Cover von: Die Triade von Madrid
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Die Triade von Madrid

Der zweite Fall für Kunstexperte Lennard Lomberg. Kriminalroman
Buch
Broschiert, 352 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3462003895

ISBN-13: 

9783462003895

Auflage: 

1 (17.08.2023)

Preis: 

17,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 368.905
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3462003895

Beschreibung von Bücher.de: 

Die atemlose Jagd nach der bitteren Wahrheit eines gestohlenen Gemäldes, die von den Folterkellern der Franco-Diktatur bis in die Ministerien der Bonner Republik führt – ein neuer Fall für Lennard Lomberg voller politischer Intrigen und persönlicher Konflikte.

Von Francisco Franco, dem Caudillo de España, zu Franziskus Ritter, dem deutschen Verteidigungsminister: Lennard Lombergs Suche nach der bitteren Wahrheit eines geraubten Gemäldes führt ihn von Madrid nach Granada – und konfrontiert ihn auf dramatische Weise mit einem Versprechen, das er einst selbst gegeben und lange verdrängt hat.

Granada im Sommer 2016. Bei einem Einbruch in ein Luxushotel nahe der Alhambra ist ein surrealistisches Gemälde gestohlen worden, das dessen Besitzer, den deutschen Verteidigungsminister, in große Erklärungsnot bringt. Zu blutig ist die Spur des Gemäldes, die von den Folterkellern der Franco-Diktatur bis in die Ministerien der Bonner Republik reicht.

Von seinem Mentor Peter Barrington wird Lomberg beauftragt, das Gemälde für den Minister aufzuspüren. Unterstützung erhält er dabei von der resoluten Kriminalrätin Sina Röhm. Schnell aber wird den beiden klar, dass es hier keineswegs nur um den Diebstahl eines als verschollen geltenden Gemäldes geht, sondern um ein damit verbundenes Vermächtnis von immenser politischer Sprengkraft.

Auch für Lomberg selbst ist die Sache heikel. Einerseits kreuzt das Gemälde nicht zum ersten Mal seinen Weg, andererseits muss er sich gleich zu Beginn der Ermittlungen die schmerzhafte Frage stellen, auf wessen Seite er eigentlich steht.

Doch die Zeit drängt – schon bald wird aus der Suche nach dem Kunstwerk eine Hetzjagd und Lomberg vom Verfolger zum Verfolgten …

Kriminetz-Rezensionen

Akte oder Bild

Wieder mal geht es um Beutekunst. Der Kunsthistoriker Lennart Lomberg soll im Auftrag des deutschen Verteidigungsministers ein verschwundenes Gemälde suchen. Es ist ein sehr brisanter Auftrag. Geht es wirklich nur um ein gestohlenes Bild oder vielleicht auch darum, die politische Karriere des Ministers zu retten und die ungeheuren Taten seines Vaters zu verschleiern?

LL beginnt seine Arbeit und erfährt viel mehr, als er erwartet hat. Es geht viel um deutsch-spanische Verbindungen während der Franco Diktatur. Diese komplizierte Geschichte, die zwar aufgeklärt, aber wenig in den deutschen Köpfen Einzug gehalten hat, ist der Hintergrund zu der Gemäldesuche und den damit verbundenen menschlichen Beziehungen. LL delegiert die trockenen Nachforschungen gern an seine Tochter und an seine Sekretärin und arbeitet vor Ort in Spanien.

Das Buch ist eine eigenartige Mischung aus geschichtlicher Aufklärung und spannenden Ermittlungen. Die Verbrechen der Vergangenheit werden immer wieder als Erklärung für die Taten der Gegenwart herangeholt.

Die Vergangenheit lässt die Erben nicht los. Jeder erbt Gutes und Böses. Vor allem, wenn die Eltern und Großeltern, sei es als Opfer oder als Täter, in politische Machenschaften verstrickt waren, für die Kinder sind die Folgen nicht vorhersagbar. Aber sie sind ehrgeizig, die Wahrheit herauszufinden.

Als Leser ist dieser Wunsch nachvollziehbar, ob es nun um die Aufklärung oder die Vertuschung geht. Daher war ich am Anfang ein bisschen zerrissen, bis der Erbe des Täters zu weit gegangen ist, dann stimmte auch für mich die Richtung. Dankbar bin ich dafür, dass auch die anderen sehr kreativ waren.

Ein Sturm zieht auf

Ein Bild »Tormenta en ciernes« von Alma Arras, gemalt mit ihren Freunden Bunuel, Dali und Lorca in der Darstellung, ist verschwunden und die Direktorin der Lorca-Stiftung, Enea Montoya, ist verzweifelt auf der Suche nach diesem Gemälde, das ihre Stiefmutter gemalt hat.

Der Kunstexperte Lennard Lomberg wird vom deutschen Verteidigungsminister Franziskus Ritter beauftragt, das Bild zu finden, da er erpresst wird.

In Spanien ist aber auch der Detektiv Deveraux von Enea Montoya beauftragt worden, das Gemälde wiederzufinden.

In die Ermittlungen bezieht Lomberg auch seine Tochter Julie mit ein, die ihm Basisinformationen über den Fall beschaffen soll. Auch seine Freundin Sina Röhm, die beim BKA in Sachen Kunstraub arbeitet, ist in den Fall involviert. Sina überlässt Lomberg eine Akte, die die Gegenwart in Bezug zur Vergangenheit setzt. Nach Studium der Akte sieht Lomberg einiges sehr viel deutlicher. Doch wird ihm das helfen, das Bild wiederzufinden oder geht es um ganz etwas anderes?

»Die Akte Madrid« von Andreas Storm ist ein sehr tiefgründiger Kriminalroman, der Gegenwart und Vergangenheit verknüpft. Im Cover wird deutlich, um was es sich handelt. Ein Rahmen, der leer ist und in dem ein Bild zu Hause war. Aber auch ein Spiegel kann hier thematisiert werden, der andeutet, dass im Hintergrund noch etwas anderes zu sehen sein kann.

Durch die Schreibweise konnte ich dem Krimi gut folgen, obwohl es durch die hohe Anzahl der Personen schwierig war, der Story zu folgen. Doch das galt nur für den Anfang. Im Laufe des Romans wurden die einzelnen Erzählfäden und ihre Hauptcharaktere deutlicher.

Der Hauptakteur Lennard Lomberg ist ein sehr umtriebiger Mensch mit einem großen Netzwerk und einem großen Wissen über Kunst. Das braucht er auch, um sich um die Bewertung von Kunst zu kümmern. Aber auch als Detektiv und Spürhund ist er sehr gut geeignet, da er sehr gut die Wege der Kunst nachvollziehen kann.

Eine weitere Hauptperson ist Enea Montoya, deren Mutter das Bild gemalt hat, das nun verschwunden ist. Dass sie auch als Direktorin der Lorca-Stiftung ein großes Interesse zeigt, ist gut nachzuvollziehen. Dann wäre da noch Julius Ritter, der in den meisten historischen Passagen eine tragende Rolle spielt. Sein Handeln ist ein sehr interessanter Erzählfaden und trägt zur Spannung in diesem Roman bei.

Der Inhalt dieses Krimis ist durchaus sehr authentisch und nachvollziehbar, da die nicht so lange Geschichte zwischen Deutschland und Spanien zwar sicher nicht in allen Details bekannt sein wird, hier aber doch gute Anknüpfungspunkte in den Erzählungen wiederzufinden sind. Es ist im Buch immer eine latente Spannung zu spüren, aber ich mag schwerlich einen einzelnen Bogen nachvollziehen. Das spielt aber auch keine entscheidende Rolle in diesem Krimi.

Für mich ist dieser Krimi sehr spannend, weil ich die Verknüpfungen zwischen Geschichte und Gegenwart mag. Die Einflussnahme von mächtigen Menschen auf andere ist für mich immer wieder ein gern gelesenes Thema. Deshalb mag ich auch diesen Krimi, der sicherlich sehr tief in die deutsch-spanische Beziehung eintaucht, aber auch sehr interessant und unterhaltsam ist.

Kunstkrimi mit politisch, historischen Hintergrund

Der zweite Band von Andreas Storm um Kunstexperten Lennard Lomberg. Der Autor kombiniert Kunstgeschichte und politisch-historischen Hintergrund zu einem spannenden Krimi.

Mit einem flotten Schreibstil und vielen Informationen aus beiden Bereichen verlangt Storm die volle Aufmerksamkeit des Lesers. Auf jeder Seite des Buches zeigt sich die vorangegangene, umfangreiche Recherchearbeit.

Der Leser wird mit mehreren Zeitebenen konfrontiert, die aber durch exakte Überschriften problemlos zu trennen sind.

Politisch befinden wir uns in den Verbindungen zwischen Spanien und Deutschland zu Zeiten des Franco Regimes und den daraus resultierenden Konsequenzen bis in die Gegenwart.

Aufhänger der Story ist ein Bild, das erst verschollen ist und dann gestohlen wurde.

Lennard Lomberg ist ein interessanter Charakter, der seinen Prinzipien treu bleibt. Auch die Nebencharaktere sind, ihrer Rolle entsprechend, gut angelegt.

Zum besseren Verständnis finden sich Übersichtskarten von Granada und Bonn mit den wichtigsten Schauplätzen und ein gut aufgeschlüsseltes Personenregister im Buch.

Der Fall wurde am Ende schlüssig aufgeklärt und alle Puzzleteile haben ihren Platz gefunden.

Für mich war es der erste Lomberg-Fall, aber definitiv nicht der letzte.