von einem Kurztrip nicht zurückgekehrt, seine Freundin macht sich große Sorgen. Die Recherchen zu diesem Fall führen unter anderem zurück zu einem seit zehn Jahren vermissten Mädchen mit surinamischen Wurzeln. Esmée. Gibt es einen Zusammenhang? Liv gräbt tief, dabei kommt sie einer sehr rechten Gruppe ins Gehege. Und nicht genug damit - ein Journalist wird in seinem Haus tot aufgefunden. Er wetterte gegen Flüchtlinge und Asylanten, sein Tod jedoch soll ein häuslicher Unfall gewesen sein. Der Rechtsmedizinerin Ann-Remi fallen Merkwürdigkeiten auf, ihr Chef jedoch verbietet ihr jegliche Einmischung, der von ihm diagnostizierte Herzinfarkt, dem ein Treppensturz folgte, ist unumstößlicher Fakt.
Es kommt noch so einiges mehr ans Tageslicht, der eigentlich profane Vermisstenfall erweist sich als äußerst vielschichtig. Liv und Noemi arbeiten mit der örtlichen Polizei zusammen, auch hat Ann-Remi ihren ermittlerischen Anteil.
„Die Toten von Veere“ führen in einem weiteren Erzählstrang zurück in den Oktober 1944 auf die Halbinsel Walcheren nach Westkapelle. Es war in den letzten Kriegswirren des Zweiten Weltkrieges, die Alliierten bombardierten die Deiche, das einströmende Wasser wurde den Bewohnern zum Verhängnis.
Maarten Vermeers vielschichtig angelegter Zeeland-Krimi lässt die rechtsradikale Szene in all seiner Hässlichkeit mit einfließen. Und es gibt Parallelen zu den Kriegsereignissen von damals und dem offenen Hass den Deutschen gegenüber. Die einzelnen, komplexen Handlungsstränge stehen jeder für sich, jedoch führen sie eher oder später alle zusammen. Zunächst ist unklar, was die damaligen Ereignisse in Westkapelle mit dem Heute zu tun haben. Das ganze Ausmaß dessen wird erst ziemlich zum Schluss in all seiner erschreckenden Gänze sichtbar. Auch wird so manche Figur, die anfangs reell und integer scheint, entzaubert. Allesamt sind sie glaubhaft dargeboten, sie sind sympathisch oder eher das Gegenteil, mit so manchem möchte man nichts zu tun haben.
Ein wenig hineinschnuppern, ein wenig hineinlesen wollte ich in „Die Toten von Veere“ und bin direkt hängen geblieben. Die 575 Seiten lesen sich weg wie nix. Die Ermittlungen stehen im Vordergrund, sie geben auch Raum für das Zwischenmenschliche und den geschichtlichen Hintergrund, die politisch aufgeheizte rechte Szene ist leider allgegenwärtig, auch sie darf und sollte nicht ausgeklammert werden. Es ist ein spannender, extrem fesselnder Krimi vor herrlicher Kulisse – sehr lesenswert.
Vielschichtiger Krimi
Liv de Vries, Hoofdinspecteur bei der Landespolizei,wird nach einem missglückten Einsatz von ihrem Vorgesetzten, mit dem sie auch privat liiert ist, aus der Schusslinie genommen. Sie wird nach Zeeland beordert, wo sie einen Vermisstenfall aufklären soll,ihr wird die junge Kollegin Noemi zur Seite gestellt. Schnell stellt sich heraus, dass die Spuren weit in die Vergangenheit reichen, wo Esmée,ein ein Mädchen mit surinamischen Wurzeln ,ebenfalls verschwand und nie mehr auftauchte.Es gibt immer neue Entwicklungen und eine Spur ,die in die letzte Zeit des zweiten Weltkrieges zurückgeht….
Die Geschichte, die öfter in die Vergangenheit wechselt, ist von Beginn an sehr spannend.Neben den Vermisstenfällen werden viele Themen,wie Vertuschungspolitik,Korruption,Feindlichkeit gegenüber Migranten aufgegriffen.Außerdem spielt der Rechtsradikalismus in der aktuellen Politik eine ziemlich große Rolle. Die einzelnen Personen, welche nach und nach in die Geschichte eingebracht werden, wirken allesamt sehr authentisch .Einem Puzzle gleich,werden die verschiedenen Aspekte nach und nach zusammengesetzt, bis es zu einem sehr schlüssigen Ende kommt.Ich habe das Buch, welches von wenigen Ausnahmen abgesehen, ohne viel Blutvergießen auskommt und dennoch durchgehend Spannung erzeugt, sehr gerne gelesen und empfehle es, verbunden mit fünf Sternen, weiter. Da der letzte Satz des Epilogs auf eine Fortsetzung hindeutet ,bin ich voller Vorfreude.
Leseempfehlung!!
Ein Krimi, der in Zeeland spielt, Orte, die mir von vielen Urlauben gut bekannt sind. Grund genug, den mir unbekannten Autor zu testen.
Liv de Vries, wegen wiederholtem Schusswaffengebrauch in die Medien geratene Hoofdinspecteur der Landespolizei, wird auf einen Vermisstenfall angesetzt. Was sich so harmlos anhört, entwickelt sich zu einem brisanten Fall, der bis in das Jahr 1944 zurückreicht. Weitere Zeitebenen sind die Gegenwart und 10 Jahre zuvor. Es ist interessant zu verfolgen, wie die verschiedenen Ereignisse sich miteinander verweben.
Dass in den Niederlanden auch rechte Parteien Zulauf haben und Fremdenfeindlichkeit durchaus verbreitet ist, spielt eine große Rolle in der Handlung. Die Gründe sind teils sehr aktuell, teils reichen sie weit in die Kriegsjahre zurück. Ich kann mich an Urlaube vor über 30 Jahren erinnern, in denen man als Deutscher dort nicht überall gerne gesehen war.
Marten Vermeer versteht es, Land, Leute und Sprache sehr authentisch in die Geschichte einfließen zu lassen.
Die Themen des Buches sind vielfältig und die Charaktere erleben Emotionen, die jeder nachvollziehen kann. Der Krimi ist auf der einen Seite hochpolitisch und auf der anderen Seite sehr menschlich.
Er legt den Finger auf die Ursachen und Folgen des Rechtsruck, ohne dabei belehrend zu wirken.
Marten Vermeer hat hier einen ausgezeichneten Krimi geschrieben, der ohne großartiges Blutvergießen, dafür aber mit viel Spannung daher kommt.
Das Ende lässt den Leser mit nur einem Satz rätselnd zurück und lässt damit auf eine Fortsetzung hoffen.
Von mir 5 Sterne und eine Leseempfehlung.
Sehr packend
Hoofdinspecteur Liv de Vries setzt sich in ihrem Job voll ein. Doch beim letzten Fall hat sie sich angreifbar gemacht. Daher nimmt ihr Vorgesetzter Adriaan Verlaat, der auch ihr Geliebter ist, sie aus der Schusslinie, indem er nach Veere schickt, um einen Vermisstenfall zu klären. Liv findet schnell heraus, dass es vor Jahren schon einmal in dem kleinen Ort einen Vermisstenfall gab. Gibt es einen Zusammenhang?
Mich hat dieser Zeeland-Krimi von Anfang an gepackt. Der Schreibstil lässt sich angenehm lesen und die Spannung wird die ganze Zeit hochgehalten. Erzählt wird diese Geschichte auf
Liv de Vries ist eine sympathische Person und eine gute Ermittlerin. Aber auch ihre Kollegen Noemi Bogaard und Ruben van der Meer gefallen mir gut. Die junge Rechtsmedizinerin Ann-Remi Blom ist anderer Meinung als ihr Vorgesetzter und geht der Sache auf den Grund.
Der Fall ist ziemlich komplex und führt weit in die Vergangenheit, als Esmee, ein junges Mädchen mit surinamischen Wurzeln, verschwand. Dass der verschwundene Koch Rob van Loon im Zeugenschutzprogramm ist, erschwert die Suche zusätzlich, genauso wie das Interesse der rechten Szene.
Am Ende werden die unterschiedlichen Handlungsstränge verknüpft und der Fall schlüssig gelöst. Dennoch bleiben einige Dinge offen, so dass es vermutlich einen weiteren Krimi mit Hoofdinspecteur Liv de Vries geben wird.
Ich kann diesen komplexen und spannenden Krimi, der auch aktuelle Themen aufgreift, nur empfehlen.
Packender Kriminalroman
Nach einem gescheiterten Einsatz soll die Inspektorin der Landespolizei Liv de Fries nach einem zweifelhaften Schusswaffengebrauch mit tödlichen Folgen aus der Schusslinie der Presse genommen werden. Ihr neuer Einsatzort ist die malerische Kleinstadt Veere, wo ein Koch namens Rob van Loon vermisst wird. Die Suche nach dem jungen Mann birgt aber große Überraschungen und schnell wird klar, dass das Rätsel um das Verschwinden von Rob van Loon wohl mit einer dunklen Vergangenheit zusammenhängt. Vor zehn Jahren verschwand eine junge Frau mit Migrationshintergrund und der Gesuchte war der Hauptverdächtige. Ein Fall von Rache? Liv van Fries taucht immer tiefer in einen schwierigen Fall ein...
Mit "Die Toten von Veere" hat ein deutscher Autor mit dem Pseudonym Maarten Vermeer einen aus meiner Sicht sehr spannenden und hochaktuellen Kriminalroman veröffentlicht. Er erzählt die Geschichte in einem sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich schnell an die Küsten von Zeeland entführte. Der Spannungsbogen wird mit dem rätselhaften Verschwinden des jungen Rob van Loon sehr gut aufgebaut und über die ungeklärte Vergangenheit und die ereignisreichen Ermittlungsarbeiten auf einem für mich hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich eine sehr clever konzipierte und für die Ermittler immer komplexer werdende Geschichte, in der ein Cold Case mit den populistischen Rechtsgesinnungen in den Niederlanden und eine fesselnden Story verbunden werden. Das Ganze konnte mich bis zum fulminanten finale in den Bann ziehen, in dem der Fall mit einer gut nachvollziehbaren und auch überraschenden Auflösung gelungen abgerundet wird.
Insgesamt ist "Die Toten von Veere" aus meiner Sicht ein toller Kriminalroman, der mich mit interessant gezeichneten Protagonisten, einem komplexen Fall mit aktuellem Bezug und dem Erzähltalent des Autors überzeugen konnte. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.
Zeeland-Krimi mit historischem Hintergrund
Nach einem missglückten Einsatz bei der Landespolizei soll Hoofdinspecteur Liv de Vries aus dem Fokus der Journale genommen werden. Auf Wunsch ihres Vorgesetzten fährt sie deshalb nach Zeeland um dort dem Verschwinden seines Bekannten Rob van Loon nachzugehen. Mit Unterstützung ihrer Kollegin Noemi, dem dortigen Polizeichef Ruben und der Rechtsmedizinerin Ann-Remi, stößt Liv schon bald auf Ungereimtheiten.
Bei diesem atmosphärischen Krimi erkennt man sofort die Liebe des Autors zur Landschaft von Zeeland. Detailreiche Beschreibungen lassen beim Lesen sehr schöne Bilder vor Augen entstehen.
Besonders spannend fand ich die immer wieder zwischendurch eingeschobenen Handlungen die uns ins Jahr 1944 zurückgeführt haben. Lange Zeit ist unklar, was diese mit dem aktuellen Fall zu tun haben.
Der aktuelle Fall plätschert allerdings lange Zeit nur vor sich hin. Gestört haben mich die vielen Szenenwiederholungen, dadurch hat mich das Buch irgendwann verloren, da halfen auch die ganzen Verwicklungen und sorgfältig ausgearbeiteten Fährten leider nichts. Schon ziemlich früh haben diverse Hinweise auf den Täter hingewiesen.
Die vom Autor aufgegriffenen unterschiedlichen politischen Themen sind gut recherchiert, hochaktuell und brisant. Obwohl ich nur 3 Sterne vergeben habe, würde ich einen weiteren Fall der Ermittlerinnen lesen, denn der Schreibstil und die Firgurenzeichnung haben mir durchaus gefallen.