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Uterus

Der erste Fall für Kriminalhauptkommissar Mark Birkholz. Ein Köln-Krimi
Buch
Taschenbuch, 234 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

394761246X

ISBN-13: 

9783947612468

Auflage: 

1 (08.03.2019)

Preis: 

11,95 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 394761246X

Beschreibung von Bücher.de: 

Die Studentin Sophie Reuter wird bewusstlos in einem Fitnessstudio aufgefunden und leidet seitdem an einer retrograden Amnesie. Das Einzige, woran sie sich erinnert, ist, dass sie mit ihrer Freundin Katharina Bernstein verabredet war, die aber seitdem spurlos verschwunden ist.

Weitere Vermisstenanzeigen junger Frauen folgen, und so übernimmt Mark Birkholz, Kriminaloberkommissar bei der Kölner Kripo, die Ermittlungen, als die Leiche einer vermissten Frau brutal ermordet auf einer Waldlichtung im Königsforst gefunden wird. Nur kurze Zeit später findet er in unmittelbarer Nähe des Fundortes eine weitere Leiche: Katharina Bernstein.

Für Birkholz scheint der Fall klar: das Werk eines Ritualmörders. Doch eine grausame Entdeckung des zuständigen Rechtsmediziners lenkt sie in eine ganz andere Richtung. Ohne Vorwarnung wird Mark mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert, mit seinen inneren Dämonen, die er über Monate hinweg verdrängt hatte ...

Kriminetz-Rezensionen

Die Waldlichtung der toten Frauen

Dies ist Band eins einer neuen Krimi-Serie, die in Köln angesiedelt ist und der Titel und das Cover sind schon mal sehr krass gewählt.

Ich muss dazu sagen, das es auch kein reiner Krimi ist, denn ein paar Thriller-Elemente sind mit eingebaut worden, das hat mir gefallen. Ansonsten lebt der Plot von vielen Kapitelsprüngen, die mich immer wieder in eine andere Situation zu einer anderen Person führten. Hier habe ich mich anfangs sehr überfordert gefühlt, denn zu viele Informationen gleich zu Beginn sind nicht so mein Ding. Ich brauche immer eine gewisse Zeit, um für mich einen roten Faden zu finden. Hier war dies alles ziemlich hektisch und kurz und knapp. Ich lernte eine Person kennen, habe mich gerade auf deren momentane Verfassung eingelassen und dann verliere ich den Bezug dazu und muss warten, bis deren Handlung in einem anderen Kapitel weitergeführt wird. Dadurch wurde ich immer wieder aus meinem Lesefluss gerissen.

Was mir wiederum sehr gut gefallen hat, war der Inhalt und Verlauf des eigentlichen Falles. Hier hat sich Astrid Schwikardi einiges einfallen lassen um es nicht zu gewöhnlich wirken zu lassen. Die Spannungsmomente sind sehr gut gelungen und haben mich wieder in den Plot reinziehen können.

Bis auf den Ermittler Mark Birkholz, bleibt sein Team noch etwas blass und ich konnte noch keinen richtigen Eindruck der Charaktere gewinnen, aber es war ja erst der Beginn einer Serie und vielleicht lernt man den einen oder anderen im Folgeband noch näher kennen.

Kurz erwähnen möchte ich noch, das es auch wirklich eine reine Geschmackssache ist, die von mir oben erwähnten Anmerkungen so zu deuten, das es kein gutes Buch ist. Es gibt viele Leser/innen die Kapitelsprünge mögen, die nicht so großen Wert auf das ausführliche Kennenlernen der Charaktere legen, die werden an diesem Buch sicher ihre Freude habe.

Ein solider erster Band einer neuen Krimi-Reihe, wo aber noch Luft nach oben ist und ich glaube, dass die Autorin sich noch steigern kann.

Ein guter Auftakt, der definitiv Potenzial hat und vertieft werden muss.

Meinung:
Das Cover ist wirklich sehr auffällig und passt zu dem Titel. Es zieht den Leser an, den Klappentext zu lesen. Daher ist das Cover sehr gut gewählt, da es schon ein Hingucker ist.

Die Autorin hat mit ihrem Erstlingswerk einen Krimi erschaffen, der mit Thrillerelementen aufwartet. Das hat mir gut gefallen und hat mich damit versöhnt, dass es durch viele Wechsel in der Perspektive und viele Kapitelsprünge zu Beginn schwer war, in das Buch einzusteigen. Denn es waren zu viele Informationen am Anfang, die sich erst nach und nach erklärten und so löste sich dieser Knoten und dann war es ein spannendes Buch mit einem Protagonisten, der eine Vielzahl von Opfern hatte und das aufklären wollte.

Durch den Aufbau der Spannung mit immer wieder neuen Plotideen wurde das Buch nie langweilig und man verfolgte gebannt, was als Nächstes geschieht. Auch den Bezug zu Köln und Umgebung hat dieses Buch Lokalkolorit gegeben und als Leser war es interessant, Köln aus der Perspektive des Täters und der Ermittler zu erleben.

Hauptaugenmerk liegt auf dem Ermittler Mark Birkholz, sein Team wirkt eher unscheinbar. Wobei ich hoffe, dass das in dem zweiten Teil der Reihe mehr Raum erhält und dadurch mehr Farbe erhält.

Mark Birkholz hat durch den traumatischen Verlust seiner Schwester einige Probleme, die er mit sich herumträgt. So bleibt es nicht aus, dass sein Chef die Staatsanwältin Maja Reinhold auf ihn ansetzt. Sie soll schauen, ob er in der Lage ist, einen solchen Fall, wo viele Opfer zu beklagen sind, erfolgreich abschließen kann oder ob er zusammenbrechen würde. Hier hätte ich mir gewünscht, dass Birkholz das mehr hinterfragt und es nicht einfach zu hinnimmt. Wobei ich als Leser gerne mehr über den Fall der Schwester erfahren hätte, denn das hätte einen Zugang zum Ermittler einfacher gemacht. Und vielleicht wären dadurch seine psychischen Probleme besser erklärbar gewesen, aber vielleicht ist das in den nächsten Teil vorgesehen?

Fazit:
Ein guter Auftakt, der definitiv Potenzial hat und vertieft werden muss.