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Über die Toten nur Gutes

Trauerredner Mads Madsen ermittelt zum ersten Mal. Kriminalroman
Buch
Broschiert, 304 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

375580011X

ISBN-13: 

9783755800118

Auflage: 

1 (16.09.2025)

Preis: 

18,00 € (bei Erscheinen)
Schauplätze: 
Amazon-Bestseller-Rang: 171.399
Amazon Bestellnummer (ASIN): 375580011X

Beschreibung: 

Was kommt in Glücksburg an der Ostsee nach dem Tod? Eine Rede von Mads Madsen.

Nicht immer leicht: Wenn einer stirbt, wird auch viel gelogen. Über die Toten nur Gutes, heißt es, aber wer waren sie wirklich? Für Mads oft ein Detektivspiel.

Eines Nachts erreicht ihn eine geheimnisvolle Botschaft aus dem Jenseits: Sein alter Freund Patrick ist tot. Sein letzter Wunsch: eine Rede von Mads. Also begibt sich Mads, der seit Jahren keinen Kontakt mehr zu Patrick hatte, auf die Spuren der Vergangenheit. Schnell stellt er fest: Patrick war alles andere als der nette Junge von nebenan. Warum musste er wirklich sterben?

Bald findet sich Mads inmitten eines Netzes aus Geheimnissen und Lügen wieder, das nicht nur ihn, sondern auch die bedroht, die er am meisten liebt: seinen verschrobenen Vater Fridtjof, seinen frisch verliebten besten Freund, den Beerdigungsunternehmer Fiete, seine treue Malteserhündin Bobby.

Und die Einzige, die ihm helfen könnte, die ewig schlecht gelaunte Hauptkommissarin Luisa Mills, hält ihn für einen Aluhutträger. Mads wird klar: Die nächste Rede, die er schreibt, ist seine eigene. Es sei denn, ihm gelingt ein letzter Trick.

Kriminetz-Rezensionen

Ein guter Freund

Mads ist Truaerredner, eigentlich für diesen Beruf noch sehr jung. Aber er ist eine besondere Persönlichkeit. Sein Kleidungsstil ist sehr elegant, er trägt dreiteilige Anzüge und dreifarbige Budapester. Er lebt mit seinem Vater obwohl er schon 28 Jahre alt ist. Aber als Jüngster blieb anscheinend die Verantwortung an ihm hängen. Er erfährt das ein früher Freund durch einen Autounfall mit Fahrerflucht verstorben ist. Seine Erinnerungen stellen sich ein und er stellt Fragen um eine Trauerrede für ihn schreiben zu können. Mit diesen Fragen sticht er in ein Wespennest. Anscheinend war nicht alles so wie es scheint.. Mads ermittelt.

Ein guter Trauerredner schafft es den Toten in Erinenrung zu rufen, den Hinterbliebenen noch einmal seine Persönlickeit vor Augen zu führen. Ihn im Grunde auferstehen zu lassen. Der Autor macht es mit seinen Figuren. Sie erstehen vor den Augen von uns Lesern, sie werden lebendig, wir hören ihnen zu, vier verfolgen ihre Handlungen, versuchen Einfluss zu nehmen. Wir lachen mit ihnen, spielen wie in diesem Buch Bingo und interessieren uns auf einmal für Hilfsmittel die Erfolg beim -Spiel suggerieren obwohl wir teilweise noch nie gespielt haben.

Wir erinnern uns genau wie die Protagonisten an Comica aus unserer Kindheit,, oder an Fernsehfiguren die markante Eigenheiten hatten.

Im Grunde werden wir selber zu Figuren in diesem Buch. Es ist die Frage hat uns das Buch in seinem Bann gezogen oder nehmen wir die Geschichte mit in unseren Alltag, weil vieles was darin steht, wir es uns so wünschen würden oder es in unserem Leben gerade so passiert.

Dazu kommt das der Autor die Gedanken zum Tod, und seine Folgen für die Hinterbliebenen sehr schön ohne pathetisch zu klingen formuliert..

Der Krimi ist das I Tüpfelchen in der Geschichte, da sind wir alle im Reich der Phantasie, ein spannende Geschichte mit Gefahr und Toten, mit Guten und Bösen, mit geheimnisvollen Helfern, sehr guten Freunden, hilfsbereite Familie und natürlich mit einer arroganten Kriminalbeamatin.

Es ist der erste Band einer neuen Serie. Ich wünsche dem Autor viel Erfolg und der Serie ein langes Leben ( leider aus egoistischen Gründen, denn dieses Buch hat mich berührt , zum Lachen gebracht; kurz es hat mich ungeheuer gut unterhalten. ).

Über dieToten nur Gutes

Ein thrillerischer Krimi mit viel schwarzem Humor und Slapstick. Mad ist Trauerredner. Er kleidet sich gern elegant Retro, trägt Budpester und wohnt mit seinen 28 Jahren immer noch bei seinem exzentrsichen Vater, der seine Zeit beim Binospielen verbringt. Da erhält er eines Tages einen seltsamen Anruf und bald darauf einen Brief, der ihm zu denken gibt. Kurz danach erfährt er, dass sein Freund aus der Kindheit, Patrick tödlich verunglückt ist und er die Trauerrede halten soll. Ihm kommt das alles ein wenig suspekt vor und er sucht nach Bekannten von Patrick. Die sprechen alle nur sehr schlecht über den Verstorbenen, er sei ein Betrüger etc. Mads glaubt an keinen Unfall und beginnt zu ermitteln. Er sticht dabei in einen Heuhaufen und hat es mit Subjekten zu tun, die auch im nach dem Leben trachten. Und es gibt weitere Tote und eine sehr mißlaunige Kommissarin führt die Ermittlungen und hat Mads in ihrem Fokus. Die kleine eiferüchtige Hundedame Bobby bringt dem Leser immer wieder zum Schmunzeln und auch Mads guter Bekannter Fiete, Besitzer eines Beerdigungsinstituts gibt uns Einblick in seinen Beruf. Aber da gibt es noch den Angestellten Barnardy, Mädchen für alles im Institut, sehr ruhig aber auch sehr undurchsichtig. Ein Buch, das man wirklich nicht mehr aus der Hand legen kann. Der Autor versteht es ungemein, den Spannungsbogen derart zu erhöhen, dass man meint mehr geht nicht mehr. Aber schon im nächsten Kapitel geschehen wieder Dinge, die uns den Atem rauben. Die Sprache ist klar und prägnant und ohne viel Umschreibungen. Die Charaktere der Protagonisten sind sehr gut herausgearbeitet, manchmal etwas überspitzt. Aber gerade dies gibt dem Buch seine Würze. Ein Kriminalfall, der mit Hilfe von mehreren Personen letztendlich gelöst wird und man darf schon auf Teil zwei, der schon in Bearbeitung ist, gespannt sein. Das Cover ist in einem knalligen Gelb, in der Mitte befindet sich ein schwarzer Sarg mit Blumenschmuck und davor steht ein kleiner Hund, der sein Bein hebt und schon eine Pfütze hinterlassen hat. Eine Unterhaltung, die mehr als Spaß macht.

toller Auftakt zur neuen Serie

Ich lese sehr gerne Krimis und liebe schrägen Humor: also ist diese neue Serie des Autors, über die Ermittlungen eines Trauerredners genau das Richtige für mich. Das Cover hat schon alles gesagt: ein Sarg - also ein ernster Fall. Aber daneben ein kleiner Hund, der tut, was er gerade dort eigentlich nicht soll. Aber wenn man das Buch dann gelesen hat: es passt. Ich habe sehr oft beim Lesen geschmunzelt und das obwohl das Thema Tod ja nun nicht unbedingt lustig ist. Und das nehmen auch Mads Madsen, der Trauerredner und sein Freund Fiete, der Beerdigungsunternehmer sehr ernst. Aber manche Begleitumstände sind zum Schmunzeln. Der Humor, ob nun gewollt oder ungewollt, von Fridtjof, dem Vater von Mads, ist köstlich und es passieren auch manchmal komische Dinge. Aber im großen und ganzen ist es ein spannender und interessanter Krimi in der Gegend von Glücksburg an der Ostsee. Und ein Toter kommt selten allein.... wir werden also ausreichend mit Gefahren und Geheimnissen versorgt. Die Protagonisten sind nun wirklich sehr unterschiedlich in ihren Charakteren. Mads und Fiete kommen mir manchmal noch etwas naiv rüber, aber sie haben ehrenvolle Absichten. Denn Mads möchte die Vergangenheit eigentlich bestätigt wissen: eine gute Freundschaft mit Patrick. Tja, und Patrick mischt alle auch nach seinem Tod noch auf. Wir lernen seine Freunde und Feinde kennen. Mads muss sich mit sehr emotionalen Situationen auseinandersetzen und nicht nur im Bezug auf Patrick. Seine Familie ist auch nicht ohne und es kommen schon interessante Dinge ans Tageslicht. Familien sind eben nicht einfach. Aber es macht Spaß, Mads bei seinen Ermittlungen zu folgen. Diesen Spaß teilt aber die ermittelnde Hauptkommissarin Luisa Mills auf keinen Fall. Sie versucht Mads natürlich von seinen Nachforschungen abzubringen. Sie geht dabei auch nicht gerade sanft zu. Aber genau diese Auseinandersetzungen unter den unterschiedlichsten Personen sind immer interessant und / oder spannend und humorvoll. Ich bin dem Geschehen jedenfalls gebannt gefolgt und hatte eine tolle Lesezeit. Man kann den Ereignissen gut folgen und der Text lässt sich flüssig und gut lesen. Ich habe auch die Gegend anhand der vielen Detailbeschreibungen wiedererkannt. Aber die lebendigen Figuren und ihre Handlungen und Gedankengänge waren einfach klasse. Die Protagonisten sind alle sehr authentisch und ich konnte sie gut vor Augen sehen. Und Bingospielen ist ja eh gerade wieder in. Ich konnte sie vor den Zetteln sitzen sehen.... es war lustig.

Also, ich kann nur sagen: ein gelungener Start in eine neue Serie mit sympathischen Protagonisten und sicher auch weiterhin interessanten Fällen. Ich freue mich jedenfalls auf den nächsten Band und auf ein Wiedersehen mit Mads und seinem Umfeld, eingeschlossen Bobby, der Familienhund.

Ich kann diese Serie mit einem guten Gewissen weiterempfehlen: Regionaler Flair - Spannung - Abwechslung - Humor - interessante Protagonisten. Also viel Spaß beim Lesen.

Bingo, genau mein Krimigeschmack

Der 28 Jahre junge Mads Madsen, lebt mit seinem schon etwas betagten Vater zusammen in Glückstadt. Beide sind sie etwas schrullig und haben ihre Eigenheiten. Während der alte Madsen Bingo liebt, sieht Mads den Beruf des Trauerredners als seine Obsession an. Nach ein paar unheimlichen Vorfällen bekommt Mads die Nachricht, das sein bester Freund aus Kindertagen bei einem Unfall zu Tode kam. Also beginnt er für dessen Grabrede in Patricks Leben zu recherchieren. Da er ihn mit 8 Jahren zuletzt gesehen hat, erinnert er sich bruchstückhaft an Vergangenes und stößt in der Gegenwart in ein Wespennest! Nach seiner Vermutung, dass Patrick ermordet wurde, muss Mads bald um sein eigenes Überleben zu Kämpfen.

Mit dem Titel „Über die Toten nur Gutes - Ein Trauerredner ermittelt “ beginnt Autor Andreas Izquierdo seine neue Krimireihe über einen jungen Trauerredner, mit dem prächtigen Namen Mads Madsen, der sich intensiv mit seinen wehrlosen Kunden auseinandersetzt. Wie sich bald herausstellt, ist das überwiegend eine spannende Aufgabe, die zuweilen auch gefährlich werden kann.
Neben einem sehr angenehmen, manchmal fast poetischen Schreibstil, haben mich besonders der spezielle Humor, sowie jeder einzelne Charakter der Geschichte beeindruckt. Jeder für sich ist dabei glänzend gewählt, vielschichtig und außergewöhnlich gut dargestellt. Es macht wirklich großen Spaß sich diese Personen vorzustellen. Auch die einzelnen Episoden und Szenen sind einfach besonders und unterhaltsam, das Kopfkino dankt! Da Glücksburg als Ort des Geschehens, im hohen Norden der Republik liegt, wird mit Plattdeutsch nicht gegeizt. Diesen Lokalkolorit finde ich sehr charmant, denn ich mag Regional-Krimis mit Charakter.
Bei der Lektüre habe ich mich jedenfalls keinen einzigen Moment gelangweilt, konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Man wurde durch jede Gefühlslage geschickt, furchtbare Momente wechselnd mit erheiternden oder absurden Augenblicken, nun ein paar Sätze entfernt, wirklich unglaublich virtuos gestaltet. Auch ein atemberaubender Showdown wird geboten, der mein Krimiherz höher schlagen ließ. Besser geht nicht!
Zu einem aufregenden Krimi gehört ein cooles Cover. Auch das ist hier gelungen, knallig gelb mit düsterem Sarg. Das dargestellte Hundemädchen heißt übrigens Bobby und pinkelt nicht nur an Särge. Vorsicht! Bobby ist außerdem unglaublich eifersüchtig.

Mein Fazit:
Dieser Krimi konfrontiert seinen Leser mit Wechselbädern der Gefühle, von Euphorie zu Entsetzen, von Alltagssorgen zu Spannung von Tragik zu grenzenloser Erheiterung. Aus Rätselhaften und Überraschung folgt das Verständnis, alles sehr einzigartig und grandios kombiniert!
Hier trifft Cosy auch mal auf Brutal, ein absolut gelungener Start in eine neue Krimireihe mit Suchtpotenzial und genau mein Humor, ich liebe dieses Buch!
Freue mich schon auf Fall 2:).

Zwei Bücher zum Preis von einem

Zum Inhalt:
Mads ist Trauerredner, - und zwar ein guter. Mit einer schönen Stimme gesegnet, bringt er einfühlsam die Leute unter die Erde. Als er das auch nach dem Tod seines Jugendfreundes Patrick tun will und deshalb innerhalb der jüngeren Vergangenheit nach Menschen und Begebenheiten im Umfeld dessen forscht, muss er feststellen, dass er in ein Wespennest getreten hat. Denn Patrick hatte Kontakt zum organisierten Verbrechen, - und dieses sucht jetzt Kontakt zu Mads.

Mein Eindruck:
Beginnt das Buch wie ein gewohntes Cosy Crime mit leicht kriminellem Einschlag, ändert sich der Takt bald von gemütlich zu rasant. Zwar ist das Personal der "guten Seite" bis zum Schluss sehr charmant und liebenswert beschrieben (und das trotz aller vergangener und gegenwärtiger Schicksalsschläge), der Krimi selbst ist jedoch relativ brutal und die Gegenseite zeigt sich in Gänze zutiefst bösartig ohne auch nur die Gefahr eines Schmunzlers.
Aber der Spaß kommt mitnichten zu kurz! Insbesondere die Nebencharaktere wie beispielsweise ein Mitarbeiter des Beerdigungsinstituts, eine Rivalin beim Bingo oder eine IT-Spezialistin mit Adrenalinsucht machen sehr viel Freude und scheuen keinerlei Auseinandersetzung. Doch auch die leisen Töne überzeugen, wenn Mads Dinge erfährt, die lange im Verborgenen blieben und natürlich sucht der Schlussspurt seinesgleichen mit Herausforderungen, die nur in Mads Umfeld so elegant gelöst werden können.
Glücklicherweise hat der Verlag einen Nachfolger angekündigt, - da schaufelt man gerne ein Loch im Bücherregal frei...

Mein Fazit:
Gestorben wird immer, - und hoffentlich noch oft

Wenn die Toten mitreden wollen

Darum geht es:

Mads Madsen ist Trauerredner und bereitet gerade die Beerdigung seines Vaters vor. Und Vorbereitung ist hier im wahrsten Sinne des Wortes gemeint, denn es ist ein Testlauf, eine Testrede (die dritte) und sein Vater noch nicht tot. Gestorben ist jedoch ein Jugendfreund bei einem Verkehrsunfall, der Mads Nachrichten schickt. Mads soll seine Trauerrede halten. Doch Mads und Patrick hatten sich schon seit Jahren aus den Augen verloren.
Also beginnt Mads Fragen zu stellen und damit fangen seine Probleme erst an. Er spannt seine Familie ein, stößt die Kommissarin vor den Kopf und kommt Verbrechern in die Quere.

Mein Eindruck:

Schon das Cover verrät den Ton dieses Krimis: ein kleiner weißer Hund hebt das Bein an einem Sarg. Hier geht es nicht todernst zu, sondern launisch, lustig und lebendig. Einige besonders gezeichnete Figuren säumen den Weg von Mads Madsen, der immerhin mit einer gewissen Beharrlichkeit versucht, die Umstände aufzuklären, unter denen sein Jugendfreund Patrick gestorben ist. Dabei stößt er immer wieder auf Widerstände, teils auch sehr bedrohliche, die ihn aber nicht abhalten. Denn er will den letzten Wunsch seines Freundes erfüllen und eine ihm angemessene Trauerrede halten.

Fazit:

Mord und Tod werden hier mit einem Augenzwinkern betrachtet. Die mit Tiefe entwickelten Figuren einschließlich der Malteserhündin Bobby machen dieses Buch zu einem kurzweiligen Leseabenteuer. Ich bin gespannt auf den zweiten Teil.

Wahre Freundschaft

Nach „Das Glücksbüro“ war dies mein zweites Buch dieses Autors. Es sind irgendwie besondere, sehr menschliche Geschichten, die sich Andreas Izquierdo ausdenkt. So gestaltet sich auch die Handlung von „Über die Toten nur Gutes“ (2025 erschienen) ganz anders als von mir erwartet. Denn Mads ermittelt nicht – wie ich annahm - neutral aus rein detektivischem Interesse, sondern es ist für ihn eine sehr emotionale Reise in die Vergangenheit, bei der er sich mit längst Vergessenem auseinandersetzt, vieles neu erkennt und bewertet.

Als sein Jugendfreund Patrick, den er seit Jahren aus den Augen verloren hatte, bei einem Autounfall ums Leben kommt, soll der Trauerredner Mads Madsen eine entsprechende Rede halten. Zudem erreicht ihn ein mysteriöser letzter Brief des Freundes, der ihn dazu animiert, die Hintergründe des Unfalls zu ergründen. Mads versucht, Näheres über Patricks Leben zu erfahren, stößt jedoch in dessen Freundeskreis auf Schweigen und Aggression ihm gegenüber. Man versucht, ihn von weiteren Recherchen abzuhalten. Bald erkennt Mads, dass Patrick in ein kriminelles Umfeld geraten war. Je mehr er aufdeckt, desto mehr gerät er selbst ins Fadenkreuz eines mächtigen Verbrechers und in tödliche Gefahr. Das Finale ist höchstdramatisch. Der Fall löst sich ungewöhnlich.

Abgesehen davon, dass sich im Laufe der Handlung Patricks Tod klärt und was dazu geführt hat, wie sein Leben verlief und wieso sich seine Freunde Mads gegenüber so ablehnend verhalten, taucht Mads auch tief in Erinnerungen an die Jugendzeit ein, an die tiefe Freundschaft, die ihn mit Patrick verband, und die abrupt endete, als Patrick mit seiner Mutter in eine andere Stadt zog. Mads kommt zu der Erkenntnis, dass Patrick ein selbstloser Mensch war, dem Freundschaft viel bedeutete, dass er ein wahrer Freund war.

Die Charaktere sind gut vorstellbar, wenn auch eher nur oberflächlich beschrieben. Mads steht naturgemäß im Mittelpunkt. Für ihn ist der Beruf des Trauerredners Berufung. Er hat eine sympathische Ausstrahlung, wirkt emphatisch, das spürt man einerseits in seiner freundschaftlichen Verbundenheit zu seinem Jugendgefährten Patrick, andererseits in der Fürsorge um seinen Vater. Die Szenen mit seinem ziemlich schrulligen Vater lockern den Roman auf, geben ihm einen humorvollen Touch. Mads entwickelt sich im Laufe des Romans, indem er dadurch, dass er sich mit Patricks Leben auseinandersetzt, auch eigener Fehler bewusst wird, Jugendsünden bereut, die sich auf Patricks weiteres Leben ausgewirkt haben. Interessant fand ich auch die Figur des rätselhaften Herrn Bernardy, Fietes Mitarbeiter. Könnte mir vorstellen, dass seine Geheimnisse in einer Fortsetzung enthüllt werden.

„Über die Toten nur Gutes“ ist ein facettenreicher Krimi, bietet Spannung, ein bisschen Humor, Lokalkolorit und Einblicke in die Welt eines Bestattungsinstituts. Was mir aber besonders gefiel waren die zwischenmenschlichen Aspekte, wie tiefe Freundschaft und familiärer Zusammenhalt.

Die Geschichte um Mads Madsen hat mich begeistert

Buchmeinung zu Andreas Izquierdo – »Über die Toten nur Gutes«

»Über die Toten nur Gutes« ist ein Kriminalroman von Andreas Izquierdo, der 2025 im DUMONT Buchverlag erschienen ist.

Zum Autor:
Andreas Izquierdo ist Schriftsteller und Drehbuchautor. Er wurde am 09. August 1968 in Euskirchen (Deutschland) als Sohn einer spanischen Krankenschwester und eines deutschen Ingenieurs geboren.

Zum Inhalt:
Mads Madsen arbeitet als Trauerredner in Glücksburg an der Ostsee. Nun soll er auf Wunsch seines ehemals besten Freund Patrick die Abschiedsrede halten. Vor Jahren haben sich Mads und Patrick aus den Augen verloren. Bei der Sammlung von Informationen über den Verstorbenen sticht Mads in ein Wespennest und gerät in große Gefahr.

Meine Meinung:
Mich hat schon das Buchcover begeistert. Ein Hund hebt an einem Sarg sein Hinterbein und irgendwie gehört dies nach dem Verständnis des Trauerredners zu seinem Job. Schon die ersten Kapitel zeigen einen glänzend aufgelegten Autor, der mit den Erwartungen des Lesers spielt. Nichts ist so, wie es auf den ersten Blick aussieht. Diese Episode zeigt den mit schwarzem Humor durchsetzten Schreibstil des Autors, der ein aufmerksames Lesen erfordert. Die Geschichte wird aus der Perspektive des Trauerredners erzählt, so dass dessen Gefühle deutlich spürbar werden. Mads, sein Vater Fridtjof, sein bester Freund Fiete, dessen neue Liebe und Hauptkommissarin Luisa Mills sind alle etwas verschrobene und eigenwillige Charaktere, die aber liebenswürdig und sympathisch wirken. Der späte Patrick erscheint viel dunkler und unsympathischer als der Patrick, den Mads gekannt hat. Auch hat er mächtige Feinde gehabt, denen Mads nun auf die Füße tritt. Es braucht Ideenreichtum und einige überraschende Wendungen, damit Mads den Kopf aus der Schlinge zieht. Manches an der Geschichte wirkt wenig glaubwürdig und doch war es ein Vergnügen der amüsant erzählten Handlung zu folgen. Der Showdown und die Schlusspointe haben gepasst und für einen angemessenen Abschluss gesorgt.

Fazit:
Ein etwas anderer Krimi, der mit einem ungewöhnlichen Ermittler, schrulligen Figuren und ideenreicher Handlung punktet. Da ich mich glänzend unterhalten habe, bewerte ich den Titel mit fünf von fünf Sternen (95 von 100 Punkten) und spreche eine klare Leseempfehlung aus.

Der Kriminalfall entwickelt sich in eine Richtung, die mir nicht gefällt

Mads Madsen ist Trauerredner. Eines Tages stirbt Patrick, Mads bester Freund aus Kindertagen einen unschönen Tod, und bittet Mads auf nicht alltäglichen Wegen darum, seine Trauerrede zu schreiben. Bei Mads kommen viele Erinnerungen hoch, aber er fragt sich auch, wie es Patrick seit damals erging, und möchte auch gerne wissen, warum Patrick so starb, wie er starb. Er stellt Fragen, und sticht damit in ein Wespennest.

Ein Trauerredner ist wirklich ein sehr origineller Ermittler in einem Kriminalroman. Dazu war mir Mads schnell sympathisch. Neben ihm spielt auch seine Familie, besonders sein Vater, bei dem er noch lebt, sowie sein jetziger bester Freund, der Bestatter Fiete, eine große Rolle. Natürlich darf auch die Polizei in einem Krimi nicht fehlen, Hauptkommissarin Luisa Mills ist alles andere als erfreut davon, dass Mads ebenfalls in Patricks Todesfall ermittelt.

Der Roman hat mich zunächst schnell gepackt, vor allem auch, weil immer wieder Humor mitschwingt, für den in besonderem Maße Mads Vater Fridtjof zuständig ist. Es schwingen aber auch immer wieder leisere Töne mit, immerhin geht es hier auch um Trauer. Trauer, die auch Mads Famiie zur Genüge kennt.

Die Charaktere sind noch relativ oberflächlich gezeichnet, das könnte sich im Rahmen der Reihe aber noch ändern. Manche, wie Mads Vater, sind etwas skurril, andere, wie ein Mitarbeiter des Bestattungsunternehmens, geheimnisvoll. Gar nicht mochte ich die Antagonisten, da hätte schon ein bisschen Graufärbung gut getan.

Leider hat sich der Roman bezüglich der Auflösung in eine Richtung entwickelt, die mir nicht so gut gefallen hat, vor allem auch für den ersten Band einer Reihe war mir das zu heftig, das hat ihn mir ab einem bestimmten Punkt mehr und mehr verleidet, was ich ausgesprochen schade finde. Ganz nachvollziehen, warum Mads so tief in den Fall einsteigt, wie er es tut, konnte ich außerdem auch nicht. Trotzdem bin ich auf den zweiten Band gespannt, werde der Reihe also auf jeden Fall noch eine Chance geben, schon, weil mir die Charaktere gefallen.

Ein Trauerredner als Ermittler, diese originelle Idee hat mich direkt angesprochen. Der Roman punktet außerdem mit seinen Charakteren und seinem Humor. Leider hat er mich bei der Auflösung verloren, trotzdem werde ich der Reihe noch eine Chance geben.

Mordsbingo

Mads Madsen ist ein achtundzwanzigjähriger Trauerredner und lebt mit seinem älteren Vater zusammen. Seine Mutter ist seit zwanzig Jahren tot, seine älteren Geschwister lange ausgezogen und erfolgreich in ihren Karrieren. Sein bester Freund ist Bestattungsunternehmer, seine beste Freundin Bobby, eine kleine Hündin. Eines Tages erfährt er, dass ein Freund aus Kindheitstagen umgekommen ist. Er hat lange nichts mehr von Patrick gehört und fängt an, sich nach den Todesumständen zu erkundigen. Damit sticht er in ein Wespennest und plötzlich wimmelt es rechts und links von ihm von Toten und mafiösen Machenschaften.

Ja, ich bin etwas ratlos. Eigentlich hatte ich einen Krimi erwartet, stattdessen bekam ich eher einen Familienroman präsentiert, der sich nicht zwischen Klamauk und Drama entscheiden konnte. Es gab cosy Anwandlungen mit Papa und Bingoabenden (am Morgen), aber auch brutale Szenen und reihenweise Tote. Dazu war vieles vorhersehbar, gerade was den stillen Herrn Bernardi anging, und eine Deus ex machina in Form von Fietjes neuer Freundin hatte auch einen Auftritt.

Positiv am Buch: recht schnell zu lesen.

Negativ am Buch: recht schnell zu vergessen.

2.5/5 Punkten.

Leichte Unterhaltung

Die Geschichte ist leicht lesbar und hat auch einen gewissen Humor. Mads Madsen ist Trauerredner. Sein ehemaliger Schulfreund Patrick ist tot und Mads erhält quasi aus dem Jenseits die Botschaft von Patrick seine Trauerrede zu übernehmen. Mads hat seinen alten Freund damals völlig aus den Augen verloren, als er mit seiner Mutter wegezogen ist. Für ihrn war Patrick immer der nette, verlässliche Kumpel mit dem er durch Dick und Dünn gegangen ist. Doch als er Nachforschungen über ihn anstellt, scheint sein Eindruck von Patrick völlig falsch zu sein. Fast niemand will über ihn und seinen Unfalltod sprechen, keiner mochte ihn richtig. Mads begibt sich auf eine Spurensuche in die Vergangenheit.

Leichte Unterhaltung, die aber für mich zuwenig Tiefgang und Spannung hat. Die Geschichte konnte mich nicht so recht begeistern.