Cover von: Traubenfest
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Traubenfest

Der vierte Fall für Kommissarin Marie Mercier. Ein Périgord-Krimi
Buch
Broschiert, 352 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

375770021X

ISBN-13: 

9783757700218

Auflage: 

1 (26.04.2024)

Preis: 

16,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 3.277
Amazon Bestellnummer (ASIN): 375770021X

Beschreibung von Bücher.de: 

Festtagsstimmung im Périgord und ein mysteriöser Mord.

Es ist Sommer in Saint-André-du-Périgord, und das mehrtägige Traditionsfest Félibrée steht bevor. Dieses Mal will auch Kommissarin Marie Mercier daran teilnehmen.

Doch während ihre Großtante Léonie sich als begnadete Köchin auf kulinarische Highlights freut, gibt es für Marie plötzlich einen ernsten Anlass: Die 16-jährige Tochter der dort ausstellenden Winzerin Jeanne Laroussine ist verschwunden.

Kurz darauf erhält Marie eine weitere Hiobsbotschaft: Der Vorsitzende der Félibrée wurde ermordet aufgefunden.

Während das Fest in vollem Gang ist, kommen Marie und ihr Kollege Richard Martin einem makabren Verwirrspiel auf die Spur …

Kriminetz-Rezensionen

Keine Freizeit für Marie

Eigentlich hatte Marie Mercier andere Pläne für ihr Wochenende.Sie wollte ,gemeinsam mit ihrem Freund Michel, das Traditionsfest Félibrée besuchen,doch wie so oft in diesem Beruf,macht ihr ein neuer Fall einen Strich durch die Rechnung. Ein junges Mädchen ist spurlos verschwunden,ihre Mutter ist ratlos.Als kurz darauf ihre Mitschülerin ebenfalls vermisst wird,laufen die Ermittlungen auf Hochtouren und dann geschieht auch noch ein Mord.Marie und ihr Partner Richard entdecken makabre Zusammenhänge.

Meine Meinung:

Es ist der vierte Fall für die sympathischen Ermittler und da ich alle kenne,fühlte ich mich sofort wieder zu Hause.Alle Personen werden so toll beschrieben ,dass mein Kopfkino durchgehend auf Hochtouren lief.Marie ,ihr Freund Michel ,Großtante Léonie,Georges und nicht zuletzt Richard ,der versucht den Spagat zwischen Arbeit und Vaterschaft zu wuppen,sind mir alle ans Herz gewachsen.
Neben einem spannenden und wendungsreichen Kriminalfall, gibt es wieder viel über Land ,Leute und ihre Traditionen zu erfahren.Ein Highlight sind immer die kulinarischen Genüsse ,die Léonie unermüdlich für ihre Lieben zaubert.Schweren Herzens verabschiede ich mich und bin voller Vorfreude auf den nächsten Teil.

Getrübte Festtagsstimmung

Julie Dubois hat den nunmehr vierten Périgord-Krimi vorgelegt, auch mit „Traubenfest“ ist ihr ein vielschichtiger Kriminalroman mit viel Lokalkolorit gelungen, den zu lesen es sich lohnt. Neben Großtante Léonies Kochkünsten und ihren stets kredenzten Köstlichkeiten spürt man die idyllische Landschaft und trifft so mach liebgewonnene Figur aus den Vorgängerbüchern wieder.

Zwei vermisste Mädchen und ein Mordfall trüben die Festtagsstimmung im Périgord, Marie Merciers Wochenende ist vollgepackt mit Arbeit. Gilt es doch, die 16jährige Emma, die Tochter der Winzerin Jeanne Laroussine, zu finden. Kaum hat das mehrtägige Traditionsfest Félibrée begonnen, ist Emma, die mit ihrer Mutter hinter dem Verkaufsstand ihres Winzerbetriebes war, verschwunden. Die Winzerin macht Marie unmissverständlich klar, dass die Suche nach ihrer Tochter Vorrang vor allem anderen hat. Marie ermittelt mit ihrem Kollegen Richard in alle Richtungen und als ein zweites Mädchen abgängig ist, stellt sich die Frage, ob die beiden sich gekannt haben. Kurz danach wird eine männliche Leiche gefunden – auch dieser Tote und die Umstände, die zu seinem Tod geführt haben, geben viele Rätsel auf.

Sie finden einen blutgetränkten Pullover mit einer DNA, die zweifellos zugeordnet werden kann und doch nicht einzuordnen ist, der Fund eines größeren Geldbetrages und ein Testament werfen viele Fragen auf, auch ist von einem lange zurückliegenden Unfall die Rede, eine Spur führt bis nach Spanien und nicht zuletzt sind es geheimnisvolle Fotos mit einem unklaren Motiv. Sind all diese Indizien verwertbare, brauchbare Hinweise?

Ganz schön viel, was da auf Marie und Richard einstürzt. Sie hat ihrer Großtante Léonie versprochen, mit ihr zum Fest zu gehen. Dieses Versprechen wird sie nicht einlösen können. Nur gut, dass Maries Lebenspartner Michel und Léonie sich bestens verstehen und die beiden sich auf dem Fest so manche Gaumenfreude gönnen. Die Beschreibungen all dieser kulinarischen Leckerbissen gehören unbedingt dazu, genau so die malerische Landschaft des Périgord, auch darf natürlich George mit seinen Hängebauchschweinen Augustine und Joseph nicht fehlen.

Sowohl die Vermisstensuche als auch die Mordermittlungen sind abgeschlossen, Marie kommt endlich zur Ruhe und kann sich von Léonie verwöhnen lassen, auch wird ihr Michel ihre anstehenden Urlaubstage versüßen, da bin ich mir ganz sicher. Es war eine wiederum spannende Lektüre, die nächste Herausforderung für die charmante Kommissarin Marie Mercier lässt bestimmt nicht lange auf sich warten.

ein Fest - ein Mord

Wir erleben auch in diesem 4ten Band um die Kommissarin Marie Mercier einen interessanten Mordfall in einem meist idyllischen Ort im Périgord. Mir macht es immer wieder Spaß, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Hauptcharaktere zu verfolgen. Marie lebt zwar in einem eigenen Haus, aber es gehört zu einem kleinen Hof, der sonst noch von ihrer Großtante Léonie sowie von Georges bewohnt ist. Außerdem ist ihr Freund Michel auch oft dort, der sonst leider etwas enfernt wohnt und arbeitet. Aber bisher hat diese Beziehung gut funktioniert. Und das ist auch das Schöne an dieser Serie, man erlebt im Laufe der Zeit die Lebensverhältnisse der Protagonisten mit und ist so immer gut im Geschehen drin. Allerdings lässt sich jeder Band auch einzeln lesen, denn es geht ja nicht nur um die Privatleben der Protagonisten, sondern die zu lösenden Kriminalfälle sind immer spannend und abwechslungsreich. Außerdem erfährt man in kleinen Rückblenden immer wieder etwas von den vorherigen Geschehnissen der Protagonisten und ist somit auch gut genug über die Lebensverhältnisse informiert. Denn es gibt ja auch noch andere Personen, die immer wieder auftreten und die man gerne wieder trifft, so wie die Nachbarin, den Bürgermeister oder natürlich die anderen Kollegen von Marie. Es ist immer sehr abwechslungsreich und man erfährt viele Details aus dem Leben in der Region und natürlich dem Dorf. Mir gefallen die tierischen Protagonisten besonders gut - zwei verwöhnte Hängebauchschweine, die Georges besonders am Herzen liegen, außer Léonie natürlich. Die Personen sind sehr unterschiedliche Typen und zeigen einen guten Ausschnitt aus den vielen Menschentypen. Léonie, Marie, Georges, Michel und auch Richard sind sehr sympathisch und ausgefeilte Charaktere. Hier in diesem Band geht es u.a. um die Félibrée - ein Fest, das Musik, Tanz und volkstümliche Traditionen vereint. Aber diesmal wirft ein Mord einen Schatten über die Veranstaltung. Marie wollte zwar mit Léonie das Fest besuchen, aber jetzt ist sie zwar auf dem Fest, aber sie muss ermitteln und kann das fröhliche Treiben nicht genießen. Und es geht nicht nur um Mord, sondern es geht auch noch um einen Vermisstenfall. Dieser ist besonders tragisch, da es sich um eine Jugendliche handelt. Hier läuten bei allen Beteiligten die Alarmglocken. Auch Marie ist besorgt und geht bei ihren Ermittlungen besonders gründlich vor. In einem Dorf kennt ja jeder jeden, aber das muss auch nicht unbedingt positiv sein. Marie erfährt zwar viel, aber manches bleibt dann doch verborgen. Die Ermittlungen sind schwierig, aber ich finde die Ideen gehen Marie nicht aus und so kommt sie auch zu Ergebnissen. Mir hat die Art und Weise der Auflösung der Fälle gut gefallen. Man kann den Handlungen gut folgen und für mich ist alles sehr schlüssig. Man wird oft in eine falsche Richtung geleitet, aber die Auflösung ist für mich gut nachvollziehbar. Die Menschen stecken eben voller Überraschungen und man ist über die Motivation von Handlungen überrascht. Es kommt jedenfalls keine Langweile auf und durch die detailreichen Beschreibungen hat man auch ein gutes Bild von der Umgebung. Man fühlt sich zwischendurch in den Urlaub versetzt und genießt das Dorfleben, am Liebsten mit Marie im Innenhof sitzend und ein leckeres Mahl von Léonie genießen, dass macht eben Spaß.
Dieser Band konnte mich durch die abwechslungsreiche Handlung und der gelungenen Balance zwischen Arbeit- und Privatleben der Protagnisten wieder überzeugen.
Wer Regionalkrimis mit interessanten Protagonisten und verzwickten Fällen liebt, der ist hier sehr gut aufgehoben. Ich freue mich jedenfalls schon jetzt auf den nächsten Band.

Vermisstensuche statt Festtagsstimmung für Marie

„Traubenfest“ von Julie Dubois, der vierte Band mit Kommissarin Marie Mercier im Mittelpunkt, ist ein Musterbeispiel für einen Wohlfühl-Regionalkrimi, der Spannung mit viel französischem Flair verbindet.

Worum geht es?
Marie und ihre Familie freuen sich auf das mehrtägige Fest Félibrée. Doch es kommt anders. Statt zu feiern, müssen Marie und ihr Kollege Richard Martin verschwundene Mädchen aufspüren und einen rätselhaften Mord aufklären.

Schon das Cover mit dem Girlandenschmuck über altertümlichen Gässchen vermittelt sommerliche Festtagsfreude und südfranzösisches Flair. Das Buch erschien 2024. Die Handlung spielt 2023, da die Félibrée tatsächlich in diesem Jahr in Montignac stattfand. Der Schreibstil ist flüssig, sehr bildhaft, reich an wunderbar beschriebenem Lokalkolorit, das auch durch französische Ausdrücke, u.a. auch Sprichwörter unterstrichen wird. Die Autorin vermittelt reizvolle Stimmungsbilder der Landschaft, anschauliche Schilderungen der traditionellen Bräuche und kulinarischer Genüsse. Die Kapitel sind angenehm kurz, verfügen über Zeit- und Ortsangaben, wodurch man ausgezeichnet chronologisch die Ermittlungen und Geschehnisse mit verfolgen kann. Eine kleine Landkarte hätte mir gefallen, um eine bessere Übersicht über die Lage der Schauplätze zu haben.

Da ich bereits Vorgängerbände kannte, war ich sofort wieder heimisch im Périgord, in Maries privatem und dienstlichem Umfeld. Doch auch Quereinsteiger finden sicher rasch in die Geschichte und überblicken den relevanten Personenkreis in Kürze. Will man jedoch die Entwicklung der Protagonisten mitverfolgen, sollte man doch die Fälle der Reihe nach lesen.

Die Handlung erstreckt sich lediglich über vier Tage, über vier ereignisreiche Tag. Es beginnt rätselhaft. Der Prolog offenbart die Gedanken eines Mörders. Die Spannung ist geweckt und hält sich bis zuletzt. Denn man bangt um die spurlos verschwundenen Mädchen. Dann wird auch noch ein Ortsbewohner ermordet aufgefunden. Die diversen Perspektiven- und Ortswechsel gestalten die Handlung abwechslungsreich. Im Zusammenhang mit dem Kriminalfall, der sich als ziemlich facettenreich entpuppt, greift die Autorin verschiedenste Themen auf, u.a. die Beziehung zwischen Eltern und ihren Kindern, wie wenig sie oft von ihnen wissen. Zum Miträtseln gibt es genug Anhaltspunkte, etliche Verdächtige, natürlich auch Spuren, die in die Irre führen, auch unerwartete Wendungen. Es klärt sich alles schlüssig, einige Überraschungsmomente inklusive.

Abgesehen von dem wunderbar vermittelten französischen Ambiente genieße ich bei dieser Reihe stets das private Umfeld von Marie, diese liebevolle Idylle mit Leonie, Georges und Michel. Eine harmonische Atmosphäre herrscht auch beruflich vor. Marie und Richard Martin bilden ein hervorragendes Team, das immer mehr von Agent Visla, der sich zunehmend als fähiger und mitdenkender Polizist erweist, ergänzt wird. Und Szenen zum Schmunzeln gibt es auch immer wieder, dafür sorgt insbesondere Georges mit seinen Hängebauchschweinen. Generell wirken die Akteure lebendig, zeigen Stärken und Schwächen und Emotionen.

„Traubenfest“ hat mir – wie die Vorgängerbände – beglückende Lesestunden geschenkt. Spannend und entspannend zugleich wurde ich ins wunderschöne Frankreich entführt, fühlte mich einerseits integriert in die Ermittlungen und erlebte andererseits die Festtagsstimmung mit, erfuhr von interessanten Traditionen. Die Lektüre machte nicht nur Lust auf eine Reise dahin, sondern natürlich auch auf den nächsten Fall mit Marie Mercier. Für mich war es ein 5 Sterne-Krimi, den ich wärmstens empfehlen kann.

Cozy Krimi mit schönem Lokalkolorit

Ich habe den Vorgängerband "Lorbeerglanz" von Julie Dubois gelesen, und er hat mir sehr gut gefallen.

Auch das "Traubenfest" ist von Anfang an wieder diese Mischung aus softem Krimi, Familien- und Liebesgeschichte(n), kombiniert mit dem Lokalkolorit des schönen Périgord und leckeren Kochrezepten, die ich so sehr mag.

Die Charaktere, Leonie und Georges, Marie und Sophie, die ich regelrecht "lieb" gewonnen habe, treten wieder auf, und das Wiedererkennen ist schön. Ein bisschen wie Heimkommen in die Familie.

Sehr spannend fand ich die Geschichte der verschwundenen Teenager. Dass die eine Mutter ein Weingut betreibt, interessierte mich auch, man bekam dabei gute Einblicke ins Winzertum - und ich liebe leckere Weine ;-).

Ansonsten tappte ich bis zum letzten Viertel des Buches noch völlig im Dunkeln - das ist wohl auch so gewollt.

Supergut gefällt mir trotz aller dunklen Vorkommnisse und ausführlich, aber keineswegs langweiligen Ermittlungen die Schilderung der Landschaft, der heimelige Hof mit Léonie, Georges und den Schweinen, die harmonischen Beziehungen zwischen Marie und Michel, Richard und Sophie..

Und immer gibt es ein gutes Glas Wein :-)

Am Ende löst sich vieles in Wohlgefallen auf, allerdings nicht alles.

Alles in allem eine schöne Geschichte, spannend zweifelsohne, mit viel Lokalkolorit und gut geschilderten Charakteren. Die Krimihandlung ist mir fast zu beiläufig und zu soft, andererseits ist es ja ein „Cozy Krimi“, also das, was ich erwarten sollte und erwartet habe.

Von mir gibt es unbedingt eine Leseempfehlung.