Cover von: Das venezianische Spiel
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Das venezianische Spiel

Kriminalroman
Buch
Taschenbuch, 384 Seiten
Übersetzer: 

Verlag: 

ISBN-10: 

3499276593

ISBN-13: 

9783499276590

Auflage: 

1 (18.02.2020)

Preis: 

10,00 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3499276593

Beschreibung von Bücher.de: 

Band 1 der atmosphärischen Venedig-Krimi-Serie um Nathan Sutherland. Britischer Gentleman-Charme trifft auf italienisches Dolce Vita.

Als britischer Ehrenkonsul in Venedig hat Nathan Sutherland nicht gerade den aufregendsten Job der Welt: Er schlägt sich mit verlorenen Pässen und Wegbeschreibungen herum. Gesellschaft leisten ihm seine grantige Katze und das Porträt Ihrer Majestät. Daneben genießt er das venezianische Leben: Aperol am Canale, Tramezzini in der Trattoria.

Dann geschieht etwas Unvorhergesehenes: Ein Unbekannter spielt Nathan ein Päckchen zu: ein Buch mit augenscheinlich originalen Illustrationen des Künstlers Giovanni Bellini aus dem 15. Jahrhundert. Schon bald muss Nathan feststellen, dass sich noch jemand anderes für das Buch interessiert ...

Kriminetz-Rezensionen

Sympathische Charaktere, spannende Story und ganz viel Venedig – Brunetti auf die britische Art!

»Das venezianische Spiel« von Philip Gwynne Jones entwickelt sich nach etwas gemächlichem Einstieg zu einer spannenden Story mit super sympathischen Charakteren – dem britischen Honorarkonsul Nathan Sutherland als Ermittler, seiner Freundin Federica, einer Restauratorin, und seinem Kumpel Dario aus Mestre. Nicht zu vergessen den »kommunistischen« Kater Gramsci. Mit britischem Humor und viel Wissen über Venedig authentisch erzählt. Macht jetzt schon Lust auf den zweiten Band!

Vornehm geht die Welt zu grunde

Honorarkonsul klingt nach mehr – ist aber eher so etwas wie ein ehrenamtlicher Helfer. Das äußert sich vor allem darin, dass dieser Posten unbezahlt ist. Nathan Sutherland erledigt dann auch alles von einem kleinev Büro in seiner Wohnung in der Calle dei Assassini zwischen Campo Manin und Campo Sant’Angelo. Hier sorgt er hauptsächlich für britische Touristen, die in irgendwelchen kleineren Schwierigkeiten stecken.

Ein unmoralisches Angebot
Die Zwillingsbrüder Domenico und Arcangelo Moro leben in einem riesigen Herrenhaus am Canal Grande. Motiviert durch nichts anderes als gegenseitigen Hass, betreiben sie seit zwanzig Jahren exklusiven Kunstdiebstahl als eine Art ein komplexes Spiel. Doch jetzt wird Nathan Sutherland, britischer Honorarkonsul, eher unabsichtlich in ihr tödliches Geschäft hineingezogen, weil ihm eine äußerst dubiose Person ein wertvolles kleines Buch zuspielt und er versucht etwas über dieses Buch zu erfahren.

Lebemann mit Ambitionen
Sutherland ist perfekt im sozialen Milieu Venedigs integriert. Seine offiziellen Pflichten und seine persönlichen Beziehungen und Vergnügungen führen ihn durch ganz Venedig. Dorthin nimmt er mich als Leser dann auch mit und dieses Venedig ist das sehr lebendige, atmende Venedig. Ich kann nicht beurteilen, wie vieles jemand wiedererkennt, der in Venedig lebt oder gelebt hat – aber der Autor vermittelt mir ein sehr glaubhaftes Gefühl dafür, wie es ist in dieser Stadt zu leben.

Es fehlt ein bisschen hier und da
Ein bisschen muss sicherlich noch an der Charakterisierung des Protagonisten Nathan Sutherland gearbeitet werden. Er wirkt noch etwas flach und unausgegoren – manchmal ist der streitsüchtige Kater Gramsci mir sympathischer als sein Besitzer, aber ich bin ja sowieso ein Katzenfan :-) Auch die Nebencharaktere sind nicht immer ganz gut durchdacht, aber trotzdem hat mir das Buch viel Freude gemacht und ich konnte die Liebe des Honorarkonsuls (und vermutlich des Autors) zu dieser außergewöhnlichen Stadt in jeder Zeile fühlen.

Mein Fazit
Das venezianische Spiel von Philip Gwynne Jones ist vordergründig zwar ein Krimi, aber tatsächlich ist es eher eine Liebeserklärung an Venedig. Aber ich habe es wirklich geliebt und freue mich auf einen zweiten Band – dann vielleicht mit ein bisschen mehr Krimi :-)