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Totenschrein

Der dritte Fall für FBI-Agentin Sayer Altair. Thriller
Buch
Taschenbuch, 416 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3548290752

ISBN-13: 

9783548290751

Erscheinungsdatum: 

02.08.2021

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3548290752

Beschreibung von Bücher.de: 

Zwölf vermisste Mädchen, ein grausamer Ritualmörder - Sayer Altairs härtester Fall.

Mitten in Washington liegt die Leiche eines Mädchens. Die Tote sieht aus, als würde sie schlafen. Wären da nicht die Axt in ihrer Hand, die geschnitzten Affenfiguren um sie herum und eine blutige Botschaft. Alles deutet auf einen Ritualmord hin.

FBI-Agentin Sayer Altair übernimmt den Fall. Als herauskommt, dass das Opfer zu einer Gruppe vermisster Jugendlicher gehört, ahnt die Agentin, dass der Täter bald wieder zuschlägt. Ein Wettlauf gegen den grausamsten Mörder, mit dem Sayer es je zu tun hatte, beginnt.

Kriminetz-Rezensionen

Ein extrem spannender Thriller, der permanente Gänsehaut verursacht!

Am 2. August 2021 hat Ellison Cooper ihren dritten Sayer-Altair-Thriller »Totenschrein« herausgebracht, der im Ullstein-Verlag erschienen ist. Die beiden Vorgänger »Totenkäfig« und »Knochengrab« haben mir richtig gut gefallen, weshalb ich mich auf diese Fortsetzung so gefreut habe. Auch dieser Thriller hat mich überzeugt und komplett in den Bann gezogen. Mich fasziniert nicht nur der spannende, authentische und unheimlich flüssige Schreibstil der Autorin, auch das Setting passt wieder perfekt zu diesem unglaublich verstörenden und packenden Inhalt. Ihre Protagonisten, die mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsen sind, sind tief ausgearbeitet. Auch die beiden Hunde, die sich im Hintergrund aufhalten und trotzdem präsent sind, mag ich sehr. Denn der dreibeinige Therapiehund Vesper und die Polizeihündin Kona sind klasse und runden ein sympathisches und taffes Ermittlungsteam hervorragend ab.

Zum Inhalt: Zwölf vermisste Mädchen, ein grausamer Ritualmörder …

FBI Senior Agent Sayer Altair hat nach ihrem letzten spektakulären Fall etwas Ruhe gefunden. Sie beschäftigt sich mit neurowissenschaftlicher Forschung, alles ist gut. Doch dann wird am Einstein Memorial mitten in Washington D.C. ein Polizist erschossen. Neben ihm die Leiche eines Mädchens. In ihrer Hand hält sie eine Axt. Doch das ist nicht das einzig Merkwürdige. Um sie herum stehen neun geschnitzte Affenfiguren, die einen Kreis bilden. Alles deutet auf einen Ritualmord hin. Altair übernimmt den Fall. Sie ahnt, dass der Täter bald wieder zuschlagen wird, denn das Mädchen war nur eine von mehreren vermissten Jugendlichen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Genau dieser Wettlauf ist so rasant, spannend, verstörend und brutal, der FBI Senior Agent Sayer Altair und ihrem Team alles abverlangt und im weiteren Verlauf sehr persönlich für sie wird. Sie ist die Hauptprotagonistin und eine taffe Neurowissenschaftlerin, die im Nationalen Zentrum für die Analyse von Gewaltverbrechen des FBI die Gehirnstrukturen von Serienmördern erforschte. Obwohl sie hauptsächlich als Neurowissenschaftlerin arbeitet, ist sie auch eine aktive Agentin in der Critical Incident Response Group des FBI. Als solche hat sie immer Bereitschaft und muss diesmal einen Psychopathen finden, der erst Ruhe findet, wenn er sein schreckliches, wahnhaftes und grausames Ritual vollständig beendet hat. Die Zeit rennt und auch wenn Altair glaubt, dem Mörder auf den Fersen zu sein, wurde ich von Wendungen überrascht, die nicht zu erahnen waren. Ich hatte permanent Gänsehaut, da nicht nur die Mädchenmorde detailliert beschrieben wurden, auch die Vorgehensweise des Täters und die Schauplätze haben für eine düstere Atmosphäre und unheimliche Bilder gesorgt. Welche Symbolik hinter den Morden, einzelner Elemente und den Tatinszenierungen steckt, kam nach und nach verständlich ans Licht. Warum es von einem Doppelmord zu einem Massenmord mit Entführung ausgeartet ist, wurde von der Autorin spektakulär und unheimlich interessant beschrieben und erklärt. Falsche Zeugen tauchen auf, behindern die Ermittlungen und führen sie auf falsche Fährten, sodass ich oft am Miträtseln war, wie diese Handlungen zu den schrecklichen Taten passen. Am Ende wird auch dieser Punkt aufgeklärt, von dem ich nichts geahnt habe.

Neben den rasanten Ermittlungen erzählt in eigenen Kapiteln ein Mädchen aus ihrer Gefangenschaft. Sie schildert ihre Angst authentisch und versucht mit allen Mitteln, sich und ihre Mitgefangenen zu befreien. Für mich war sie ein sehr starker Charakter, der auch in dieser ausweglosen Situation versucht hat, die Nerven zu bewahren. Da aus ihrer Perspektive geschildert wurde, habe ich auch einige Details über den Täter erfahren können. Ihr ganzes Verhalten hat mich beeindruckt und ihre Rolle in der ganzen Situation hat mir sehr gut gefallen, besonders am Ende.

Die Charaktere der Protagonisten sind gut ausgearbeitet, besonders Altair und ihr kleines, aber feines Team waren mir sehr sympathisch. Sie kommen lebendig und authentisch rüber, auch dessen Gedanken und Handlungen konnte ich super nachvollziehen. Altair gibt nicht auf, denn diese schreckliche Mordreihe hält sie permanent auf Trab. Dass sie nebenbei auch noch heimlich beobachtet und verfolgt wird, lässt ihre Nerven blank liegen. Was der mysteriöse Verfolger von ihr will, hat mich richtig überrascht. Denn das war wieder eine von vielen Überraschungen, die Ellison Cooper gelungen ist. Die beste Überraschung fand ich jedoch ganz am Ende. Denn mit diesem Ausgang, der gleichzeitig ein ganz fieser Cliffhanger ist, hat mich sprachlos gemacht. Deshalb hoffe ich auf eine schnelle Fortsetzung.

Dieser Thriller kann unabhängig von den vorherigen Bänden gelesen werden, da es jedes Mal ein neuer, in sich abgeschlossener Fall ist. Für ein besseres Verständnis aus Altairs Privatleben ist es jedoch von Vorteil, wenn man ihr von Anfang an folgt. So kommen die überraschenden Wendungen viel besser und deutlicher rüber. Die Beweggründe des psychopathischen Monsters wurden gut erklärt, die gleichzeitig sehr informativ waren. Denn die Autorin hat mir schockierende Einblicke einer kranken und psychotischen Seele gewährt. Dass es diese Krankheit wirklich gibt, hat diese Story noch authentischer erscheinen lassen. Sie hat mit einem realistischen Krankheitsbild und ihrer fiktiven Fantasie gespielt, sodass ein hervorragender Thriller entstanden ist. Dieser enthält außerdem noch einige historische Hintergründe aus dem alten Ägypten, die nicht weniger spannend und interessant waren. Altägyptische Mythologie, hingerichtete Schüler, verschwundene Mädchen, falsche Augenzeugen, ein kranker Psychopath und falsche FBI-Agenten ergeben einen großartigen Thriller. Natürlich ist auch wieder Altairs Studienteilnehmer 037 dabei, der es nicht lassen kann, Spielchen mit ihr am Telefon zu treiben. Seine Anrufe haben mir immer ganz besonders gut gefallen, denn auch er offenbart ein Geheimnis, was mich sprachlos hinterlassen hat.

Grausame Ritualmorde

Mitten in Washington wird die Leiche eines jungen Mädchens abgelegt. Es scheint, als würde sie schlafen, doch ihr Mörder hat ihr eine Axt in die Hand gelegt und um sie herum stehen geschnitzte Affenfiguren. Alles deutet auf einen Ritualmord hin. FBI-Agentin Sayer Altair übernimmt den Fall und muss schon bald feststellen, dass es ihr härtester Fall sein wird. Das Mädchen gehört zu einer Gruppe vermisster Jugendlicher. Ein Wettlauf gegen den wohl grausamsten Mörder ihrer Laufbahn beginnt.

»Totenschrein« ist der dritte Teil mit FBI-Agentin Sayer Altair. Man kann den Teil unabhängig von den Vorgängern lesen, da alle Fälle in sich abgeschlossen sind, aber um Sayers Privatleben besser zu verstehen, empfiehlt es sich auch die Vorgänger zu kennen.

Genau wie die Vorgänger hat mich die Story wieder voll und ganz in ihren Bann gezogen. Die vielen Cliffhänger, Überraschungen und unerwarteten Wendungen lassen einen nur so durch die Seiten fliegen.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen und sehr authentisch. Die Handlungen sowie die Orte werden sehr detailreich beschrieben, sodass man sich alles gut vor Augen führen kann.

Der Hintergrund mit den Ritualmorden wurde wissenschaftlich sehr aufwendig recherchiert und perfekt mit in die Handlung eingewoben. Es war sehr interessant, über den Hintergrund zu lesen. Sogar besser, als es in irgendeinem Fachbuch nachzulesen, weil es viel lebendiger rübergebracht worden ist.

Sayer Altair, ihr recht ungewöhnliches Ermittlerteam, aber auch ihre Familie sind mir sehr sympathisch und machen einen taffen Eindruck. Zum Ende hin wurde es sogar ein wenig emotional und ich hatte zugegebenermaßen ein wenig Pipi in den Augen. Das offene Ende aus ihrem Privatleben lässt den Leser sicher sein, dass dies nicht ihr letzter Fall sein wird. Ich bin gespannt wie es in ihrem Leben weitergeht und welcher neue Fall auf sie warten wird.

Mein Fazit:
Rasante, temporeiche und abwechslungsreiche Story lässt das Buch zu einem regelrechten Pageturner werden. Einmal angefangen zu lesen, kann man nicht mehr damit aufhören. Für mich war es ein Lesehighlight und bekommt eine absolute Leseempfehlung von mir.

Hat mich nicht ganz so überzeugt wie vor allem der erste Band

Ein Bus mit 24 Schülern wird entführt, einige später tot aufgefunden – Sayer Atair ermittelt und stößt bald an Grenzen, gerät in tödliche Gefahr und sieht sich mit einem nahezu unschlagbaren Gegner konfrontiert.

Die beiden ersten Bände der Reihe haben mir gut gefallen, ich mag vor allem Sayers Umfeld, ihren Kollegen Ezra, der mittlerweile mit Prothesen laufen gelernt hat, Max Cho und seine Hündin Kona, eine exzellente Spurenleserin, und natürlich Sayers Familie im weiteren Sinne, vor allem Tino und Hund Vesper haben hier ihre Rollen. Auch Studienteilnehmer 037 aus Sayers Studie mit nicht kriminellen Psychopathen ist wieder dabei und sorgt am Ende für einen Cliffhanger.

Der Autorin ist es auch gut gelungen, mir die entführten Schüler:innen nahezubringen, vor allem Kate Brooks, so dass ich gut mitfiebern konnte und am liebsten hinten im Buch geschaut hätte, ob Kate überlebt – habe mich dann aber doch lieber nicht gespoilert, zumal der Roman sich zügig lesen lässt, auch durch die kurzen Abschnitte und die aufgebaute Spannung.

Was mir weniger gut gefallen hat, ist, dass ich lange vor Sayer und ihren Mitermittlern hinter eine offene Frage kam, die eigentlich ganz offensichtlich beantwortet hätte werden können, zumindest hätte viel früher in diese Richtung gedacht werden müssen. Ebenso fand ich es überflüssig und unglaubwürdig, Sayer einige Verletzungen zuzuschreiben, sie aber weiter ohne Rücksicht darauf agieren zu lassen. Auch der Twist im letzten Viertel hat mich eher nicht überzeugt bzw. war mir zu viel – mal sehen, wie das im nächsten Band weiter gestrickt wird.

Insgesamt hat der Roman mir aber wieder spannende Lesestunden beschert, ich konnte mitzittern und miträtseln und habe liebgewonnene Charaktere wiedergetroffen. Ich vergebe 3,5 Sterne (aufgerundet, wo nötig) und freue mich auf weitere Bände.

Der Weg durch das Totenreich

In Washington wird ein Mädchen tot aufgefunden. Die Leiche wurde drapiert mit mehreren geschnitzten Affenfiguren und einer Axt. Alles deutet auf einen Ritualmord hin. Als sich herausstellt, dass das Mädchen zu einer Gruppe Jugendlicher gehört, die mit einem Bus auf dem Weg zu einem Event vermisst werden, beginnt für die FBI-Agentin Sayer Altair und ihr Team ein Wettlauf gegen die Zeit.

Wie auch in den Vorgängerbänden legt die Autorin in der Story ein rasantes Tempo an den Tag. Die Handlung fliegt nur so dahin, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag.

Durch die wechselnden Perspektiven zwischen der interessanten Ermittlungsarbeit von Sayer und den vermissten Jugendlichen, entstehen zum Ende der Kapitel immer wieder fiese Cliffhanger, die den Leser immer weiter vorantreiben. Fesselnd und interessant waren auch die geschichtlichen Hintergrund-Informationen zur ägyptischen Mythologie.

Sayer ist nicht nur eine FBI-Agentin, sondern auch eine Neurowissenschaftlerin, sie beschäftigt sich in einer Studie mit den Gehirnen von Psychopathen, und so wird hier nebenher noch ein Handlungsstrang mit dem Probanden 037 mit eingeflochten, der sich bisher durch alle drei Teile dieser Thriller-Serie zieht.

Sayers Privatleben gefällt mir sehr gut. Mit ihrer Oma, der Adoptivtochter, ihrem Nachbarn Tino und dem gemeinsamen dreibeinigen Hund hat die Autorin sympathische Charaktere geschaffen, bei denen ich gerne lese, wie sich die Zukunft weiterentwickelt.

Die Story war zwar etwas vorhersehbar und vom Flow typisch amerikanisch, aber trotzdem ein atemberaubendes Leseerlebnis.