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Ein ungezähmtes Tier
Verlag:
ISBN-10:
ISBN-13:
Erscheinungsdatum:
Preis:
Beschreibung:
Ein schillerndes Ehepaar und ein raffinierter Juwelenraub: Dickers bestes Buch!
500.000 Exemplare: Platz 1 in Frankreich – bald Platz 1 in Deutschland?
2. Juli 2022: In Genf bereiten zwei Einbrecher den Überfall auf einen Juwelier vor. Doch dieser Raub ist alles andere als zufälliges Verbrechen …
Fünf Tage zuvor plant Sophie Braun ein großes Fest anlässlich ihres 40. Geburtstags. Sie lebt mit ihrer Familie in einem großzügigen Haus am Genfer See, das Leben scheint ihr zuzulächeln. Aber die Idylle trügt. Denn ihr Ehemann ist offenbar in kriminelle Machenschaften verstrickt. Ihr Nachbar, ein vermeintlich untadeliger Polizist, spioniert die intimsten Winkel ihres Lebens aus. Und dann offeriert ihr ein Unbekannter ein Geschenk, das sie tief erschüttern wird.
Was verbirgt sich hinter der schillernden Fassade des privilegierten Paars? Und was verbindet sie mit dem raffinierten Juwelenraub?





















Ein cleveres Spiel
Das Hörbuch: Der Erzähler Torben Kessler hat eine angenehme Stimme die nuanchenreich ist und die verschiedenen Protagonisten gut einfängt. Er erzählt spannend und man hört ihm gerne zu.
Die Geschichte:
Die gutaussehende Sophie hat alles- einfach alles. Sie ist vermögend, hat einen fabelhaften Ehemann der sie begehrt und liebt, zwei Kinder und eine Villa. Doch der Schein trügt. Sophies Ehemann ist nicht so unbescholten wie er sich gibt und dann sind da noch die netten Nachbarn, ein reizendes Ehepaar oder nicht? Denn der Mann der Nachbarin ist ein Polizist der heimlich Sophie beobachtet, ja sogar überwacht. Ein perfides und äußerst gefährliches Spiel beginnt...
Virtuos setzt der Autor diese komplexe und sehr clever konstruierte Geschichte um. Auch wenn die vielen Zeitsprünge schon etwas verwirren, verliert man doch nicht die Anbindung an die Handlung. Es ist ein spannendes und vielschichtiges Buch mit einigen unerwarteten Wendungen, die dem Geschehen immer wieder einen Kick geben. Bis zum Ende bleibt es sehr facettenreich und gut lesbar.
Schein und Sein
Im Mittelpunkt eines spannenden Verwirrspiels stehen zwei Ehepaare,die in unmittelbarer Nachbarschaft wohnen und durch die Aktivitäten ihrer Kinder immer wieder aufeinandertreffen und sich anfreunden. Sophie und Arpad sind ein schillerndes Paar,was in einem luxuriösen Anwesen wohnt und ein Leben in Saus und Braus führt,während Karine und Greg eher bodenständig sind.Desweiteren stehen ein geplanter großer Raubüberfall und weitere kriminelle Ereignisse im Fokus.
Wie in seinen anderen Büchern wechselt der Autor auch hier immer wieder die Zeiträume zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Nach und nach ergibt sich ein teuflisches Spiel mit immer wieder raffinierten neuen Wendungen.So wird man als Leserin( in meinem Fall als Zuhörerin)in eine Äußerst geschickt aufgebaute, raffinierte Geschichte hineingezogen.Es wird immer deutlicher,wieviel Abgründe hinter den scheinbar heilen Fassaden lauern.Auch wenn ich glaubte, ab einem gewissen Zeitpunkt die Handlung durchschaut zu haben, wurde ich zum Schluss noch einmal überrascht.Der Autor hat wieder einmal bewiesen,dass auch ohne Actionszenen und Blutvergießen Spannung erzeugen kann.
Der hervorragende Sprecher Torben Kessler machte dieses Hörbuch zu einem tollen Erlebnis.
Täuschungen
Diese Rezi behandelt das Hörbuch
Zum Inhalt:
Bänker Arpad und Anwältin Sophie führen gemeinsam mit ihren beiden Kindern ein Bilderbuchleben in Genf. Ihre Nachbarn Greg und Karine (Polizist und Verkäuferin) finden das beneidenswert; insbesondere Greg verstrickt sich in eine Obsession und beobachtet das Nachbarhaus als Stalker. Dabei findet er Überraschendes heraus.
Mein Eindruck:
Okay, es ist ein Dicker und fast hat man beim mit Lobeshymnen großzügigen Feuilleton das Gefühl, dass das allein reicht, um eine Geschichte in den Himmel zu heben. Technisch ist an dem Buch auch nichts auszusetzen: Es hat genügend Charaktere, um interessant zu sein, aber wenig genug, um diese auszuloten und ihnen Tiefe zu verleihen. Der Aufbau des Buches ist ebenfalls gelungen - die verschiedenen Zeitebenen und Blickwinkel verleihen der Geschichte Spannung. Die mondäne Grundstimmung lässt das Publikum träumen und die Probleme der Charaktere führen dazu, dass man sich auf schäbige Weise sagen kann: Siehst Du, es ist nicht alles Gold, was glänzt.
Aber die Geschichte zieht sich, es werden Nebenkriegsschauplätze aufgetan, die für den Fortgang unerheblich sind. Insbesondere bei der Charakterisierung von Greg beschleicht einen das Gefühl, dass Joel Dicker mit der Ordnungsmacht schlechte Erfahrungen gemacht hat. So mies wird dessen Verhalten geschildert, obwohl die Vergehen, Täuschungen und Schlichen der anderen nicht weniger verachtenswert sind, aber eher als lässliche Sünden durchgehen.
Das Ende ist dann zwar folgerichtig, jedoch enttäuschend. Denn dieses ist nach dem zähen Fluss auf einmal so, als ob ganz schnell alles - und zwar wirklich alles - zu einem Abschluss gebracht werden muss, der keine weiteren Konsequenzen und Fragen offenlässt.
Torben Kessler ist bei der ganzen Story ein verlässlicher Sprecher, welcher die einzelnen Charaktere gut herausarbeitet.
Mein Fazit:
Nicht der beste Dicker
Wieder spannend, aber nicht ganz so überzeugend, wie andere Romane des Autors
Sophie und Arpad Braun scheinen alles zu haben, was man sich wünschen kann, eine liebevolle Beziehung, zwei Kinder, ein schönes Haus, gutes Einkommen, Zufriedenheit. Aber manchmal trügt der Schein – ob das in hier auch der Fall ist, davon erzählt dieser Roman.
Joël Dickers Romane zeichnen sich dadurch aus, dass man nie wissen kann, was passieren wird oder in der Vergangenheit passiert ist, immer wieder wird man überrascht, man kann sich nie sicher sein, alles kann über den Haufen geworfen werden, erst am Ende weiß man die ganze Wahrheit. Ich mag es sehr und finde es spannend, erst nach und nach zu erfahren, was eigentlich ist. Auch in diesem Roman ist das wieder so, immer wieder springt die Erzählung in der Zeit, mal mehr oder weniger ausführlich erfahren wir, was vor Jahren oder manchmal auch nur vor Stunden passiert ist. Auch dieser Roman wurde für mich deshalb wieder zum Pageturner.
Aber dennoch hat mich dieser Roman nicht so gepackt wie die vorherigen Romane, die ich von Dicker gelesen habe. Zum einen liegt das wohl daran, dass mir dieses Mal keiner der Charaktere so richtig sympathisch war, manche sogar richtig unsympathisch, so konnte ich auch nicht ganz so mit ihnen mitfühlen, wie ich das gerne getan hätte. Zum anderen liegt das aber auch an der Geschichte, die zwar ihre Überraschungen zu bieten hatte, aber manchmal auch etwas vorhersehbar war, und zudem finde ich, dass es ist nicht ganz so raffiniert verwoben ist, wie man es von Dicker kennt.
Die Protagonist:innen sind zwar nicht gerade sympathisch, aber gut charakterisiert, neben Sophie und Arpad gibt es ein zweites Ehepaar, weniger gut gestellt, die sich mit den Brauns anfreunden, wobei das teilweise ein wenig ausartet. Alle haben natürlich ihre Geheimnisse, die nach und nach aufgedeckt werden.
Erzählt wird, wie schon erwähnt, mit einigen Zeitsprüngen. Der Roman ist in drei Abschnitte aufgeteilt, die jeweils einen Countdown haben. So darf man zusätzlich gespannt sein, was am Ende des jeweiligen Countdowns geschehen wird. Schließlich ist alles aufgelöst, wenn auch manches ein wenig überzogen, wie ich finde. Dennoch kann man es auf gewisse Weise nachvollziehen. Gut gefallen hat mir, dass man noch etwas vom Danach erfährt.
Joël Dicker hat mir wieder spannende Lesestunden beschert. Doch ganz so gut wie die Vorgängerbände hat mir dieser nicht gefallen. Wer Dicker mag, kann aber auch hier zugreifen. Wem Zeitsprünge und Aufmerksamkeit beim Lesen nicht stören und überraschende Wendungen zusagen, ist bei Dicker ebenfalls richtig.
Wenn der Schein trügt
In diesem Krimi dreht sich alles um einen spektakulären Raubüberfall auf einen Genfer Juwelier und ein schillerndes Paar. Arpad und Sophie leben mit ihren Kindern in einer luxuriösen Architektenvilla in einem Genfer Vorort. Sie sind vermögend und beide scheinbar beruflich erfolgreich, doch beide hüten dunkle Geheimnisse voreinander. Beneidet werden werden die beiden von ihren Nachbarn Greg und Karine, mit denen sie seit kurzem befreundet sind. Greg, ein Polizist, ist so besessen von Sophie, dass er sie heimlich beobachtet und ausspioniert. Und dann taucht auch noch ein mysteriöser Unbekannter auf, der alles beobachtet, während gleichzeitig zwei Einbrecher einen Juwelenraub vorbereiten. Der Autor verwebt geschickt die Geschichten der Figuren zu einem packenden Krimi und lässt uns dabei hinter die Fassade des ambivalenten Paares schauen.
„Ein ungezähmtes Tier“ ist mein erstes Buch von Joël Dicker und sicher nicht das letzte. Der Schreibstil hat mir sofort zugesagt, klar und leicht zu lesen, so dass ich schnell vorankam und schon nach wenigen Seiten von der Geschichte gefangen war. Der Aufbau war raffiniert, ein Countdown startet zwanzig Tage vor dem Raubüberfall bis zum Tag des Überfalls und ist immer wieder unterbrochen von Rückblenden, die tief in die Vergangenheit der Charaktere eintauchen. Dieser Aufbau hält die Spannung konstant hoch und ermöglicht es gleichzeitig die Beweggründe der Figuren nachzuvollziehen. Richtig sympathisch fand ich jedoch keine der handelnden Figuren, was ich aber nicht negativ bewerte. Ich wollte unbedingt wissen, was das schillernde Paar mit dem Juwelenraub verbindet und welche Rolle der Unbekannte dabei spielt. Die Handlung steuert unaufhaltsam auf ihren Höhepunkt, den Tag des Überfalls zu und Dicker hat dabei einige überraschende Wendungen eingebaut, mit denen ich so nicht gerechnet hatte. Auch das zum Teil dramatische Ende konnte mich überzeugen.
Fazit: „Ein ungezähmtes Tier“ ist ein fesselnder Krimi mit überraschenden Wendungen, der mich mit seiner komplexen Struktur und den vielschichtigen Charakteren überzeugen konnte. Ein weiteres Buch von Dicker liegt schon auf meinem Lesestapel.
Die Pantherin
Zwei Paare stehen im Mittelpunkt der Handlung des Romans „Ein ungezähmtes Tier“ von Joël Dicker. Auf der einen Seite die berückend schöne Anwältin Sophie mit ihrem Banker-Vorzeigegatten Arpad im Nobelviertel, auf der anderen Seite des Wäldchens Karine und Greg, die als Verkäuferin und Polizist ein weitaus weniger glamouröses Leben führen als das Paar im „Glashaus“, mit dem sie sich anfreunden. Greg projiziert auf Sophie unerfüllte sexuelle Wünsche und spioniert die beiden bald aus. Karine wünscht sich an die Stelle von Sophie, deren Leben von außen leicht und glänzend scheint. Und genau das ist es, was Joël Dicker im Laufe der Handlung raffiniert entzaubert, das Sein hat nämlich mit dem aufgebauten Schein nicht viel zu tun.
Bald klopft an die Tür des Glashauses die Vergangenheit in Form von Fauve, zu dem das Glamour-Paar eine Verbindung hat. In Rückblenden werden auf verschiedenen Zeitebenen Sequenzen erzählt, die so gar nicht zum offiziellen Bild des Paares in der Gegenwart passen. Raffiniert entblättert der Autor die Geheimnisse, die jede der vier Hauptfiguren hat, zeigt, was sich hinter den Fassaden verbirgt. Arpad wird unerbittlich von seiner Vergangenheit eingeholt, Greg wird von seiner fatalen Neigung geleitet. Doch auch die beiden Frauen sind nicht so makellos, wie sie sich selbst gerne darstellen. Zudem lassen sich pantherähnlich Agierende nur ungern einengen. Jedes Paar hat zwei Kinder, denen im Roman lediglich Statistenrollen zufallen – sie werden erwähnt, wenn sie im Zuge von Alltagsroutinen ins Bett gebracht oder zur Schule gefahren werden.
Unerbittlich treibt die Handlung auf einen Showdown in Form eines Juwelenraubes hin, souverän mit überraschenden Wendungen vom Romancier Joël Dicker erzählt. Ein unterhaltsames, überaus kurzweiliges Buch für den Sommerliegestuhl am Strand oder Pool.
Der Roman ist in deutscher Übersetzung bei Piper erschienen, übersetzt von Michaela Meßner und Amelie Thoma. Laut Verlag wurde „Ein ungezähmtes Tier“ in Frankreich bereits 500.000 mal verkauft.
Joël Dicker wurde 1985 in Genf geboren. Seine Bücher „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ und „Die Geschichte der Baltimores“ wurden weltweite Bestseller und über sechs Millionen Mal verkauft. Der Schriftsteller wurde für „Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert“ mit dem Grand Prix du Roman der Académie Française sowie den Prix Goncourt des Lycéens ausgezeichnet.