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Vergeltung im Münzhaus

Der sechste Fall für Apothekerin Adelina. Historischer Roman
Buch
Taschenbuch, 384 Seiten

Verlag: 

ISBN-10: 

3499269589

ISBN-13: 

9783499269585

Erscheinungsdatum: 

22.07.2016

Preis: 

9,99 EUR
Schauplätze: 
Amazon Bestellnummer (ASIN): 3499269589

Beschreibung von Bücher.de: 

Köln 1408: Im Haus des Münzwechslers wird ein Toter aufgefunden - brutal erstochen. Ein Knecht beschuldigt die junge Hebamme Klara des Mordes an ihrem Vater. Offenbar ein Racheakt: Er hatte das Mädchen einst an ein Hurenhaus verpfändet, um seine Schulden zu begleichen.

Im Kerkerturm wird Klara ein zweiter Mord - angeblich in Aachen verübt - zur Last gelegt. Adelina, die sie damals unter ihre Fittiche nahm, setzte mit Tochter Griet alles daran, dem unglücklichen Mädchen zu helfen. Unterstützung erhalten sie dabei aus einer Richtung, aus der sie es nie für möglich gehalten hätten ...

Der sechste Fall für die scharfsinnige Apothekerin Adelina.

Kriminetz-Rezensionen

Adelina ermittelt im mittelalterlichen Köln

Im Haus des Münzwechslers Henns Birboim wird der Kürschner van Oeche erstochen aufgefunden. Schnell gerät die junge Hebamme Clara in Verdacht, die zur Tatzeit bei der schwangeren Hausherrin war. Ein Motiv ist auch schnell gefunden, denn bei dem Toten handelt es sich um ihren Vater, der sie und ihre Mutter vor Jahren an ein Hurenhaus verpfändet hatte. Die Apothekerin Adelina und ihre Stieftochter Griet sind allerdings von der Unschuld des jungen Mädchens überzeugt. Da trifft es sich gut, dass der Neffe des alten Gewaltrichters Reese und Hauptmann der Stadtsoldaten, der mit den Ermittlungen betraut wurde, ins Haus gegenüber einzieht und sich zwischen ihm und Griet zarte Bande entwickeln. Doch beide hüten ein Geheimnis, das es ihnen schwer macht, zueinander zu finden. Da wird Griet entführt und Cristan gerät vor Sorge außer sich.

"Vergeltung im Münzhaus" ist der sechste und laut der Autorin auch der letzte Roman der Reihe um die Apothekerin Adelina und ihrer Familie. Dieses Mal steht ihre Stieftochter Griet im Mittelpunkt, die als Kind traumatische Erlebnisse machen musste. Das Auftauchen des Hauptmanns Cristan Reese bringt ihre Welt völlig durcheinander. Obwohl die Liebesgeschichte zwischen Cristan und Griet einen breiten Raum einnimmt, verliert Petra Schier den Mordfall und dessen Aufklärung nicht aus den Augen. Das Buch ist mit seinen gut 500 Seiten ziemlich umfangreich, es liest sich aber sehr spannend, sodass man es ungern aus der Hand legt. Wer schon mehrere Bände dieser Reihe gelesen hat, dem sind die Protagonisten mittlerweile richtig ans Herz gewachsen. Vielleicht gibt es ja doch noch eine Fortsetzung, die Fans von Adelina würden sich sicher darüber freuen.

Ein schöner Abschluss der Reihe

Im Haus des Münzwechslers Birboim wird ein Toter aufgefunden, der erstochen wurde. Wie kann es anders sein, ist Adelina eine der ersten die dort ankommt. Als Täter wird schnell Clara ins Auge gefasst, da sie vor einigen Jahren von ihrem Vater an ein Hurenhaus verpfändet wurde, um seine Schulden zu begleichen. Da Clara auch eine gute Freundin von Griet ist, versuchen Adelina und Griet ihr zu helfen und den wahren Täter zu finden. Natürlich erhalten sie wie immer Unterstützung von Neklas und ja, auch von Georg Reese, doch auch sein Neffe Cristan hilft tatkräftig mit, wobei er wohl auch andere Beweggründe hat, als nur Clara zu helfen.

Mit diesem sechsten Band ihrer Adelina-Reihe möchte die Autorin Petra Schier also nun die Reihe beenden. Ganz ehrlich, ich habe immer noch die Hoffnung, dass es vielleicht irgendwann doch noch weitergeht.

In diesem Teil hier geht es weniger um Adelina sondern mehr um Griet, ihre Stieftochter, die man auch schon seit Band 2 kennt. Ach dieser Teil ist in sich abgeschlossen und kann für sich alleine gelesen werden, wobei ich zum besseren Verständnis schon empfehlen würde, mit dem ersten Teil der Reihe zu beginnen.

Ins Buch bin ich, so wie ich es erwartet habe, sehr gut reingekommen und nachdem ich mich etwas gezügelt hatte, bin ich dann doch nur so durch die Seiten geflogen.

Es gibt hier drei Erzählstränge, auf die die Geschichte aufgebaut war. Zum einen gab es da Griet und Cristan und ja, auch Adelina durfte nicht fehlen. Von den anderen Figuren hat man aber auch genug erfahren, um sich ein gutes Bild der Geschichte zumachen. Den Erzählstil fand ich gut gewählt, er war ansprechend und hat einen regelrecht durch die Handlung geführt, welcher man sehr gut folgen konnte.

Auch wenn der Roman im Mittelalter spielt, konnte man die Ängste und die daraus folgenden Entscheidungen von Griet sehr gut nachvollziehen. Der Spannungsbogen war auch bis zum Schluss erhalten und ja, ich hatte einige Personen als Täter ins Auge gefasst, den wahren habe ich aber erst sehr spät auf dem Schirm gehabt.

Ich persönlich fand alle Figuren des Romans wieder mit sehr viel Lebe zum Detail beschrieben, was ich aber auch nicht anders erwartet hatte. So konnte man sie sich während des Lesens sehr gut vorstellen. Griet habe ich schon seit sie in die Familie Burka gekommen ist in mein Leserherz geschlossen und ja, ich hatte mich sehr gefreut, nun eine Geschichte zu lesen, die endlich sie in der Hauptrolle hatte.

Was mich bei jedem Roman der Autorin fasziniert, ist, dass es ihr mit nur wenigen Worten gelingt, einer fiktiven Figur Leben einzuhauchen und man mit dieser fühlt und wenn es sein muss auch weint und lacht.

Die Handlungsorte waren auch wieder sehr gut beschrieben, so dass man sich alles sehr gut vor dem inneren Auge entstehen lassen konnte.

Alles in allem war es für mich fast schon der schönste Roman der Adelina-Reihe, den ich gelesen habe und deshalb vergebe ich gerne die volle Punktzahl.